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Etikettenschwindel
auf niedrigem Niveau
Zentristische
Konferenz in Berlin erreicht „neue Stufe“
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 30. Dezember 2009 – Wir setzten uns vor über einem Jahr mit
etwas auseinander, das sich Kommunistische
Initiative Deutschlands nennt und meinten, nach gründlicher Analyse der
Dokumente, es handele sich hier um einen
rechtsopportunistisch-zentristischen Versuch des Stiftens von
Verwirrung. Wir titelten unsere Kritik an den Zentristen
mit „Eine Kommunistische Partei
wird aus den Klassenkämpfen und der Abgrenzung zum modernen
Revisionismus entstehen“
Dem
gibt es eigentlich nichts weiter hinzu zu fügen. Zu unserer Kritik von
damals stehen wir vollinhaltlich. Damals begannen die
Rechtsopportunisten eine wüste Hetze gegen uns. Wir aber blieben
sachlich, aber inhaltlich hart, aber auch bissig-polemisch.
Die
sogenannte KI veröffentlichte von Zeit zu Zeit Erfolgsmeldungen, keine
war aber mit konkreten Beweisen belegt und war nur Schaumschlägerei.
Sie machte allerdings auch eine einzige
politische Aktion: Eine Veranstaltungsreihe über bolivarische
Republik Venezuela und die Revolution dort. Ein löbliches Unterfangen.
Aber
unsere wackeren „Kommunisten“ der KI hatten nicht beachtet, dass es
in Venezuela eine starke und traditionsreiche und Kampf erfahrene
Kommunistische Partei gibt. Die KP, die die Revolution des Präsidenten
Chavez unterstützt, ist jedoch nicht mit dessen politische Linie
identisch, sondern steht in vielem dem kritisch gegenüber: sei es Teile
der Innen- und Außenpolitik, sei es dessen Vorschlag einer 5.
Internationale oder sei es dessen Einheitspartei. Der schlossen sich die
Kommunisten nämlich nicht an – bei freundschaftlicher Verbundenheit
zu dieser. Chavez selbst nennt sich und seine Partei sozialdemokratisch,
sie aber blieben Kommunisten.
Die
KI wählte sich einen Referenten aus Venezuela aus, der Funktionäre der
sozialdemokratischen Partei ist. Kommunisten starten also ihre
politische Arbeit mit einem Sozialdemokraten. Sehr originell! Was daran
dann kommunistisch ist, bleibt das Geheimnis der „Kommunistischen“
Initiative.
Natürlich
kann man auch Veranstaltungen mit linken Sozialdemokraten machen, aber
die sog. KI begann damit
ihre politische Arbeit (bisher war das auch ihre einzige Aktion) und
wollte sich damit vorstellen. Ich stelle also fest: Die „Kommunistische“
Initiative Deutschlands stellt sich mittels eines Sozialdemokraten vor.
Eine Erkenntnis ihrer ideologischen Grundlagen?
Ein
Besuch auf deren Internetseite ist ein besonderes Erlebnis. Man landet
auf einer blau eingefärbten Seite und erlebt erstaunliche Dinge. Die Nicht-Anwesenheit
dieser Möchtegern-Kommunisten von den Klassenkämpfen
des Proletariats kompensieren sie durch flotte Sprüche.
Unter
der Überschrift „Das Signal“ steht da doch wirklich:
„Unübersehbar
war 2009 eine „Kommunistische Initiative“ hervorgetreten, mit dem Anspruch, die Zersplitterung der
Kommunisten zu beenden. Deren Internetseite verknüpfte äußerst lebendig verschiedene Aktivitäten,
ein Arbeitsstab organisierte fast monatlich eine Veranstaltung in den Regionen Deutschlands, pro
Quartal erschien ein
Bulletin – Kurz, das Ganze
ließ sich dynamisch und auch erfolgreich an. Kaum jemand unter
den kommunistisch Orientierten, der von der KI noch nichts wusste. Spätestens
der „Unvereinbarkeitsbeschluß“ der DKP bestätigte ungewollt das
Voranschreiten der KI.“
Ist
das nicht erfreulich! Da bildet sich die Einheit der Kommunisten allein
durch verschiedene Aktivitäten, einen organisierenden Arbeitsstab, eine
Veranstaltung pro Monat und ein Bulletin im Quartal.
Wie
hatten es da unsere Gründerväter doch schwer. Die mussten noch
Arbeiter im Klassenkampf organisieren, mussten verdeckt arbeitende Wohn-
und Betriebszellen gründen und an der Spitze von Streiks stehen, wurden
gemaßregelt, von Polizei verprügelt, viele ermordet, mussten in Gefängnisse
und Konzentrationslager. Die heutige selbst ernannte Einigungsorganisation
zur neuen KPD
verschickt ein Bulletin pro Quartal und macht jeden Monate eine
Veranstaltung bundesweit. Dass DKP-Stehr in seiner Einfallslosigkeit nur
einen Unvereinbarkeitsbeschluss hin bekam, wundert da auch nicht mehr.
Dabei hat man eine ganze Reihe DKP-Mitglieder bei Aktionen schon
gesehen, die „Kommunistischen“ Initiativler Deutschlands sah ich noch
bei keiner. Aber die waren ja wohl mit Bulletinschreiben beschäftigt.
Aber
mal im Ernst: Bildet sich so eine Kommunistische Partei? Wohl kaum.
Kommunisten sind bekanntlich keine Meisterschwätzer, wie Flegel und
Konsorten bei der KI, sie sind immer die Geburtshelfer einer neuen
Gesellschaftsordnung, sie stehen an vorderste Linie in den Kämpfen
der Arbeiterklasse, sie geben diesen Führung und Ausrichtung.
Davon
aber sind die „Kommunistischen“ Initiativler Deutschlands weit
entfernt. Ober-„Kommunistische“ Initiativler Deutschlands wie Michael
Opperskalski ist nach eigener Vorstellung „Journalist & Editor
& Consultant“. Er schreibt für Offensiv als Journalist, Edidiert
seine Zeitschrift über Geheimdienste, in der kaum was Erwähnenswertes
steht, aber was ist ein Consulant? Wikipedia beantwortet diese Frage so:
„Im
Einzelnen umschreibt der Begriff Consultant
im deutschen Sprachraum jedoch sehr unterschiedliche Berufe, unter
anderem vor allem Unternehmensberater, IT-Berater („IT-Consulting“)
oder Politikberater.“
Wen
berät er? Eine spannende Frage! Man muss aber damit recht gut
verdienen, denn er ist meist auf Reisen in mehr oder weniger exotische Länder
weitab. Ob der da Klassenkampf macht? Und wenn ja, auf welcher Seite?
Ich weiß es nicht.
Die
andere Spitzenkraft ist Frank Flegel. Herausgeber der Zeitschrift Offen-siv. Er ist der eigentliche Spitzenmann der „Kommunistischen“
Initiative Deutschlands. Der führt ein relativ bescheidenes Leben und
verzehrt Kirchesteuergelder als Lehrer an einer kirchlichen Schule. Ob
da die Hauptkampflinie der Klassenkämpfe verläuft, wage ich zu bezweifeln.
Und
jetzt machte die KI am 5. Dezember 2009 ihre Konferenz. Auf ihrer
offiziellen und blau eingefärbten Internetseite berichtet sie im Stil
einer Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr („das Bier war
gut kalt, die Köpfe erhitzt“) mit folgenden recht informativen Sätzen:
„Die
Beteiligung wurde dem Anspruch vollauf gerecht. Viele Unterstützer aus
ganz Deutschland fanden sich zur Konferenz ein, der Saal war Punkt 12
prall gefüllt. Es herrschte Einmütigkeit unter den Genossen, eine
allgemeine Einsicht in die Notwendigkeit des Aufbaus der KI, die sich
auch in den vielen Diskussionen und Gesprächen am Rande ausdrückte.
Der Tagesplan war inhaltlich dicht gefüllt. Es gab verschiedene
Referate zu den wichtigen inhaltlichen und organisatorischen Fragen, so:
„Die Bedingungen der Gründung der KI“, „Zum Stand der KI“, „Organisatorische
Herausforderungen für die KI“, „Zentrale Aspekte des zukünftigen Manifests“, „Zu
den Medien“. Daraus abgeleitet und um die notwendigen
Konsequenzen zu ziehen, gab es einen zuspitzenden Beitrag „Zum
Aufbau und Apparat“, welcher als Grundlage für die etwas später
stattfindenden Wahlen diente. Zwischen den Blöcken wurde den
Teilnehmern der Konferenz viel Raum für ausgiebige Diskussionen
gegeben.“
Wer
gab den Teilnehmern „viel Raum für
ausgiebige Diskussionen gegeben.“? Ich nehme an, der Arbeitsstab“
der fast monatlich eine Veranstaltung in den Regionen Deutschlands organisiert und der das Bulletin herausgibt. Ich nehme an, das tat er in einem
Anfall von übergroßer Gnade – diese Genehmigung zur Diskussion. Als
wir nämlich im Spätsommer 2008 Kritik am Aufruf übten, schmiss man
uns kurzerhand raus. Auch hatten wir den Entwurf so kurzfristig
bekommen, dass kaum eine Diskussion möglich war. Die
Diskussionserlaubnis bei ihrer Konferenz wäre eine
erfreuliche Entwicklung.
Aber
soweit, dass sie ihren zentristischen Aufruf selbstkritisch zurück
nahmen, geht die Kritikfähigkeit nun auch wieder nicht. Die erlaubt
offenbar der weise „Arbeitsstab“ nicht.
Über
was die „Kommunistischen“
Initiativler Deutschlands diskutiert haben, verrät uns die
Internetseite noch. Nämlich über „verschiedene
Referate zu den wichtigen inhaltlichen und organisatorischen Fragen, so:
"Die Bedingungen der Gründung der KI", "Zum Stand der
KI", "Organisatorische Herausforderungen für die KI",
"Zentrale Aspekte des zukünftigen Manifests", "Zu den
Medien". Daraus abgeleitet und um die notwendigen Konsequenzen zu
ziehen, gab es einen zuspitzenden Beitrag "Zum Aufbau und
Apparat", welcher als Grundlage für die etwas später
stattfindenden Wahlen diente.“
Bisher
war es üblich, dass Konferenzen und Kongresse kommunistischer
Organisationen und Parteien einen Höhepunkt der Arbeit darstellen und
die Öffentlichkeit umfassend unterrichtet wird. Aber die Abstinenz von
der Klassenkämpfen findet hier ihre Entsprechung. Inhaltlich schweigen
sie sich über die Konferenz aus. Keinerlei politischer und ideologischer Inhalte,
keinerlei Vorgabe der Richtung, keine Auseinandersetzung mit dem
Klassenfeind und dem modernen Revisionismus. Man erfährt auf der –
nach eigenem Anspruch – lebendigen Internetseite nur tote Hose. Noch
nicht einmal, wer bei den Wahlen bei der Konferenz in das
Organisationskomitee gewählt wurde. Alles konspirativ? Haltet ihr euch
wirklich für so gefährlich, dass ihr das müsst?
Ich
frage mich sowieso, wie diese „Kommunistischen“ Initiativler Deutschlands zur KPD mutieren
wollen. Das lautstark verkündete Ziel der Organisierung von Kommunisten
aus den verschiedensten Gruppen dürfte verfehlt sein. Die sind nach wie
vor in ihren Zirkeln, Gruppen und Grüppchen und denken nicht daran,
sich einer solchen ominösen KI anzuschließen. Warum auch? Was nützt
sie ihnen in ihrer politischen Arbeit?
Ich
frage z.B. mich, was es gebracht hätte, hätten wir 2008 die Bedenken
zurück gestellt und hätten da mitgemacht: Vorteile für unsere Arbeit
wären nicht rum gekommen. Aber es wäre Kraft gebunden worden. Ich wäre
bereit gewesen, diese Kraft aufzubringen, auch die Homepage mit
einbinden zu lassen. Aber ich war nicht bereit, das für eine
revisionistisch-zentristische Organisation zu tun. Deshalb bin ich –
bevor sie mich rauswerfen konnten – aus dem Kreis der Herausgeber von
Offensiv wieder ausgetreten.
Ich
habe in meiner Zeit im Betrieb, noch aktiv Klassenkampf geleistet, bin
gemaßregelt und verfolgt worden, wurde sogar in den Knast gesteckt und
nur die Solidarität einer demokratischen Öffentlichkeit befreite mich.
Im Betrieb organisierte ich Abwehrkämpfe der Arbeiter, auch Streiks.
Und
immer wieder gab es Lockrufe von Seiten der Sozialdemokratie, die
teilweise sehr gut dotiert gewesen wären. Ich hätte nur die Fronten
wechseln müssen. Ich tat es nicht.
Eine
Kommunistische Partei, die „kommunistische
Bewegung des 21. Jahrhunderts entwickelt sich und wächst in den Kämpfen“
schreiben die Genossen der Kommunistischen Initiative Österreichs. Sie
betreiben aktive Politik in Betreib und Gewerkschaften und erringen da
auch – wenn auch kleine – Erfolge. Ihre Namensvettern in Deutschland
aber halten sich von den Klassenkämpfen fern, machen mal eine
Konferenz; betreiben Nostalgie und fallen selbst aufmerksamen
Beobachtern nicht auf.
Außer
auf ihrer Internetseite. Da erfährt man dann von deren Aktivitäten:
Bulletins schreiben. Na dann!
Nachbemerkungen:
Hier werden Kräfte, Menschen, gebunden, die
an anderer Stelle der Klassenkämpfe fehlen. Das Scheitern ist
vorprogrammiert und dann werden einige in der Resignation landen. So
gesehen hat die „Kommunistische“ Initiative Deutschlands ihren Sinn – für die
andere Seite der Barrikade. Ob sie deshalb von den Flegel und Opperskalski
gegründet wurde?
Jetzt,
nachdem dieser Artikel erschienen ist, werden die Flegel und
Opperskalskis wieder ihre Dreckschleuderer in Aktion setzen. Sie selbst
werden sich die Hände nicht schmutzig machen, sie ziehen nur die Fäden.
Aber
solche zweifelhaften Subjekte wie Daniel Weigelt, den Freund der
Antideutschen, den Kriegsverherrlicher und Freund der Menschen
verachtenden zionistischen Kriegstreiber, werden in Aktion treten und
mit Jauche werfen.
Seis
drum. Was kümmert es den Mond, wenn er von einen räudigen Hund angekläfft
wird? Die Weigels gehören nun mal in das Repertoire solcher
rechtsopportunistisch-zentristischen Vereine. Für ehrliche
kommunistische Arbeit taugen sie nicht, wie auch ihr Verein dazu nichts
taugt, da muss man eben Kritiker versuchen zu beschmutzen. Wir sehen es
mit Gelassenheit.
G.A.
Siehe: Kampf dem Zentrismus, diesem Handlanger des
Revisionismus und Antikommunismus! Der Marxismus-Leninismus ist stärker
als alle Rechtsopportunisten! mehr
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