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Leserbriefe I

zur Auseinandersetzung um die rechtsopportunistischen Zentristen der Zeitschrift Offen-siv

Liebe Leserinnen und Leser,

9. Oktober 2008

wir wollen heute unsere Auseinandersetzung mit den rechtsopportunistischen Zentristen um die Zeitschrift Offen-siv erstmal zum Abschluss bringen. Weder sind die ca. 20 Leute so wichtig, dass es sich denn lohnte, noch verdienen sie es, dass man sich mit ihnen weiter beschäftigt. Wir haben nur getan, was getan werden musste, nun ich vorläufig Schluss. Wir werden allerdings die Auseinandersetzung dann weiter führen, wann wir es für erforderlich erachten.

Die Zentristen reagierten auf unsere Kritik auf ihr opportunistisches Geschreibsel, indem sie Günter Ackermann, Webmaster von K-online und verantwortlichen Redakteur, aus dem Herausgeberkreis ihrer Zeitschrift heraus warfen. G.A. wurde nicht einmal um Stellungnahme gebeten, bis heute kennt er nicht die „Anklageschrift“ gegen sich. 

Na ja, wir wollen hier nicht lamentieren, das ist eben der Stil von Rechtsopportunisten, die erwischt worden sind. Klar, denn marxistisch-leninistische Argumente haben sie nicht.

Da sie keine kommunistischen Argumente haben, schimpften sie in diversen Foren gegen uns. Sogar anonyme provokatorische Mails aus ihrer Richtung kamen.

Liebe Genossinnen und Genossen, unten findet ihr eine Auswahl von Mails an uns. Beiliebe nicht nur zustimmende. Auch harsche Kritik ist dabei. Diese nehmen wir auch ernst und werden keinen, nur deshalb, weil er unsere Meinung nicht teilt, beschimpfen. Wenn er unsere Argumente nicht verstanden hat, dann kann es ja sein, dass wir sie falsch vermittelt haben.

Wir sind dessen sicher, dass wir uns in der Auseinandersetzung mit der Zeitschrift Offen-siv sauber verhalten haben. Wir übten Kritik an etwas, das nach Kritik schrie. Und wi durften nicht zulassen, dass gute Genossen rechtsopportunistischen Scharlatanen auf den Le4im gingen.

Wenn Frank Flegel diese Kritik im Ton zu hart vorkam, so beauere ich das zarte Seelchen des Kirchenangestellten sehr, aber wir kämpfen hier nicht gegen Pastorentöchter, sondern gegen einen Feind, der bereit und in der Lage ist, die Menschheit in den Abgrund zu reißen. Auch  sei festgestellt, dass wir mit offenem Visier kämpfen und dabei die Sprache der Menschen draußen sprechen. Im Gegensatz dazu die Flegel-Postille. Daraus, zum guten Abschluss, ein Zitat über den Begriff Revisionismus aus Offen-siv:

„Auf Grund seiner letalen Wirkung für Millionen muss man vom „Gift des Revisionismus“ als einer nachgerade mörderischen Geistes-Waffe sprechen. Sie entfaltet ihre zerstörerische Wirkung langsam, aber desto so nachhaltiger. Solange kein Gegenmittel entwickelt wird, kann sich die toxische Substanz weiter ungehindert ausbreiten. Anders als zu Zeiten Lenins ist aber heute selbst die Nennung der gefährlichen Erscheinung bei ihrem Namen „verboten“. Im Zeitalter postmoderner Entrümpelung des klassischen Begriffsvokabulars verkam der Begriff „Revisionismus“ zum Unwort. Wer von der Mehrheit der Gesellschaft ernst genommen werden will, meidet den Begriff, er ist unschick.“

Alles klar und verstanden? Nein? Ich auch nicht.

Rotfront
Günter Ackermann
Redaktion Kommunisten-online

Ulrich aus Nikaragua

„Nach Dir (gemeint ist Offen-siv-Herausgeber Frank Flegel, Red. K-online) wären Lenin und Stalin, etc.  auch solche Schwerenöter, die permanent an den Fehlern und verräterischen Strömungen im eigenen Lager herumgenörgelt haben. Zu behaupten, daß der revolutionäre Kurs einer Partei oder die einmal errungene Arbeitermacht nicht umkehrbar seien, schlägt allen wissenschaftlichen, philosophischen und materiellen Erfahrungen und Erkenntnissen ins Gesicht und ist nur dazu gut und dafür da, die Wachsamkeit der kommunistischen Revolutionäre abzulenken und einzuschläfern und das Ergebnis liegt da ja nun auf der Hand.“

Werte Genossen!

Man sollte grundsätzlich bei solchen Diskussionen die persönliche Diskriminierung herauslassen. Die Kritik an der ¨kommunistischen¨ Initiative ist im Wesentlichen richtig. Eventuell ist dem Genossen Bohlke ein Fehler unterlaufen in Bezug auf was national-revolutionär ist oder nicht. Aber auch diese mögliche Gegenkritik definiert nicht, was genau mit ¨revolutionär¨ gemeint ist. Das kann mehrerlei heißen und da hat der Genosse Bohlke recht.

Der Genosse Frank Flegel bringt, wahrscheinlich ohne es zu merken, die Kritik von Genossen Ackermann auf einen Punkt, wenn er sagt:

Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen. Die alten Hüte der alten so genannten „ML“ in Westdeutschland von der „neuen herrschenden Klasse“ in den sozialistischen Ländern, von der „sozialimperialistischen Sowjetunion“ usw. kannst Du getrost für Dich behalten.

Lieber Frank, ohne dein Blut  zum Wallen bringen zu wollen, damit elimimierst du Dich selbst als Kommunist. Hier in Nikaragua ist ein Sprichwort geläufig, das man den Gerichtsverfahren abgekupfert hat: Auf Grund von  Geständnis enthebe ich (der Richter) der Beweispflicht.

Du hast nichts Anderes gesagt, als daß Du dich mit dem Opportunismus und Revisionismus innerhalb der kommunistischen Parteien und der Arbeiterbewegung nicht auseinandersetzen willst. Ich wiederhole: Genau das hast du gesagt. mit diesem Satz. Nach Dir wären Lenin und Stalin, etc.  auch solche Schwerenöter, die permanent an den Fehlern und verräterischen Strömungen im eigenen Lager herumgenörgelt haben. Zu behaupten, daß der revolutionäre Kurs einer Partei oder die einmal errungene Arbeitermacht nicht umkehrbar seien, schlägt allen wissenschaftlichen, philosophischen und materiellen Erfahrungen und Erkenntnissen ins Gesicht und ist nur dazu gut und dafür da, die Wachsamkeit der kommunistischen Revolutionäre abzulenken und einzuschläfern und das Ergebnis liegt da ja nun auf der Hand. Wenn ich mich nicht irre, war es Lenin, der gesagt hat, daß der gefährlichste Feind im Zentralkomitee sitze. Und da saß er auch. Die beste Solidarität mit dem sowjetischen Proletariat, mit seiner Avantgardepartei und seinem Arbeiterstaat ist ganz genau die, die der Leninschen Kritik am Opportunismus folgt und so die sowjetische Arbeitermacht schützt. Ein fetischistischer Kult tut das genaue Gegenteil. Ich kenne nur wenige Positionen, die die Sowjetunion und die DDR so effizient verteidigt haben wie die Kommunistische Internetzeitung. Das ignorieren zu wollen, geht nur mit fest geschlossenen Augen.

Lieber Frank Flegel  und lieber Michael Opperskalski. Nehmt die Sachen nicht persönlich, sondern begreift bitte, daß die kommunistische Sache in hohem Maß Professionalismus, Wissenschaftlichkeit und Genauigkeit erfordert, wie jedes proletarische Werk – sei es nun eine Maschine (bin Maschinenbauer) oder die Weltrevolution. Ungenauigkeiten und Irrtümer hat man immer sehr, sehr teuer bezahlt – in der Regel mit Blut und harten Niederlagen. Das ist eine hohe Verantwortung und – bei allem Respekt – dieser seid ihr nicht gerecht geworden. Das ist ohne persönlichen Arg, aber pickelhart. Denkt mal drüber nach. Ich halte es da mit den Genossen Ackermann und Bohlke.

Mit kommunistischem Gruß

Ulrich aus Nikaragua

Opperskalski lügt:

Lieber Genosse Ackermann, 

ich habe Deine Mail samt der angehängten Texte gelesen. Deshalb erlaube ich mir hierzu einige, kurze Kommentare:

1)      Der ENTWURF (ich betone dieses Wort, weil es noch kein endgültiger Text sein soll) war in DIESER Phase für die zunächst interne Diskussion innerhalb des Herausgeberkreises bestimmt; das schließt eine Öffentlichkeit der Diskussion (noch) aus. Du hast sie dennoch öffentlich gemacht, indem Du sie an Nicht-Mitglieder des Herausgeberkreises geschickt hast. Dies stellt aus meiner Sicht Deine Organisationsdisziplin hinsichtlich des Herausgeberkreises in Frage;

Hier lügt er bewusst, denn er wusste an wen unsere Texte geschickt wurden: an Mitglieder des Herausgeberkreises von Oven-siv und zwar an:

opperskalski@geheim-magazin, webmaster@tundp.info, redaktion@trotz-alledem.info, info@kpdb.de, webmaster@stalinwerke.de, lenin84@web.de, post@k-p-d-online.de; michael@opperskalski.org, jetobo@gmx.de[1], pontos@t-online.de,[2] mail@kurt-gossweiler.de

2)      Pauschalkritik hilft nicht weiter. Konkrete Veränderungsvorschläge hätten weitergeholfen. Zudem: es handelt sich dabei um einen Aufruf, der vom Charakter her zusammenfassend und damit auch verkürzend sein muss, und NICHT um ein Programm, dass natürlich wesentlich analytischer sein muss. Außerdem: eine Pauschalkritik ohne jegliche Veränderungsvorschläge, die einzelne Passagen oder Formulierungen herausgreift, um den Text insgesamt als revisionistisch einzustufen, disqualifiziert sich aus meiner Sicht selber;

3)      Was die „Kritik“ des Herrn Bohlke betrifft, so möchte ich tatsächlich NICHT mit so einer Person eine „Kommunistische Initiative“ aufbauen. Schon die Sprache (Beispiel: „Verarschung“) charakterisiert den Schreiber, der zudem dummdreist Behauptungen aufstellt, die der Text nicht hergibt (und auch nicht hergeben soll!). Und weiter: er schreibt etwas zur „Baath-Partei“; der Mann weiß offensichtlich nicht, worüber er schreibt (die Baath-Partei ist in ihrer Geschichte und Entwicklung wesentlich komplizierter, als dieser Herr mit seinem Bücherschrank offensichtlich voller vieler Klassiker, die er allerdings einmal entstauben und erneut lesen sollte, den Leser wahr haben lassen möchte). Jedenfalls manövriert er sich mit seiner Einschätzung in den Kandidatenstatus zur Mitgliedschaft in der so genannten „Irakischen Kommunistischen Partei“, die zur Marionettenorganisation der Yankee-Besatzer verkommen ist. Nein, danke: dieses Geschreibsel erinnerst mich fatal an Erfahrungen mit linkssektiererischen Kräften, die ich auch persönlich in den 70er und 80er Jahren – nicht nur (!) – in der BRD machen musste: diese Kräfte waren schon damals vielfach objektiv an der Seite des Feindes, manchmal sogar Agenten des Feindes….

Kurzum: so geht man nicht unter Genossen miteinander um (wobei ich Herrn Bohlke aus oben genannten Gründen als solchen nicht akzeptieren wurde)!

Mit kommunistischen Grüßen

Michael Opperskalski


[1]  Gehört zur Redaktion Kommunisten-online

[2]  Gehört zur Redaktion Kommunisten-online

Offen-siv-Herausgeber und KI-Hauptstrippenzieher Frank Flegel an Kommunisten-online ist zart besaitet, schreibt voller Hass wegen unserer klaren marxistisch-leninistischen Positionen

1. E-Mail

Hier trennen sich unsere Wege. Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen. Die alten Hüte der alten so genannten „ML“ in Westdeutschland von der „neuen herrschenden Klasse“ in den sozialistischen Ländern, von der „sozialimperialistischen Sowjetunion“ usw. kannst Du getrost für Dich behalten. Du wirst die Sozialimperialismus- bzw. Sozialfaschismusthese bei uns auch nicht über die Hintertür einführen können, das kann ich Dir versichern.

Lieber Genosse Ackermann,

sowohl Inhalt als auch Form der Kritiken am Aufruf für eine KI in Deutschland haben mich sehr befremdet.

I. Bohlke

Zu Punkt 1, erster Teil,  bei Bohlke: Aus nationalen und revolutionären Befreiungsbewegungen macht Herr Bohlke „national-revolutionäre“. Was soll das? Nationale und revolutionäre Befreiungsbewegungen sind zwei im Charakter völlig unterschiedliche Befreiungsbewegungen, nämlich „nationale“, also im Charakter bürgerlich-nationalrevolutionäre und „revolutionäre“, also sozialistische – oder was meint Herr Bohlke, welche Revolution im Spätkapitalismus wohl ansteht?

Wieso produziert man hier - da so an den Haaren herbeigezogen offensichtlich bewusst - ein solches Missverständnis?

Zu Punkt 1, zweiter Teil, bei Bohlke: Den Niedergang der vor der Konterrevolution vorhanden Widerstandskräfte gegen den Imperialismus zu benennen zeigt die Haupttendenz der jetzigen konterrevolutionären Epoche. Was soll es, dagegen - völlig idiotisch - mit einzelnen gegenläufigen Beispielen zu polemisieren? Seid Ihr der Auffassung, dass wir in Mitteleuropa in der Phase revolutionärer Aufschwünge leben, oder wie soll ich das verstehen?

Zu Punkt 2 bei Bohlke: Dass es eine Frage des Kommas oder des Punktes ist, ob man konkrete Analysen darstellt oder alles wie „Leipziger Allerlei“ oder „Kesselbuntes“ mischt, war mir bisher nicht klar. Ich dachte immer, es ginge um Inhalte. Wieso benutzt man hier dermaßen abwegige Analogien für vernichtende Urteile?

Zu Punkt 3 bei Bohlke: Ein „kommunistisch sich nennen wollender Unfug“ sind, wie die kurz erwähnten Beispiele der „Kritikpunkte“ des Herrn Bohlke zeigen, nicht der Entwurf, sondern seine Einlassungen dazu.

Zu Punkt 4 bei Bohlke: „Schwachsinn“ und „Verarsche“ (Zitate Bohlke).

II. Ackermann

Ich nehme hier den zentralen Punkt heraus: „Wo aber bleibt der Klassenverrat der KPdSU, der SED, DKP und der PDS/Linke? Fehlanzeige!“ Das klagst Du fragend an.

Hier trennen sich unsere Wege. Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen. Die alten Hüte der alten so genannten „ML“ in Westdeutschland von der „neuen herrschenden Klasse“ in den sozialistischen Ländern, von der „sozialimperialistischen Sowjetunion“ usw. kannst Du getrost für Dich behalten. Du wirst die Sozialimperialismus- bzw. Sozialfaschismusthese bei uns auch nicht über die Hintertür einführen können, das kann ich Dir versichern.

Ansonsten ist dies das einzig erwähnenswerte Inhaltliche an Deinen Ausführungen, der Rest bewegt sich auf einem Niveau ähnlich der Kritik an der Formulierung „Das Verständnis für die Notwendigkeit…“. Darauf einzugehen lohnt die Mühe nicht

Bleibt zum Schluss nur die Frage, warum Leute, die eine Kooperation mit uns angestrebt haben, in der jetzigen Situation so voller Schaum vor dem Mund und wild um sich schlagend reagieren und wie mit der Lupe im vorgelegten Text nach möglichst großartig aufblasbaren Kritikpunkten suchen, und seien es auch nur Punkt und Komma. Die Antwort wisst nur Ihr, ich nicht.

Gruß, Frank Flegel

Anmerkung Roter Webmaster: Wir strebten und streben die Kooperation mit allen Kommunisten an – wenn sie denn welche sind. Wird uns aber das Gegenteil klar und sie sind in Wirklichkeit Revisionisten, stellen wir uns gegen ihre opportunistische Position – ohne wenn uns aber. So auch hier.

Wegen marxistisch-leninistischer Kritik am Aufruf gefeuert:

Frank Flegel an Roter Webmaster:

2. E-Mail

Lieber Günter,

wie die Situation zusammenpasst...

Bei seiner Sitzung am 13. 9. 08 hat das Herausgebergremium von offen-siv einstimmig beschlossen, Dich aus diesem Gremium auszuschließen.

Begründung: unüberbrückbare Differenzen in der Frage der Auswirkungen des modernen Revisionismus und in der Frage der Einschätzung der (real-)sozialistischen Länder in Europa und ihrer führenden Parteien.

Gruß, Frank Flegel

P.S.: Zu Deinen Anmerkungen über mich: Wer eine bestimmte Form - nämlich die schriftliche - der Diskussion wünscht (da ein unverbindliches Gequassel am Telefon, da nicht objektiv vermittelbar, niemandem nützt, eine schriftliche Form aber eine Auseinandersetzung nachvollziehbar macht und so für andere sowohl lehrreich sein kann als auch die Möglichkeit für sie bietet, sich daran zu beteiligen), der verweigert nicht die Diskussion und lehnt nichts ab. Im Gegenteil, so jemand will Nachvollziehbarkeit und Öffentlichkeit.

Ein ehemaliger DDR-Bürger, vormals Mitglied der SED und Arbeiter:

Lieber Genosse Webmaster,

ich möchte die unten stehenden Daten bestätigen und ergänzen: Das „O.“ steht für „Olaf“, Telefon 036xxx / xxxxx und organisiert bin ich in der DKP Thüringen. Anlass für die Bestellung des Newsletters war die Diskussion über den KI – Aufruf.

RotFront

Name ist der Redaktion bekannt

Brief an Roter Webmaster (Name ist der Redaktion bekann):

Weil ich für die Einheit von Marxisten-Leninisten bin, habe ich den KI-Aufruf als einer der ersten unterzeichnet. 

Lieber Günter,

jetzt kenne ich Dich schon so lange als einen leidenschaftlichen Kommunisten, dass es mir nun umso schwerer fällt, Dir kräftig die Meinung zu geigen, aber das ist nun wirklich bitter nötig. Nach Deinen Veröffentlichungen der letzten zwei Tage zum Thema „Offensiv“ stelle ich fest: Das, was ich auf K-Online dazu gelesen habe, ist falsch, an den Haaren herbeigezogen, zurechtgebogen, in der Sache unsinnig und der Sache undienlich!

Deinem historischen Abriss folgt unter 2. Zentrismus als Handlanger des Revisionismus heute und 3. Gegen das Paktierertum mit dem Revisionismus heute eine nicht sachlich belegte (!) persönliche Stellungnahme, die ähnlich daneben ist wie das, was Jens vor einiger Zeit zu dem Aufruf zur KI-Gründung zusammenschrieb. Weder Deine Belege zur KPF noch zu Sander kann ich ernst nehmen; das zur KPF ist so zusammengedacht, bis es Dir in Deine ideologische Linie passte, und das zu Sander... Leninhilf, den BRAUCHT MAN NICHT ZU KOMMENTIEREN!!! Leute, die Offensiv abonnieren, haben schon eine Menge kapiert und brauchen keine Anleitung dazu, wie man richtig den Kopf schüttelt oder sich totlacht. Letzteres tat ich - auch ohne Anleitung.

Den Genossen Frank und Michael zu unterstellen - ja, es ist eine Unterstellung! - dass sie „sich ganz bewusst anerkannter, antirevisionistischer Autoren bedienen, um Kommunisten zu täuschen und getarnt hinter dem Glanz der Autoren ihre zentristischen Fäden zu spinnen“ , finde ich ehrlich gesagt eine abseitige Frechheit, und damit halte ich mich jetzt gar nicht auf.

Nur eins noch: Es fällt deutlich auf, dass Dein politischer Freundeskreis sich zunehmend verkleinert. Das liegt NICHT daran, dass alle sich plötzlich als Revisionisten entpuppen, sondern daran, dass Du Dich / Euch offenbar als einzig sattelfeste/n Kommunisten verstehst. Alle anderen scheinen nach und nach bourgeoisen Interessen zu dienen, sind „Sumpf“, „Subjekte“, „Paktierer“, „Verräter“ usw. Jede Abweichung von Deiner Weltsicht ist gleich „revisionistisch“; immer dann, wenn Du etwas Trennendes entdeckst, entlarvst Du gleich wieder „Agenten“ der Bourgeoisie - mensch Günter, so läuft das nicht, leidest Du an Verfolgungswahn? Oder an Geltungssucht? Jedenfalls sollte es Dir arg zu denken geben, dass auf der letzten Offensiv-Herausgebertagung alle (alle? außer Dir alle!) da waren und für Deinen Ausschluss stimmten. Alles Revisionisten / Zentristen / Kapitalsbüttel? Alle von „den Flegels“ getäuscht, auch der von Dir geschätzte Gossweiler?

Nun ja... Nach Deiner Lesart muss wohl auch Allende objektiv den Kapitalsinteressen gedient haben, weil er eine Volksbewaffnung versäumte...

So: Weil ich für die Einheit von Marxisten-Leninisten bin, habe ich den KI-Aufruf als einer der ersten unterzeichnet. Er ist ein Aufruf und kein Programm, das natürlich ausführlicher wäre, und ich freue mich über alle, die auch unterzeichnen. Es ist ja auch ok, wenn Du das nicht tust. Ich hatte allerdings gehofft, dass Du Dich mit Bewertungen und „Entlarvungen“ zurückhältst und etwas solidarischer an's Ganze herangehst. Nur das, was Du nun ins Netz gestellt hast, ist eher peinlich - FÜR DICH! Lass es, bessere nicht nach, das wird nix.

Rote Grüße

(Name ist der Redaktion bekann)

G J. an Kommunisten-online:

Mir hat Deine/Eure negative Herangehensweise an diesen vielleicht etwas voreiligen, unbeholfenen Versuch einer „Kommunistischen Initiative“ nicht gefallen. Ich kenne die Verfasser dieses Aufrufs nicht und weiß auch nicht, wie seriös das ist. Irren ist menschlich - das weißt Du selber!

Lieber Günter,

Du hattest gestern versucht, mich telefonisch zu erreichen, deshalb schnell ein paar Zeilen per eMail.  

Ich weiß, daß Du und Deine Mitstreitern eine sehr umfangreiche Arbeit leisten, um Klarheit zu schaffen in der täglichen Auseinandersetzung mit dem imperialistischen Klassenfeind. Das ist nicht leicht. Und ich gehe davon aus, daß bei alledem Seriosität zu erwarten ist, sonst hätte ich Deinen/Euren Newsletter nicht gewollt.

 Tatsächlich ist es nicht immer einfach, zwischen gut und schlecht zu unterscheiden. Nicht immer erkennt man gleich, wer ehrlich ist, wer sich maskiert, wer sich lediglich irrt, oder wer sich nur herumstreiten und irgendwelche Dummheiten verbreiten will. Die zahlreichen Foren im Internet geben davon ein anschauliches Beispiel. Erst wenn man den Menschen kennt, der hinter diesen Zeilen steckt, kann man sich ein Bild davon machen, was davon überhaupt ernst zu nehmen ist und was nicht.

 Mir hat Deine/Eure negative Herangehensweise an diesen vielleicht etwas voreiligen, unbeholfenen Versuch einer „Kommunistischen Initiative“ nicht gefallen. Ich kenne die Verfasser dieses Aufrufs nicht und weiß auch nicht, wie seriös das ist. Irren ist menschlich - das weißt Du selber!

 Allerdings hat mich jemand jetzt auf ein Video dieses Michael Kubi aufmerksam gemacht hat. Wenn das zutrifft, dann ist mir der Typ echt ein paar Nummern zu klein.

http://de.youtube.com/watch?v=17AZj_vlQkc

Und dann ist es eher lächerlich, überhaupt darauf zu reagieren. Dann ist das eher lapidar...

 Also nimm's nicht persönlich - es geht um die Sache! 

 Ein paar freundliche Grüße und Dir ein schönes Wochenende! :o)

G. J.

Lieber Guenter Ackermann,

Liebe Genossinnnen und Genossen,

(…)

3) Den Bruch zwischen Euch und Flegel bedauere ich, aber wenn Flegel gesagt und/oder geschrieben hat, dass er der KPdSU zu keinem Zeitpunkt Klassenverrat bescheinigen werde, dann ist der Bruch unvermeidlich gewesen. Ich denke naemlich auch, dass die antikommunistische Wende der UdSSR der Jahre 1953 bis 1956 niemals zurueck genommen wurde, mithin Gorbatschow "nur" vollendete, was Chruschtschow begonnen und Breschnew weitergefuehrt hatten (wenngleich jeweils auf seine eigene Weise). Es gab darueber 2004/2005 eine in "offensiv" ausgetragene Kontroverse zwischen mir und Heinz-W. Hammer und anderen. Wegen der Bewertung der Ereignisse in der CSSR 1968 gab es dann einen Bruch zwischen der Gruppe Neue Einheit und "offensiv".

Rotfront!

S. Y. (Zaandam)

Brief von J. Nr. 1 (Name der Redaktion bekann)

Bitte entfernt mich aus der Newsletterliste, dieser Wahnsinn, zur Kommunistischen Initiative, den ihr da verbreitet, ist ja nicht mehr auszuhalten... da gibt es Gestalten in der Geschichte die euch ähnlicher sind als ihr glaubt...

Brief von J. Nr. 2 (Name der Redaktion bekann)

Das Problem, was ich im Moment mit K-Online habe, sehe ich weniger an dem Inhalt des Aufrufs noch an eurer Kritik, als vielmehr an dem Tenor und der objektiven Stoßrichtung eurer Reaktion.

Genosse Günther,

(…)

Das Problem, was ich im Moment mit K-Online habe, sehe ich weniger an dem Inhalt des Aufrufs noch an eurer Kritik, als vielmehr an dem Tenor und der objektiven Stoßrichtung eurer Reaktion. Ich halte es für Wahnsinn, ja Wahnsinn ist das, gegen eine Initiative, die im Interesse der gesamten deutschen kommunistischen Bewegung liegt,  in solch einer Art und Weise vor zu gehen. Wäre euch überhaupt etwas daran gelegen, hättet ihr zumindest vorerst eine eher bedeckte Haltung einnehmen können, Kritikpunkte nicht gleich hemmungslos in alle Richtungen raus gefeuert und auf diese Weise den ein oder anderen von der prinzipiellen Unterstützung abgehalten. Genosse Opperskalski sagte es doch, es ist ein Entwurf, die KI ist noch weit von ihrem ersten Ziel, eine Organisation zu werden, entfernt.

Das ich nun den Newslettter abbestelle, natürlich kaum mehr als nur ein Zeichen, tat ich wegen der  Diffamierung der Initiative als rechtsopportunistisch und pseudokommunistisch,... und dann der Vorwurf Genosse Flegel wollte K-Online gewissermaßen auslöschen... Sowie eure Ankündigung ihr wollt nun gegen Offensiv vorgehen...

Ich halte eure Reaktion für übertrieben und absolut unüberlegt... wenn ihr erwartet, dass eine kommunistische Initiative oder spätere Partei, genau euren Auffassungen und Einschätzungen folgt, dann gründet die Partei doch sofort und entfernt euren Spruch „Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands“, nichts anderes ist die Konsequenz aus euren derzeitigen Standpunkten.

PS: Ich dachte weniger an Plechanow als an Trotzki.

Mit kommunistischen Grüßen

J. (Name der Redaktion bekann)

Antwort Roter Webmaster vom 30. Sept. 2008

Wir sollten mal wieder Streitkultur lernen. Der moderne Revisionismus hat genau das auch abgeschafft: Friede, Freude, Eierkuchen, das ZK wird’s schon richten und wir schlucken alles. Die Klassiker beherrschten Streitkultur im hohen Maße. Viele der wichtigsten Schriften sind solche Streitschriften, sei es „Kritik des Gothaer Programms“, sei es der „Antidühring“, sein es „Was tun?“, „Der linke Radikalismus“ usw.: Streitschriften und oft mit harten Bandagen. 

Lieber Genosse J.,

Du schreibst.

„Ich halte es für Wahnsinn, ja Wahnsinn ist das, gegen eine Initiative, die im Interesse der gesamten deutschen kommunistischen Bewegung liegt,  in solch einer Art und Weise vor zu gehen. Wäre euch überhaupt etwas daran gelegen, hättet ihr zumindest vorerst eine eher bedeckte Haltung einnehmen können, Kritikpunkte nicht gleich hemmungslos in alle Richtungen raus gefeuert und auf diese Weise den ein oder anderen von der prinzipiellen Unterstützung abgehalten.“

1. Kritikpunkte nicht gleich hemmungslos in alle Richtungen raus gefeuert und auf diese Weise den ein oder anderen von der prinzipiellen Unterstützung abgehalten.

Genau das, was du anmahnst, haben wir getan. Ich war ja bis zum 12. d.Mts. im Herausgeberkreis und bekam den Entwurf des Aufrufs in Papierform per post. Ich rief Flegel an und bat um digitale Übersendung. Flegel aber sagte, das sei so fürchterlich schwierig, das könne er nicht. Er bat mich aber, da ich am 13. September nicht nach Berlin kommen konnte (ich war seit März 2008 im Herausgeberkreis), schriftlich mich zum Inhalt zu äußern. Das tat ich dann auch und er entstand meine erste Kritik.

Siehe

http://www.kommunisten-online.de/Kommunisten/ki_dokumente.htm

Diesen Text verschickte ich per Mail an jene, von denen ich wusste, dass sie im Herausgeberkreis sind und deren Mail-Adresse ich hatte. Und das mit offenem Verteiler, also sie wussten, an wem es ging. Meine Kritik war inhaltlich und sie wurde auch erst offiziell gestern veröffentlicht.

Aber, was da inhaltlich steht, dazu stehe ich immer noch. Der Aufruf ist ein rechtsopportunistisches Papier, zentristisch ausgerichtet und fern jeglicher ML-Theorie.

Du schreibst: „Genosse Opperskalski sagte es doch, es ist ein Entwurf, die KI ist noch weit von ihrem ersten Ziel, eine Organisation zu werden, entfernt.“

Opperskalski sagt viel, aber nicht immer die Wahrheit. Ein Entwurf war das Papier, als ich es bekam. Aber jetzt ist es ein Beschluss. Ein Aufruf für eine Sammlung, die eine kommunistische Partei aufbauen zu wollen behauptet.

Sei doch nicht so blauäugig. Wenn der Aufruf zum KI schon so schwach ist, dass eigentlich fast jeder reingehen kann – ausgenommen Kritiker am modernen Revisionismus, wie wir – dann kann vielleicht ein linkssozialdemokratischer Wahlverein rauskommen, aber keine KPD.

Ich denke, Flegel und Co wollten gar keine Kritik, sie wollten nur Abnicken. Aber, lieber Genosse, ich nicke nichts ab, das solche schwerwiegenden Fehler hat und dabei solch hohen Anspruch stellt. Das ist Handwerkelei – gelinde ausgedrückt.

Eine KI, die sie aus diesem Text entstehen wird, können wir verzichten. Es ist nur ein Verein mehr.

Und dann sehe dir doch mal die Einleitung an. Das erweckt den Eindruck, am 13. Sept.2008 sei Berlin von Kommunisten überlaufen wurden und die hätten mit erhobenen Fäusten und Rotfront-Rufen die KI gefordert. Wie viele es war, weißt du genau, wenn du in Berlin dabei warst (um die 20 Teilnehmer – am Gründungsparteitag der KPD/ML 1968 waren es entschieden mehr und das waen Delegierte).  Und daraus zu schließen, dass die Bedingungen deshalb nie so gut waren, ist vermessen.

Du schreibst: „Sowie eure Ankündigung ihr wollt nun gegen Offensiv vorgehen...“

Wo steht, dass wir gegen Offensiv vorgehen wollen? Wir wollen allerdings gegen den Zentrismus vorgehen und Offensiv ist zentristisch, das wurde uns im Laufe der Auseinandersetzung klar Flegel: „Hier trennen sich unsere Wege. Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen.“

Wer hat wen gefeuert? Wer war nicht bereit zu diskutieren? Wer unterstellte mir, die Sozialfaschismus-These aufzuwärmen?

Lieber Genosse J.. Suche die Verhinderer einer KI, als kommunistische und damit antirevisionistische Gruppierungen, nicht bei uns, suche sie bei den Flegels. Wir haben Ansichten geäußert, diese auch hart formuliert vorgetragen, die kommunistische waren und kritisierten den Aufrufentwurf. Die Antwort war Rausschmiss. Das ist die Realität.

Und was machen diese Leute jetzt? Auf dem Forum des zwielichtigen Subjekts Weigelt diffamieren sie persönlich, schicken mir dumme Mails, wo sie Beschimpfungen loslassen und das unter falschen Namen. Diese Art der Auseinandersetzung pflegen WIR nicht, Das überlassen wir den Flegels und deren Wadenbeißern.

Ich kann dir nur raten, sehe da ganz genau hin und informiere dich gen au. Wir haben alles dokumentiert und wir haben uns mit Argumenten auseinander gesetzt. Siehe:

Eine Kommunistische Partei wird aus den Klassenkämpfen und der Abgrenzung zum modernen Revisionismus entstehen, Kritische Analyse zum Aufruf: „Schafft die Kommunistische Initiative in Deutschland“ von Günter Ackermann

http://www.kommunisten-online.de/Kommunisten/antiflegel1.htm#Inhalt

Dass hier auch mit harten Bandagen gekämpft wird, liegt in der Natur der Sache.

Zum Schluss: Wir sollten mal wieder Streitkultur lernen. Der moderne Revisionismus hat genau das auch abgeschafft: Friede, Freude, Eierkuchen, das ZK wird’s schon richten und wir schlucken alles. Die Klassiker beherrschten Streitkultur im hohen Maße. Viele der wichtigsten Schriften sind solche Streitschriften, sei es „Kritik des Gothaer Programms“, sei es der „Antidühring“, sein es „Was tun?“, „Der linke Radikalismus“ usw.: Streitschriften und oft mit harten Bandagen. Denke mal an das Sumpfzitat von Lenin:

O ja, meine Herren, ihr habt die Freiheit, nicht nur zu rufen, sondern auch zu gehen, wohin ihr wollt, selbst in den Sumpf; wir sind sogar der Meinung, daß euer wahrer Platz gerade im Sumpf ist, und wir sind bereit, euch nach Kräften bei eurer Übersiedlung dorthin zu helfen. Aber laßt unsere Hände los, klammert euch nicht an uns und besudelt nicht das große Wort Freiheit, denn wir haben ja ebenfalls die „Freiheit“, zu gehen, wohin wir wollen, die Freiheit, nicht nur gegen den Sumpf zu kämpfen, sondern auch gegen diejenigen, die sich dem Sumpfe zuwenden!“

Das schrieb er nicht an die Adresse des Zaren, sondern an die von führenden Mitgliedern der SDAPR, seiner Partei. Lenin hat in Was tun?, daraus stammt das Zitat, in Richtung seiner „Genossen“ die „Kritikpunkte (…) gleich hemmungslos in alle Richtungen raus gefeuert und auf diese Weise den ein oder anderen von der prinzipiellen Unterstützung abgehalten.“

Ja, das hat er: die potentiellen Unterstützern der Menschewiki, der Zentristen, der Ökonomisten und Volkstümler davon abgehalten, den menschewistischen Rattenfängern auf den Leim zu kriechen. Die Ernte dieser „bösen Tat“ fuhren die Bolschewiki dann am 7. November 1917 ein.

(…)

Rotfront

Günter

Brief von J. Nr. 3 (Name der Redaktion bekann)

Mir lag vor allem daran, dass erst einmal möglichst viele Personen in die Sammlung und die Gespräche einbezogen werden, natürlich keine Sozialdemokraten oder Trotzkisten usw. (Die werden sich auch nicht melden)  ... viele potentielle Mitstreiter würden dies aber nicht tun, wenn sie gleich von Anfang an zu der Meinung kommen, ach das sind ja nur „Stalinisten“.

Hallo Günter,

erst einmal danke für die schnelle Antwort deinerseits. Ich habe deinen Text aufmerksam gelesen, zwar hatte ich allerlei Informationen zur KI, schon vor den meisten anderen, da ich zu der „Weigelt - KPD(B) - Stalinwerke“ Gruppe gewisser Maßen dazu gehöre, ist ja kein Geheimnis, aber so manches wusste ich nun doch nicht.

Daher, deine Position kann ich mit diesen Informationen besser nachvollziehen. So wie sich mir die ganze Sache gerade darstellt, bestätigt es nur eine Ahnung, die ich schon die ganzen Tage zuvor hatte. Die ganze Sache ist zu schnell abgelaufen, und für die Akteure ein schwieriges „Ding“.

Was will ich damit sagen, diese Diskussion, bzw. dieser Streit, der nun stattfindet hätte längst geführt werden sollen, ich will hier niemanden die Schuld geben, schätze aber mal das alle einen gewissen Teil der Schuld mittragen.

Du sagtest: „Das schrieb er nicht an die Adresse des Zaren, sondern an die von führenden Mitgliedern der SDAPR „ Stimmt, es war aber sicherlich mehr für diese Personen geschrieben die sich bereits in jener Organisation befanden, also der russischen Sozialdemokratie, jene ging es direkt und unmittelbar etwas an, die Situation heute ist eine andere, selbst wenn sich die Zielgruppe als Einheit begreifen würde, so sind sie zersplittert in Einzelorganisationen usw. da bestehen andere Abhängigkeiten und dies verändert die Bedingungen. Aus diesen Bedingungen würde ich meinen, wäre es sehr wichtig gewesen, dass dieser Konflikt nicht so offen, wie er im Moment geführt wird, ausgetragen wird. Denn, da er nun derart geführt wird, also K-Online gegen die „Anderen“, mit der ständigen Bezugnahme nach Außen hin, sprich zu den möglichen Personen die eventuell in der KI mit machen würden, ergeben sich Diskussionsbedingungen unter denen es sicherlich erschwert ist eigene Positionen zu revidieren, usw. usf. Kurz: auf dieser, für mich, verfrühten Entwicklungsstufe des Aufrufs sollte das Gespräch noch unter anderen Bedingungen geführt werden.

Dein Punkt zur Streitkultur ist richtig, es ist aber auch alles eine Frage des „wie“ und „wann“, ich denke das bei dem Versuch der KI, mehr ist es ja nicht, einige Fehler gemacht wurden, gibt es denn nicht die Möglichkeit, für dich oder aber eben auch für andere, zu versuchen zu einer „internen“ Diskussion zurück zu kehren? Im Moment gibt es keine richtige Bewegung, ich denke dies liegt an der „Öffentlichkeit“ des Ganzen, schließlich ist der Prozess der Entwicklung längst nicht abgeschlossen, und damit meine ich nicht nur den Aufruf selbst betreffend sondern auch den Aufbau einer gesamt KI. Auf der Internetseite der KI steht z.B. unter dem letzten Punkt „Die Möglichkeiten einer „Kommunistischen Initiative“ in Deutschland“ das man erst einmal versucht eine  „Perspektive für eine von uns angestrebte Sammlung und Organisierung von Genossinnen und Genossen.“ zu errichten, und weiter „Zunächst wollen wir deshalb mit diesem Aufruf alle ansprechen, die für die Einheit der Kommunisten auf marxistisch-leninistischer Grundlage in Deutschland eintreten. Wir wollen damit die Unterstützerinnen und Unterstützer dieses Aufrufs zunächst einmal sammeln.“. Um dann „die nächsten organisatorischen Schritte für die Gründung der „Kommunistischen Initiative“ in Deutschland als eines organisierten Sammelbeckens aller marxistisch-leninistischen Kräfte vorzubereiten.“. Hier war ja auch schon der Bezug zum ML mit drin, was jeder darunter versteht ist natürlich eine andere Frage, aber Kurt Beck z.B. würde sich hier sicher nicht angesprochen fühlen.

 Auch mit diesen Text:

http://www.kommunisten-online.de/Kommunisten/antiflegel1.htm#Inhalt“

Stellt sich für mich daher eure Position weniger dar, als ein Versuch konkreter bis konstruktiver Kritik, sondern eher einer Kampfansage und der kategorischen Ablehnung dieser Initiative, vermittelt über die Zeitschrift Offensiv sowie FF und MO.  Deine und die deines Genossen anfangs eingereichte, sicher auch berechtigte, Kritik ausgenommen, denn da gibt es nicht diese Vorwürfe der aktuellen Qualität von „Verrätertum“, wenn ich es so zusammenfassend sagen kann.

Aber wie zu Anfang erwähnt, kann ich eure Position nun besser nachvollziehen, es kann nicht sein das FF und MO konkrete Verbesserungsvorschläge einfach ignorieren. Sicher hast du auch Recht wenn du schreibst: „Aber jetzt ist es ein Beschluss. Ein Aufruf für eine Sammlung, die eine kommunistische Partei aufbauen zu wollen behauptet.“, ich sehe das aber noch nicht so endgültig, erstmal abwarten.

Du sagst weiter:

„Sei doch nicht so blauäugig. Wenn der Aufruf zum KI schon so schwach ist, dass eigentlich fast jeder reingehen kann ­ ausgenommen Kritiker am modernen Revisionismus, wie wir ­ dann kann vielleicht ein linkssozialdemokratischer Wahlverein rauskommen, aber keine KPD.“

Hm, hier habe ich eine ganz andere Meinung, in deiner Kritik sagst du: „Wo wird hier die Gültigkeit der „heroischen Geschichte der kommunistischen Bewegung“ unter der marxistisch-leninistischen Führung des Genossen Stalin hervor gehoben“ Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich befürchtet hatte, im negativen Sinne, dass Stalin in dem Schreiben erwähnt wird, und dann war ich sehr beruhigt, als ich sah das er nicht drin vorkommt.

Mir lag vor allem daran, dass erst einmal möglichst viele Personen in die Sammlung und die Gespräche einbezogen werden, natürlich keine Sozialdemokraten oder Trotzkisten usw. (Die werden sich auch nicht melden)  ... viele potentielle Mitstreiter würden dies aber nicht tun, wenn sie gleich von Anfang an zu der Meinung kommen, ach das sind ja nur „Stalinisten“.

Es gibt leider viele die ein Bild von „uns“ haben, dass allein auf Vorurteilen beruht... überwiegend in der DKP, ich habe selber die Erfahrung gemacht, wenn man gleich zu Anfang jemanden mit Stalin kommt ist es aus, da verbaut man sich letztlich alles von vorn herein. Natürlich sind diese Erwägungen erst einmal auf Quantität ausgelegt, doch verhält es sich wie die Taktik zur Strategie, langfristig liegt natürlich unsere Priorität auf der Qualität (also dann zur tatsächlichen Gründung der KI sollten wir zu Stalin klaren Bezug nehmen).

Zumindest sehe ich den Aufruf in diesem Licht, und mit dieser Perspektive, ich halte daher eine kategorische Ablehnung eurerseits, zu diesem Zeitpunkt für übertrieben.

Das mal zu meiner Position, ich hoffe das ihr im Falle einer positiven Konkretisierung, der Positionen der KI ,eure Einschätzung dann dementsprechend anpassen würdet, ich persönlich ging und gehe jedenfalls von einer solchen Entwicklung aus.

„Wo steht, dass wir gegen Offensiv vorgehen wollen? Wir wollen allerdings gegen den Zentrismus vorgehen und Offensiv ist zentristisch, das wurde uns im Laufe der Auseinandersetzung klar Flegel: „Hier trennen sich unsere Wege. Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen.“ „

Naja, Genosse Flegel und Genosse Opperskalski stehen letztlich für Offensiv. Wenn ich mich recht entsinne ist diese Position von Offensiv doch nichts Neues, daher wirkt es nicht nur auf mich, wie eine Überreaktion, schließlich hattet ihr doch, soweit mir bekannt, bisher schlicht lobende Worte für Offensiv übrig gehabt. „Ich kann dir nur raten, sehe da ganz genau hin und informiere dich gen au. Wir haben alles dokumentiert und wir haben uns mit Argumenten auseinander gesetzt. Siehe:“

Bleibt zu hoffen das sich die Anderen damit auseinander setzen, ich bin jedenfalls gespannt wie sich das ganze Entwickelt, meine Position hatte ich ja schon dar gelegt.

Aber hierbei auch wieder so was: „Wir halten den Aufruf für einen Versuch Verwirrung unter Kommunisten zu stiften, die ideologische Entwaffnung zu vertiefen und  weitere Keile in die Bewegung zu treiben. Wir werten diesen Aufruf als ein Pamphlet von Zentristen. Im Folgenden unsere Kritik:“

„0. Der Aufruf ist ein Versuch mit linken Phrasen, den Parteiaufbau und den Kampf gegen den modernen Revisionismus zu verhindern“  USW. Was ich die letzten Jahre gehört habe wer alles ein Zentrist ist... und auch Revisionist etc... fast die ganze kommunistische Bewegung wäre es, zählte man die Behauptungen zusammen, und immer diese Unterstellung des bösen Willens der Personen...da gibt es nie die Möglichkeit das dem Gegenüber eventuell nur ein Fehler unterlaufen sein kann usw. usf. Immer nur ist alles Absicht. So wie es im Moment in der ganzen kommunistischen Bewegung ist kommen wir vor lauter Geschreibsel wohl nie mehr dazu irgendetwas „gemeinsam“ zu unternehmen... in der zwischen Zeit kamen die Neofaschisten und Sozialchauvinisten fünfmal zum Zug... Wen wundert es da das die ganzen Menschen lieber zu Leuten wie Robert Kurz oder Gysi rennen...

Eine Veröffentlichung lehne ich ab, dass aber nicht nur bei dir sondern generell, unterm Strich will ich mich in dieser Sache raus halten, außerdem fehlt mir das nötige fachliche Wissen eine der beiden Seiten inhaltlich kritisieren zu können.

Mit kommunistischen Grüßen

(Name der Redaktion bekann)

Antwort Roter Webmaster von 1. Oktober 2008

Wenn das den Flegeln nicht passte, wenn sie das nur abgenickt haben wollten, dann haben sie schon allein damit Grundlagen des Marxismus-Leninismus verletzt. Kommunisten klären über gesellschaftliche Zusammenhänge auf, sie Enthüllen die Nebelwände der kapitalistischen Manipulation, aber sie legen selbst keine Nebelwände um ihre Ziele zu tarnen. Wenn, wie in diesem Papier, nur larifari steht und da, wo es konkret wird, es falsch oder unvollständig ist, dann muss ein Kommunist „Stopp, bis hier und nicht weiter!“ sagen. Sich mit Unwissenheit entschuldigen, gilt nicht. Dann mache dich wissend und schweige und beuge dich nicht! Durch Schweigen konnte sich der moderne Revisionismus durchsetzen.

Lieber Genosse J.,

Zu einigen Deiner Positionen unten möchte ich antworten.

1. „Die ganze Sache ist zu schnell abgelaufen, und für die Akteure ein schwieriges „Ding“.“

Nun, meine Antwort „Jain“. Zu kurz, weil der „Aufruf“ mit ganz heißer Nadel gestrickt ist. Allerdings erläuterte mir MO schon 2007 im Februar dieses Projekt. Das waren vor 21 Monaten, also fast zwei Jahre. In der Zeit hätte wirklich etwas geschrieben werden können, das fundierter ist. Und dann dieses dürftige Papierchen …

Leute, für die so was ein „schwieriges Ding“ ist, sollten die Finge von der Gründung einer KP lassen,

Die Diskussion um den modernen Revisionismus ist geführt. Sie wurde in den 60ern auch innerhalb der verbotenen KPD geführt und danach außerhalb auch. Dabei wurden Fehler gemacht. Ich war bekanntlich Mitglied einer dieser antirevisionistischen Gruppen (KPD/ML), kenne diese Fehler als auch und habe sie z.T. mitgemacht. Fehler war aber nicht die Kritik an den Revisionisten. Es hat die Geschichte gezeigt – und ist wohl unter uns unumstritten – dass der moderne Revisionismus zum Untergang des sozialistischen Lagers, allen voran der Sowjetunion, geführt hat.

Folglich kann man in einen Aufruf einer KI, die sich als antirevionistisch versteht, es nicht dabei belassen, dass die SPD Klassenverrat begangen hat. Das ist eine olle Kamelle. Also mahnte ich die Kritik an Chruschtschows Nachfolgern und ihren Befehlsempfängern außerhalb der SU an. Flegen aber lehnte es ab (siehe seine Maul an mich).

Lieber Genosse, wir sind als Kommunisten verpflichtet, uns selbstkritisch mit unserer Geschichte zu befassen. Nur wir können das wirklich, Machen wir es nicht, macht es der Klassenfeind und das macht er ja bereits fleißig. Da wird die DDR als etwas Ähnliches wie das Nazireich hingestellt. In Erfurt z.B. kann man einen ehemaligen Untersuchungsknast besichtigen und sehen – grusel – so waren die Häftlinge untergebracht. Das ist ein ganz normaler Knast aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und da waren ganz normale Untersuchungshäftlinge drin. Natürlich auch solche, die dem MfS in die Fänge ging, aber auch normale Verbrecher. Der Knast steht nur unmittelbar neben der ehemaligen Bezirksbehörde des MfS.

Oder die Gedenkstätten der ehemaligen KZs der Nazis werden umfunktioniert in Gedenkstätten der Opfer des Stalinismus, weil dort die sowjetische Staatssicherheit Nazi internierte. Mache mal eine Führung in Sachsenhausen oder Buchenwald mit, da erfährst du, wie man es macht.

Wenn wir unsere eigene Geschichte nicht aufarbeiten, schaden wir uns selbst. Es geht nicht darum, den Menschen ihre Vergangenheit zu nehmen. Es geht darum, der heutigen jungen Generation und allen zukünftigen Generationen ein wahrheitsgerechtes Bild der ehemaligen sozialistischen Länder zu vermitteln. Genau das habe ich angemahnt und dabei einige gravierende Fehler der SED angeführt: Die sog, „Ökonomische Hauptaufgabe“ von 1958, als die SED Chruschtschow abkupferte und die BRD im Verbrauch an Konsumgüter einholen und überholen wollte und der Offene Brief der SED an die SPD. Darauf geht Flieger (kann er das nicht, weil er es nicht kennt?) gar nicht erst ein und schrieb mir: Hier trennen sich unsere Wege. Wir werden die KPdSU und die SED niemals als Parteien des „Klassenverrats“ bezeichnen. Die alten Hüte der alten so genannten „ML“ in Westdeutschland von der „neuen herrschenden Klasse“ in den sozialistischen Ländern, von der „sozialimperialistischen Sowjetunion“ usw. kannst Du getrost für Dich behalten. Du wirst die Sozialimperialismus- bzw. Sozialfaschismusthese bei uns auch nicht über die Hintertür einführen können, das kann ich Dir versichern.“

http://www.kommunisten-online.de/Kommunisten/ki_dokumente.htm#Unten

Kein Argument gegen mich, gleich Rauswurf. Verfährt man so unter Genossen?

Nein, Genosse, es ist kein Problem von zu wenig Zeit, es ist eins der politischen Position und die ist – in günstigstem Fall – versöhnlerisch dem modernen Revisionismus gegenüber. Meine Kritik ist somit gerechtfertigt.

2. Auseinandersetzung öffentlich führen

Zunächst führten wir sie intern. Mein du Gen. Bohlkes Text wurden nur jenen zugänglich gemacht, die mit Sicherheit im Herausgeberkreis Mitglied sind. Zwar nicht allen, denn ich habe nicht alle Mail-Adressen. Öffentlich hat die Sache Flegel MO und vor allem Weigelt. Wir setzten es erst kurz vor der offiziellen Veröffentlichung (29. Sept.) auf die Homepage und da fand einer – hukuspokus – den nicht verlinkten Beitrag, aber nur das, was  eh bekannt war.

Dass ist meine Kritik im Herausgeberkreis herumschickte, hat dann MO dazu bewogen, mir so quasi Geheimnisverrat vorzuwerfen. Nur die Redaktion von K-online habe ich den Entwurf des Aufrufes geschickt, aber nicht auf K-online veröffentlich.  Michael Opperskalski lügt bewusst, denn er wusste das. Er wollte nur meinen Rausschmiss am 13. September formal vorbereiten.

Aber zum Themas Auseinandersetzungen öffentlich führen: du schreibst; Stimmt, es war aber sicherlich mehr für diese Personen geschrieben die sich bereits in jener Organisation befanden, also der russischen Sozialdemokratie, jene ging es direkt und unmittelbar etwas an,  

Lenins „Was tun“ erschien 1902, geschrieben 1901 bis 1902. Es war für die Veröffentlichung geschrieben. Lenin führte solche inhaltlichen Auseinandersetzungen immer öffentlich. Ebenso Lenis Schrift „Der „Linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus von 1920.

Ebenso hielt es Friedrich Engels mit seiner bitterbösen Polemik „Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring“). Die Anhänger Dührings in de SPD wollten ihm sogar verwehren, seine Kritik an Dühring in der SPD-Presse zu veröffentlichen. Eben mit dem Argument, dass man so was nicht öffentlich mache. Wäre der damals im Herausgeberkreis von Offensiv gewesen, man hätte ihn rausgeworfen, wie mich jetzt. Und schließlich die Polemik von Marx „Kritik des Gothaer Programms“. Das alles sind grundlegende Werke des Marxismus-Leninismus und von Anfang an öffentlich geführt. Sie haben der Sache genutzt und nicht geschadet.

Aber der Verzicht auf öffentliche Kritik schadete. Denke mal daran, dass Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg aus Parteidisziplin sich einer öffentlichen Kritik an der SPD-Führung enthielten. Als 1914 der Krieg begann, konnte sich der Kaiser hinstellen und sagen, er kenne keine Parteien mehr, nur Deutsche. Obwohl damals in Deutschland sicher eine Kriegsbegeisterung herrschte. Hätten sie sich offen von den chauvinistischen Positionen der Parteiführung distanzieren müssen. Diesen Fehler machten sie noch lange, wenn auch abgeschwächt. Erst Ende 1918 erfolgte die Trennung von der Sozialdemokratie – zu spät! Karl und Rosa, Leo Jogiches und andere bezahlten es mit ihrem Leben und die Revolution wurde verraten.

Nein grundlegende Diskussionen müssen auf offener Bühne geführt werden, so was muss die kommunistische Bewegung vertragen können. 

Wenn nun die Flegel eine solche Diskussion nicht wollen oder ertragen können, mögen sie in die DKP eintreten und brav Beiträge zahlen. Aber selbst da fängt man an zu diskutieren. Und das ist für einen Kommunisten auch ganz normal.

Damit habe ich auch Deine Frage beantwortet, die lautete: Dein Punkt zur Streitkultur ist richtig, es ist aber auch alles eine Frage des „wie“ und „wann“, ich denke das bei dem Versuch der KI , mehr ist es ja nicht, einige Fehler gemacht wurden, gibt es denn nicht die Möglichkeit, für dich oder aber eben auch für andere, zu versuchen zu einer „internernen“ Diskussion zurück zu kehren?“

Ich hatte es versucht, klar, erstmal direkt und intern kritisieren. Aber die Flegels machten es öffentlich. Warum sollen wir es intern machen? Es geht um Grundsätzliches, also soll jeder die Gelegenheit haben, sich zu informieren.

3. Stalin benennen!

Lieber Genosse, wieso sollen wir Stalin nicht benennen? Weil Stalin von Gegners des Kommunismus verteufelt wurde? Trotzki nannte Stalin und Hitler ein Zwillingsgestirn, Churchill als zwei tolle Hunde, Chruschtschow sagte ihm Verbrechen nach usw. Weil die das in die Welt setzten, sollen wir schweigen und insgeheim die Anschuldigungen bestätigen? Na hör mal!

Nein, ganz im Gegenteil. Wir sollten und müssen uns zu diesen großen Marxisten-Leninisten bekennen und das auch, weil er vom Klassenfeind und den Revisionisten verteufelt wird. Alles andere wäre billigster Opportunismus und schon das wäre Zurückweichen vor den Revisionisten. Und genau das unterstelle ich den Flegeln!

Marx und Engels schreiben 1848 im „Manifest“:

Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.

Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte?“

Und sie folgern daraus:

Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.“

So ist es auch mit Stalin. Stalin ist der Belzebub des Kommunismus, seine „Verbrechen“ seien nur vergleichbar mit den Hitlers usw. Wollen wir davor kapitulieren? Wie auch er „richtige“ Teufel eine Angst einflößende Legend der Kirchen ist, deren Zweck es ist, die Frommen bei der Stange zu halten, so ist es auch eine Legende, dass Stalin ein Verbrecher sei, um die Arbeiterklasse von Kommunismus abzuhalten. Aber wir glauben weder an Gott noch Teufel und der dialektische Materialismus zerreißt die frommen Märchen und ersetzt sie durch wissenschaftliche Aufklärung. So muss es auch mit Stalin geschehen. Wenn wir uns davor drücken, weichen wir vor den Revisionisten zurück.

Du wir müssen allen – ich wiederhole: allen – die sich uns anschließen, klar machen, was wir wollen und was wir vertreten. Eine Kommunistische Partei ist die Avantgarde des Proletariats, also eine Partei von Menschen, denen die marxistisch-leninistischen Inhalte nicht fremd sind.

Und denen willst Du einen Bären aufbinden? Sie werden sich nicht hinters Licht führen lassen. Das willst du auch gar nicht, aber in der Praxis meinst du, man müsse einen wesentlichen Teil verschweigen, weil sich sonst welche abgestoßen fühlen könnten.

Denke an das oben verwendete Zitat aus dem Manifest. Wäre Marx der Logik verfallen, vor der Opportunität nachzugeben, das Manifest wäre nie geschrieben worden.

Die Stalinfrage ist eine grundsätzliche. Stalin führte die Sowjetunion ca 30 Jahre. Unter Stalin erreichte die UdSSR den Sozialismus, unter Stalin besiegte die UdSSR den Faschismus und unter Stalin entstand das sozialistische Lager. Im „Aufruf“ steht:

Das Anerkennen der Rolle der sozialistischen Länder, insbesondere der Sowjetunion und der DDR als größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung.“

Dem stimme ich zu. Aber wie geht das ohne Stalin? Wie geht das, wenn ich Stalin verschweige? Ist das nicht Kapitulation vor den Verleumdern der Sowjetunion? Bedenke das mal.

4. „Außerdem fehlt mir das nötige fachliche Wissen eine der beiden Seiten inhaltlich kritisieren zu können.“

Das, Genosse mag sein, aber: Eigne es dir an, frage nach, lerne und lese und vor allem: hinterfrage! Lege den Finger drauf und frage: „Warum? Was steckt dahinter?“

Das ist mein Rat – eigentlich für einen Kommunisten eh klar. Wir wollen die Gesellschaftsordnung der Ausbeuter zerschlagen, wir wollen einen qualitativ neuen Staat, die Diktatur des Proletariats, aufbauen. Wir wollen das radikalste machen, was denkbar ist. Wenn da einige selbsternannte Scheinautoritäten einen Wisch schreiben, den sie „Aufruf:

Schafft die Kommunistische Initiative in Deutschland!“ nennen, warum sollen wir den abnicken? Auch, wenn der Text makellos und richtig wäre – was er nicht ist – müssen wir ihn hinterfragen. Das haben wir gemacht und den Aufruf von der Warte aus kritisiert.

Wenn das den Flegeln nicht passte, wenn sie das nur abgenickt haben wollten, dann haben sie schon allein damit Grundlagen des Marxismus-Leninismus verletzt. Kommunisten klären über gesellschaftliche Zusammenhänge auf, sie Enthüllen die Nebelwände der kapitalistischen Manipulation, aber sie legen selbst keine Nebelwände um ihre Ziele zu tarnen. Wenn, wie in diesem Papier, nur larifari steht und da, wo es konkret wird, es falsch oder unvollständig ist, dann muss ein Kommunist „Stopp, bis hier und nicht weiter!“ sagen. Sich mit Unwissenheit entschuldigen, gilt nicht. Dann mache dich wissend und schweige und beuge dich nicht! Durch Schweigen konnte sich der moderne Revisionismus durchsetzen.

Mit kommunistischen Grüßen

Rotfront

Anonyme Provokationsmail 1 (Rotfront1@gmx.de)

an die Redaktion Kommunisten-online. Der Absender ist erkennbar falsch. Da ein fast gleichlautender Text Im Forum des zwielichtigen Daniel Weigelt erschiien, ist davon austzgehen, dass es auch dieser Richtung kommt)

Guten Tag,

heute bin ich auf kommunisten-online.de hingewiesen wurden und ich muß sagen ich bin begeistert!

Die Rubrik „Kampf den Versöhnlern mit dem modernen Revisionsmus“ ist einfach phantastisch, habe lange nichts so erheiterndes mehr gelesen und möchte daher gerne den Newsletter abonnieren.

So gute Comedy ist wirklich selten, gibt es event. auch Live-Auftritte?

mit solidarischen Grüßen

Heinz Schmidt (Name offenkundig falsch)

Antwort Roter Webmaster:

„du hast es erfasst. Wir sind schon Spaßvögel - oder bist du einer?“

Anonyme Provokationsmail 2

an die Redaktion Kommunisten-online. Der Absender ist erkennbar falsch. (Rotfront1@gmx.de)

Ok, erwischt... hier Michael Opperskalski.

Aber mal ehrlich, ernst nehmen kann man deinen veröffentlichten Blödsinn auch herzlich wenig. Eine Umbenennung in Comedy-online.de wäre angebracht.

Zum anderen, OPC aus den Forum bin NICHT ich!

mit solidarischen Grüßen Michael

Antwort K-online:

ach so: wenn du Michael Opperskalski bist und kein Fake, dann schreibe das alles von seiner Adresse aus.

So blöd, dass er diese dummen Scherze macht, dürfte Opper nicht sein. Aber, wie gesagt, schreibe von seiner offiziellen adi aus - wenn du es kannst.

Anonyme Provokationsmail 3 (Rotfront1@gmx.de)

an die Redaktion Kommunisten-online. Der Absender ist erkennbar falsch.

lach*

Ich werd nicht wieder, du hast tatsächlich drüber nachgedacht, ob ich vielleicht Opperskalski sein könnte.... aber sei beruhigt, er hat wichtigeres zu tun als seine Späßchen mit dir zu treiben :-)

Eine erkenntnis hat mir unser netter Briefwechsel aber gebracht, du hast anscheinend kein „Männchen mit Schlapphut“, was dir die wahre Identität der Absender ins Ohr flüstert, bist also nur ein armer Irrer....

mit solidarischen Grüßen

Heinz Schmidt

O. W. an K-online:

Es ist kein Geheimnis, dass Kommunisten hart diskutieren, ebenso aber auch, dass sie fair und sauber argumentierend die Auseinandersetzung suchen, in etwa so, wie Du es in deiner „Kritische Analyse zum Aufruf: „Schafft die Kommunistische Initiative in Deutschland“ Teil I getan hast. Damit kann ich etwas anfangen, mit dem „öffentlichen abbürsten“ wie es mitunter bei euch „Mode“ ist, gehe ich nicht ganz konform, aber das ist eure Sache! Als Ihr mir in der Vergangenheit den „Kopf gewaschen“ habt (dankbarer Weise nur intern), hat mir euer „rüder Ton“ nicht geschadet, ich verkrafte so etwas und habe dann sorgfältig nachgedacht, was an eurer Meinung dran ist, wobei mir ein Licht aufging!

Lieber Genosse Günter Ackermann,

wie Du siehst, es tut sich was. Nur nicht so, wie wir es alle gerne hätten!

So ist dieser Aufruf von Offen-siv auch alles andere, als ein Aufruf zu einer Kommunistischen Initiative!

Zwar pluralistisch Links, jedoch wahrlich kein stabiles Gerüst zur Anlehnung an kommunistische Prinzipien!

Denn hier ist nichts marxistisch-leninstisch untermauert und ich erkenne auch kein Fundament zur Einbettung auf das man bauen könnte. Wenn die Linkspartei etwas ehrlicher zu sich selbst wär, hätte vorliegender Entwurf auch aus ihrer Feder stammen können! Aber so ist es nur eine Aneinandereihung sichtbarer Fakten, die allen Menschen mehr oder minder bekannt sind. Kann ja sein, dass unsere Widersacher daran etwas „kommunistisches“ erkennen. Ihr von K-Online und ich nicht!

Nun habe ich im Betreff dieses Briefes „Kritik an der Kritik“ formuliert, daher lasst mich bitte auch hierzu etwas sagen:

Es ist kein Geheimnis, dass Kommunisten hart diskutieren, ebenso aber auch, dass sie fair und sauber argumentierend die Auseinandersetzung suchen, in etwa so, wie Du es in deiner „Kritische Analyse zum Aufruf: „Schafft die Kommunistische Initiative in Deutschland“ Teil I getan hast. Damit kann ich etwas anfangen, mit dem „öffentlichen abbürsten“ wie es mitunter bei euch „Mode“ ist, gehe ich nicht ganz konform, aber das ist eure Sache! Als Ihr mir in der Vergangenheit den „Kopf gewaschen“ habt (dankbarer Weise nur intern), hat mir euer „rüder Ton“ nicht geschadet, ich verkrafte so etwas und habe dann sorgfältig nachgedacht, was an eurer Meinung dran ist, wobei mir ein Licht aufging!

Gewiss, wir sollten uns gegenseitig klaren Wein einschenken, aber gleich „Verarsche“ und ähnlich boshaftes zu unterstellen, ist nicht förderlich! Ihr spaltet ja, bevor etwas gewachsen ist! Wir brauchen aber eine heranwachsende Kommunistische Partei! Woraus wollt ihr die denn rekrutieren? Aus einem Verein kommunistischer Rentner? Setzt doch nicht gleich immer Wissen vorraus, was schlicht nicht mehr vorhanden zu sein scheint. Baut auf linke Ansichten, formt und kritisiert, aber schlagt denen nicht gleich vor den Kopf! Mir hat es nicht geschadet, jedoch habe ich in der DDR eine gute Schule gehabt. Heute gibt es keine „guten Schulen“ mehr, demnach redet ihr mehrheitlich mit ideologischen „Anfängern“!

Da nun gleich den „Oberlehrer“ zu Mimen, ist nicht gerade ein Zeichen politischer Klugheit!

Keiner wird als Kommunist geboren, sie werden heran(gebildet) und im Klassenkampf geformt und der hat ja nach langer Pause erst mal angefangen, wieder anzufangen. Die Zeichen stehen jedenfalls danach!

Treibt ihn nicht in die falsche Richtung, nur weil einige nicht merken, einem Ochsen aufzusitzen. Holt sie da runter und macht sie zu Verbündeten, um unserem Ziel näher zu kommen! Schaffen wir eine echte KPD, wie es die KPD Ernst Thälmanns war!

Rotfront!

O W.

O.W. im Forum von Daniel Weigelt, dem großen „Aufklärer“ zensiert und gelöscht:

Nun mal langsam!

Wenn jemand wie G.A. auf K-Online seine schnörkellose Meinung kundtut und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt, ist er vielleicht mit wenig Feingefühl gerüstet, aber schließlich ist er Kommunist und kein Pfarrer!

Und was diesen Entwurf für eine „Kommunistische Initiatve“ betrifft, hätte den auch „irgendein Linker“ verfassen können, der glaubt, er sei Kommunist und derer gibt es viele! Wie nun der „Entwurf“ nun gemeint war und wie „geheim“ er sein oder bleiben sollte, ist erst mal nebensächlich! Wenn er „Kommunistisch“ wäre, hätte man nicht darum so ein Gewese machen müssen!

Ich sehe in G.A. so etwas wie einen K.E.v.Schnitzler aus dem DDR-Fernsehen. Der war unter Zentralisten und „Zweck-SED-Mitgliedern“ auch nicht „beliebt“, geschweige denn gern gesehen. Wer darin einen „Sektierer“ erkennt, dümpelt recht einfältig an der Oberfläche, ohne von M/L je etwas verstanden zu haben! Er (G.A.) verteilt nun mal keine „Liebesbriefe“ und vergisst auch gern einmal ein Lob, wenn Einer „nur Links“ ist! Das trifft auch nicht in jedem Fall mein Geschmack, so ist es doch aber ehrlich! Er hat eben Charakter, wenn dieser auch nicht gerade für viel Einfühlsamkeit oder Beliebtheit steht. Mag sein, dass er damit nicht Bundeskanzler wird. Dazu liebt er zu sehr die bittere Warheit und die will scheinbar keiner gern hören!

O.W. an K-online:

„So sieht es aus, meine Herren Salonkommunisten und Möchtegerns! Also reißt euch mal zusammen und überlegt, bevor ihr wie wild gewordene Affen losbrüllt!“

Hier werden alberne Kindergartenspiele betrieben!

Da lese ich auf Kommunisten Online, wie sich angebliche Kommunisten auf ein Podium stellen wollen und eine „Kommunistische Initiative“ verkünden. Dann lese ich von Genossen Günter Ackermann seine berechtigten Einwände hierzu. Statt aber Stellung zu nehmen, der zugebener Maßen derben Kritik zu entgegnen oder besser anzunehmen, hagelt es unsachlicher Beschimpfungen und anonymer Rauchbomben! Ich frage mich, wo ich hier bin? Doch nicht unter Kommunisten?!

(…)

(Sie) Wollen die „Revolution“ ausrufen und legen ein Niveau an den Tag, welches kleinen Kindern entspricht, oder bestenfalls linker Rosstäuscher! Da ich bei denen gerade bin! Wer sich opportunistischer Phrasen bedient und den Sinn der Klassiker des M/L missbraucht, verdreht oder schlicht keine Ahnung davon hat, sollte sich dem Sammelsurium der Linkspartei anschließen und sich hüten das Wort „Kommunist“ in den Mund zu nehmen!

So sieht es aus, meine Herren Salonkommunisten und Möchtegerns! Also reißt euch mal zusammen und überlegt, bevor ihr wie wild gewordene Affen losbrüllt!

Rotfront!

O.W.

Zu guter Letzt:

Ein Nazi bringt die Beschimpfungen gegen Kommunisten-online dann auf den Punkt:

Ihre Internet Seite ist eine Beleidigung für alle deutsche Kameraden die heldenhaft ihr Leben gelassen haben um das Volk vor Vergewaltigung, Unterdrückung und Mord durch Bolschewisten schützen wollten. Sie sollten sich schämen!

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