|
ZK
der KP Chinas
Zwei
völlig entgegen gesetzte Arten der Politik der friedlichen Koexistenz
Sechster
Kommentar zum Offenen Brief des ZK der KPdSU
Von
den Redaktionen der „Renmin Ribao“ und der Zeitschrift „Hongqi“
(12.
Dezember 1963)
Seit
dem XX. Parteitag der KPdSU ist wohl die friedliche Koexistenz eine
Frage, über die Genosse Chruschtschow und andere am häufigsten
gesprochen haben.
Die
Führer der KPdSU behaupten unablässig, sie wären Lenins Politik der
friedlichen Koexistenz treu geblieben und hätten diese schöpferisch
weiterentwickelt. Die Reihe von Siegen, die die Völker aller Länder im
langjährigen, revolutioimren Kampf errungen haben, buchen sie als
Verdienste ihrer eigenen Politik der „friedlichen Koexistenz“.
Sie
propagieren lautstark ihre Behauptung, daß der Imperialismus,
insbesondere der USA Imperialismus, der friedlichen Koexistenz zustimmt,
sie verleumden die Kommunistischen Partei Chinas und alle anderen
marxistisch leninistischen Parteien willkürlich, gegen friedliche
Koexistenz zu sein. Im Offenen Brief des ZK der KPdSU wird sogar die
unsinnige Behauptung aufgestellt, China sei dafür, mit dem
Imperialismus „um die Entfesselung des Krieges zu wetteifern“.
Die
Führer der KPdSU sagen von ihren zahlreichen Reden und Handlungen, mit
denen sie sich vom Marxismus Leninimus, der Weltrevolution des
Proletariats, der revolutionären Sache der geknechteten Massen und
unterdrückten Völker abgekehrt haben, daß sie der Leninschen Politik
der friedlichen Koexistenz entsprächen.
Aber
können ein paar Wörter wie „friedliche Koexistenz“ den Führern
der KPdSU auch wirklich als Talisman bei ihrem Verrat am Marxismus
Leninismus dienen? Nein, sie können es nicht, auf keinen Fall!
Vor
uns stehen zwei einander völlig entgegengesetzte Arten der Politik der
friedlichen Koexistenz:
Hier
Lenins und Stalins Politik der friedlichen Koexistenz, eine Politik, für
die alle Marxisten Leninisten einschließlich der chinesischen
Kommunisten eintreten; dort eine antileninistische Politik der
friedlichen Koexistenz, die sogenannte Generallinie der „friedlichen
Koexistenz“, wie sie Chruschtschow und andere befürworten.
Wir
wollen nun untersuchen, was für eine Politik Lenins und Stalins Politik
der friedlichen Koexistenz ist, und was für ein Ding die sogenannte
Generallinie der „friedlichen Koexistenz“ von Chruschtschow und
anderen ist.
LENINS
UND STALINS POLITIK DER FRIEDLICHEN KOEXISTENZ
Die
Idee, daß sozialistische Staaten gegenüber Ländern unterschiedlicher
Gesellschaftsordnung eine Politik der friedlichen Koexistenz verfolgen
sollen, wurde von Lenin herausgestellt. Diese richtige Politik wurde von
der KPdSU und der Regierung der Sowjetunion lange Zeit hindurch unter
Lenins und Stalins Führung verfolgt.
Vor
der Oktoberrevolution gab es keinen einzigen sozialistischen Staat auf
der Welt, so daß selbstverständlich auch die Frage der friedlichen
Koexistenz zwischen sozialistischen und kapitalistischen Staaten nicht
bestand. Aber bereits in den Jahren 1915 und 1916 sah Lenin auf Grund
einer wissenschaftlichen Analyse des Imperialismus voraus: „Der
Sozialismus kann nicht gleichzeitig in allen Ländern siegen. Er wird
zuerst in einem oder einigen Ländern siegen, andere werden für eine
gewisse Zeit bürgerlich oder vorbürgerlich bleiben.“[1] Das heißt,
in einer bestimmten Periode wird sich der Zustand ergeben, daß die
sozialistischen Staaten gleichzeitig mit bürgerlichen und vorbürgerlichen
Staaten bestehen. Es liegt im Wesen des sozialistischen Systems, daß
sozialistische Staaten nur eine friedliche Außenpolitik verfolgen können.
Lenin sagte: „Einzig und allein die Arbeiterklasse vermag, wenn sie
die Macht erobert hat, eine Friedenspolitik der Tat zu betreiben, eine
Friedenspolitik nicht in Worten .... „[2] Diese Gesichtspunkte Lenins
können als die ideologische Grundlage Politik der friedlichen
Koexistenz aufgefaßt werden.
Nach
dem Sieg der Oktoberrevolution verkündete Lenin viele Male der ganzen
Welt die friedliche Außenpolitik des Sowjetstaats. Aber die
Imperialisten hatten nur im Sinn, die neugeborene sozialistische
Republik in der Wiege zu erdrosseln, und entfesselten eine bewaffnete
Intervention gegen den Sowjetstaat. Die Umstände waren damals, wie
Lenin feststellte: „Ohne die bewaffnete Verteidigung der
sozialistischen Republik konnten wir nicht bestehen.“[3]
Erst
1920 hatte das große Sowjetvolk die imperialistische bewaffnete
Intervention niedergeschlagen. Zwischen dem Sowjetstaat und den
imperialistischen Ländern bildete sich ein bestimmtes relatives
Gleichgewicht heraus. Nachdem er mehrere Jahre hindurch seine Kräfte
mit ihnen gemessen hatte, konnte der Sowjetstaat festen Fuß fassen und
begann, vom Kriegszustand zum friedlichen Aufbau überzugehen. Gerade in
dieser Situation stellte Lenin seine These von der Politik der
friedlichen Koexistenz auf. Tatsächlich war es auch von diesem
Zeitpunkt an, daß sich der Imperialismus zur „Koexistenz“ mit dem
Sowjetstaat gezwungen sah.
Zu
Lenins Lebzeiten war dieses Gleichgewicht stets äußerst labil, und die
sozialistische Sowjetrepublik war in ernster Weise vom Kapitalismus
eingekreist. Lenin wies mehrmals darauf hin, daß durch den aggressiven
Charakter des Imperialismus keine Gewähr dafür bestünde, ob die
friedliche Koexistenz des Sozialismus mit dem Kapitalismus auf lange
Zeit hinaus aufrechterhalten werden könnte.
Unter
den damaligen historischen Bedingungen konnte Lenin noch nicht die
Einzelheiten der Politik der friedlichen Koexistenz von Staaten mit
verschiedener Gesellschaftsordnung bestimmen. Aber der große Lenin
legte bereits die richtige Außenpolitik für den ersten Staat der
Diktatur des Proletariats fest und legte auch die Grundgedanken einer
Politik der friedlichen Koexistenz dar.
Was
waren Lenins Grundgedanken der Politik der der friedlichen Koexistenz?
Erstens:
Lenin stellte fest, daß die Existenz eines sozialistischen Staates den
Wünschen des Imperialismus völlig zuwiderläuft. Der sozialistische
Staat verfolgt zwar konsequent eine friedliche Außenpolitik, der
Imperialismus ist jedoch niemals zur friedlichen Koexistenz mit ihm
bereit, er nützt stets jede Möglichkeit, ergreift jede Gelegenheit,
den sozialistischen Staat zu bekämpfen, ja sogar ihn zu vernichten.
Lenin
sagte: „Der internationale
Imperialismus . . . konnte sich . . . unter keinen. Umständen mit der
Sowjetrepublik vertragen sowohl wegen seiner objektiven Lage als auch
wegen der ökonomischen Interessen der Kapitalistenklasse, die in ihm
verkörpert war …“ [4]
Lenin
sagte auch: „... die Existenz
der Sowjetrepublik neben den imperialistischen Staaten ist auf die Dauer
undenkbar. Am Ende wird entweder das eine oder das andere siegen. Und
bis dieses Ende eintritt, ist eine Reihe furchtbarster Zusammenstöße
zwischen der Sowjetrepublik und den bürgerlichen Staaten
unvermeidlich.“[5]
Daher
betonte Lenin wiederholt, daß der sozialistische Staat dem
Imperialismus gegenüber ständig seine Wachsamkeit verstärkt werden müsse.
Er sagte: „… eine Lehre, die
sich alle Arbeiter und Bauern zu eigen machen müssen, ist die: auf der
Hut sein, daran denken, daß wir von Leuten, Klassen, Regierungen
umgeben sind, die offen den größten Haß gegen uns beenden Man muß
daran denken, daß wir stets nur um Haaresbreite von einem Überfall
entfernt sind.“ [6]
Zweitens:
Lenin wies darauf hin, daß dem Sowjetstaat nur durch Kampf die
friedliche Koexistenz mit den imperialistischen Staaten möglich wurde.
Das ergab sich daraus, daß der Sowjwtstaat eine richtige Politik
verfolgte, sich auf die Hilfe Weltproletariats und der unterdrückten
Nationen stützte, die imperialistischen Gegensätze ausnutzte und sich
zu wiederholten Malen mit den imperialistischen Staaten maß.
Lenin
sagte im November 1919: „So ist das immer: Versetzt man dem Gegner Schläge, ist er bereit,
Frieden zu schließen. Wir haben den Herren Imperialisten in Europa mehr
als einmal gesagt, daß wir
zum
Frieden bereit sind, sie aber träumten davon, Rußland zu unterjochen.
Jetzt endlich haben sie begriffen, daß ihre Träume niemals
Wirklichkeit werden.“[7]
Und
im Jahr 1921 stellte er fest, „daß die imperialistischen Staaten bei all ihrem Haß und trotz des
Wunsches, über Sowjetrußland herzufallen, von diesem Gedanken
abgekommen und weil die Zersetzung der kapitalistischen Welt progressiv
weitergeht, die Einigkeit geringer und geringer, der Druck der unterdrückten
Kolonialvölker aber, die über eine Milliarde Menschen zählen, von
Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat, ja von Woche zu Woche stärker wird“.[8]
Drittens:
Bei der Durchführung der Politik der friedlichen Koexistenz wandte
Lenin den verschiedenen Staaten der kapitalistischen Welt gegenüber
eine verschiedene Politik an.
Lenin
legte besonderen Wert auf die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen
mit den vom Imperialismus gedemütigten und unterdrückten Nationen. Er
erklärte, „daß die
Lebensinteressen aller Völker, die unter dem Joch des Imperialismus
schmachten, miteinander übereinstimmen … diese Weltpolitik des
Imperialismus führt zur Annäherung, zum Bündnis, zur Freundschaft
aller unterdrückten Völker“. Er sagte, daß die Friedensbemühungen
des Sowjetstaats „der RSFSR immer mehr Veranlassung geben werden, mit
einer, wachsenden Zahl von Nachbarstaaten engere Verbindungen
herzustellen“.[9]
Er
sagte ferner: „Wir stellen uns
jetzt die Hauptaufgabe: die Ausbeuter zu besiegen und die Schwankenden
auf unsere Seite zu ziehen das ist eine internationale Aufgabe. Zu den
Schwankenden gehört auch eine ganze Reihe bürgerlicher Staaten, die
uns als bürgerliche Staaten hassen, aber anderseits als Unterdrückte
lieber in Frieden mit uns leben wollen.“[10]
Den
imperialistischen Staaten, zum Beispiel den USA gegenüber, sagte Lenin,
die Grundlagen des Friedens mit Amerika seien: „Sollen
die* amerikanischen Kapitalisten uns in Ruhe lassen . . . Von unserer
Seite bestehen keine Hindernisse. Von seiten der amerikanischen (sowie
auch jeglicher anderen) Kapitalisten der Imperialismus.“ [11]
Viertens:
Die von Lenin aufgestellte Politik der friedlichen Koexistenz ist eine
Politik, mit der das an die Macht gelangte Proletariat die Beziehungen
zwischen Staaten mit verschiedener Gesellschaftsordnung regelt. Lenin
hat niemals die Politik der friedlichen Koexistenz zum gesamten Inhalt
er Außenpolitik eines sozialistischen Staates gemacht. Er hat
wiederholt klar darauf hingewiesen, daß das grundlegendste Prinzip der
Außenpolitik eines sozialistischen Staates der proletarische
Internationalismus ist.
Lenin
sagte: „Es ist der größte
Stolz Sowjetrußlands, den Arbeitern der ganzen Welt in ihrem schweren
Kampf um die Niederwerfung des Kapitalismus zu helfen.“[12]
In
dem nach der Oktoberrevolution erlassenen Dekret über den Frieden, das
allen kriegführenden Ländern einen sofortigen Frieden ohne Annexionen
und ohne Kontributionen vorschlug, rief Lenin die klassenbewußten
Arbeiter in den kaptalistischen Ländern auf, daß sie „uns durch ihre allseitige, entschiedene, rückhaltlos energische Tätigkeit
helfen werden, die Sache des Friedens und zugleich damit die Sache der
Befreiung der werktätigen und ausgebeuteten Volksmassen von jeder
Sklaverei und jeder Ausbeutung erfolgreich zu Ende zu führen“.
[13]
In
der von Lenin für den VII. Parteitag der KPR(B) ausgearbeiteten ersten
Skizze eines Programmentwurfs wurde klar und deutlich „die
Unterstützung der revolutionären Bewegung des sozialistischen
Proletariats … in den fortgeschrittenen Ländern“ und „die
Unterstützung der demokrati.sehen und revolutionären Bewegung in allen
Ländern überhaupt, insbesondere in den Kolonien und abhängigen Ländern“
zum wichtigen Inhalt der internationalen Politik der Partei gemacht.“
[14]
Fünftens:
Lenin war stets der Ansicht, daß es den unterdrückten Klassen und
unterdrückten Nationen unmöglich ist, mit den unterdrückenden Klassen
und Nationen friedlich zu koexistieren.
In
den Thesen über die Hauptaufgaben des Zweiten Kongresses der
Kommunistischen Internationale stellte Lenin fest, „daß die Bourgeoisie, sei sie noch so aufgeklärt und demokratisch,
heute nicht mehr zurückschreckt vor Betrug und Verbrechen, vor der
Hinschlachtung von Millionen Arbeitern und Bauern, um das Privateigentum
an den Produktionsmitteln zu retten“. Nach Lenins Schlussfolgerung
„.. ist jeder Gedanke an eine
friedliche Unterordnung der Kapitalisten unter den Willen der Mehrheit
der Ausgebeuteten, an einen friedlichen Übergang zum Sozialismus durch
Reformen nicht nur ein Beweis extremen spießbürgerlichen Stumpfsinns,
sondern auch ein direkter Betrug an den Arbeitern, eine Besehönigung
der kapitalistischen Lohnsklaverei, eine Verhehlung der Wahrheit“.[15]
Viele
Male wies Lenin auf die Heuchelei dessen, was der Imperialismus
Gleichheit der Nationen nennt, hin und stellte fest: „Der
Völkerbund und die ganze Nachkriegspolitik der Entente enthüllen diese
Wahrheit noch deutlicher und schärfer, wodurch sie überall den
revolutionären Kampf sowohl des Proletariats der fortgeschrittenen Länder
als auch aller werktätigen Massen der kolonialen und abhängigen Länder
stärken und den Zusammenbruch der kleinbürgerlich nationalen
Illusionen beschleunigen, daß ein friedliches Zusammenleben und eine
Gleichheit der Nationen unter dem Kapitalismus möglich seien.“
[16]
Die
obigen Darlegungen sind Lenins Grundgedanken für eine Politik der
friedlichen Koexistenz.
Stalin
hielt sich an Lenins Politik der friedlichen Koexistenz. In den dreißig
Jahren, da Stalin die Führung der Sowjetunion innehatte, verfolgte er
stets diese Politik der friedlichen Koexistenz. Nur zur Zeit der vom
Imperialismus und den Reaktionären gegen die Sowjetunion entfesselten
aggressiven Kriegshandlungen und bewaffneten Provokationen sah sich
diese zum Großen Vaterländischen Krieg und zu Gegenschlägen in
Selbstwehr gezwungen.
Stalin
hat festgestellt: „Die Grundlage
unserer Beziehungen zu den kapitalistischen Ländern besteht darin, daß
wir ein Nebeneinanderbestehen der beiden entgegengesetzten Systeme für
möglich halten.“ Auch
„... ist für uns die Aufrechthaltung friedlicher Beziehungen zu den
kapitalistischen Ländern eine unerläßliche Aufgabe“.[17]
Stalin
erklärte ferner: „Nur wenn auf
beiden Seiten der Wunsch nach Zusammenarbeit besteht, die
Entschlossenheit, eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen, die
Prinzipien der Gleichberechtigung und Nichteinmischung in die inneren
Angelegenheiten des anderen Staats zu respektieren, ist friedliche
Koexistenz zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen System
durchaus möglich.“[18]
Während
er konsequent Lenins Politik der friedlichen Koexistenz befolgte, war
Stalin zugleich entschieden dagegen, den Revolutionen der Völker die
Unterstützung zu versagen, um sich beim Imperialismus anzubiedern. Mit
schärfstem Nachdruck wies er auf die beiden entgegengesetzten Arten von
Außenpolitik hin.
„Eins
von beiden:
Entweder
wir werden auch in Zukunft eine revolutionäre Politik betreiben und die
Proletarier und Unterdrückten aller Länder um die Arbeiterklasse der
Sowjetunion scharen und dann wird uns das internationale Kapital mit
allen Mitteln in unserem Vormarsch zu stören suchen;
oder
wir verzichten auf unsere revolutionäre Politik, machen dem
internationalen Kapital eine Reihe prinzipieller Zugeständnisse und
dann dürfte das internationale Kapital wohl nicht abgeneigt sein, uns
bei der Umwandlung unseres sozialistischen Landes in eine ‚gute' bürgerliche
Republik zu ‚helfen'.“
Stalin
führte als Beispiel an: „Amerika verlangt, daß wir grundsätzlich auf die Politik der Unterstützung
der Befreiungsbewegung der Arbeiterklasse anderer Länder verzichten,
und versichert, daß alles gut sein würde, wenn wir auf ein solches
Zugeständnis eingingen … vielleicht sollten wir auf ein solches
Zugeständnis eingehen?“
Stalin
antwortete darauf mit einem Nein „… weil wir nicht auf diese und ähnliche Zugeständnisse eingehen können,
ohne uns selbst aufzugeben“.[19]
Diese
Worte Stalins sind bis heute noch immer von großer aktueller Bedeutung.
Es gibt tatsächlich zwei diametral entgegengesetzte Arten von Außenpolitik,
es gibt tatsächlich zwei diametral entgegengesetzte Arten der Politik
der friedlichen Koexistenz. Diese beiden verschiedenen Arten der
Politik,' genau zu unterscheiden, die Politik Lenins und Stalins strikt
zu befolgen, mit Entschiedenheit gegen jene von Stalin aufs schärfste
verurteilte verräterische Kapitulationspolitik, die der Revolution die
Unterstützung versagt, aufzutreten und entschieden gegen eine Politik
anzukämpfen, die einen sozialistischen Staat zu einer „guten“ bürgerlichen
Republik korrumpiert, das ist die wichtige Aufgabe aller Marxisten
Leninisten.
DIE
KOMMUNISTISCHE PARTEI CHINAS HÄLT AN LENINS POLITIK DER FRIEDLICHEN
KOEXISTENZ FEST
Das
ZK der KPdSU behauptet in seinem Offenen Brief, die Kommunistische
Partei Chinas „glaubt nicht an die Möglichkeit der friedlichen
Koexistenz“, und verleumdet unsere Partei, daß sie gegen die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz sei.
Sind
die Tatsachen wirklich so? Natürlich nicht.
Jeder,
der Tatsachen respektiert, kann ganz deutlich sehen, daß die
Kommunistische Partei Chinas und die Regierung der Republik China
unentwegt die Leninsche Politik der freidlichen Koexistenz befolgt und
dabei große Erfolge errungen haben.
Nach
dem 2. Weltkrieg trat im Kräfteverhältnis der Klassen in der Weltarena
eine fundamentale Wandlung ein. Der Sozialismus siegte in einer ganzen
Reihe von Ländern, und das sozialistische Lager bildete sich heraus.
Die nationale Befreiungsbewegung hat einen beispiellosen Aufschwung
genommen und eine Reihe von nationalistischen Staaten ist entstanden,
die erst vor kurzem ihre politische Unabhängigkeit errangen. Die Macht
des imperialistischen Lagers hat stark abgenommen die Widersprüche der
einzelnen imperialistitischen Staaten untereinander verschärfen sich
von Tag zu Tag.
Diese
Umstände bieten den sozialistischen Staaten noch günstigere
Bedingungen für die Durchführung der Politik der friedlichen
Koexistenz mit Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung.
Unter
diesen neuen historischen Bedingungen haben die Kommunistische Partei
Chinas und die chinesische Regierung in Befolgung der Leninschen Politik
der friedlichen Koexistenz deren Inhalt bereichert.
Kurz
vor der Gründung der Volksrepublik China hatte Genosse Mao Tse tung
bereits festgestellt: „… wir
verkünden der ganzen Welt: Wir sind nur gegen das imperialistische
System und dessen Komplotte gegen das chinesische Volk. Wir sind bereit,
mit allen ausländischen Regierungen auf der Grundlage der Prinzipien
der Gleichberechtigung, des gegenseitigen Nutzens und der gegenseitigen
Achtung der territorialen Integrität und der Souveränität über die
Frage der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu verhandeln, sofern sie
gewillt sind, ihre Beziehungen zu den chinesischen Reaktionären
abzubrechen, nicht mehr mit ihnen gemeinsame Sache zu machen oder sie
unterstützen und Volkschina gegenüber eine wirklich freundschaftliche
und keine heuchlerische Haltung einnehmen. Das chinesische Volk ist
bereit, mit allen Völkern der Welt freundschaftlich zusammenzuarbeiten,
den internationalen Handel wiederaufzunehmen und zu erweitern, um die
Produktion zu entwickeln und den wirtschaftlichen Fortschritt zu fördern.“[20]
Auf
Grund dieser von Genossen Mao Tse tung vorgezeichneten Richtlinien haben
wir sowohl im Gemeinsamen Programm, das im September 1949 von der
Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes angenommen
wurde, als auch später in der im September 1954 vom Nationalen
Volkskongreß angenommenen Verfassung der Volksrepublik China eindeutig
die friedliche Außenpolitik festgelegt.
Die
chinesische Regierung hat im Jahr 1954 die bekannten Fünf Prinzipien
der friedlichen Koexistenz initiiert. Sie lauten: gegenseitige Achtung
der territorialen Integrität und Souveränität, gegenseitiger
Nichtangriff, gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten,
Gleichberechtigung und gegenseitiger Vorteil, friedliche Koexistenz. Auf
der Bandung Konferenz vom Jahre 1955 legte China, zusammen mit den Ländern
Asiens und Afrikas, auf Grund der Fünf Prinzipien, Zehn Prinzipien
fest.
Im
Jahre 1956 faßte Genosse Mao Tse tung die praktischen Erfahrungen
unseres Landes in internationalen Angelegenheiten zusammen und legte den
Generalkurs der chinesischen Außenpolitik eingehend dar. Er sagte
damals: „Um einen dauerhaften Weltfrieden zu erkämpfen, müssen wir
die freundschaftliche Zusammenarbeit mit allen brüderlich miteinander
verbundenen Staaten des sozialistischen Lagers weiter entwickeln und die
Einheit mit allen friedliebenden Ländern verstärken. Wir müssen
danach streben, mit allen Ländern, die bereit sind, mit uns friedlich
zusammenzuleben, auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung der
territorialen Integrität und Souveränität und des gegenseitigen
Vorteils normale diplomatische Beziehungen herzustellen. Die
Befreiungsbewegung für die nationale Unabhängigkeit der Länder
Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie die Friedensbewegung und den
gerechten Kampf aller Länder der Welt müssen wir aktiv unterstützen.“[21]
Im
Jahr 1957 erklärte Genosse Mao Tse tung erneut: „Festigung unserer
Verbundenheit mit der Sowjetunion, Festigung unserer Verbundenheit mit
allen sozialistischen Ländern das ist unsre grundlegende Politik,
hierin liegt unser grundlegendes Interesse.
Außerdem
gibt es noch die asiatischen und afrikanischen Länder und alle
friedliebenden Länder und Völker, mit denen wir unsere Solidarität
festigen und entwickeln müssen.
Was
die imperialistischen Staaten anbetrifft, so sollten wir uns auch mit
ihren Völkern vereinen und danach streben, mit diesen Ländern in
friedlicher Koexistenz zu leben, mit ihnen Handel treiben und jeden möglichen
Krieg verhüten. Aber unter keinen Umständen dürfen wir irgendwelche
unrealistischen Vorstellungen von diesen Ländern hegen.“[22]
In
den letzten vierzehn Jahren haben wir in internationalen Angelegenheiten
gegenüber Staaten der verschiedenen Typen und gegenüber verschiedenen
Verhältnissen in Staaten des gleichen Typs jeweils unterschiedliche
Richtlinien verfolgt.
Erstens:
Wir machen einen Unterschied zwischen sozialistischen und
kapitalistischen Staaten. Den sozialistischen Staaten gegenüber halten
wir uns an das Prinzip des proletarischen Internationalismus
gegenseitige Hilfe. Wir betrachten Wahrung und Stärkung der Einheit
unter den Staaten des sozialistischen Lagers als Grundlinie unserer Außenpolitik.
Zweitens:
Wir machen einen Unterschied zwischen nationalistischen Staaten, die
erst vor kurzem ihre politische Unabhängigkeit erlangt haben, und
imperialistischen Staaten.
Obwohl
das gesellschaftliche und politische System der nationalistischen
Staaten völlig anders ist als das der sozialistischen Staaten, bestehen
doch tiefgehende Widersprüche z sehen ihnen und dem Imperialismus. Sie
haben gemeinsa Interessen mit den sozialistischen Ländern Kampf gegen
den Imperialismus, Wahrung der nationalen Unabhängigkeit und Erhaltung
des Weltfriedens. Damit ist eine große und reale Möglichkeit gegeben für
die Aufnahme von Beziehungen friedlichen Koexistenz und
freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den sozialistischen Staaten
und den nationalistischen Staaten. Die Herstellung solcher Beziehungen
ist von großer, positiver Bedeutung für die Festigung der Einheit der
antiimperialistischen Kräfte und die Intensivierung des gemeinsamen
Kampfes der Völker gegen den Imperialismus. Wir haben konsequent die
Politik verfolgt, die friedliche Koexistenz und freundschaftliche
Zusammenarbeit mit den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zu
festigen und weiterzuentwickeln. Zugleich führten wir, wenn notwendig
und in entsprechender Weise, den Kampf gegen Staaten, die gegen die Fünf
Prinzipien verstießen und sie sabotierten, z. B. Indien.
Drittens:
Wir machen einen Unterschied zwischen den gewöhnlichen kapitalistischen
Ländern und den imperialistischen Staaten. Auch ist unser Verhalten
gegenüber den verschiedenen imperialistischen Ländern unterschiedlich.
Unter
Verhältnissen, da sich das Kräfteverhältnis der Klassen in der
Weltarena immer mehr zugunsten des Sozialismus verschiebt, da die
imperialistischen Kräfte von Tag zu Tag schwächer und ihre Widersprüche
untereinander immer schärfer werden, haben die sozialistischen Staaten,
gestützt auf die Steigerung der eigenen Kräfte, auf die Entwicklung
der revolutionären Kräfte der Völker aller Länder, auf die Einheit
mit den nationalistischen Staaten und auf den Kampf aller friedliebenden
Menschen, unter Ausnutzung der inneren Widersprüche des Imperialismus,
die Möglichkeit, das eine oder andere imperialistische Land dazu zu
zwingen, mit der Aufnahme von Beziehungen der friedlichen Koexistenz bis
zu einem gewissen Grad einverstanden zu sein.
Während
wir an der friedlichen Koexistenz mit Staaten unterschiedlicher
Gesellschaftsordnung festhalten, erfüllen wir unerschütterlich unsere
Pflichten des proletarischen Internationalismus. Wir unterstützen tatkräftig
die nationale Befreiungsbewegung in den Ländern Asiens, Afrikas und
Lateinamerikas, die Arbeiterbewegung in den Ländern Westeuropas,
Nordamerikas und Ozeaniens, den revolutionären Kampf der aller Länder
sowie ihren Kampf gegen die imperialistische Aggressions und
Kriegspolitik und um die Erhaltung des Weltfriedens.
All
das dient nur einem Ziel, nämlich: mit dem sozialistischen Lager und
dem Weltproletariat als Kern, sich mit allen Kräften zusammenzuschließen,
mit denen der Zusammenschluß möglich ist, und eine breite
Einheitsfront gegen den USA Imperialismus und seine Lakaien zu bilden.
In
diesen mehr als zehn Jahren hat die chinesische Regierung bereits auf
Grund der Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz mit einer Reihe
von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung freundschaftliche
Beziehungen aufgenommen und den wirtschaftlichen und kulturellen Verkehr
entwickelt. China hat nacheinander mit Jemen, Burma, Nepal, Afghanistan,
Guinea, Kambodscha, Indonesien und Ghana Freundschaftsverträge bzw.
Friedens und Freundschaftsverträge oder Freundschafts und
Beistandsverträge sowie Nichtangriffsverträge abgeschlossen; außerdem
wurde mit Burma, Nepal Pakistan, Afghanistan usw. die von der Geschichte
hinterlassene Grenzfrage zufriedenstellend gelöst.
Niemand
kann der Kommunistischen Partei Chinas und der chinesischen Regierung
die Reihe wichtiger Erfolge streitig machen, die bei der konsequenten
Durchführung der Leninschen Politik der friedlichen Koexistenz errungen
wurden.
Die
Lüge, China sei gegen die friedliche Koexistenz, wird von den Führern
der KPdSU aus hinterhältigen Motiven verbreitet. Ihr Ziel dabei ist,
rundheraus gesagt, die Schimpflichkeit ihres eigenen Verrats am
proletarischen Internationalismus, ihres Bündnisses mit dem
Imperialismus zu verdecken.
DIE
GENERALLINIE DER „FRIEDLICHEN KOEXISTENZ“ DER FÜHRUNG DER KPdSU
Es
sind nicht wir, sondern die Führer der KPdSU, die in Wirklichkeit gegen
die Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz verstoßen.
Die
Führer der KPdSU heben ihre Politik der friedlich Koexistenz in den
Himmel. Was sind nun ihre wichtigsten Gesichtspunkte in der Frage der
friedlichen Koexistenz?
1.
Die Führer der KPdSU sind der Ansicht, daß friedliche Koexistenz das
alles andere überragende, höchste Prinzip bei der Lösung aktueller
gesellschaftlicher Fragen ist. Sie behaupten, die friedliche Koexistenz
sei „der kategorische Imperativ der Gegenwart“, „die gebieterische
Forderung des Zeitalters“[23]. Ferner behaupten sie, daß „die
friedliche Koexistenz den besten und einzig gangbaren Weg zur Lösung
der lebenswichtigen Fragen, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht,
darstellt“[24], „daß diese Prinzipien zum grundlegenden
Lebensgesetz der ganzen Gesellschaft unserer Zeit werden“[25] sollen.
2.
Die Führer der KPdSU sind der Ansicht, daß die Imperialisten schon
bereit sind, die friedliche Koexistenz zu akzeptieren, daß sie bereits
kein Hindernis mehr für die friedliche Koexistenz bilden. Sie
behaupten: „Nicht wenige Regierungen und führende Staatsmänner der
Westmächte sprechen sich jetzt für Frieden und friedliche Koexistenz
aus“[26] und erkennen ... die Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz
immer klarer“ [27]. Besondere Reklame wird für den Präsidenten der
USA gemacht, von dem sie behaupten, daß er „die Vernünftigkeit und
Realisierbarkeit der friedlichen Koexistenz zwischen Staaten mit
verschiedener Gesellschaftsordnung anerkennt“ [28].
3.
Die Führer der KPdSU befürworten die „allseitige Zusammenarbeit“
mit den imperialistischen Staaten, vor allem mit den USA. Sie behaupten,
daß die Sowjetunion und die USA „die Basis für gemeinsame Aktionen
und Bemühungen um den Wohlstand der ganzen Menschheit finden können“
[29] „daß die Sowjetunion und die USA Arm. in Arm gehen können, um
den Frieden zu festigen und eine wirkliche internationale Zusammenarbeit
aller Staaten herzustellen“. [30]
4.
Der Ansicht der Führer der KPdSU nach ist die friedliche Koexistenz
„die Generallinie der Außenpolitik der Sowjjetunion und der anderen
Saaten des sozialistischen Lagers“. [31]
5.
Die Führer der KPdSU meinen auch, daß „die Prinzipien der
friedlichen Koexistenz die Generallinie der Außenpolitik der KPdSU und
der anderen marxistisch leninistischen Parteien bestimmen“ [32], daß
sie heute „die Grundlage der Strategie des Kommunismus“ bilden, daß
die Kommunisten der ganzen Welt „den Kampf um die friedliche
Koexistenz zum Hauptprinzip ihrer Politik erhoben haben“. [33]
6.
Die Führer der KPdSU sehen die friedliche Koexistenz als die
Voraussetzung für den Sieg aller Völker in ihrem revolutionären Kampf
an. Sie meinen, daß all die Siege der Völker aller Länder „unter
den Bedingungen der friedlichen Koexistenz zwischen Staaten mit
unterschiedlicher Gesellschaftsordnung“ errungen wurden. [34] Sie führen
an: „Gerade in einer Atmosphäre der friedlichen Koexistenz von
Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung vollzog sich die
sozialistische Revolution auf Kuba, errang das algerische Volk die
nationale Unabhängigkeit, erkämpften über 40 Länder die nationale
Unabhängigkeit, erstarkten und wuchsen die Bruderparteien und nahm der
Einfluß der kommunistischen Weltbewegung zu.“[35]
7.
Die Führer der KPdSU sind der Meinung, daß die friedliche Koexistenz
„die beste Methode ist, der internationalen revolutionären
Arbeiterbewegung zu helfen, ihre Hauptklassenziele zu erreichen“.[36]
Sie behaupten, daß unter den Bedingungen der friedlichen Koexistenz die
Möglichkeit des friedlichen Übergangs der kapitalistischen Länder zum
Sozialismus gewachsen sei. Ferner sind sie der Ansicht, daß der Sieg
des Sozialismus im wirtschaftlichen Wettbewerb „einen vernichtenden
Schlag für das ganze System kapitalistischer Beziehungen bedeuten
wird“. [37] „Sobald das Sowjetvolk die Errungenschaften des
Kommunismus genießt, werden neue Hunderte Millionen Menschen in der
Welt sagen: ‚Wir sind für den Kommunismus!'„[38] Dann werden wohl
auch die Kapitalisten „zur kommunistischen Partei übergehen“.
Man
sehe nur, gibt es noch irgendetwas Gemeinsames zwischen diesen Ansichten
der Führer der KPdSU und der Leninschen Politik der friedlichen
Koexistenz?
Die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz ist die Politik
sozialistischer Länder für die Regelung ihrer Beziehungen mit Staaten
unterschiedlicher Gesellschaftsordnung, während Chruschtschow die
friedliche Koexistenz zum grundlegenden Lebensgesetz der Gesellschaft
unserer Zeit erhebt.
Die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz ist einer der Aspekte der
internationalen Politik des Proletariats, das die Macht ergriffen hat.
Chruschtschow dagegen dehnt die friedliche Koexistenz zur Generallinie
der Außenpolitik der sozialistischen Staaten aus, ja sogar zur
Generallinie der kommunistischen Parteien der ganzen Welt.
Die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz richtet sich gegen die
imperialistische Aggressionen und Kriegspolitik, während Chruschtschows
„friedliche Koexistenz“ sich nach den Bedürfnissen des
Imperialismus richtet und der imperialistischen Aggressions und
Kriegspolitik Vorschub leistet.
Die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz geht vom Gesichtspunkt des
internationalen Klassenkampfs aus, während Chruschtschows „friedliche
Koexistenz“ international den Klassenkampf durch Klassenzusammenarbeit
ersetzen will.
Die
Leninsche Politik der friedlichen Koexistenz geht von der historischen
Mission des Weltproletariats aus. Infolgedessen müssen die
sozialistischen Staaten, während sie die Politik der friedlichen
Koexistenz befolgen, entschlossen alle geknechteten Volksmassen und
unterdrückten Nationen in ihrem revolutionären Kampf unterstützen.
Dagegen setzt Chruschtschows „friedliche Koexistenz“ den Pazifismus
an die Stelle der proletarischen Weltrevolution und gibt damit den
proletarischen Internationalismus auf.
Chruschtschow
hat die Politik der friedlichen Koexist in eine
KIassenkapitulationspolitik verwandelt. Im Namen der friedlichen
Koexistenz kehrt er den revolutionären Prinzipien der Deklaration von
1957 und der Erklärung von 1960 den Rücken, beraubt er den Marxismus
Leninismus seiner revolutionären Substanz, verdreht und verstümmelt
ihn zur Unkenntlichkeit.
Das
ist offener Verrat am Marxismus Leninismus!
DREI
PRINZIPIELLE DIFFERENZEN
Die
Differenzen zwischen der Führung der KPdSU einerseits und den
marxistisch leninistischen Parteien und Marxisten Leninisten
andererseits in der Frage der friedlich Koexistenz drehen sich überhaupt
nicht darum, ob die sozialistischen Staaten die Politik der friedlichen
Koexistenz durchführen sollen oder nicht, sondern es sind prinzipielle
Differenzen darüber, wie man sich in bezug auf die Leninsche Politik
der friedlichen Koexistenz richtig verhält. Diese Differenzen kommen
hauptsächlich in den folgenden drei Fragen zum Ausdruck.
Die
erste Frage: Muß man im Bemühen um die friedliche Koexistenz den
Imperialismus und die bürgerlichen Reaktionäre bekämpfen oder nicht?
Können bei der Verwirklichung der friedlichen Koexistenz die Gegensätze
und Kämpfe zwischen Sozialismus und Imperialismus aufgehoben werden
oder nicht?
Die
Marxisten Leninisten sind seit jeher der Ansicht, daß es bei der Durchführung
der Politik der friedlichen Koexistenz mit Staaten unterschiedlicher
Gesellschaftsordnung von Seiten der sozialistischen Staaten nicht die
geringsten Schwierigkeiten gibt. Die Hindernisse für die friedliche
Koexistenz gehen stets vom Imperialismus und den bürgerlichen Reaktionären
aus.
Die
Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz wurden zur Bekämpfung der
imperialistischen Aggressions und Kriegspolitik aufgestellt. Nach diesen
Fünf Prinzipien ist es in internationalen Beziehungen unzulässig, die
territoriale Integrität, und Souveränität eines anderen Landes zu
verletzen, sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen, seine
Interessen, seine Gleichberechtigung zu beeinträchtigen sowie einen
Aggressionskrieg auszulösen. Das Wesen des Imperialismus ist jedoch,
andere Länder und Nationen mit Aggressionen zu überziehen und sie zu
unterjochen. Solange der Imperialismus existiert, wird er diesen seinen
Charakter niemals ändern. Von ihrem Wesen her liegt es also den
Imperialisten nicht, die Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz
anzunehmen. Wann immer möglich, wollen die Imperialisten den
sozialistischen Staaten Schaden zufügen und sie vernichten, wollen sie
auf andere Länder und Nationen Aggressionen unternehmen und diese
versklaven.
Die
Geschichte zeigt: Nur aus verschiedenen ihnen ungünstigen, objektiven
Gründen werden die Imperialisten sich nicht in das Abenteuer
einzulassen wagen, einen Krieg gegen die sozialistischen Staaten vom
Zaun zu brechen, oder zum Waffenstillstand zur Annahme eines gewissen
Grads der friedlichen Koexistenz gezwungen werden.
Die
Geschichte zeigt gleichfalls: Zwischen imperialistischen und
sozialistischen Staaten gibt es stets scharfe und komplizierte Kämpfe;
manchmal kommt es sogar zu unmittelbaren militärischen Zusammenstößen
und Kriegen zwischen ihnen. Wenn es seit Ende des 2. Weltkriegs dabei
auch zu keinem heißen Krieg gekommen ist, haben die Imperialisten doch
unentwegt den kalten Krieg betrieben, In der Tat befinden sich die
imperialistischen Staaten in einer Art Kalten Kriegs Koexistenz mit den
sozialistischen Staaten. Die imperialistischen Staaten sind bei ihrer
intensiven Aufrüstung und ihren Kriegsvorbereitungen stets auch mit
allen Mitteln darauf bedacht, die sozialistischen Staaten politisch,
wirtschaftlich und ideologisch zu bekämpfen, wobei sie sich sogar auf
militärische Provokationen und Kriegsdrohungen einlassen. Der kalte
Krieg, den der Imperialismus gegen die sozialistischen Staaten führt,
die Widerstandskämpfe der sozialistischen Staaten gegen diesen kalten
Krieg, das sind Manifestationen des Klassenkampfs im internationalen
Rahmen.
Der
Imperialismus betreibt seine Aggressions- und Kriegspläne nicht nur den
sozialistischen Staaten gegenüber, sondern überall in der Welt. Er
versucht, die revolutionäre Bewegung der geknechteten Volksmassen und
unterdrückten N tionen niederzuwerfen.
Unter
diesen Umständen können die sozialistischen Staaten nicht anders als
zusammen mit den Völkern der Welt schlossen die imperialistische
Aggressions und Kriegspolitik bekämpfen und dem Imperialismus im Kampf
die Spitze bieten. Diese Art Klassenkampf geht unvermeidlich weiter,
manchmal in heftiger Form, manchmal weniger scharf.
Chruschtschow
jedoch kümmert sich nicht um diese unumstößlichen Tatsachen, er
propagiert stur seine These, daß Imperialisten bereits die
Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz anerkannt hätten, er
betrachtet den von den sozialistischen Staaten und den Völkern der Welt
gegen den Imperialismus geführten Kampf als unvereinbar mit der Politik
der friedlichen Koexistenz.
Nach
Chruschtschows Ansicht müßten die sozialistischen Staaten, sogar bei
den militärischen Drohungen und bewaffneten Angriffen der Imperialisten
und bürgerlichen Reaktionäre, oder wenn diese demütigende Forderungen
an sie stellen, die ihre Souveränität und Würde beeinträchtigen, nur
ein Zugeständnis nach dem anderen, eine Konzession nach der anderen
machen.
Nach
ebendieser Logik nannte Chruschtschow, der während der Krise im
Karibischen Meer Schritt um Schritt zurückwich, mit Prinzipien Schacher
trieb und kriecherisch die entwürdigenden Forderungen der USA
Imperialisten annahm, all dies einen „Sieg der friedlichen
Koexistenz“.
Nach
ebendieser Logik beschuldigt Chruschtschow China, das sich in der
chinesisch indischen Grenzfrage strikt an die richtigen Grundsätze
hielt und nur unter den unerträglichen Verhältnissen des bewaffneten
Angriffs der indischen Reaktionäre in Selbstwehr zum Gegenangriff überging,
der „Verletzung der friedlichen Koexistenz“.
Auch
Chruschtschow redet manchmal vom Kampf zwischen den beiden verschiedenen
Gesellschaftssystemen. Aber wie verhält er sich zu diesem Kampf?
Chruschtschow
hat gesagt: „Man muß es so einrichten, daß der unvermeidliche Kampf
zwischen ihnen ausschließlich zum Kampf zwischen den Ideologen …
wird.“ [39]
Der
politische Kampf ist hier nicht zu finden!
Chruschtschow
hat auch erklärt: „Das Leninsche Prinzip der friedlichen Koexistenz
von Staaten mit verschiedener sozialökonomischer und politischer
Ordnung bedeutet nicht einfach, daß es keinen Krieg gibt, bedeutet
nicht den Zustand eines provisorischen labilen Waffenstillstandes. Es
setzt voraus daß diese Staaten untereinander freundschaftliche
politische und Wirtschaftsbeziehungen unterhalten, es sieht die
Herstellung und Entwicklung vielfältiger Formen der friedlichen
internationalen Zusammenarbeit vor.“ [40]
Hier
ist überhaupt kein Kampf mehr zu finden!
Wie
ein Zauberer zeigt Chruschtschow seine Kunststücke eins nach dem
anderen, Wichtiges verwandelt er in Kleinigkeiten, Kleinigkeiten läßt
er verschwinden. Er verwischt den grundlegenden Gegensatz zwischen dem
sozialistischen und dem kapitalistischen System, er verwischt die
grundlegenden Widersprüche zwischen dem sozialistischen und dem
imperialistischen Lager, er verwischt den Klassenkampf im Weltmaßstab
und wandelt die friedliche Koexistenz zwischen den beiden Systemen und
Lagern zur „allseitigen Zusammenarbeit“.
Die
zweite Frage ist: Kann die friedliche Koexistenz zur Generallinie der Außenpolitik
sozialistischer Staaten werden?
Wir
sind der Ansicht, daß die Generallinie der Außenpoliti sozialistischer
Staaten das grundlegendste Prinzip der Außenpolitik der sozialistischen
Staaten verkörpern und den wesenlichsten Inhalt der Außenpolitik der
sozialistischen Staaten in sich schließen muß.
Welches
ist das grundlegendste Prinzip der Außenpolit sozialistischer Staaten?
Es ist das Prinzip des proletarisch Internationalismus.
Lenin
hat gesagt: „Das Bündnis mit den Revolutionären der
fortgeschrittenen Länder und mit allen unterdrückten Völkern gegen
alle Imperialisten, welcher Art auch immer, das ist die Außenpolitik
des Proletariats.“ [41] Dieses von Lenin aufgestellte Prinzip des
proletarischen Internationalismus muß zum Leitgedanken der Außenpolitik
sozialistischer Staaten werden.
Nachdem
sich das sozialistische Lager herausgebildet hat, muß die Außenpolitik
eines jeden sozialistischen Staates die Beziehungen nach drei Richtungen
hin regeln, und zwar: die Beziehungen mit den anderen sozialistischen Ländern,
mit Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung und mit den
geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen.
Daher
muß die Generallinie der Außenpolitik sozialistischer Staaten unserer
Meinung nach die folgenden Aspekte enthalten: nach dem Prinzip des
proletarischen Internationalismus die Beziehungen der Freundschaft,
gegenseitigen Hilfe und Zusammenarbeit unter den Staaten des
sozialistischen Lagers zu entwickeln; auf Grund der Fünf Prinzipien die
friedliche Koexistenz mit Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung
anzustreben, die imperialistische Aggressions und Kriegspolitik zu bekämpfen;
alle geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen in ihrem
revolutionären Kampf zu unterstützen. Diese drei Aspekte stehen
miteinander in Verbindung, und keiner darf fehlen.
Die
Führer der KPdSU haben die Generallinie der Außenpolitik der
sozialistischer Staaten einseitig auf die friedliche Koexistenz
reduziert. Wir möchten fragen, wie ein sozialistischer Staat denn seine
Beziehungen mit den anderen sozialistischun Staaten regeln soll?
Bestehen etwa unter den sozialistischen Staaten lediglich Beziehungen
der friedlichen Koexistenz?
Selbstverständlich
müssen auch die sozialistischen Staaten untereinander die Fünf
Prinzipien einhalten. Niemals darf die territoriale Integrität von
Bruderstaaten verletzt, ihre Unabhängigkeit und Souveränität beeinträchtigt
werden, es darf keine Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten geben,
keine Wühlarbeit darf in Bruderstaaten durchgeführt werden, niemals
darf gegen die Prinzipien der Gleichberechtigung und des gegenseitigen
Vorteils in den Beziehungen sozialistischen Bruderstaaten verstoßen
werden. Aber allein die Befolgung dieser Prinzipien genügt bei weitem
noch nicht. In der Deklaration von 1957 wurde festgestellt: „Das sind
wichtige Prinzipien. Doch damit ist das Wesen der Beziehungen zwischen
den sozialistischen Ländern noch nicht erschöpft. Unabdingbarer
Bestandteil ihrer Beziehungen ist die brüderliche gegenseitige Hilfe.
In dieser gegenseitigen Hilfe kommt das Prinzip des sozialistischen
Internationalismus wirksam zur Geltung.“
Indem
sie die friedliche Koexistenz zur Generallinie der Außenpolitik machen,
haben die Führer der KPdSU in Wirklichkeit die Beziehungen der
gegenseitigen Hilfe und Zusammenarbeit im Sinne des proletarischen
Internationalismus unden sozialistischen Staaten aufgehoben, behandeln
sie die sozialistischen Bruderstaaten genau wie kapitalistische Staaten.
Das
bedeutet aber auch die Abschaffung des sozialistischen Lagers.
Die
Führer der KPdSU haben die Generallinie der Außenpolitik
sozialistischer Staaten einseitig auf die friedliche Koexistenz
reduziert. Wir wollen nun fragen, wie denn die sozialistischen Staaten
ihre Beziehungen zu den geknechteten Volksmassen und unterdrückten
Nationen regeln sollen? Sind etwa die Beziehungen des Proletariats, das
die Staatsmacht ergriffen hat, zu seinen noch nicht befreiten Klassenbrüdern,
zu allen geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen nicht
solche der gegenseitigen Hilfe, sondern lediglich Beziehungen der
friedlichen Koexistenz?
Nach
der Oktoberrevolution wies Lenin wiederholt darauf hin, daß der
sozialistische Staat, in dem die Diktatur des Proletariats aufgerichtet
wurde, ein Stützpunkt ist, von dem aus die proletarische Weltrevolution
vorangetrieben wird. Auch Stalin hat erklärt: „Die in einem Lande
siegreiche Revolution darf sich nicht als eine sich selbst genügende Größe,
sondern muß sich als Stütze, als Mittel zur Beschleunigung des Sieges
des Proletariats in allen Ländern betrachten.“ [42] Er sagte ferner,
„daß sie … eine mächtige Basis für ihre weitere Entfaltung [der
Weltrevolution] bildet“. [43]
Daher
darf die Außenpolitik sozialistischer Staaten niemals nur deren
Beziehungen mit Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung regeln,
sondern sie muß auch in korrekter Weise die Beziehungen der
sozialistischen Staaten untereinander sowie deren Beziehungen zu den
geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen regeln. Die
sozialistischen Staaten müssen die Unterstützung der geknechteten
Volksmassen und unterdrückten Nationen bei deren revolutionären Kämpfen
als ihre internationalistische Pflicht und wichtigen Punkt ihrer Außenpolitik
betrachten.
Im
Gegensatz zu Lenin und Stalin betrachtet Chruschtschow die friedliche
Koexistenz als die Generallinie der Außenpolitik sozialistischer
Staaten. Das bedeutet also, der Außenpolitik ihre vom proletarischen
Internationalismus diktierte Aufjabe, Unterstützung der geknechteten
Volksmassen und unterdrückt Nationen in ihrem revolutionären Kampf, zu
nehmen Das ist durchaus keine „schöpferische Weiterentwicklung“ der
Politik der friedlichen Koexistenz, sondern ein Verrat am proletarischen
Internationalismus unter dem Vorwand der „friedlichen Koexistenz“.
Die
dritte Frage: Kann die Politik der friedlichen Koexistenz der
sozialistischen Staaten zur Generallinie der kommunistischen Parteien in
der ganzen Welt und der internationalen kommunistischen Bewegung erhoben
werden? Kann sie die Revolution der Völker aller Länder ersetzen?
Wir
sind der Ansicht, daß die friedliche Koexistenz sich auf die
Beziehungen zwischen Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung auf
die Beziehungen unabhängiger, souveräner Staaten bezieht. Erst nach
dem Sieg in seiner Revolution ist es für das Proletariat möglich und
erforderlich, die Politik der friedlichen Koexistenz durchzuführen. Von
den geknechteten Massen und unterdrückten Nationen her gesehen, besteht
ihre Aufgabe im Sturz der Herrschaft des Imperialismus und seiner
Lakaien sowie in der Erringung ihrer eigenen Freiheit. Sie dürfen keine
friedliche Koexistenz mit dem Imperialismus und seinen Handlangern
verfolgen und können es auch nicht.
Daher
ist es falsch, die friedliche Koexistenz auf die Beziehungen zwischen
unterdrückten und unterdrückenden Klassen zwischen unterdrückten und
unterdrückenden Nationen auszudehnen, die Politik der friedlichen
Koexistenz der sozialistischen Staaten auf die Politik aller
kommunistischen Parteien und revolutionären Menschen der
kapitalistischen Welt auszudehnen oder den revolutionären Kampf der
geknechteten Massen und unterdrückten Nationen der Politik der
friedlichen Koexistenz der sozialistischen Staaten unterzuordnen.
Wir
sind seit jeher der Meinung, daß die richtige Befolgun der Leninschen
Politik der friedlichen Koexistenz von seit der sozialistischen Staaten
die Entwicklung ihrer Kräfte günstigt, die Aufdeckung der Aggressions
und Kriegspolitik des Imperialismus begünstigt, den Zusammenschluß
aller an imperialistischen Völker und Staaten, und damit auch d Kampf
aller Völker gegen den Imperialismus und seine Han langer begünstigt.
Zugleich ist aber auch jeder revolutionär Kampf der Völker aller Länder
gegen den Imperialismus seine Kettenhunde ein direkter Schlag gegen die
Kräfte Aggression, des Krieges und der Reaktion, er schwächt di Kräfte
unmittelbar, er fördert die Sache des Weltfriedens u des Fortschritts
der Menschheit, er hilft somit den sozialisti sehen Ländern bei ihren
Bemühungen, die friedliche Koexistenz stenz mit Staaten
unterschiedlicher Gesellschaftsordnung verwirklichen. Daher deckt sich
die von den sozialistischen Ländern richtig durchgeführte Leninsche
Politik der friedlichen Koexistenz mit den Interessen des revolutionär
Kampfs der Völker aller Länder.
Aber
die Bemühungen der sozialistischen Staaten um friedliche Koexistenz mit
Staaten unterschiedlicher Ges schaftsordnung und die Revolution der Völker
verschieden Länder sind letzten Endes doch Fragen völlig verschiedener
Art.
In
seinem Antwortschreiben vom 14. Juni an das ZK der KPdSU stellt das ZK
der KP Chinas fest, „daß friedliche Koexistenz zwischen Staaten mit
verschiedener Gesellschaftsordnung eine Sache für sich ist. Es ist
absolut unzulässig und unmöglich, daß Länder, die miteinander in
friedlicher Koexistenz leben, sich gegenseitig auch nur ein Härchen
ihres gesellschaftlichen Systems antasten. Der Klassenkampf, der
nationale Befreiungskampf und der Übergang vom Kapitalismus zum
Sozialismus in den verschiedenen Ländern jedoch sind eine völlig
andere Sache. Alle diese Kämpfe sind erbitterte revolutionäre Kämpfe
auf Leben und Tod, um die Gesellschaftsordnung zu verändern. Die
friedliche Koexistenz kann den revolutionären Kampf der Völker in
keiner Hinsicht ersetzen. Der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus
kann in jedem Staat nur durch die proletarische Revolution und die
proletarische Diktatur im eigenen Land erfolgen.“
In
der Klassengesellschaft die friedliche Koexistenz als „den besten und
einzig gangbaren Weg zur Lösung der lebenswichtigen Fragen, denen sich
die Gesellschaft gegenübersieht“, zu betrachten und „diese
Prinzipien zum grundlegenden Lebensgesetzt der ganzen Gesellschaft
unserer Zeit“ machen zu wollen, das ist völlig falsch, das ist
Sozialpazifismus, der den Klassenkampf verneint, das ist offener Verrat
am Marxismus Leninismus.
Bereits
im Jahr 1946 hob Genosse Mao Tse tung den Unterschied zwischen diesen
beiden verschiedenartigen Fragen hervor und machte deutlich: In einigen
Fragen ging die Sowjetunion mit den USA, Großbritannien und Frankreich
Kompromisse ein. Jedoch „derartige Kompromisse machen es nicht
erforderlichch daß die Völker in den kapitalistischen Ländern deshalb
im eigenen Land Kompromisse schließen. Die Völker aller Länder werden
entsprechend ihrer jeweiligen Lage auf unterschiedliche Art und Weise kämpfen.“
[44]
Das
ist eine korrekte, marxistisch leninistische Richtlinie. Geleitett von
ebendieser korrekten Richtlinie des Genossen Mao Tse tung führte das
chinesische Volk kühn und entschlossen eine Revolution zu Ende und
errang den gewaltigen Sieg der chinesischen Revolution.
Im
Gegensatz zu dieser marxistisch leninistischen Richtlinie werfen die Führer
der KPdSU die vom Proletariat, das die Staatsmacht ausübt, verfolgte
Politik zur Regelung der Beziehungen mit Staaten unterschiedlicher
Gesellschaftsordnung in einen Topf mit der Generallinie aller
kommunistischen Parteien der Welt; sie versuchen, die letztere durch die
erstere zu ersetzen; sie verlangen von den kommunistischen Parteien und
revolutionären Völkern ausnahmslos, die Generallinie der
„friedlichen Koexistenz“ der KPdSU zu befolgen. Sie selbst machen
keine Revolution, sie verbieten auch anderen, Revolutionen zu machen.
Sie selbst bekämpfen nicht den Imperialismus und verbieten auch
anderen, ihn zu bekämpfen.
Im
Offenen Brief des ZK der KPdSU und in den jüngsten Reden Chruschtschows
wird versucht, dies auf jede erdenkliche Weise abzuleugnen. Sie
behaupten, es sei „eine ungeheuerliche Verleumdung“, die Führer der
KPdSU anzuklagen, daß sie die friedliche Koexistenz auf die Beziehungen
zwischen unterdrückten und unterdrückenden Klassen, zwischen
unterjochten und unterjochenden Nationen ausdehnen wollen. Scheinheilig
behaupten sie sogar, die friedliche Koexistenz „darf nicht auf den
Klassenkampf mit dem Kapital in den kapitalistischen Ländern und auf
die nationale Befreiungsbewegung ausgedehnt“ werden.
Aber
derartige Ausflüchte sind vergeblich.
Wir
wollen die Führer der KPdSU fragen: Wenn die Politik der friedlichen
Koexistenz nur eine Seite der Außenpolitik der sozialistischen Staaten
bildet, warum seid ihr dann bis in die allerjüngste Zeit bei eurer
Behauptung geblieben, die Politik der friedlichen Koexistenz sei „eine
strategische Linie, die für die ganze Periode des Übergangs vom
Kapitalismus zum Sozialismus im Weltmaßstab gilt“? [45] Ihr verlangt
von allen kommunistischen Parteien der kapitalistischen Länder und
unterdrückten Nationen, die friedliche Koexistenz zu ihrer Generallinie
zu machen. Bedeutet das etwa nicht, daß ihr eure Politik der
„friedlichen Koexistenz“ an die Stelle der revolutionären Linie der
kommunistischen Parteien setzen, daß ihr die Politik der friedlichen
Koexistenz willkürlich auf die Beziehungen zwischen unterdrückten und
unterdrückenden Klassen, zwischen unterjochten und unterjochenden
Nationen ausdehnen wollt?
Wir
wollen die Führer der KPdSU weiter fragen: Da die Völker aller Länder
den Sieg ihrer Revolution hauptsächlich nur durch ihre eigenen Kämpfe
erringen können, wie kann man denn dann die friedliche Koexistenz als
Voraussetzung dieses Sieges bezeichnen oder diesen Sieg zum Ergebnis der
friedlichen Koexistenz erklären? Wollt ihr mit solchen Behauptungen die
revolutionären Kämpfe aller Völker nicht eurer sogenannten Politik
der friedlichen Koexistenz unterordnen?
Und
weiter wollen wir die Führer der KPdSU fragen: Die wirtschaftlichen
Erfolge der sozialistischen Staaten und die Siege, die sie im
wirtschaftlichen Wettbewerb errungen haben, geben zweifellos den
geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen Beispiel und
Ansporn. Aber wie läßt sich behaupten, daß der Sieg des Sozialismus
in der ganzen Welt nicht durch die revolutionären Kämpfe aller Völker,
sondern durch die friedliche Koexistenz, durch den friedlichen
Wettbewerb erreicht wird?
Die
Führer der KPdSU machen Propaganda dafür, daß man, gestützt auf die
friedliche Koexistenz und den friedlichen Wettbewerb, „einen
vernichtenden Schlag“ gegen die gesamten kapitalistischen Verhältnisse
führen, daß man damit den friedlichen Übergang zum Sozialismus im
Weltmaßstab herbeiführen könne. In Wirklichkeit meinen sie doch
nichts anderes, als daß die geknechteten Massen und unterdrückten
Nationen gar nicht zu kämpfen brauchen, sich nicht zur Revolution zu
erheben, die reaktionäre Herrschaft des Imperialismus, des
Kolonialismus und seiner Handlanger nicht zu stürzen brauchen, daß die
unterdrückten und ausgebeuteten Sklaven auf der ganzen Welt nur ruhig
abwarten müssen, bis die Sowjetunion im Produktionsniveau und
Lebensstandard die höchstentwickelten kapitalistischen Länder überflügelt
haben wird, worauf sie zusammen mit ihren Unterdrückern und Ausbeutern
in den Kommunismus eingehen werden. Bedeutet das nicht gerade, daß die
Führer der KPdSU den revolutionären Kampf aller Völker durch ihre
sogenannte „friedliche Koexistenz“ ersetzen und diesen Kampf aus der
Welt schaffen wollen?
Aus
der Analyse der eben erwähnten drei Fragen läßt sich klar erkennen,
daß unsere Differenzen mit den Führern der KPdSU wichtige,
prinzipielle Differenzen sind. Im Wesen dreht es sich darum: Unsere
Politik der friedlichen Koexistenz ist leninistisch, ist auf dem.Prinzip
des proletarischen Internationalismus aufgebaut, sie dient dem Kampf
gegen den Imperialismus und der Erhaltung des Weltfriedens, sie
entspricht den Interessen aller geknechteten Massen und unterdrückten
Nationen in ihren revolutionären Kämpfen; die Generallinie der
„friedlichen Koexistenz“ der Führer der KPdSU ist antileninistisch,
sie läßt das Prinzip des proletarischen Internationalismus fallen, sie
ist für den Kampf gegen den Imperialismus, für die Erhaltung des
Weltfriedens schädlich, sie läuft den Interessen der geknechteten
Massen und unterdrückten Nationen der Welt in ihren revolutionären Kämpfen
zuwider.
DIE
GENERALLINIE DER „FRIEDLICHEN KOEXISTENZ“ DER FÜHRER DER KPdSU
ENTSPRICHT DEN BEDÜRFNISSEN DES USA IMPERIALISMUS
Die
Generallinie der „friedlichen Koexistenz“ der Führer der KPdSU ist
von allen marxistisch leninistischen Parteien und revolutionären Völkern
kategorisch abgelehnt, vom Imperialismus jedoch wärmstens gepriesen
worden.
Die
Wortführer der westlichen Monopolbourgeoisie spenden ganz unverhohlen
der Generallinie der „friedlichen Koexistenz“ der Führer der KPdSU
ihren Beifall. Sie bezeichnen Chruschtschow als „den besten Freund,
den der Westen in Moskau besitzt“ [46], und sagen: „Der sowjetische
Ministerpräsident Nikita Chruschtschow handelt wie ein amerikanischer
Politiker.“ [47] Sie erklären: „Was die freie Welt angeht, gilt
Genosse Chruschtschow als der beste Ministerpräsident, den die Russen
je gehabt haben. Er glaubt wahrhaftig an die friedliche Koexistenz.“
[48] Sie haben offen geäußert, daß „die Möglichkeit besserer
sowjetisch amerikanischer Beziehungen in Kreisen des amerikanischen Außenministeriums
das Gefühl hervorgerufen hat, die USA sollten, innerhalb bestimmter
Grenzen, Chruschtschows Aufgabe erleichtern“. [49]
Die
Imperialisten sind seit jeher der Politik der friedlichen Koexistenz der
sozialistischen Länder feindlich gesinnt, sie schreien: „Das Wort
Koexistenz ist sowohl furchtbar als auch abscheulich“ und „Werfen
wir den Begriff einer vorübergehenden und unbehaglichen Koexistenz auf
den Müllhaufen“. [50] Warum zeigen sie dann heute solch großes
Interesse für die Generallinie von Chruschtschows „friedlicher
Koexistenz“? Der Grund ist, daß sie sich über die Vorteile von
Chruschtschows Generallinie der „friedlichen Koexistenz“ für den
Imperialismus bereits klargeworden sind.
Die
USA Imperialisten bedienen sich seit jeher einer Doppeltaktik, der des
Krieges und der des Friedens, um ihre strategischen Ziele zu erreichen:
die Revolutionen der Völker zu liquidieren, das sozialistische Lager zu
vernichten und ihre Hegemonie über den ganzen Erdball auszudehnen.
Unter den Umständen, da sich die internationale Lage für sie immer ungünstiger
entwickelt, müssen sie in zunehmendem Maße ihre Zuflucht zu
Friedenstricks nehmen, während sie zugleich ihre Aufrüstung und
Kriegsvorbereitungen fortsetzen.
Bereits
1958 erklärte John Foster Dulles, die USA sollten sich einer „edlen
Strategie“ des „friedlichen Triumphs“ [51] befleißigen.
Nach
seinem Amtsantritt übernahm John F. Kennedy Dulles'
„Friedensstrategie“ und entwickelte sie weiter. Auch machte er ein
großes Gerede von der „friedlichen Koexistenz“, indem er sagte:
„Wir brauchen eine viel bessere Waffe als die Wasserstoffbombe … und
diese bessere Waffe ist die friedliche Zusammenarbeit.“ [52]
Soll
das etwa bedeuten, die USA Imperialisten seien tatsächlich bereit, die
friedliche Koexistenz zu akzeptieren, oder haben sie, nach den Worten
der Führer der KPdSU, „die Vernünftigkeit und Realisierbarkeit der
friedlichen Koexistenz“ anerkannt? Natürlich ist dem nicht so.
Wenn
man die Sache nur etwas genauer untersucht, erkennt man ohne
Schwierigkeit die wahre Bedeutung und den wahren Zweck der
„friedlichen Koexistenz“, von der die USA Imperialisten sprechen.
Worin
liegt nun ihre wahre Bedeutung, ihr wahrer Zweck?
Erstens
beabsichtigen die USA Imperialisten, mit Hilfe der sogenannten
„friedlichen Koexistenz“ der Sowjetunion und den anderen
sozialistischen Staaten Hände und Füße zu binden, um ihnen die
Unterstützung der revolutionären Kämpfe der Völker in den Ländern
der kapitalistischen Welt zu verbieten.
Dulles
hat erklärt: „Die Sowjetregierung könnte ihrerseits den kalten
Krieg' beenden, wenn sie von der Leitrichtung des internationalen
Kommunismus abginge und sich hauptsächlich mit der Wohlfahrt des
russischen Staates und Volkes beschäftigte. Der ‚kalte Krieg' könnte
auch beendet werden, wenn der internationale Kommunismus seine
Globalziele aufgäbe …“ [53]
Kennedy
hat gesagt, daß die Sowjetunion, um die amerikanisch sowjetischen
Beziehungen zu verbessern, ihren Plan, „die ganze Welt zu
kommunisieren“, aufgeben, „sich nur auf ihre nationalen Interessen
beschränken und ihrer Bevölkerung ein besseres Leben unter friedlichen
Verhältnissen verschaffen“ müßte. [54]
Dean
Rusk hat die Dinge noch unverblümter dargestellt, indem er sagte: „Es
kann keinen sicheren und dauerhaften Frieden geben, solange die
kommunistischen Führer nicht ihr Ziel der Weltrevolution aufgeben.“
Ferner bemerkte er, daß es „Anzeichen des Unwillens“ unter den
Sowjetführern gäbe „über die Lasten und Risiken ihrer
Verpflichtungen der weltkommunistischen Bewegung gegenüber“. Er ging
sogar so weit, offen von den Sowjetführern zu verlangen, „die
Illusion eines Triumphs des Kommunismus in der ganzen Welt aufzugeben
und sich doch fortzubewegen“. [55]
Der
Sinn dieser Äußerungen könnte nicht klarer sein. Die USA
Imperialisten bezeichnen die revolutionären Befreiungskämpfe der
geknechteten Massen und unterdrückten Nationen in der kapitalistischen
Welt als Resultat der „Kommunisierung der ganzen Welt“ durch die
sozialistischen Staaten. Sie sagen zu den Sowjetführern: Ihr hofft auf
friedliche Koexistenz mit den USA? Das ist zu machen! Unter der
Bedingung, daß ihr auf keinen Fall die geknechteten Massen und unterdrückten
Nationen der kapitalistischen Welt bei ihren revolutionären Kämpfen
unterstützt und die Verantwortung dafür übernehmt, daß sich keines
dieser Völker zur Revolution erhebt.
Den
Wunschträumen der USA Imperialisten nach wird ihnen damit freie Hand
gegeben, die revolutionäre Bewegung in allen Ländern der
kapitalistischen Welt zu ersticken und zwei Drittel der Weltbevölkerung
ihrem Sklavenjoch, ihrer Herrschaft zu unterwerfen.
Zweitens
verfolgen die USA Imperialisten unter dem Namen der „friedlichen
Koexistenz“ der Sowjetunion und den sozialistischen Ländern gegenüber
eine Politik der „friedlichen Evolution“ und versuchen auf jede
erdenkliche Weise, das kapitalistische System zu restaurieren.
Dulles
hat gesagt: „Der Verzicht auf Gewaltanwendung .. bedeutet nicht die
Aufrechterhaltung des Status quo, sondern friedliche Umwandlung.“ [56]
„Es genügt nicht, in der Defensive zu sein. Die Freiheit muß eine
positive Kraft sein, die durchdringt.“[57] „Wir hoffen, eine
Evolution innerhalb der Sowjetwelt zu fördern.“[58]
Eisenhower
hat festgestellt, daß die USA alles, was mit „friedlichen Mitteln“
erreichbar wäre, tun würden, um „den Völkern, die unter dem Joch
einer tyrannischen Diktatur leiden, letzten Endes das Recht zu
verschaffen, ihr eigenes Schicksal durch ihre eigene Wahl zu
entscheiden.“[59]
Kennedy
hat sich geäußert: „Unsere Aufgabe ist, alles zu tun, was in unserer
Macht steht, damit die Veränderungen, die im Sowjetreich und auf allen
Kontinenten … vor sich gehen, zu größerer Freiheit für mehr
Menschen und zum Weltfrieden führen.“ [60] Er erklärte auch, er würde,
den sozialistischen Ländern in Osteuropa gegenüber, „eine Politik
der geduldigen Ermutigung zur Freiheit hin und des vorsichtigen Drucks
auf die Tyrannei verfolgen“, um den Völkern dieser Länder die
„freie Wahl“ [61] zu ermöglichen.
Der
Sinn dieser Reden ist ebenfalls äußerst klar. Die USA-Imperialisten
verleumden das sozialistische System als „Diktatur“ und
„Tyrannei“, sie bezeichnen die Restauration des Kapitalismus als
„freie Wahl“. Sie sagen zu den Sowjetführern: Ihr hofft, mit den
USA in friedlicher Koexistenz zu leben? Das ist zu machen! Aber das
bedeutet keineswegs, daß wir den Status quo in den sozialistischen Ländern
anerkennen. Im Gegenteil, dort muß der Kapitalismus restauriert werden.
Mit anderen Worten, die USA Imperialisten werden sich niemals mit der
Tatsache abfinden, daß ein Drittel der Weltbevölkerung den Weg zum
Sozialismus eingeschlagen hat, sie werden immer, wenn auch vergeblich,
alle sozialistischen Staaten zu vernichten versuchen.
Kurz
und gut, die Bedeutung dessen, was die USA Imperialisten „friedliche
Koexistenz“ nennen, ist: Die Völker unter dem Joch und der Herrschaft
des Imperialismus dürfen sich nicht um ihre Befreiung bemühen, alle
bereits befreiten Völker müssen sich von neuem dem Sklavenjoch und der
Herrschaft des Imperialismus beugen, und die ganze Welt muß zur
amerikanischen „Weltgemeinschaft freier Nationen“ vereinigt werden.
Es
läßt sich unschwer erkennen, daß die Generallinie der „friedlichen
Koexistenz“ der Führer der KPdSU gerade nach dem Geschmack des USA
Imperialismus ist.
Mit
der „friedlichen Koexistenz“ als Vorwand tun die Führer der KPdSU
alles, um sich beim USA Imperialismus lieb Kind zu machen; sie
proklamieren ununterbrochen, die Repräsentanten des USA Imperialismus
seien „um den Frieden besorgt“; damit kommen sie gerade den Bedürfnissen
des USA Imperialismus mit seiner verlogenen Friedenspolitik entgegen.
Mit
der „friedlichen Koexistenz“ als Vorwand suchen die Führer der
KPdSU die Politik der friedlichen Koexistenz auf die Beziehungen
zwischen unterdrückten und unterdrückenden Klassen, zwischen unterdrückten
und unterdrückenden Nationen auszudehnen; sie sind gegen Revolution,
sie wollen die Revolution aus der Welt schaffen; damit kommen sie gerade
der Forderung des USA Imperialismus entgegen, der den sozialistischen
Staaten jede Unterstützung der Revolutionen der Völker in der
kapitalistischen Welt verbietet.
Mit
der „friedlichen Koexistenz“ als Vorwand versuchen die Führer der
KPdSU auf internationaler Ebene den Klassenkampf durch
Klassenzusammenarbeit zu ersetzen, machen sie Reklame für „die
allseitige Zusammenarbeit“ des Sozialismus mit dem Imperialismus, öffnen
sie der Infiltration der sozialistischen Länder durch den Imperialismus
Tür und Tor, was genau den Bedürfnissen des USA Imperialismus mit
seiner Politik der „friedlichen Evolution“ entspricht.
Die
Imperialisten sind immer unsere besten Lehrmeister im negativen Sinn
gewesen. Hier wäre es angebracht, Auszüge aus zwei seiner Reden
wiederzugeben, die Dulles nach dem XX. Parteitag der KPdSU hielt.
Er
äußerte sich: „ ... ich hatte gesagt ... daß sich in der
Sowjetunion Anzeichen von Kräften zu einem ausgedehnteren Liberalismus
hin bemerkbar machen.“ „... wenn sich diese Kräfte weiterentwickeln
und immer mehr Triebkraft innerhalb der Sowjetunion gewinnen, dann dürfen
wir glauben und haben auch Grund zu hoffen, daß wir, wie ich gesagt
hatte, in einem Jahrzehnt oder vielleicht einer Generation das große
Ziel unserer Politik erreicht haben werden, nämlich, die Existenz eines
Rußlands, das von Leuten regiert wird, die die Wünsche des russischen
Volkes berücksichtigen, die ihre räuberischen Absichten zur
Weltbeherrschung aufgegeben haben und die gemäß den Prinzipien
zivilisierter Nationen und den in der Charta der Vereinten Nationen
festgelegten Grundsätzen handeln.“[62]
Dulles
führte weiter aus: „Auf lange Sicht besteht die Aussicht ja, ich würde
sagen, die Gewißhei , daß sich eine Evolution in der gegenwärtigen
Politik der Sowjetherrscher ergeben wird, so daß diese mehr
nationalistisch und weniger internationalistisch sein werden.“ [63]
Offensichtlich
spukt Dulles' Geist bei diesen Verrätern am Marxismus Leninismus und
proletarischen Internationalismus herum, so daß sie von der
Generallinie der „friedlichen Koexistenz“ derart besessen sind, daß
sie sich überhaupt nicht überlegen wollen, wie sehr ihre Aktionen mit
den Erwartungen des USA Imperialismus zusammenfallen.
ZUSAMMENARBEIT
ZWISCHEN SOWJETUNION UND USA DER KERN DER GENERALLINIE DER
„FRIEDLICHEN KOEXISTENZ“ DER KPdSU FÜHRUNG
Während
in den letzten Jahren die Führer der KPdSU ständig die „friedliche
Koexistenz“ im Munde führen, entspricht ihr Verhalten China und
einigen anderen sozialistischen Staaten gegenüber in Wirklichkeit nicht
nur nicht den Grundsätzen des proletarischen Internationalismus,
sondern auch nicht den Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz. Wenn
die Führer der KPdSU ununterbrochen die friedliche Koexistenz als die
Generallinie ihrer Außenpolitik propagieren, wollen sie damit,
geradeheraus gesagt, alle sozialistischen Staaten und alle
kommunistischen Parteien der Welt der von ihnen seit einigen Jahren erträumten
sowjetisch amerikanischen Zusammenarbeit gefügig machen.
Zusammenarbeit
zwischen der Sowjetunion und den USA zur Beherrschung der Welt, das ist
der Kern der von der Führung der KPdSU verfolgten Generallinie der
„friedlichen Koexistenz“.
Man
sehe sich ihre seltsamen Aussprüche an,
„Die
beiden größten Mächte der Gegenwart, die Sowjetunion und die USA,
haben alle anderen Staaten der Welt weit hinter sich gelassen.“[64]
„Jede
dieser beiden Großmächte führt eine bedeutende Ländergruppe an die
Sowjetunion das sozialistische Weltsystern und die USA das
kapitalistische Lager.“[65]
Die
Sowjetunion und die USA „sind die mächtigsten Staaten der Welt. Wenn
wir für den Frieden zusammenstehen, wird es keinen Krieg geben. Wenn es
dann doch noch einen Besessenen gibt, der einen Krieg vom Zaun zu
brechen versucht, sollte es genügen, wenn wir ihm mit dem Finger
drohen, um ihn zum Schweigen zu bringen“.
„...
wenn es zwischen N. S. Chruschtschow als Regierungschef der Sowjetunion
und dem Präsidenten der USA, John Kennedy, zu Vereinbarungen kommt,
wird sich eine Lösung der internationalen Probleme ergeben, von denen
das Schicksal der Menschheit abhängt.“[66]
Wir
wollen die Führer der KPdSU fragen: Da der USA-Imperialismus der
schlimmste Feind aller Völker der Erde ist und die Hauptkraft für
Aggression und Krieg darstellt, wie es in der Deklaration von 1957 und
der Erklärung von 1960 klar und deutlich zu lesen ist, wie könnt ihr
mit dem Hauptfeind des Weltfriedens zur Sicherung des Friedens
„zusammenstehen“?
Wir
wollen die Führer der KPdSU fragen: Haben die mehr als 100 Staaten in
der Welt mit insgesamt über drei Milliarden Menschen etwa gar kein
Recht, ihr Schicksal selbst zu bestimmen? Müssen sie sich alle untertänigst
den Anordnungen der beiden „Riesen“, der beiden „größten Mächte“,
Sowjetunion und USA, unterwerfen? Ist dieser anmaßende Unsinn von euch
nicht Ausdruck des reinsten Großmachtchauvinismus, der reinen
Machtpolitik?
Und
weiter wollen wir die Führer der KPdSU fragen: Glaubt ihr wirklich, daß
durch ein Übereinkommen zwischen der Sowjetunion und den USA, zwischen
zwei „großen Männern“, über das Schicksal der ganzen Menschheit
entschieden, eine Lösung aller internationalen Probleme erreicht werden
kann? Ihr irrt euch, ihr seid von Anfang bis Ende in einem Irrtum
befangen! Von alters her bis auf den heutigen Tag hat es so etwas noch
nie gegeben und kann es in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erst
recht nicht geben. Die heutige Welt ist voller komplizierter Widersprüche,
da gibt es die Widersprüche zwischen dem sozialistischen und dem
imperialistischen Lager, die Widersprüche zwischen dem Proletariat und
der Bourgeoisie in den kapitalistischen Ländern, die Widersprüche
zwischen den unterdrückten Nationen und dem Imperialismus, die Widersprüche
der imperialistischen Länder untereinander und die Widersprüche unter
den monopolkapitalistisehen Gruppierungen innerhalb der
imperialistischen Staaten. Können etwa Vereinbarungen der beiden Länder,
Sowjetunion und USA, all diese Widersprüche verschwinden machen?
Das
einzige Land, das die Führer der KPdSU respektieren, sind die USA. Um
der sowjetisch amerikanischen Zusammenarbeit willen scheuen die Führer
der KPdSU nicht vor Verrat an den wahren Verbündeten des Sowjetvolks,
an seinen noch immer unter dem Imperialismus Kapitalismus schmachtenden
Klassenbrüdern und allen geknechteten Volksmassen und unterdrückten
Nationen zurück.
Den
Führern der KPdSU ist kein Mittel zu schlecht, um das sozialistische
Lager zu zertrümmern. Mit Lügen und Verleumdungen aller Art greifen
sie die Kommunistische Partei Chinas an, üben sie auf China einen
politischen und wirtschaftlichen Druck aus. Was das sozialistische
Albanien anbetrifft, würde sie nur dessen völlige Vernichtung froh
machen. Hand in Hand mit den USA Imperialisten üben sie einen Druck auf
das revolutionäre Kuba aus und verlangen, Kuba solle seine Souveränität
und seine Würde opfern.
Die
Führer der KPdSU lassen nichts unversucht, um die revolutionären Kämpfe
der Völker gegen den Imperialismus und. seine Lakaien zu sabotieren.
Als Prediger des Sozialreformismus wollen sie den revolutionären
Kampfwillen des Proletariats und seiner politischen Partei in den
verschiedenen Ländern untergraben. Den Bedürfnissen des. Imperialismus
entsprechend, sabotieren sie die nationale Befreiungsbewegung und machen
sich immer. unverfrorener zu Verfechtern des neuen Kolonialismus der
USA.
Soviel
Anstrengungen haben die Führer der KPdSU gemacht, um eine sowjetisch
amerikanische Zusammenarbeit zu erreichen, soviel Opfer haben sie
gebracht was haben sie denn vom USA Imperialismus dafür bekommen?
Seit
1959 ist Chruschtschow wie besessen auf Treffen zwischen den Staatsoberhäuptern
der Sowjetunion und der USA aus. In dieser Frage hat er sich in
zahllosen Wunschträumen gewiegt und eine Unmenge von Illusionen
verbreitet. Er pries Eisenhower begeistert als „großen Menschen“,
der „die große Politik versteht“, [67] enthusiastisch verbreiterte
er sich darüber, „daß Präsident Kennedy sich der großen
Verantwortung bewußt ist, die auf den Regierungen zweler so mächtiger
Staaten ruht“ [68]. Die Führer der KPdSU machten lautstark Reklame für
den sogenannten „Geist von Camp David“ und für das Treffen in Wien
als „ein Ereignis von historischer Bedeutung“. Die sowjetische
Presse überschreit sich, daß die Geschichte der Menschheit an einem
„neuen Wendepunkt“ angelangt ist, wenn die Staatsoberhäupter der
Sowjetunion und der USA sich gemeinsam an einen Tisch setzen; und wenn
diese beiden „großen Männer“ sich die Hand schütteln, wird eine
„neue Ära“ in internationalen Beziehungen eintreten.
Aber
wie verhalten sich die USA Imperialisten den Führern der KPdSU gegenüber?
Nur etwas mehr als einen Monat nach den Besprechungen von Camp David
erklärte Eisenhower unumwunden: „Ich weiß nichts von einem Geist von
Camp David.'' Etwa sieben Monate nach den Besprechungen von Camp David
ließ Eisenhower ein Spionageflugzeug vom Typ U2 in den sowjetischen
Luftraum einfliegen und sprengte dadurch die Viermächte
Gipfelkonferenz. Kurz nach dein Treffen in Wien machte Kennedy größenwahnsinnig
als Bedingungen für einen 20jährigen Frieden zwischen der Sowjetunion
und den USA geltend, die Sowjetunion dürfe kein Volk in seinem
revolutionären Kampf unterstützen, und in den sozialistischen Staaten
Osteuropas müßte der Kapitalismus restauriert werden. Ein Jahr nach
dem Treffen in Wien gab Kennedy den Befehl zur seeräuberischen Militärblockade
von Kuba und löste so die Krise im karibischen Raum aus.
Im
Himmel und in der Hölle, unter den Lebenden und Toten, nirgends ist es
zu finden.“ Wo ist denn der seinerzeit so lautstark gerühmte „Geist
von Camp David“, der „Wendepunkt in der Geschichte der
Menschheit“, die „neue Ära in internationalen Beziehungen“ usw.,
usf., eigentlich geblieben?
Nach
Abschluß, des Dreiervertrags über das partielle Verbot der
Kernwaffenversuche machten die Führer der KPdSU wiederum großen Lärm
über den sogenannten „Geist von Moskau“. Sie redeten davon, man müsse
„das Eisen schmieden, solange es heiß ist“, nun seien „alle günstigen
Bedingungen vorhanden“, für weitere Vereinbarungen zwischen der
Sowjetunion und den USA, man dürfe keine Haltung im Sinne von „Alles
hat seine Zeit“ oder „Eile mit Weile“ einnehmen. [69]
Was
ist denn nun der „Geist von Moskau“? Sehen wir uns doch einmal die jüngsten
Geschehnisse an:
Um
weiterhin Stimmung für die „sowjetisch amerikanische
Zusammenarbeit“ zu machen, veranstalteten die Führer der KPdSU in
Moskau eine Kundgebung zur Feier des 30. Jahrestags der Aufnahme
diplomatischer Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den USA und
entsandten eine Kulturdelegation zu den entsprechenden Feierlichkeiten
in die USA. Aber was war das Ergebnis dieses „Enthusiasmus“ der Führer
der KPdSU? Sämtliche Mitglieder der Botschaft der USA in der
Sowjetunion weigerten sich, an der Feierstunde teilzunehmen, und das
amerikanische State Department ließ ein besonderes Memorandum
zirkulieren, in dem die Öffentlichkeit der USA aufgefordert wurde, die
sowjetische Kulturdelegation zu boykottieren, deren Mitglieder als
„besonders gefährliche und verdächtige Personen“ bezeichnet
wurden.
Während
die Führer der KPdSU von „Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und
den USA“ faselten, entsandten die Vereinigten Staaten den Agenten
Barghoorn zu Spionagezwecken in die Sowjetunion. Es war völlig
gerechtfertigt, daß die Sowjetregierung diesen Spion verhaftete. Aber
nachdem Kennedy Lärm geschlagen und erklärt hatte, das Weizengeschäft
zwischen den USA und der Sowjetunion müsse in einer „vernünftigen
Atmosphäre in beiden Ländern“ abgewickelt werden, während „Barghoorns
Verhaftung diese Atmosphäre merklich verschlechtert“ hätte, beeilte
sich die Sowjetregierung, diesen amerikanischen Spion ohne vorherigen
Prozeß freizulassen, mit der Ausrede, daß „hohe Regierungsbeamte in
den USA um Barghoorns Schicksal besorgt“ seien, eines Mannes, der,
„wie die Untersuchung bestätigte“, „ antisowjetische Spionage
betrieben hatte“.
Ist
all das etwa der „Geist von Moskau“? Wenn dem so ist, ist es
wirklich tragisch.
Moskau,
dieser glanzvolle Name der Hauptstadt des ersten sozialistischen Staats,
ein Name, den seit der großen Oktoberrevolution Millionen von Menschen
in der ganzen Welt mit Ehrfurcht aussprechen, wird heute von den Führern
der KdSU dazu benutzt, um ihren schmierigen Bund mit dem USA
Imperialismus zu decken. Welch unglaublicher Schimpf! Nur allzu oft
haben die Führer der KPdSU dem USA Imperialismus schöne Worte gegeben
und seine Gunst erfleht, um ihm „Freundschaft“ und „Zutrauen“
abzugewinnen; nur allzu oft haben sie ihren Unmut an Bruderstaaten und
parteien ausgelassen, allzu häufig Druck auf sie ausgeübt; wie viele
Tricks und Betrugsmanöver haben sie gegen die revolutionären Völker
verübt! Aber „während die fallenden Blüten vor Liebesdurst
vergehen, plätschert der Bach unbarmherzig weiter“. Was die Führer
der KPdSU beim USA Imperialismus erreicht haben, sind nur Demütigungen,
Demütigungen und nochmals Demütigungen.
EINIGE
RATSCHLÄGE AN DIE FÜHRER DER KPdSU
Wann
hat sich das große Sowjetvolk unter Lenins und Stalins Führung jemals
in den bitteren Tagen des Widerstands gegen die bewaffnete
imperialistische Intervention, in den lodernden Flammen des Vaterländischen
Kriegs vor den Schwierigkeiten gebeugt? Ist es jemals vor den Feinden
auf die Knie gefallen? Heute ist die Situation in der ganzen Welt der
Revolution sehr günstig. Der Sozialismus war noch nie so mächtig wie
jetzt, noch nie türmten sich derartige Schwieirigkeiten vor dem
Imperialismus auf wie heute. Und doch, wie schmählich verfährt der USA
Imperialismus gegen den von Lenin gegründeten ersten sozialistischen
Staat, wie schmachvoll ist die Ehre des sozialistischen Lagers von den Führern
der KPdSU besudelt worden! Wie sollten wir, ebenso wie alle anderen
Marxisten Leninisten, alle revolutionären Volksmassen in der ganzen
Welt darüber nicht Kummer und Schmerz empfinden!
An
dieser Stelle möchten wir den Führern der KPdSU einige aufrichtig
gemeinte Ratschläge geben.
Die
USA sind das böswilligste imperialistische Land, das strategische Ziel
des USA Imperialismus ist der Wahnwitz einer Welteroberung. Tollwütig
sucht er die revolutionären Kämpfe der geknechteten Volksmassen und
unterdrückten Nationen niederzuwerfen. Ganz offen wird erklärt, daß
Osteuropa wieder in die sogenannte „Weltgemeinschaft freier
Nationen“ zurückgeführt werden soll. Wie könnt ihr annehmen, daß
die schwersten Schläge, die die USA Imperialisten in Verfolgung ihrer
Aggressionspläne zur Eroberung der Welt führen, nur auf andere, nicht
aber auf die Sowjetunion fallen werden?
Die
USA sind ein imperialistischer Staat, die Sowjetunion ist ein
sozialistischer Staat. Wie könnt ihr denn „allseitige
Zusammenarbeit“ zwischen zwei Staaten mit völlig entgegengesetzter
Gesellschaftsordnung annehmen?
Selbst
zwischen den USA und den anderen imperialistischen Mächten herrschen
Betrug und Rivalität, und die USA werden sich nicht zufrieden geben,
bis sie die anderen niedergerungen haben. Wie könnt ihr euch denn nur
vorstellen, daß die imperialistischen USA mit der sozialistischen
Sowjetunion in Harmonie und Eintracht leben können?
Führende
Genossen der KPdSU! Überlegt euch die Dinge doch nüchtern! Ist ein
Verlaß auf den USA Imperialismus, wenn einmal der Sturm in der Welt
losbrechen sollte? Nein, auf den USA Imperialismus kann man sich nicht
verlassen, auf keinen Imperialismus, keine Reaktionäre kann man sich
verlassen. Die wahrhaft zuverlässigen Verbündeten der Sowjetunion sind
einzig und allein die Bruderländer im sozialistisehen Lager, die
marxistisch leninistischen Bruderparteien, die geknechteten Volksmassen
und unterdrückten Nationen.
Die
Gesetze der historischen Entwicklung der Menschheit gelten unabhängig
vom Willen irgendeiner Person. Den Bestand und die Entwicklung des
sozialistischen Lagers, die Entwicklung der revolutionären Bewegung der
geknechteten Volksmassen und unterdrückten Nationen in der ganzen Welt
kann kein Mensch ersticken oder hindern. Wer immer Verrat an den Völkern
des sozialistischen Lagers, an den Völkern der ganzen Welt übt und
davon träumt, durch Zusammenarbeit mit dem USA Imperialismus die Welt
zu beherrschen, wird unbedingt ein schlechtes Ende nehmen. Was die Führer
der KPdSU tun, ist völlig falsch und äußerst gefährlich.
Noch
ist es nicht zu spät, das Pferd vor dem Abgrund zurückzureißen. Für
euch Führer der KPdSU ist es höchste Zeit, mit eurer Generallinie der
„friedlichen Koexistenz“ Schluß zu machen und auf den Weg der
Leninschen Politik der friedlichen Koexistenz, des Marxismus Leninismus
und des proletarischen Internationalismus zurückzukehren.
Die
Polemik über die Generallinie der internationalen kommunistischen
Bewegung, Berlin 1971, S. 287 - 335
Anmerkungen:
1.
Lenin, „Das Militärprogramm der proletarischen Revolution“ (I)
Werke, Bd. 23
2.
Lenin, „Entwurf einer Resolution zur gegenwärtigen politischen
Lage“, Werke, Bd. 25
3.
Lenin, „VIII. Parteitag der KPR(B), Bericht des Zentralkomitees“,
Werke, Bd. 29
4.
Lenin, „Siebenter Parteitag der KPR(B), Referat über Krieg und
Frieden“, Werke, Bd. 27
5.
Lenin, „VIII. Parteitag der KPR(B), Bericht des Zentralkomitees“,
Werke, Bd. 29
6.
Lenin, „IX. Gesamtrussischer Sowjetkongreß, Über die Innen und Außenpolitik
der Republik“, Werke, Bd. 33
7.
Lenin, „Rede auf der Gesamtrussischen Konferenz über die Parteiarbeit
auf dem Lande“, Werke, Bd. 30
8.
Lenin, „X. Gesamtrussische Konferenz der KPR(B), Rede bei der Schließung
der Konferenz“, Werke, Bd. 32
9.
Lenin, „VIII. Gesamtrussischer Sowjetkongreß, Bericht über die Tätigkeit
des Rats der Volkskommissare“, Werke, Bd. 31
10.
Lenin, „Bericht über die Arbeit des Gesamtrussischen
Zentralexekutivkomitees und des Rats der Volkskommissare auf der ersten
Tagung des Gesamtrussischen ZEK der VII. Wahlperiode“, Werke, Bd. 30
11.
Lenin „Antwort auf die Fragen des Korrespondenten der amerikanischen
Zeitung New York Evening Journal“, Werke, Bd. 30
12.
Lenin, IIV. Kongreß der Kommunistischen Internationale“ (1), Werke,
Bd. 33
13.
Lenin, „Zweiter Gesamtrussischer Kongreß der Sowjets der Arbeiter und
Soldatendeputierten, Rede über den Frieden“, Werke, Bd. 26
14.
Lenin „Siebenter Parteitag der KPR(B), Erste Skizze eines
Programmentwurfs“, Werke, Bd. 27
15.
Lenin, „Thesen über die Hauptaufgaben ~ des Zweiten Kongresses der
Kommunistischen Internationale,“ (I), Werke, Bd. 31
16.
Lenin, „Ursprünglicher Entwurf der Thesen zur nationalen und zur
kolonialen Frage“, Werke, Bd. 31
17.
Stalin, „Der XV. Parteitag der KPdSU(B), Politischer
Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees, (l. 4)“, Werke, Bd. 10
18.
Stalin, „Antworten auf die Fragen amerikanischer Herausgeber“,
Prawda, 2. April 1952
19.
Stalin, „Über die Arbeiten des Vereinigten Aprilplenums des ZK und
der ZKK“ (III), Werke, Bd. 11
20.
Mao Tse tung, „Rede vor dem Vorbereitenden Komitee der Neuen
Politischen Konsultativkonferenz“, Ausgewählte Werke, IV. Bd., S.
1470 (Chinesisch)
21.
Mao Tse tung, „Eröffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der
Kommunistischen Partei Chinas“ in „Der VIII. Parteitag der
Kommunistischen Partei Chinas, Dokumente, Bd. 1“, Verlag für
fremdsprachige Literatur, Peking 1956, S. 9
22.
Mao Tse tung, „Über die richtige' Lösung von Widersprüchen im
Volke“, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1957, S. 79
23.
B. N. Ponomarjow, „Siegesbanner der Kommunisten der Welt“ in
„Prawda“, 18. November 1962
24.
A. Rumjanzew, „Unsere gemeinsame ideologische Waffe“ in „Probleme
des Friedens und des Sozialismus“, Nr. 1, 1962
25.
N. S. Chruschtschow, Rede in der UNO Vollversammlung, 23. September 1960
26.
N. S. Chruschtschow, Rede in der Gadjah Mada Universität, Djokjakarta,
Indonesien, 21. Februar 1960
27.
N. S. Chruschtschow, Rede vor dem Obersten Sowjet der UdSSR, Januar 1960
28.
„Über die Rede des amerikanischen Präsidenten, Mr. J. F. Kennedy“,
redaktioneller Artikel der „Iswestija“, 4. Dezember 1961
29.
Glückwunschtelegramm von N. S. Chruschtschow und L. I. Breshnew an J.
F. Kennedy, 30. Dezember 1961
30.
N. S. Chruschtschow, Rede in der UNO Vollversammlung, 23. September 1960
31.
N. S. Chruschtschow, Rede bei dem Empfang der Botschaft der Koreanischen
Demokratischen Volksrepublik in der Sowjetunion am Juli 1961
32.
B. N. Ponomarjow, „Einige Fragen der revolutionären Bewegung“ in
„Probleme des Friedens und des Sozialismus“, Nr. 12, 1962
33.
„Friedliche Koexistenz und Revolution“ in „Kommunist“ (Moskau),
Nr. 2, 1962
34.
B. N. Ponomarjow, „Die neue Etappe der allgemeinen Krise des
Kapitalismus“ in „Prawda“, 8. Februar 1961
35.
Brief des ZK der KPdSU an das ZK der KP Chinas (30. März 1963)
36.
Offener Brief des ZK der KPdSU an alle Parteiorganisationen, an alle
Kommunisten der Sowjetunion (14. Juli 1963)
37.
B. N. Ponomarjow, „Einige Fragen der revolutionären Bewegung“ in
„Probleme des Friedens und des Sozialismus“, Nr. 12, 1962
38.
Programm der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, angenommen auf dem
XXII.
Parteitag
der KPdSU
39.
N. S. Chruschtschow, Rede vor dem Obers ten Sowjet der UdSSR, Januar
1960
40.
N. S. Chruschtschow, Antworten auf Fragen des österreichischen
Professors Dr. Hans Thirring, „Prawda“, 3. Januar 1962
41.
Lenin, „Die Außenpolitik der russischen Revolution“, Werke, Bd. 25
42.
Stalin, „Die Oktoberrevolution und die Taktik der russischen
Kommunisten“ (IV), Werke, Bd. 6
43.
Ebenda
44.
Mao Tse tung, „Interview mit der amerikanischen Korrespondentin Anna
Louise Strong“, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1961 S. 2
45.
„Für die Einheit und Geschlossenheit der internationalen
kommunistischen Bewegung“, redaktioneller Artikel der „Prawda“ vom
6. Dezember 1963
46.
„Wie nett müssen wir zu Nikita sein?“ In der amerikanischen
Zeitschrift „Time“ vom 9. März 1962
47.
W. A. Harriman, Fernseh Interview vom 18. August 1963
48.
„Kennedy hilft Chruschtschow“ in der britischen Zeitschrift „Time
and Tide“ vom 18. 24. April 1963
49.
Bericht der Agence France Presse aus Washington vom 14. Juli 1963 über
die Kommentare von amerikanischen Regierungsbeamten zum Offenen Brief
des ZK der KPdSU
50.
Rede des früheren Vizeaußenministers der USA Douglas Dillon über die
Außenpolitik der USA, 20. April 1960
51.
J. F. Dulles, Rede vor der Handelskammer des Staates Kalifornien vom 4.
Dezember 1958
52.
J. F. Kennedys Rede vor der UNO Vollversammlung am 20. September 1963
53.
J. F. Dulles, Rede vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten des
Repräsentantenhauses der USA, 28. Januar 1959
54.
J. F. Kennedy, Interview mit Adshubej, Chefredakteur der
„Iswestija“, 25. November 1961
55.
Ansprache von Dean Rusk auf dem Nationaltreffen der Amerikanischen
Legion, 10. September 1963
56.
Rede von J. F. Dulles auf dem Festessen des Juristenverbands des Staats
New York, 31. Januar 1959
57.
J. F. Dulles, Rede vor der Handelskammer des Staates Kalifornien vom 4.
Dezember 1958
58.
Aussage von J. F. Dulles vor dem Komitee für auswärtige
Angelegenheiten des Repräsentantenhauses, 8. Februar 1959
59.
Eisenhowers Rede auf dem Kongreß der' Amerikaner polnischer Herkunft in
Chikago, 30. September 1960
60.
J. F. Kennedy, „Die Strategie des Friedens“
61.
Kennedys Rede auf dem Kongreß der Amerikaner polnischer Herkunft, 1.
Oktober 1960
62.
Pressekonferenz von J. F. Dulles, 15. Mai 1956
63.
Pressekonferenz von J. F. Dulles, 28. Oktober 1958
64.
N. N. Jakowlew, „Nach 30 Jahren ... 11, eine Broschüre zum 30.
Jahrestag der diplomatischer Beziehungen zwischen der Sowjetunion und
den USA
65.
Ebenda
66.
Rede A. A. Gromykos in der Sitzung des Obersten Sowjets der UdSSR vom
13. Dezember 1962
67.
N. S. Chruschtschow, Rede auf dem Bankett beim Oberbürgermeister von
New York, 17. September 1959
68.
N. S. Chruschtschow, Rede im Rundfunk und Fernsehen, 15. Juni 1961
69.
„Die Zeit drängt“, ein Artikel von Kommentator der „Iswestija“,
21. August 1963 |