|
Antwort
Roter Webmaster
Eine
Einheit der Kommunisten kann es nur auf dem Boden
des Marxismus-Leninismus, also auf dem Boden der Lehre von Marx. Engels,
Lenin UND Stalin geben
Kommunisten-online
den 13. Juli 2011 -
Liebe
Petra,
1.
Ja natürlich handeln die Konzerne internationale. Das macht der
Kapitalismus von Anbeginn.
„Die
große Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung
Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den
Landkommunikationen eine unermeßliche Entwicklung gegeben. Diese hat
wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt, und in demselben
Maße, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten,
in demselben Maße entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre
Kapitalien, drängte sie alle vom Mittelalter her überlieferten Klassen
in den Hintergrund.“
So
schreiben Marx und Engels im Manifest der kommunistischen Partei.
Also
so neu ist das alles nicht,
was wir heute unter dem Schlagwort Globalisierung erfahren. Die
Globalisierung ging ein her mit der Entstehung des Kapitalismus und
dessen herrschender Klasse, der Bourgeoisie.
Das
aber bedeutet nicht, dass wir die Instrumente der Herrschaft der
Bourgeoisie jetzt uns zu Eigen machen und sie verteidigen. So meint es
Leo Mayer, der stellv. Vorsitzende der DKP.
Mayer
sagt zwar etwas Richtiges, meint aber das Falsche Es geht ihm darum, die
Europäische Linkspartei zu propagieren. Das ist der Wurmfortsatz der
Partei die Linke bei uns, Gysi und Co bestimmen deren Kirs und die DKO
darf am Katzentisch dabei sein. Genau das will Mayer aber mehr haben.
Der will, dass die DKP Vollmitglied der ELP wird. Das geht aber nur
unter vollkommener Unterwerfung der DKP unter das Diktat von Gysi.
Mayer
vertritt die Gegenposition zur KKE, der KP Griechenlands, die die ELP
hart angriff. Mayer will rein ist sie, Mayer will sich ihr unterwerfen.
Aber
das ist genau das Gegenteil zu einer gesamteuropäischen
Kampforganisation gegen den Kapitalismus. Das will die KKE und dazu rief
sie auf.
2.
Die Einheit ist keine Größe an sich. Denke bitte daran, dass Marx und
Engels heftige Kritik daran übten, dass die Eisenacher mit den
Lasaalleanern zusammen gingen und das Gothaer Programm der SPD
beschlossen. Denke auch daran, dass Karl Liebknecht und Rosa
Luxemburg sich bis zum Ende des 1. Weltkrieges den rechten SPD- und
USPD-Führern unterwarfen und erst, als die Revolution eigentlich schon
verloren war, die KPD gründeten.
Lenin
hingegen spaltete den revolutionären Teil der SDAPR sehr früh ab, zunächst
als Fraktion und später als eigene Partei. In Russland gab es die
revolutionäre Partei der Arbeiterklasse bereits als es zur revolutionären
Situation kam. Die Bolschewiki konnten die Klassenversöhnler der
Menschewiki isolieren
Dagegen
in Deutschland stellte sich Ebert und Scheidemann an die Spitze der
Revolution und verrieten sie.
Ich
will sagen: Zu lamentieren, dass wir zerspalten sind, dass wir die
Einheit brauchen, bringt nichts. Eine Einheit der Kommunisten kann es
nur auf dem Boden des Marxismus-Leninismus, also auf dem Boden der Lehre
von Marx. Engels, Lenin UND Stalin geben. Darum müssen wir kämpfen.
Das
bedeutet aber auch. Dass wir uns mit opportunistischen Abweichungen vom
ML kritisch und entlarvend auseinander setzen müssen. Also auch mit der
Politik der DKP, der Linkspartei und der MLPD, die (pseudo) KPD’s aus
(Ost und West), der KI usw. Daran führt kein Weg vorbei.
Ein
wildes Durcheinander a la MOFF und Geraer KI ist auf jedem Fall der
falsche Weg. Die KPD, die diesen Namen verdient, muss eine
kampfentschlossen Avantgarde-Partei auf dem Boden der revolutionären
Lehre der Klassiker sein.
Diese
Partei entsteht nicht im Studierzimmer, nicht im Diskussionszirkel,
sondern in den Klassenkämpfen, in den Betrieben, den Arbeitsämtern und
sie entsteht in kritischer Auseinandersetzungen mit dem Abweichlertum.
In unserem Fall als auch mit den MOFFs (aber die sind zurzeit kaum von
Bedeutung), aber vor allem mit jenen Parteien und Gruppen, die sich als
Paktiererpartei betätigen, also das Proletariat zum Paktieren mit dem
Klassenfeind bringen. Diese gilt es zu isolieren. Das ist vor allem die
SPD, aber dann auch Trotzkisten, DKP, Linkspartei usw.
Die
Methoden müssen unterschiedlich sein. Die SPD ist eine offene bürgerliche
Partei, die gilt es zu entlarven, deren Einfluss muss zurück gedrängt
werden. Aber dann auch die Linkspartei, die sich als linker Flügel der
SPD betätigt. Die Trotzkisten müssen bekämpft werden, sie schwächen
die Reihen der gutwilligen Linken und gaukeln vor, eine Alternative zu
haben und bekämpfen alles Kommunistische (Stichwort: Stalinismus).
Die
DKP muss wieder anders angefasst werden. Die Linie der Führung ist
eindeutig klassenversöhnlerisch, aber ein großer Teil der Mitglieder
bekennen sich zum Marxismus-Leninismus. Allerdings ist deren Hirn durch
50 Jahre revisionistischer Politik der Führer der KPdSU usw. so mit
revisionistischem Müll vollgestopft, dass es unsere Aufgabe ist, sieden
zu beseitigen.
Das
sind einige Beispiele dessen, was getan werden muss. Wenn wir ein
„einheitliches“ Gemisch haben w ollen, wo jeder reingehen kann ,
alles unverbindlich ist, was eigentlich wichtig ist und nur das
Unwichtige verbindlich (z.B. AG Homosexuelle, freier Handel mit
Rauschgift usw.), da sollten wir in die Gysi-Truppe eintreten und uns
nicht mehr Kommunisten nennen und auch
vom ML verabschieden.
Damit
hätte der Klassenfeind genau das erreicht, was er seit Bestehens des
Kapitalismus versucht: Die Führung der Arbeiterklasse zum Paktieren zu
bringen und alle laufen ihr nach. Wollen wir das nicht, müssen wir uns
auseinander setzen. Wenn das von der DKP-Führung und deren Wasserträgern
als Spaltungsversuch angesehen wird, müssen wir es mit Fassung tragen,
Betroffene Hunde bellen.
Also:
Indem wir praktisch und theoretisch den Klassenkampf führen, machen wir
wichtige Schritte zur Einheit der Kommunisten. Mir ist klar, dazu
brauchen wir organisatorische Strukturen, die aber haben wir nicht. Also
müssen die Voraussetzungen hierfür erst geschaffen werden.
Der
Zustand, in dem wir uns befinden, ist das Ergebnis des Wirkens des
modernen Revisionismus in der kommunistischen Bewegung und genau den müssen
wir bekämpfen. Das nicht nur bei
den diversen K-Parteien und Gruppen, sondern auch in unseren Köpfen.
Keiner kann sich davon freisprechen, dass der Chruschowismus und sein
linker Abklatsch, der Maoismus, nicht Spuren im eigenen Kopf
hinterlassen hat.
Der
Kommunismus ist ja bekanntlich das Einfache, das schwer zu machen ist.
Fangen wir mit dem Einfachen doch an!
Rote
Grüße
Günter |