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Vorbemerkung
zu „Weltrevolution
und Leninismus“:
DKP-Chef
Stehr wird eher uns alle in die (trotzkistische) IV. Internationale
treiben und keine Neuauflage der Komintern als Weltorganisation des
revolutionären Proletariats wollen
von
Gerd Höhne/3. Juli 2007
Wir
sind nicht mit allen Punkten des Textes des Genossen Lange
einverstanden. Vor allem seine Einschätzung des Weges der KP Chinas
teilen wir nicht.
Wir
meinen, er geht hier von falschen Voraussetzungen aus. So meint er,
der Nichtangriffspakt der UdSSR mit Nazideutschland habe – wie
auch die Politik der KP Chinas –
zu Irritationen unter Kommunisten geführt und sei dennoch
richtig gewesen. Ja sicher, war es das damals. Nachdem die Westmächte
mit ihrer Empeasment-Politik Hitler stark gemacht hatten, wollten
sie, dass sich Hitler gegen die UdSSR wendet. Der richtige Schritt
um Hitler vorübergehend von Angriff auf die SU abzuhalten, war
dieser Vertrag.
Aber
was hat das mit der Politik der KP Chinas zu tun? Droht China aktuell
von irgendeiner Seite eine militärische Intervention?
Auch
halten wir den Vergleich der Wirtschaftspolitik China mit der NEP
Ende der 20er Jahre in Sowjetrussland für unzulässig.
Russland
wollte – und musste – die Folgen der Interventionskriege und des
Bürgerkrieges überwinden und schnell für Verbesserungen der
Versorgung der Bevölkerung – vor allem mit Nahrungsmitteln –
sorgen. Dazu gestattete man Kleinproduzenten im bestimmten Rahmen
Profite zu machen.
In
China hingegen sind riesige Konzerne mit Kapital aus Nordamerika,
Europa, Taiwan, Honkong, Japan usw. entstanden, deren einziger Zweck
es ist, die enorm billigen Arbeitskräfte Chinas auszubeuten. Auch
garantiert der chinesische Staat für die Sicherheit der ausländischen
Investitionen. Solche Zustände waren nicht einmal in der späten SU
unter Gorbatschow möglich.
Der
chinesische Staat und dessen Sicherheitskräfte sorgen ferner dafür,
dass diese Menschen sich nicht gegen diese Ausbeutung zur Wehr
setzen können und ihre Möglichkeiten sich gewerkschaftlich – von
politisch ganz zu schweigen – zu organisieren, werden beschnitten
und unterdrückt.
Das
wäre so, als sei Sozialismus dazu da, um das Überleben der
Kapitalistenklasse zu ermöglichen. Ein Unding und absolut unsinnig.
Man muss das, was sich in China ereignet, so nennen, was es ist: die
Wiedereinführung von kapitalistischen Zuständen und damit des
Kapitalismus.
Wir
finden aber, dass dieser Beitrag, trotz dieser m.E. falschen
Folgerungen, richtige und wichtige Aspekte enthält, die lesenswert
sind und diskutiert werden müssen.
Vor
allem die Forderung nach dem Wiederaufleben der Komintern ist überlegenswert,
kann aber nicht zur Tagesaufgabe erklärt werden. Allerdings muss
– als Vorstufe hierzu – die internationale Zusammenarbeit der
Kommunistischen Parteien und Gruppen gefördert und voran getrieben
werden.
Solange
aber als Repräsentant der deutschen Kommunisten ein Heinz Stehr in
der Welt herum reist, ist das eine Illusion. Stehr wird eher – wie
seine politischen Liebesaffären mit den Trotzkisten zeigen – uns
alle in die (trotzkistische) IV. Internationale treiben wollen, als
dazu beizutragen, dass eine Neuauflage der Komintern als
Weltorganisation des revolutionären Proletariats zustande kommt.
Für
uns deutsche Kommunisten ist es zunächst einmal die Hauptaufgabe,
sich abgrenzend vom modernen Revisionismus aller Schattierungen,
zusammen zu tun und zu einer wirklichen Kommunistischen Partei zu
entwickeln.
Kommunisten-onlinie
fördert das und betrachtet es als seine wichtigste Aufgabe.
Gerd
Höhne
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Weltrevolution
und Leninismus
Von
Dr.Günther Lange/2.Juli 2007
Kürzlich
fand ich einen Artikel eines Genossen Sc.in einem kleinen Regionalblatt
der DKP, das im Übrigen eine überzeugende und fleißige Arbeit macht –
häufig nicht zur Freude des revisionistischen Parteivorstandes und dessen
lokale Schützenhilfen. Das redliche Bemühen des Genossen um das Erkennen
der Ursachen der Niederlage des Sozialismus in Europa ist anerkennenswert.
Es ist tatsächlich nötig, bei manchen unserer Genossen schon vor
Jahrzehnten erworbenes marxistisch-leninistisches Wissen wieder in
Erinnerung zu rufen, aufzufrischen und erneut darüber nachzudenken. Dabei
dürfen Marxisten – Leninisten natürlich objektive Gesetzmäßigkeiten
und objektive Ergebnisse der gesellschaftlich – historischen Entwicklung
nicht einfach so mir nichts dir nichts ignorieren.Gewollt oder ungewollt
(zwar unausgesprochen!) kommt der Genosse in seinem Artikel zu Trotzki,
mit dem sich bekanntlich Lenin 1915 und später zum gleichen Gegenstand
sehr bestimmt auseinander setzte.Das ist von grundsätzlicher Bedeutung
und deshalb einige Anmerkungen dazu!
Nach
Meinung dieses Genossen hätte nach der Marx’schen Theorie die
„Weltrevolution“ 1917 in den ökonomisch hochentwickelten USA beginnen
müssen und nicht im rückständigen Rußland.Der alte Engels
sagte:“......und wir Männer und
Frauen sind unglücklicherweise so stupide, dass wir nie den Mut zu einem
wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt aufbringen können, es sei denn,
wir werden dazu durch Leiden getrieben, die beinahe jedes Maß übersteigen“.(1)
Dieses Maß an Leiden jedoch war ohne jeden Zweifel im seinerzeitigen
Russland ungleich größer als in den USA.Und es kommt eine wichtige
notwendige Bedingung hinzu: In Russland gab es unter Lenins Führung seit
dem II.Parteitag der SDAPR – zunächst illegal – eine klar
marxistische Partei, der es gelang, sich auf der VI.Gesamtrussischen
Parteikonferenz 1912 (in Prag) von den Menschewiki zu trennen und sich zum
bewussten Vortrupp der revolutionären Bewegung zu profilieren.Eine solche
Partei gab es in den USA seinerzeit nicht.Diese Tatsachen sind absolut
unstrittig!
„In
Sachen Revolutionstheorie fallen also Marxismus und Leninismus
auseinander.“, ( so Genosse Sc.) Eine solche Sicht der Dinge ist m.E.zu
oberflächlich, willkürlich, mechanistisch! Man darf nicht vergessen:
Marx starb 1883, Engels starb 1895.In Anbetracht der konkret historischen
Bedingungen, die beide im letzten Viertel des 19.Jahrhunderts in Europa
erlebten und studierten, konnten sie durchaus zu der Auffassung gelangen,
dass sich sozialrevolutionäre Veränderungen in mehreren, vor allem in
den führenden kapitalistischen Ländern, so in Deutschland, Frankreich,
England, mit Abstrichen auch Italien u.a., etwa gleichzeitig vollziehen könnten.Die
revolutionäre Arbeiterbewegung hatte einen großen Aufschwung
genommen.Die revolutionäre Sozialdemokratie (z.B.in Deutschland) hatte
bedeutenden Masseneinfluß, bei den Reichstagswahlen 1898 gewann sie 27,1
Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen.Ab etwa 1896 vollzieht sich
mit dem stark zunehmenden Konzentrationsprozeß von Produktion und Kapital
der direkte Übergang zum Imperialismus.Neben dem damit verbundenen
Anwachsen und der Konzentration des Industrieproletariats in den neu
entstehenden Industriezentren, beschleunigt sich der Prozeß der
Proletarisierung kleinbürgerlicher Schichten und ihr Einströmen in die
Arbeiterbewegung, Auch die Erfolge der Sozialdemokratie im legalen Kampf,
unter anderem bei den Wahlen, nährten die Illusion von einer
friedlich-parlamentarischen Entwicklung hin zum Sozialismus.Die neuen
Erscheinungen in der Wirtschaft, so u.a.die Herausbildung von Kartellen
und Syndikaten, erforderten Antworten auf die Frage nach den Konsequenzen
für die praktische Politik der revolutionären Sozialdemokratie.Diese
werden aber z.T.gegeben unter Verkennung des Wesens des bestehenden ökonomischen
und politischen Systems.Bereits auf den Parteitagen 1892, 1894 und 1895
vertraten einzelne Delegierte opportunistische Auffassungen.Sich auf Marx
und Engels berufend hatte es insbesondere Bernstein übernommen, die
Elemente der Marx’schen Theorie zu eliminieren, die deren revolutionären
Gehalt bestimmen.(2) So bildete sich etwa 1896 bis 1898 in der
Arbeiterbewegung der Revisionismus als neue Richtung heraus.Heute sind mit
dem schnellen Anwachsen des Arbeitslosenheeres ähnliche Prozesse
unverkennbar.Das alles, gepaart mit den direkten wütenden Angriffen der bürgerlichen
Ideologie und Propaganda, führte zur nicht unbedeutenden Schwächung der
marxistisch revolutionären Kräfte und zu einer nicht nur für Europa so
dramatischen, grausamen Entwicklung, wie wir sie alle kennen und die Älteren
unter uns noch selbst erlebt haben.
Diese
Entwicklung zu Beginn des 20.Jahrhunderts erkannten natürlich auch die
Bolschewiki mit Lenin an der Spitze.Sie gingen zunächst doch zu Recht
davon aus, daß es z.B.auch in Deutschland zu einer revolutionären
Erhebung kommen würde.In den zwanziger Jahren vollzogen sich selbst in
den USA ähnliche Prozesse, wenn auch deutlich weniger ausgeprägt und
klar.Aber Russland war der Knotenpunkt aller Widersprüche des
Imperialismus.„Lenin hatte recht,
als er sagte, dass der Zarismus ein ‚militärisch-feudaler
Imperialismus’ sei.Der Zarismus war die Konzentration der ins Quadrat
erhobenen negativen Seiten des Imperialismus...Indessen stieg in Rußland
eine gewaltige Volksrevolution empor, an deren Spitze das revolutionärste
Proletariat der Welt stand, das einen so ernst zu nehmenden Verbündeten
besaß, wie die revolutionäre Bauernschaft Russlands.Bedarf es noch eines
Beweises, dass eine solche Revolution nicht auf halbem Wege stehenbleiben
konnte, dass sie im Falle ihres Erfolges weitergehen und das Banner der
Erhebung gegen den Imperialismus aufpflanzen musste?...., weil nur in Rußland
die reale Kraft vorhanden war, die die Widersprüche des Imperialismus auf
revolutionärem Wege zu lösen vermochte. Daraus folgt aber, dass die
Revolution in Rußland unvermeidlich zu einer proletarischen Revolution
werden musste, ... Die russischen Kommunisten konnten gar nicht anders
handeln, denn nur auf diesem Wege konnte man auf gewisse Veränderungen in
der internationalen Lage rechnen, die Rußland vor einer Restauration der
bürgerlichen Zustände sicherzustellen vermochten.“(3)
Für
Lenin war die revolutionäre Theorie – nach seinen eigenen Worten –
kein Dogma, sie würde erst in engem Zusammenhang mit der Praxis einer
wirklichen Massenbewegung und einer wirklich revolutionären Bewegung endgültige
Gestalt annehmen! So kam Lenin geradezu zwangsläufig zu der theoretischen
Erkenntnis, die er erstmals 1915 in seinem Artikel „Die Vereinigten
Staaten von Europa“ in der Schweizer Zeitung „Sozialdemokrat“
äußerte: Als selbständige Losung wäre „
...die Losung Vereinigte Staaten der Welt wohl kaum richtig, denn erstens
fällt sie mit dem Sozialismus zusammen, und zweitens könnte sie die
falsche Auffassung von der Unmöglichkeit des Sieges des Sozialismus in
einem Lande und eine falsche Auffassung von den Beziehungen eines solchen
Landes zu den übrigen entstehen lassen. Die Ungleichmäßigkeit der ökonomischen
und politischen Entwicklung ist ein unbedingtes Gesetz des Kapitalismus.
Hieraus folgt, dass der Sieg des Sozialismus zunächst in wenigen
kapitalistischen Ländern oder sogar in einem einzeln genommenen Lande möglich
ist.“(4) Nach dem Sieg der Oktoberrevolution hofften natürlich alle
Revolutionäre in Rußland, daß ihrem Beispiel die Arbeiter in anderen Ländern,
vor allem in Deutschland, folgen würden. Aber es trat ein, was weiter
oben schon beschrieben. Die Theorie von der „Weltrevolution“,
insbesondere Trotzkis These von der Unmöglichkeit des Sieges des
Sozialismus in einem Lande und der „permanenten Revolution“ verbargen
in Wahrheit unter revolutionärem Etikett eine Theorie der Kapitulation für
den Fall, daß die Weltrevolution nicht baldigst die russische Revolution
aus der Isolierung befreien würde. Diese Theorie war zugleich
abenteuerlich und defätistisch, auf jeden Fall konterrevolutionär. Der
Kampf gegen sie war deshalb ein Kampf, von dessen Ausgang die Existenz der
Sowjetmacht abhing.
Das
Politbüro der KPdSU (B) unter Stalins Führung war sich der mit der
praktischen Durchführung dieser Lenin’schen Theorie verbundenen enormen
und andauernden Gefahr ständig bewusst! Stalin hat in dieser Frage – im
Gegensatz zu seinen Nachfolgern – niemals auch nur den leisesten Zweifel
daran zugelassen. Im Zusammenhang mit der sozialistischen
Industriealisierung der UdSSR sagte Stalin im Februar 1931: „Wir
sind hinter den fortgeschrittenen Ländern um 50 bis 100 Jahre zurückgeblieben.
Wir müssen diese Distanz in zehn Jahren durchlaufen. Entweder bringen wir
das zuwege, oder wir werden zermalmt.“(5) Zehn Jahre später unternahm
bekanntlich der deutsche Imperialismus diesen Versuch, zunächst mit
nachweislich wohlwollender Duldung durch die imperialistischen späteren
Koalitionspartner der SU in der Antihitlerkoalition – durchaus klassenmäßige
klassische imperialistische Politik! (Ausführlich hierzu siehe
„offensiv“ – Hefte Nr.12/2003; Nr.5/2004 und Nr.8/2004 von Ulrich
Huar). Historische Wahrheit aber sind die Überwindung geradezu
unglaublich schwerer existentieller Gefahren für den Sowjetstaat, der große
Sieg der Roten Armee über den deutschen Faschismus und die wahrhaft
gigantischen Leistungen der Sowjetvölker auch auf dem Gebiet der Ökonomie!!
(Was führende Spitzenpolitiker der ehemaligen kapitalistischen Verbündeten
– sogar Churchill!! – anerkennen mußten und auch ausgesprochen
haben.)
Nun
lässt Genosse Schreiber in seinem Artikel anklingen, daß die ökonomische
Schwäche des Sozialismus und der Antagonismus zwischen Sozialismus und
Kapitalismus hauptursächlich zur Niederlage des Sozialismus in Europa geführt
hätten und „daß der Kapitalismus niemals zulassen wird, daß jemand über ihn
hinauswächst.“ Es ist wohl wahr, daß es kein, auch kein
kriegerisches Verbrechen gibt, das Imperialisten im Interesse ihrer
Machterhaltung, d.h. der Profitsicherung und –maximierung nicht begehen
würden. Das ist ja gewissermaßen eine Uralterkenntnis, und die Gegenwart
ist dafür überzeugend genug. Aber viele Jahrzehnte hing und hängt das
auch heute nicht allein von ihnen ab. Natürlich war der so genannte
NATO-Doppelbeschluß von 1980 für die sozialistischen Länder sehr
belastend. Aber die entscheidende Bedingung war doch, daß er auf schon
verheerende politische Wirkungen des Revisionismus traf (siehe hierzu
„offen-siv“Nr.2/2005, S.54/55 u.S 92-94), der durch die Geheimrede
Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 einen bedeutenden
folgenschweren Aufschwung erhalten hatte.(Übrigens waren es die
chinesischen und indischen Kommunisten, die sich als erste sehr eindeutig
und entschieden gegen die darin enthaltene grobe Diffamierung und
Verunglimpfung Stalins wendeten!)
Wie würde die Welt wohl heute aussehen, wenn es nicht infolge des
revisionistischen Verhaltens Chrustschows und seiner Nachfolger zum Zerwürfnis
zwischen der SU und der VR China gekommen wäre, sondern beide Parteien
und Länder i.S. des proletarischen Internationalismus und des
Lenin’schen Erbes kameradschaftlich zusammengearbeitet und gegen den
gemeinsamen Klassenfeind gekämpft hätten!? Aber das soll hier nicht
Gegenstand sein.
Folgt
man Genossen Sc., so wären die Interventionskriege der Entente gegen
Sowjetrußland (14 imperialistische Staaten!!!) im Bündnis mit der inländischen
Konterrevolution für die kapitalistischen Staaten lediglich ein
„Spielerchen“ gewesen, abgesehen davon, daß diese Intervention
begleitet war mit empfindlichen wirtschaftlichen Sanktionen und
diplomatischer Erpressung gegenüber der SU. Mit etwas detaillierter
Geschichtskenntnis sollte man sich als Kommunist solche Oberflächlichkeit
ersparen
Aber
zurück zur angeblichen „systemimmanenten Ineffizienz“ der
sozialistischen Gesellschaft und ihrer Wirtschaft. Solche Behauptungen
treffen schlicht nicht zu, sie sind Teil einer antikommunistischen und
revisionistischen Propaganda. Ökonomische Fakten sprechen eindeutig
dagegen, und bei deren Studium begreift man schnell, daß primär
politische Entscheidungen, die das Abweichen vom Marxismus-Leninismus
signalisierten, die Wirtschaft negativ beeinflussten. Dennoch betrug der
Anteil der sozialistischen Staaten an der Weltindustrieproduktion noch
1985(!) 40 Prozent. Die Sowjetunion hatte nicht nur in der Vorkriegszeit
seit 1927 durchgängig zweistellige Zuwachsraten der Produktion, mit denen
das Land in den folgenden 14 Jahren in einem Tempo industrialisiert wurde,
wozu Staaten wie Großbritannien, die USA, Deutschland und Frankreich über
100 Jahre gebraucht haben, sondern auch während vieler Jahre der
Nachkriegszeit. Noch nie in der neueren Geschichte der Menschheit wurden
in einem Staat 10 000 industrielle Großbetriebe in 14 Jahren errichtet.
In der SU geschah das im Zeitraum von 1927 bis 1940. Die Kriegsfolgen
wurden 1944 – 1950 mit jährlichen Produktionszuwachsraten zwischen 15
– 20 Prozent überwunden. Das gesellschaftliche Gesamtprodukt stieg in
der Sowjetunion 1950 gegenüber 1945 um 80 Prozent an, die
Industrieproduktion um 85 Prozent. Dabei hatte die SU nach neuesten
offiziellen Zahlen im 2.Weltkrieg 27.000 000 Todesopfer infolge
Kriegseinwirkung, die USA dagegen 318 000 Tote aus gleichen Gründen. Die
faschistische deutsche Wehrmacht hatte im europäischen Teil der
Sowjetunion nichts als verbrannte Erde zurückgelassen..
Zuwächse
gab es auch in allen folgenden Jahren bis 1990, allerdings seit etwa 1980
sich zunehmend verringernd. Die Produktionszuwächse waren zudem in fast
allen diesen Jahren immer noch höher als in den entwickelten
kapitalistischen Staaten. Es gab vor der Gorbatschow – Jelzin – Zeit
in der UdSSR nur zwei Jahre, nämlich die Kriegsjahre 1941 und 1942, in
denen die Produktion gesunken ist. Allerdings das was Gorbatschow
Perestroika und Glasnost nannte führte dann schnell zu einem
katastrophalen Schrumpfungsprozess, zum völligen ökonomischen
Zusammenbruch der Sowjetunion, des ehedem zweitgrößten Industriestaates
der Welt (siehe hierzu aktuell und sehr anschaulich in „junge Welt“
v.14.02.05: „Putins Sozialreformen“).
Die
Unsinnigkeit der Behauptung, die SU sei in aller erster Linie ökonomisch
gegenüber einer wirtschaftlich überlegenen Gesellschaftsordnung, genannt
Kapitalismus und Marktwirtschaft, gescheitert, lässt sich anhand
einfacher Wirtschaftsdaten widerlegen, die auch veranschaulichen, daß es
für die Sowjetunion und andere sozialistische Staaten zu einem
„Aufgeben“, zu einer Kapitulation im Systemwettbewerb mit dem
Kapitalismus nicht den geringsten Grund gab, von der Militärmacht wollen
wir schon gar nicht reden!
Das
Bruttosozialprodukt je Kopf der Bevölkerung stieg in der UdSSR von 1950
bis 1980 um das 2,3fache, in den übrigen sozialistischen Ländern um das
2,1fache, in den USA um das 1,8fache.
Es
stiegen in der UdSSR(1940 = 1) das produzierte Nationaleinkommen von 0,8
(1945) auf 16,8 (1985) und die Investitionen von 0,9 (1945) auf 24,0
(1985).
| Nationaleinkommen
im Ländervergleich (1960 = 1): |
| |
1970 |
1980 |
1985 |
| UdSSR |
2 |
3,2 |
3,0 |
| USA
|
1,5 |
2 |
2,2 |
| DDR |
1,5 |
2,4 |
3 |
| Nationaleinkommen
je Kopf der Bevölkerung (1960 =1): |
| UdSSR |
1,8 |
2,6 |
3 |
| USA
|
1,3 |
1,6 |
1,7 |
| DDR |
1,5 |
2,5 |
3,1 |
| Wachstumstempo
Industrieproduktion (1960 = 1): |
| UdSSR |
2,3 |
4,0 |
4,8 |
|
USA
|
1,6 |
2,2 |
2,6 |
| DDR
|
1,8 |
3,2 |
3,9 |
In
der Sowjetunion erhöhte sich die Produktion in der Industrie z.B.1969
gegenüber 1928 um das 14fache. 1985 – es war das Jahr, in dem
Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde – war das gesellschaftliche
Gesamtprodukt gegenüber 1940 um das 16fache, die Industrieproduktion um
das 25fache und die Arbeitsproduktivität um das 12,6fache gewachsen.
Perspektivisch war also – wenn man so will – absehbar, wann sich in
den sozialistischen Staaten ein z.B. gegenüber den USA höherer
„Lebensstandart“, gemessen nach dem Konsum materieller Güter
je Kopf der Bevölkerung, herausgebildet hätte, wobei zu berücksichtigen
ist, daß in sozialistischen Staaten der Konsum nicht nur für die
Besserverdienenden, sondern für die gesamte Bevölkerung anstieg und ein
mindestens gleichrangiges Ziel der sozialistischen Produktion die
nichtproduktive gesellschaftliche Konsumtion ist, die das allgemeine
Lebensniveau jedes einzelnen wesentlich mitbestimmte. Vielen ehemaligen
DDR-Bürgern ist in den letzten Jahren wohl
klargeworden, was sie in den letzten 17 Jahren verloren haben.„
...so gab es nach dem Zusammenbruch des
Ostblocks kein Halten mehr. Nicht mehr von Menschen war die Rede, sondern
nur noch von Marktpreisen und Kosten.“ (Oskar Lafontaine: „Die Wut
wächst“, S.37) Unter der Kennedy-Regierung wurde 1963 eine offizielle
Prognose erarbeitet, nach der im Jahre 2000 das Bruttoinlandsprodukt in
der Sowjetunion doppelt so hoch sein würde wie in den USA. Das löste
damals in den Führungsstäben der US-Regierung gemeinsam mit dem
Sputnikschock regelrecht Panik aus!
Auch
im Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts lag die UdSSR in den 80er Jahren vor
allen anderen kapitalistischen Staaten, mit Ausnahme Japans. Die VR China
überflügelte bei dieser Kennziffer sogar Japan, das sich in den 80er
Jahren bekanntlich auf einem wirtschaftlichen Höhenflug befand (6).
Unter
Gorbatschow begann man aber damit, die tatsächliche und potentielle
Wirtschaftskraft der Sowjetunion herunterzureden, und das in einer Zeit,
da der Kapitalismus mit Stagnations- und Rezessionserscheinungen erkennbar
in ein neues Krisenstadium eintrat, als die Massenarbeitslosigkeit, die Währungsinstabilität,
das Massenelend neue Dimensionen anzunehmen begannen.
Interessant
ist, daß Gorbatschow, Jakowlew u.a. Revisionisten mit Zahlen, die nur
eine Verlangsamung von Produktionszuwächsen zeigten, bereits die
Ineffizienz der sozialistischen Planwirtschaft beweisen wollten, wobei sie
bewusst von oben alle Anstrengungen unternahmen, um die Produktions- und
Produktivitätssteigerungen weiter zu verlangsamen und sogar zu
sabotieren. Daß sie dabei offenbar Erfolg hatten, zeigt die Entwicklung
der Arbeitsproduktivität 1976 bis 1990 in Prozent: 1976-1980 = 3,3
Prozent; 1981-1985 = 2,6 Prozent; 1985-1990 = 1,5 (!!) Prozent. Im Jahre
1999 offenbarte sich Gorbatschow in einer Rede in der Amerikanischen
Universität von Ankara dann endgültig: „Mein
Lebensziel war die Zerschlagung des Kommunismus, ......In dieser Haltung
hat mich meine Frau unterstützt und bestärkt...Ich musste die gesamte Führung
der KPdSU und der UdSSR entfernen. Ich musste auch die Führung in allen
sozialistischen Staaten beseitigen.......Es besteht hier jedoch eine große
Belastung, die den Weg zu Frieden und Wohlstand der Menschen bremsen wird.
Das ist der Kommunismus in China.....„(7) Dieser Bandit
brauchte gar keine Diplomatie mehr! (Leseempfehlung: „Katastrojka“ v.
Alexander Sinowjew, Kyrill & Method Verlag München 1991 –
Rezension: RotFuchs Oktober 2001, S.15)
In
der Volksrepublik China hat sich das Bruttoinlandsprodukt je Kopf der Bevölkerung
von 1980 – 1996 um das Zehnfache, in den USA im gleichen Zeitraum nur um
das 2,2fache erhöht. In der Zeit von 1979 bis 1997 wuchs das
Bruttoinlandsprodukt in der VR China jährlich durchschnittlich um 9,8 %.
Die Industrieproduktion der VR China stieg z.B.1997 gegenüber 1996 zu
vergleichbaren Preisen um 11,1 %.Die Industrieproduktion wuchs
jahresdurchschnittlich seit 1980 jährlich um 10 %. Die Drecksarbeit der
Herren Gorbatschow und Jelzin sowie einiger Führer in anderen
sozialistischen Staaten fand in der VR China keine Nachahmer. Die ökonomische
Politik der Führung der KP Chinas ist unter Kommunisten bekanntlich nicht
unumstritten. So heißt es z.B.in den Thesen des Zentralkomitees der
Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) zum 17.Parteitag, der vom
9.-12.Februar 2005 stattfand, im Zusammenhang mit der „Politik der Öffnung“
der chinesischen Führung: „Das Entstehen von ausbeuterischen sozialen Kräften und ihre Präsenz
in den politischen Ausdrucksformen der chinesischen Gesellschaft stellen
eine Gefahr nicht nur für die Interessen des chinesischen Volkes, sondern
auch für seine Rolle in der internationalen antiimperialistischen
Bewegung dar.“
Hier
sei aber auch an den Nichtangriffspakt zwischen der SU und dem
faschistischen Deutschland erinnert, der in der kommunistischen Bewegung
zu Irritationen führte, aber für den Erhalt der Sowjetunion und für
ihren Sieg über die faschistische Wehrmacht, für den Fortbestand des
Sozialismus eine wesentliche, politisch richtige Entscheidung war!
Andererseits ist es aber wohl für Kommunisten nicht zu
rechtfertigen, die offiziellen Verlautbarungen der Führung der KP Chinas
einfach zu ignorieren: Die chinesische KP hat die Niederlage des
Sozialismus in der UdSSR und den osteuropäischen Ländern als
folgenschwere Niederlage des Sozialismus eingeschätzt, aber nicht als die Niederlage des Sozialismus angesehen. Die Position der KP
Chinas besteht darin, daß die 1978 eingeleitete Politik der Reformen und
der Öffnung in China auf die Vervollkommnung der wirtschaftlichen und
politischen Strukturen des Sozialismus ausgerichtet ist, nicht auf seine
Beseitigung. China befinde sich. am Anfang der sozialistischen
Entwicklung, aber nicht auf dem Weg weg vom Sozialismus! Am Ende der
Kulturrevolution traten auch in China Meinungen auf, den sozialistischen
Weg zu verlassen. Jiang Zemin, damals Generalsekretär des ZK der KP
Chinas, sprach in seiner Rede auf dem XV.Parteitag der KP Chinas 1997 von
dem „irrigen Ansinnen, daß wir
das Grundsystem des Sozialismus aufgeben sollten. Die KP Chinas hat sich
entschieden, trotz der großen Fehler und der sich daraus ergebenden
negativen Folgen, am sozialistischen Weg festzuhalten.“(8) Im
Bericht des ZK an den XVI. Parteitag heißt es: „Ende der 80er Jahre und Anfand der 90er Jahre des 20.Jahrhunderts
ereigneten sich in China schwere politische Zwischenfälle, in Osteuropa
erfolgte ein Umbruch, die UdSSR zerfiel, der Weltsozialismus erfuhr
ernsthafte Erschütterungen, die Entwicklung der Sache des Sozialismus in
unserem Lande war mit größten Schwierigkeiten und Druck konfrontiert. In
diesem bedeutenden kritischen historischen Moment, der über die Zukunft
und das Schicksal der Partei und des Staates entschied, hat das ZK der
Partei, gestützt auf alle Genossen der Partei und alle Nationalitäten
des Volkes .....die große Sache des Sozialismus chinesischer Prägung
verteidigt.“(9) Deng Xiaoping erklärte zu Beginn der 90er Jahre zur
chinesischen Politik nach der Niederlage des Sozialismus in der UdSSR und
in Osteuropa: China müsse mit seinen Vorzügen nicht prahlen, bescheiden
arbeiten, sich nicht mit hoch erhobener Flagge an die Spitze stellen. Nur
wenn der Sozialismus in China nicht fällt, wird der Sozialismus in der
Welt künftig bestehen. Und weiter äußerte er: Wenn Mitte des nächsten
Jahrhunderts China wirklich entwickelt ist, dann hat es nicht nur der
dritten Welt mit drei Vierteln der Weltbevölkerung einen Weg geöffnet;
was noch wichtiger ist, es hat der Menschheit aufgezeigt, daß der
Sozialismus der einzig gangbare Weg ist, daß der Sozialismus dem
Kapitalismus überlegen ist.(9).Im Parteiprogramm der KP Chinas heißt es:
“Unser Land befindet sich in der
Anfangsetappe des Sozialismus. Das ist ein historischer Abschnitt, der
beim sozialistischen Aufbau und der Modernisierung in dem wirtschaftlich
und kulturell rückständigen China nicht übersprungen werden kann. Dafür
ist ein Zeitraum von über hundert Jahren erforderlich. Beim Aufbau des
Sozialismus in unserem Lande muß man von der Situation in unserem Lande
ausgehen, wir müssen den Weg des Sozialismus chinesischer Prägung
gehen“.
Natürlich
sind die zugänglichen konkreten Informationen über die Entwicklung in
China z.Zt. zu spärlich, die bürgerlichen Medien tun das Ihrige, um
Verwirrung in den Köpfen zu stiften, und ich maße mir nicht an,
definitive Aussagen machen zu können. Jawohl, die Politik der KP Chinas
gibt den Kommunisten – wie ich glaube in aller Welt – Rätsel auf. Man
hat nirgendwo von Bemühungen der Kommunisten Chinas gehört,
Bruderparteien bzw. deren Führungen über Strategie und Taktik ihrer
Politik aufzuklären. Natürlich kenne ich auch die Haltung der
griechischen Kommunisten (KKE) zu dem ‚chinesischen Weg’. Und der
Artikel „China: 53.000 Arbeitssklaven“ (junge Welt v.26.06.07, S.9)
kann schon nachdenklich stimmen und macht die Sache nicht einfacher!
Wohlgemerkt: Wir sprechen über eine kommunistische Partei und
ihre Politik. Meines Erachtens sollte man jedoch bei allen Urteilen China
und seine KP betreffend folgender grundsätzlicher Tatsachen eingedenk
sein:
1.China
ist ein Land von gigantischer territorialer Ausdehnung (9 600 000
Qudratkilometer,
weit über
1,1 Mrd.Einwohner), entspricht nahezu ganz Europa!
(Infrastrukturprobleme !!!)
2.Die
bei uns weitgehend unbekannte jüngere Geschichte Chinas – etwa seit
Anfang des 19.
Jahrhunderts, insbesondere des
20.Jahrhunderts.
3.Die
Kultur dieses Riesenlandes.
Andererseits
– ist es denn wirklich so abwegig, hinsichtlich der ökonomischen
Politik der chinesischen Führung eingedenk der „vier Grundprinzipien“
der Politik der Reformen und der Öffnung nach außen (siehe „RotFuchs“
März 2005, S.23) von einer Art „NÖP“ zu sprechen, natürlich
konsequent den konkret historischen Bedingungen, insbesondere dem modernen
Entwicklungsstand der Produktivkräfte entsprechend?! Zu den o.g. vier
Grundprinzipien gehört auch das Festhalten an der Diktatur des
Proletariats in ihrer chinesischen Form! Und deshalb darf man sich an
dieser Stelle durchaus der Worte Lenins und Stalins erinnern: „Die NÖP ist die Politik der proletarischen Diktatur, die gerichtet ist
auf die letztendliche Überwindung der kapitalistischen Elemente und den
Aufbau des Sozialismus durch Ausnutzung des Marktes, vermittels des
Marktes“ (Stalin Werke Bd.11, S.128 Hervorhg.: Dr.L). Dabei darf man
die Dialektik von Wesen und Erscheinung nicht vernachlässigen! Mit der
Einordnung der VR China in die „Achse des Bösen“ durch die
Bush-Banditen trifft heute doch auch für sie zu, was Stalin im Februar
1931 für die SU feststellte (s.o.)
Was
die aktuelle ökonomische Entwicklung in der VR China betrifft, so wollen
wir ausnahmsweise `mal dem „Spiegel“ das Wort überlassen! „Der
Spiegel“ titelte auf seinem Heft Nr.42 v.11.10.04 eine Serie über China
mit dem Aufmacher: „CHINA Geburt einer Weltmacht“. Ich zitiere
ausschließlich aus einem Artikel „Der Sprung des Drachen“ S.110-121:
<<China
über alles: Kaum ein Staat hat solche Wachstumsraten, keiner lockt so
viele Investoren an, keiner baut so schnell wie die „Fabrik der
Welt“.Schon in drei Jahrzehnten könnte die Volksrepublik
Wirtschaftsmacht Nummer eins werden.......Wird Peking zum größten
Gegenspieler Washingtons? ......(S.111) ......
Noch
nie in der Geschichte wurden in irgendeinem Staat so viele Menschen so
schnell aus der Armut in ein menschenwürdiges Leben katapultiert wie in
China nach den 1978 in die Wege geleiteten Wirtschaftsreformen – geschätzte
400 Millionen.
Pekings
Volkswirtschaft ist nach Kaufkraftparität bereits an Japan und
Deutschland vorbeigezogen, Vizeweltmeister nach den USA – und sollte
nach Meinung der Experten von der Investmentbank Goldman Sachs spätestens
im Jahr 2040 die Nummer eins sein.China ist der Staat, der 2003 mit gut 53
Milliarden Dollar weit vor den USA am meisten Direktinvestitionen anlockt;
......
Und
der Transfer ist keine Einbahnstraße: China verfügte Ende vergangenen
Jahres nach Japan mit 403 Milliarden Dollar über die größten
Devisenreserven, steckt enorme Summen in Staatsanleihen und Unternehmen
der USA – nur mit chinesischer Hilfe können die Amerikaner permanent über
ihre Verhältnisse leben, werden die US-Anleihezinsen gedrückt, bleibt
der Dollar stabil.......(S.112) ......
Wirtschaftswachstum
2004 gegenüber 2003:
China
9,0 %; Rußland 6,5 %; Indien 6,4 %; USA 4,7 %; Großbritannien 3,1 %;
Japan 3,0 %; Frankreich 2,0 %; Deutschland 1,1 % .(S.112)
Militärausgaben
in Mrd.Dollar 2003: USA 417,4 (!!!); Großbritannien 37,1; Frankreich
35,0; China 32,8; Deutschland 27,2; Rußland 13,0; Indien 12,4.(S.113)
......
„Wenn
China erwacht, erbebt die Welt“, hat Napoleon Bonaparte einmal
gesagt.Heute sieht der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger die
Prophezeiung erfüllt: Eine dramatische Verlagerung der internationalen
Politik spiele sich vor unseren Augen ab, meint er – „das
Gravitationszentrum der Politik verschiebt sich in den pazifischen
Raum“, und vornedran China.......Die „New York Times“ rief – nach
dem vergangenen amerikanischen Jahrhundert – im Juli 2004 schon das neue
„chinesische Jahrhundert“ aus: „Das Land hat sich verändert, nun
verändert es die Welt.“ ......(S.115) ......>>
Aber
wo Kommunisten das Land regieren, die dazu noch bei der Diktatur des
Proletariats bleiben wollen, muß man, neben der Beschreibung einer Reihe
anderer Mängel, insbesondere doch die so genannten
„Demokratiedefizite“ einklagen: << Demokratie wie in den
westlichen Ländern sei für China eine „Sackgasse“, sagt Staatspräsident
Hu, der seit Mitte September auch oberster Militärchef des Landes ist und
damit zumindest theoretisch die Machtfülle besitzt, die Verhältnisse zu
ändern. Doch wahre Mitbestimmung des Volkes fürchtet die KP wie der
Teufel das Weihwasser.>>
Die
chinesischen Kommunisten sind sich offenbar ihrer welthistorischen
Verantwortung bewusst, und wir wünschen ihnen, daß die
Marxisten-Leninisten sich jederzeit eines revisionistischen Angriffs, der
Gefahr einer Konterrevolution entschlossen zu erwehren wissen.
Wir
waren ja von der systemimmanenten Ineffizienz der Wirtschaft im
Sozialismus ausgegangen – wo ist sie denn nun geblieben!? Aber der
Klassenantagonismus wird bleiben, mit ihm erbitterte Klassenkämpfe, in
denen sich die Gegner des Sozialismus/Kommunismus auch immer des
Revisionismus/Reformismus bedienen werden. Und natürlich muß man –
insbesondere heute – diesem Klassengegner auch vereint international mit
den richtigen Verbündeten entgegentreten. Dazu hat die Griechische
Kommunistische Partei (KKE) auf ihrem 17.Parteitag einen wichtigen
Vorschlag gemacht: Die Schaffung einer neuen Kommunistischen
Internationale! Das ist m.E. aktuelle historisch notwendige Aufgabe aller
Kommunisten!
Dr.Günther
Lange
zitiert
nach „Das zweite Jahrtausend“ Streiflichter Verlag Neues Deutschland
1999, S.108
Dr.Hans-Günter
Szalkiewicz: „Bernsteins Theorie der revolutionären Versumpfung“ in
‚Rote Kalenderblätter` Januar 2005, S.6
Stalin:
„Fragen des Leninismus“ Dietz Verlag Berlin 1951, S:15/16
Lenin
Werke Bd.21, Berlin 1960, S.345
Kurzer
Lehrgang der Geschichte der KPdSU, S.425
Eine
Fülle weiterer Wirtschaftsdaten im Ländervergleich siehe
‚Schriftenreihe der KPD´ Heft
Nr.48, März 1999
Zitiert
nach „Auferstanden aus Ruinen“ Protokollband, Hrsg.Zeitschrift
offen-siv, Januar 2000, S.194
Beijing
Rundschau Nr.40/1997 – zitiert aus „China 2003“
Rolf
Berthold: „China 2003“ Marxistische Blätter Flugschrift Nr.13, Essen
2003, S.52
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