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Kritik
am revisionistischen Kurs der DKP-Führung aus der DKP heraus
1.
Februar 2008
„Das,
was die DKP derzeit bietet, ist lediglich ein schwammiges Etwas aus
inkonsequenter Führung, beschissenen Positionen (Irakische KP!),
Volksferne (Lokführer!) autoritärem Diskussionsstil (s.o.!) und dümmlichem
Geschreibsel (siehe Stehr, Steigerwald, viele andere, nicht aber
Gossweiler und Holz!)
Und nu? Bleibe ich drin? Wenn ja, warum?“
Nachfolgend
bringen wir einen Brief, den ein DKP-Mitglied an ein anderes
geschrieben hat. Eine Kopie wurde an den Parteivorstand der DKP
geschickt. Der aber hielt es nicht für nötig, aber auch nur
den Empfang zu bestätigen. Wir bringen diesen Text, weil wir
meinen, dass er die Stimmung widergibt, die in Teilen der DKP
herrscht.
Der Rote Webmaster |
1.
Brief von M. an U.:
Hey
U.,
heute
war aus’m PC per Post, da Du ja leider fernab spannender Diskussionen
bist. Eine super Seite heißt http://www.kommunisten-online.de/neu.htm,
vom Genossen Ackermann aus Duisburg, Ex-KPD/ML, weiteres zu ihm unten.
Dem habe ich im Zuge der Revisionismus-Diskussion ne Mail geschrieben,
und das Ganze hat sich jetzt so schräg entwickelt, dass ich WIRKLICH
schon wieder an unserer Partei SEHR zweifle. Wenn Du Lust hast, lies
doch mal den ganzen Kram und sag mir, ob Du und ich KOMMUNISTEN IN
IRGENDEINER PARTEI sind oder ob DIE DKP EINE KOMMUNISTISCHE PARTEI
ist...
Auslöser
war ne Mail von mir an Ackermann, die den dummen langen Artikel von
Steigerwald betraf, genauer, den Verriss des Artikels durch Ackermann.
Zum Verriss schrieb ich:
Lieber
Günter,
es
ist absolut interessant, was Du aus eigenem Erlebten schreiben kannst,
denn es gehört zu dem, was mein persönliches „Missing Link“
ausmacht, gehört also zum Füllstoff meiner Baustelle „Geschichte“.
Ich denke, dass ich unter denjenigen in der BRD, die sich als
Kommunisten verstehen, nicht der einzige bin, dem solche Berichte bzw.
Kenntnisse fehlen bzw. guttun. Denn als ich jünger war und auch schon
Mitglied der komm. Bewegung (auch damals DKP), kreiste diese Partei sehr
stark um sich und die Verteidigung des Ost-Sozialismus und war
dabei stets bemüht zu erklären, warum welche Dinge „drüben“ wie
abliefen. Deutlich war aber immer die Unfähigkeit zur Kritik, die ich
nicht verwechseln möchte mit prinzipieller Unterstützung – letztere
finde ich angemessen, aber sie darf eben nicht zur Kritikunfähigkeit führen.
Denn Kritik hat es auch untereinander – also unter Genossen hüben und
drüben – (z.B. bei Delegationen) für mich wahrnehmbar erst ab
den sehr
späten Achtzigern gegeben.
Dementsprechend
war auch das Verhältnis zu anderen sich als kommunistisch verstehenden
Parteien bzw. Organisationen in der Regel ausgrenzend-diffamierend
(O-Ton meiner Erinnerung: „...objektiv im Sinne des Klassengegners
handelnd“, oder „Spalter“) bis überheblich – immerhin war die
DKP „die stärkste der Partei'n“, also derjenigen Parteien, welche
sie ignorierte oder politisch zu bekämpfen müssen glaubte. Diese
Haltung fand ( / findet? Keine Ahnung, ich hocke hier allein vor
Ort... ) sich auch stark in innerparteilichen Auseinandersetzungen
wieder, was dazu führte, dass ein m.E. stark administratives Vorgehen häufig
Diskussionen deckelte, die interessant zu werden versprachen.
Wenn
heute also Steigerwald – und das trotz Eurer beider persönlichen
Geschichte – Dir seinen Artikel vorab überlässt, spiegelt dies auch
etwas wieder; nämlich den Umstand, nicht mehr drumherum zu kommen,
angesichts eigener ideologischer Defensive in die Diskussion mit anderen
eintreten zu müssen - oder weshalb sollte er dies sonst tun? Er ist ja
noch immer nicht Dein „politischer Freund“, ebenso wenig wie der
Kurt Gossweilers, HHHs oder anderer als „stalinistisch“
bezeichneter Persönlichkeiten, deren Ausführungen z.B. ich (als
DKP-Mitglied!) viel interessanter finde als eben die Herrn Steigerwalds.
Sein Verhalten bedeutet, dass die DKP, wie angedeutet,
ideologisch in der Defensive sein muss, was ja auch angesichts des
parteiverwirrenden rechts-links-Programms kein Wunder ist.
Warum
schreibe ich dies alles? Mir hilft es, wenn Genossen, die mehr erlebt
haben als ich, Erfahrungen weitergeben – so wie Du dies gerade tust.
Eben weil es auch nicht mehr viele für mich wahrnehmbare Noch-Aktive
der 70er gibt, die nicht in der DKP oder SED waren, ist es wichtig, dass
sie (also Du!) öffentlich machen, was sie erlebt haben. Und das muss
ohne Voreingenommenheiten in den aktuellen Diskussionsprozess mit
einfließen.
Der
Schluss betrifft auch DKPler/Ex-SEDler: Für mich sind diejenigen, die ohne
Tricks und mit
Eingeständnissen eigener Fehler und somit ehrlich versuchen, aus der
Niederlagen-Analyse heraus die kommunistische Bewegung unseres Landes
wieder auf die Beine und an die Spitze der Demo zu stellen (ohne auf
„ihre“ spezielle Partei bzw. Fraktion zu achten) der Kern dessen,
was ich will: die neue
KPD.
Rote
Grüße, M. |
|
2.
Leserbrief von M. K. an Günter Ackermann
Lieber
Günter,
ich
las deine Artikel zu Steigerwalds Beiträgen in der JW mit großem
Interesse. Sie waren eine sehr gute Ergänzung zu den Antworten von HHH.
Es
war für mich erstmal sehr überraschend, dass sich ein Vertreter –
und in Deutschland wohl der bekannteste – Vertreter des modernen
Revisionismus zu Wort meldete und die antirevisionistischen Inhalte
angriff. Endlich mal einer, der sich mit unseren Positionen
auseinandersetzt, dachte ich.
Umso
weniger überraschte mich aber die endgültige Reaktion vom Genossen
Steigerwald. Nach dem du, aber auch andere wohl seine inhaltlichen
Positionen gründlich widerlegt und ad absurdum geführt haben, spielte
Genosse Steigerwald auf beleidigte Leberwurst. Sicher wurde nicht an
Polemik gespart, aber gleich von Hetze zu sprechen oder wir würden ihn
als Feind ansehen, ist dann doch derbe übertrieben. Wenn er von
politischer Dummheit und von einer Liste des geballten Spätmaoismus
redet, dann müsste es für ihn doch ein Leichtes sein uns zu
widerlegen? Aber statt uns mit seinem großen Detailwissen zum
Nachdenken zu bewegen, kommt nix. Fehlanzeige! Ich hielt den Steigerwald
eigentlich – trotz meiner Differenzen zu seinen politischen Ansichten
– für einen gestandenen Mann, der mal zugibt, dass er unrecht hat
oder nicht weiter weiß. Jedoch verharrt er – trotz aller
Gegenargumente – stur auf seinen Positionen, unabhängig davon ob sie
stimmen oder nicht. Ist das nicht Dogmatismus, den er uns
„Stalinisten“ vorwirft?
Steigerwald
hat sich hier ein Eigentor geschossen. Er hat – auf eine völlig ungünstige
Weise – seine Schwäche beweisen, indem er jegliche Diskussion
abbricht. Als Wissenschaftler (Kommunisten sind ja nun mal
Wissenschaftler) müsste seine Reaktion anders sein: würde er nicht
weiterwissen, hätte er sich zwar von uns nicht überzeugen lassen, aber
hätte auch zugegeben, dass er da nicht weiterweiß und er vielleicht
Zeit bräuchte um eventuelle Gegenbeweise zu finden. Davon ist aber
nicht die Rede und genau das ist politische (und wissenschaftliche)
Dummheit.
Damit
hat aber Steigerwald die Schwächen des Revisionismus bewiesen und deren
Schwäche ist unsere Stärke, eine Stärke die wir unbedingt nutzen
sollten.
Revisionisten
in der DKP – und auch anders wo – verallgemeinern, moralisieren,
philosophieren, betreiben Arschkriecherei usw. es fehlt aber an klaren
kommunistischen Standpunkten. Bei dem Gesülze was da verbreitet wird, dürfen
wir uns nicht wundern, weshalb die kommunistische Bewegung so schwach
ist.
Das
Ganze wurde noch „geschmückt“ von der DKP-offiziellen Reaktion auf
den Artikel Renate Münders in der jw im Sommer (Quelle: http://www.tundp.info/) |
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3.
Stellungnahme des Sekretariats des Parteivorstandes der DKP
zu Artikeln von Renate Münder in der „jungen Welt" (7. und 8.
August 2007)
Die
DKP hat nach dem Pressefest der UZ – Fest der Solidarität und nach
dem Wirken in außerparlamentarischen Bewegungen wie in Heiligendamm /
Rostock neue Chancen politischen Einfluss, Mitglieder sowie
Abonnentinnen und Abonnenten für die UZ zu gewinnen. Die 11.
Parteivorstandstagung hat im Referat und in der Diskussion diese Einschätzung
bekräftigt. Erneut wurde festgestellt, dass das neue Programm der DKP
eine gute politische Grundlage ist, diese Chancen zu nutzen.
Genossin
Renate Münder ist Mitglied des Parteivorstandes der DKP. Das
Sekretariat des Parteivorstandes der DKP hält die veröffentlichte
Position für nicht vereinbar mit dem Programm der DKP. Das Sekretariat
und sicher auch die große Mehrheit der Mitglieder wollen auf der
Grundlage des Programms, der beschlossenen Politik, aufbauend auf
Erfolgen wie zum Beispiel dem Pressefest der UZ den Einfluss der DKP erhöhen.
Renate
Münder hat in ihren zwei Beiträgen in der „jungen Welt" am 7.
und 8. August ausgerechnet die Politik der friedlichen Koexistenz und
die Entspannungspolitik der sozialistischen Staaten in Europa nach 1955
ins Visier genommen um einen zunehmenden Einfluss „des
Revisionismus" in den regierenden Parteien der sozialistischen
Staaten in Europa nach Stalin zu behaupten. Zu diesem Zwecke verschweigt
sie historische Fakten oder „interpretiert" sie um.
Beispielsweise
meint sie, Chrustschow habe, um die Zusammenarbeit mit den USA „zu
legitimieren", „die Angst vor einem Atomkrieg" verstärkt.
Als hätte es keine realen Bedrohungen und zunehmenden Spannungen
gegeben. Sie erklärt – angesichts fortdauernder Spannungen und
Konflikte (Berlinkrise 1948, Koreakrieg, Suezkrise, Destabilisierung der
DDR, Kubakrise 1962, Provokation der USA im Golf von Tonking und
Vietnamkrieg) sowie der unaufhörlichen atomaren Aufrüstung – auch
nicht, welche realen Alternativen es zu Verhandlungen und zur Politik
der friedlichen Koexistenz gegeben hätte um die Welt damals vor einem
verheerenden Atomkrieg zu bewahren. Sah sie als Alternative den
„atomare Gegenschlag"? Renate Münder schrieb:
„Eine
UdSSR, die über die Möglichkeit eines atomaren Gegenschlags verfügte,
hätte umso mehr dieser Erpressungsstrategie der kapitalistischen
Staaten widerstehen können. Chruschtschow nutzte hingegen die
Atomkriegsangst, um die Vorbehalte gegen den US-Imperialismus abzubauen
und seiner Zusammenarbeit mit ihm in der sowjetischen Bevölkerung
Akzeptanz zu verschaffen."
Die
notwendige Politik der friedlichen Koexistenz wurde auch nach 1955 (mit
Ausnahme der letzten Jahre und da betrifft dies vor allem Gorbatschow
und seine Anhänger) in den regierenden Parteien der sozialistischen
Staaten in Europa als spezifische Form des Klassenkampfes zwischen
Sozialismus und Kapitalismus auf internationaler Ebene gesehen.
Friedliche Koexistenz war der Klassenkampf, mit dem der Imperialismus
gezwungen wurde, die Existenz zweier gesellschaftlicher Systeme
anzuerkennen und die Beziehungen dieser Systeme ohne Krieg zu gestalten.
Der Kampf um die Anerkennung der DDR war ebenso Bestandteil dieser
Politik wie die Erfahrung, dass unter dem Vorzeichen der friedlichen
Koexistenz nationale Befreiungsbewegungen erfolgreich agieren konnten
und nicht zuletzt mit der Konstituierung der DKP die Legalität der
Kommunistischen Partei in Deutschland erkämpft wurde.
Klasseninteressen
wurden also nicht ausgeblendet, sondern manifestierten sich in der
Politik der friedlichen Koexistenz. Es gab keine andere Möglichkeit um
den Frieden zu erhalten. Die Friedenspolitik der sozialistischen Staaten
war im Übrigen Teil einer weltweiten, viele Hundertmillionen
umfassenden Friedensbewegung.
Renate
Münder stellt im Zusammenhang mit ihren Behauptungen die Politik
Stalins und Mao Zhe Dongs der Politik Chrustschows entgegen. Sie erklärt,
Stalins und Maos Außenpolitik wären durch proletarischen
Internationalismus geprägt gewesen.
Lässt
sich diese Behauptung angesichts der Unterstützung der konterrevolutionären
UNITA in Angola gegen die revolutionäre Regierung, der Unterstützung
Pol Pots und ähnlicher Kräfte durch Mao Zhe Dong und seine Nachfolger
sowie angesichts anderer historischer Fakten wie des Überfalls Chinas
auf Vietnam im Jahr 1979 tatsächlich aufrechterhalten?
Auch
ihre Einschätzung der Ursachen der Niederlage des Sozialismus in Europa
widerspricht dem Programm der DKP. In den Diskussionen zum Programm ist
die Partei zu anderen Ergebnissen gekommen. Wer zudem alles auf das
Wirken der inneren und äußeren Konterrevolution reduziert, vergisst
die historischen Ausgangs- und Begleitbedingungen, verschweigt den
wirtschaftlichen Rückstand, den Mangel an sozialistischer Demokratie,
die eigenen Fehler, Irrtümer und auch Verbrechen.
Die
DKP hat in ihrem im April 2006 beschlossenen Parteiprogramm
differenziert die objektiven und subjektiven, die inneren und äußeren
Ursachen der Niederlage von 1989/90 analysiert. Renate Münders
Auffassung „…Der Übergang der Führung der KPdSU zum Revisionismus
ab 1955 manifestierte sich in der als Entspannungspolitik verstandenen
Politik der friedlichen Koexistenz…" ist das Gegenteil dessen,
was wir im Parteiprogramm beschlossen haben.
Im
DKP-Parteiprogramm wird betont: „Als Folge der sich zuspitzenden
inneren gesellschaftlichen Probleme, des äußeren Einflusses und der
zunehmenden Unfähigkeit, die anstehenden gesellschaftlichen Aufgaben zu
lösen, verengten sich die Handlungsspielräume weiter. In einigen
sozialistischen Ländern Europas gewannen in dieser Krisensituation in
den regierenden Parteien – vor allem auch in der KPdSU –
revisionistische Kräfte die Überhand. Damit wurde zum Schluss der Weg
frei für die Niederlage des Sozialismus".
In
dem Artikel werden jene Faktoren, die zu dieser Situation führten,
tunlichst ausgeklammert, die aber die Krise der kommunistischen Parteien
wesentlich verursachten:
Die
Übertragung eines
administrativ-zentralistischen
Sozialismusmodells auf andere Länder,
die
staatliche Durchdringung aller
gesellschaftlichen
Bereiche, die die Eigeninitiative hemmten, autoritäre Maßnahmen,
Massenverfolgungen und Verbrechen, denen viele Kommunisten zum Opfer
fielen, dogmatische Erstarrungen in den Gesellschaftswissenschaften.
Die
Erstarrung der gesellschaftlichen Verhältnisse, schreiben wir im
Programm der DKP, war die Hauptursache für das Scheitern der
sozialistischen Staaten in Europa und nicht wie Renate Münder meint,
die friedliche Koexistenz, die Entspannungspolitik und das Fehlen einer
kommunistischen Internationale.
Im
Programm der DKP heißt es unter anderem: „Es ist unsere Aufgabe als
Kommunistinnen und Kommunisten, die historischen Erfahrungen unserer
Bewegung und des Aufbaus des Sozialismus zu bewahren, wenn wir uns nun
unter neuen Bedingungen eine sozialistische Gesellschaft als Ziel
setzen. Wir weisen antikommunistische Verfälschungen zurück. Wir
verteidigen die Legitimität unserer Bewegung, die Millionen von
Menschen im Ringen um ihre Rechte und um Frieden inspiriert hat. Wir
halten die Erinnerung an diese Kämpfe wach. Wir sind uns dabei aber
bewusst, dass auf diesem Weg Fehler, Unrecht und Verbrechen geschahen.
Dies gilt es in Zukunft zu verhindern.
Der
DKP geht es um die kritische Überprüfung ihrer Geschichte, um
Denkweisen und Strukturen zu überwinden, die dem humanistischen
Anspruch unserer Idee und Weltanschauung widersprechen.
Es
geht uns um die Schlussfolgerungen, wie heute eine kommunistische Partei
aussehen muss, die den revolutionären Kampf führt und mit der
Arbeiterklasse und allen dazu bereiten Bündnispartnern eine neue
Gesellschaft aufbauen will."
Genossin
Renate Münder agiert, als gäbe es diese beschlossenen Positionen der
DKP, den Programmbeschluss der 2. Tagung des 17. Parteitages unserer
Partei nach einer mehr als zehn Jahre währenden Programmdebatte nicht.
Mit
theoretischem Meinungsstreit haben diese Artikel nichts zu tun, denn
Meinungsstreit setzt (in einer kommunistischen Partei) voraus, dass man
von einer gemeinsamen Basis (dem Programm der Partei) ausgeht.
Insgesamt
erinnern uns ihre Darstellungen an die Positionen und Vorurteile jener
Gruppen, Organisationen und Parteien, die schon in den 60er Jahren die
illegale KPD, später die DKP bekämpften und gegen den Sozialismus in
Europa unter dem Banner des „Kampfes gegen den Revisionismus"
auftraten und jetzt offenbar – in einer Situation gesellschaftlicher
Auseinandersetzungen und wachsenden Interesses an kapitalismuskritischen
und antikapitalistischen Positionen – eine Renaissance versuchen.“ |
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4.
Bin ich im falschen Film?
Von
M.
WAS
SAGST DU? Der PV und Steigerwald stehen mit so was ja nicht allein. Wo
sind wir hier eigentlich? Bin ich im falschen Film oder doch noch in der
richtigen Partei, oder sollte ich meinen Mitgliedsbeitrag nicht besser
komplett der „Offensiv“ überweisen? Wie sehr verteidigt die DKP
eigentlich Chruschtschow und den mit ihm einsetzenden logischen
Niedergang der SU, wie klein macht sich die DKP eigentlich SELBST? „Oh
ja, sorry, Kapitalisten, der Stalin tut uns echt leid. Hätten wir DEN
nicht gehabt...“ klar,
dann hätten auch die Reaktionäre kein „abschreckendes“ Beispiel.
Und – der absolute Skandal - sich Kommunisten nennende Personen dieses
Landes LASSEN es so und demontieren es in der DKP nun selbst. Um dann
– Stalin ist ja not en vogue – zu Trotzky oder Bernstein überzuschwenken...
die ham ja nicht so viel Böses gemacht, vielleicht kann man ja mit
denen noch bei den „Massen“ (bei welchen eigentlich?) punkten
(„Hallo Massen, wir sind’s, die Avantgarde, und wir sind ganz lieb
und haben auch keine bösen Gulags!!!“).
Das,
was die DKP derzeit bietet, ist lediglich ein schwammiges Etwas aus
inkonsequenter Führung, beschissenen Positionen (Irakische KP!),
Volksferne (Lokführer!) autoritärem Diskussionsstil (s.o.!) und dümmlichem
Geschreibsel (siehe Stehr, Steigerwald, VIELE andere, NICHT aber
Gossweiler und Holz!)
Und
nu? Bleibe ich drin? Wenn ja, warum?
Rote
Grüße, M. |
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