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Kurze
kritische Anmerkung:
Mit
Verrätern gibt es keine Kompromisse
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 9. Juli 2011 – Lenin hat es uns vorgemacht: Als sich
in der SDAPR opportunistische und klassenversöhnlerischen Kräfte
durchsetzten, sprach er nicht von „achtungsvolle
und faire Umgang miteinander, die Berücksichtigung aller
Positionen in unseren Medien, die Politikentwicklung auf der
Basis von Kompromissen“ wie die Genossen vom linken Flügel
der DKP, sondern er gründete die Iskra und setzte sich mit den
Klassenversöhnlern hart auseinander.
Er
schleuderte ihnen entgegen:
„O
ja, meine Herren, ihr habt die Freiheit, nicht nur zu rufen,
sondern auch zu gehen, wohin ihr wollt, selbst in den Sumpf; wir
sind sogar der Meinung, daß euer wahrer Platz gerade im Sumpf
ist, und wir sind bereit, euch nach Kräften bei eurer Übersiedlung
dorthin zu helfen. Aber laßt unsere Hände los, klammert euch
nicht an uns und besudelt nicht das große Wort Freiheit, denn
wir haben ja ebenfalls die „Freiheit“, zu gehen, wohin wir
wollen, die Freiheit, nicht nur gegen den Sumpf zu kämpfen,
sondern auch gegen diejenigen, die sich dem Sumpfe zuwenden!“
W.I.
Lenin: Was tun?
Das
liest sich doch etwas klarer, als das Gesülze vom „fairen
Umgang“ miteinander. Seit wann gehen Kommunisten mit
Klassenversöhnlern „fair“ um, seit suchen sie mit denen
Kompromisse?
Die
gibt es nicht. Zwischen Kommunisten und Leo Mayer samt An hang
gibt es keinen Kompromiss. So einfach ist das.
Und:
Eine kommunistische Partei – die DKP gibt ja vor eine zu sein
– ist kein pluralistischer sozialdemokratischer Wahlverein,
sondern eine kommunistische
Partei ist die Vorhut des Proletariats, eine Kampfpartei,
eine Partei leninschen Typs.
Die
Leo Mayers, samt deren Anhang aus den Reihen eines anderen Leo,
nämlich Leo Trotzki, sind Verräter und Feinde des Kommunismus.
Mit denen gemeinsame Sache zu machen, ist Verrat.
Lese
mal wieder Lenin, lieber Genosse Sepp Aigner.
Rotfront
Der
Rote Webmaster
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Erneute
Zuspitzung der Differenzen in der DKP
von
Sepp Aigner, Juni 2011
Quelle;
Marxistische
Linke
Auf
Kommunisten-online am 9. Juli 2011 – Der
19. Parteitag hat gezeigt, dass es in der DKP zu wesentlichen Fragen
Differenzen gibt. Die Positionen, die in den „Politischen Thesen“
zum Ausdruck kommen, haben keine Mehrheit gefunden. Der Parteitag hat
beschlossen, dass diese Thesen nicht mehr Grundlage der weiteren
Diskussion für die Gesamtpartei sind. Diejenigen Genossinnen und
Genossen, die sie vertreten, können sie in die wissenschaftliche
Konferenz einbringen, die ebenfalls beschlossen wurde, und dort können
diese Thesen neben anderen Positionen ebenfalls diskutiert werden.
Die
Existenz unterschiedlicher Positionen in der Partei macht einen
Diskussions- und Erfahrungsprozess notwendig, in dem achtungsvoll und
fair miteinander umgegangen werden muss. Wenn dies nicht von allen
respektiert wird, droht die Spaltung der Partei. Das wäre ihr
Untergang. Das wäre ein schmerzlicher Rückschritt, den niemand wollen
kann, der die kommunistische Partei als unabdingbar für den
Klassenkampf ansieht.
Der
achtungsvolle und faire Umgang miteinander, die Berücksichtigung aller
Positionen in unseren Medien, die Politikentwicklung auf der Basis von
Kompromissen würde dem auf dem Parteitag erkennbar gewordenen Willen
entsprechen, zusammen zu bleiben.
Es
wird aber nicht von allen entsprechend gehandelt. Vertreter der Thesen
versuchen ihre Politik unbeirrt und kompromisslos der gesamten Partei
aufzuzwingen. Die Kritiker dieser Politik kommen in der UZ und bei
kommunisten.de kaum zu Wort. Politische Initiativen werden auf
Konfrontation angelegt. Es soll „durchmarschiert“ werden.
Dies
zeigt sich in den von Leo Mayer im PV eingebrachten Anträgen zur
Antwort auf die Briefe der KKE, zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die
Sowjetunion, zur Unterstützung der EL-Kampagne für die Schaffung eines
„Europäischen Fonds für soziale Entwicklung“, im Grusswort Walter
Listls, das dieser auf dem Parteitag der KPÖ als Verteter unserer
Partei gesprochen hat.
Der
Vorstand des Landesverbands Berlin wertet die von Leo Mayer in den PV
eingebrachten Anträge so: „Die von Leo Mayer eingebrachten Anträge
zur Antwort auf die Briefe der KKE, zum 70. Jahrestag des Überfalls auf
die Sowjetunion und zur oben genannten EL-Kampagne können nicht anders
als ein provokativer Vorstoß, die DKP mit Brachialgewalt unter die
Fittiche der EL zu bringen, gewertet werden.
Insofern
wirkt die EL nicht nur spalterisch auf die internationale kommunistische
Bewegung, sondern auch in unsere Partei hinein.“
Der
Versuch, die DKP in die EL-Kampagne einzubinden, hat im PV keine
Mehrheit gefunden. Die Position Leo Mayers hat in der Partei keine
Mehrheit, die er selbst so zusammenfasst: „Die EU wird immer mehr zu
dem Raum, in dem der politische Kampf geführt wird. Grundlegende Veränderung
auf nationaler Ebene - ja selbst ein Stopp des Sozialabbaus und des
neoliberalen Umbaus der Gesellschaft – sind nur noch möglich, wenn
auf europäischer Ebene Veränderungen durchgesetzt werden.“
Der
Berliner Landesvorstand formuliert die Gegenposition, die in der Partei
nicht weniger Anhang hat als die Leo Mayers: „Wir halten dieses
Herangehen für falsch, weil es die Realität verfehlt. Die großen
Konzerne und Finanzkapitale sind weder in „Europa“ zu verorten noch
gibt es eine europäische Bourgeoisie. Die eigentlichen Schalthebel der
Macht liegen nicht in Brüssel oder gar Strasbourg, sondern in Berlin
und Paris.“
Beide
Positionen können sich auf Passagen des gültigen Parteiprogramnms
berufen. Hier steht einerseits:
Aufgrund
seiner größeren ökonomischen und finanziellen Potenzen hat sich
Deutschland die Rolle einer maßgeblichen Führungsmacht angeeignet, die
es derzeit im
Zusammenwirken
mit den herrschenden Kreisen Frankreichs auszuüben versucht. Gestützt
auf diese Rolle verfolgt das deutsche Monopolkapital erneut die alte
Strategie des deutschen Imperialismus, eine aggressive wirtschaftliche,
politische und militärische Expansionspolitik in Richtung Ost- und Südosteuropa
bis zum Kaukasus und dem Nahen und mittleren Osten zu betreiben.“...
„Die ökonomisch stärksten europäischen Länder – allen voran
Deutschland – erhöhen unter der europäischen Flagge ihr eigenes
Gewicht in der Weltpolitik und auf den Weltmärkten.“... „Auch die
Erweiterung der EU (...) zielt auf die Ein- und Unterordnung der ost-
und südosteuropäischen Staaten(...)“.
und
andererseits:
„In
der Konstruktion der Europäischen Union, des Binnenmarktes und der Währungsunion
bündeln sich die Interessen der Konzerne an einem großen, von Grenzen
und Regularien befreiten Markt. (...) Nach einerPhase der
Kapitalverflechtung auf westeuropäischer Ebene - bei einem Übergewicht
deutscher Investitionen in den anderen EU-Ländern - beginnt nun ein
beschleunigter Prozess transatlantischer und internationaler Fusionen.
... Die wirtschaftliche und politische Dynamik drängen die EU, sich den
Kern eines supranationalen Staatsapparates zu verschaffen“... „Die
enge wirtschaftliche Verflechtung, vor allem durch die gegenseitigen
Ausländischen Direktinvestitionen (ADI), intensiviert die
transatlantische Integration und verstärkt gleichzeitig die Konkurrenz
der Transnationalen Konzerne auf beiden Seiten des Atlantiks.“
Die
Frage ist, wie wir mit dieser Widersprüchlichkeit umgehen. Es gibt die
Möglichkeit, die Differenzen weiter geduldig zu diskutieren, die
Positionen an der realen Entwicklung zu überprüfen und unsere Politik
so anzulegen, dass nicht die einen den anderen die eigene Position in
der Praxis aufzuzwingen versucht. Und es gibt die Möglichkeit, auf
Biegen und Brechen zuzuspitzen.
Wem
nützt die Zuspitzung auf Biegen und Brechen ? Soll unsere Partei an der
EL zerbrechen?
Sepp
Aigner, Juni 2011.
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