|
Der
„Dritte Weg“ zwischen Kapitalismus
und Sozialismus
ist
sowieso schon gescheitert –
überall!
Von
Emko/15. April 2008
Italien...
ich bin immer wieder neu (und doch nicht) erstaunt. Die Geschichte hat's
doch schon 122156mal gezeigt: auch der „dritte Weg“ der sich „Comunista“
nennenden „Rifondazione“
ist ein Hirngespinst. Es ist umso erstaunlicher, dass er immer
wieder gesucht und leider zu oft „gefunden“ wurde und wird, bzw. doch
wohl eher eben nicht, siehe das Wahlergebnis von heute.
Wir
wissen: Die Versöhnlerei mit dem herrschenden System kann aufgrund
der grundsätzlichen Interessenverschiedenheiten zwischen Arbeit und
Kapital nicht funktionieren. Und deshalb, obwohl's für einige mit dem
Herrn vielleicht nett war, war z.B. Mr. Keynes niemals etwas anderes
als ein Funktionsträger des Kapitals und dessen Systems, dessen Lösungen
niemals Lösungen von Dauer (meist eben nicht nur tagesaktuell) im Sinne
der arbeitenden Klasse sein konnten.
Ein
„Dritter Weg“? Das ist nichts anderes als fundamentale Distanz
zur Bevölkerungsmehrheit und deren ureigensten Interesses des Verfügens
über das Erarbeitete, also letztlich über die Verfügung über die
Produktionsmittel.
In
Italien wählten viele Verirrte dann lieber das Original statt der
Statthalter. Ein „Dritter Weg“? Das ist nichts anderes als die
grauenhafte Anbiederei, die hierzulande auch v.a. ein Herr Gysi innerhalb
der „Linken“ betreibt, und nicht nur er (vgl. die systemgeile „Links“-Politik
in Berlin). In Italien können die „geläuterten“
„Kommunisten“ der Rifondazione vielleicht auf Pöstchen im System
hoffen; die Frage stellt sich, ob sie seit ihrer Gründung anderes als
Einfluss wollten. Die gleiche Frage stellt sich bei Betrachtung der
Berliner Politik der letzten Jahre eben leider auch für Berlin und die
„Linke“.
Eben
diesen hoffnungsträchtigen Eindruck auf – sagen wir doch mal, wie's ist
– Machtgeilheit im Kapitalismus macht hierzulande leider viel zu häufig
auch genannter Herr Gysi, und nicht nur dann, wenn er gegen
Kommunisten und Kommunistinnen wie gegen z.B. Christel Wegner wettert und
sie ausgrenzend hinfortdiffamieren möchte. Zwar bin ich Kommunist, aber
um Persönliches geht's jetzt gar nicht mal so sehr (und in einer
Partei bin ich auch nicht und somit auch nicht ge- oder betroffen o.ä.).
Aber: Lenin hilf, ist die „Linke“ statisch – geht es ihr um anderes, als
dass viele Menschen ihre Position eines (unlogisch) „besseren“
Kapitalismus mit dem Kreuzchen absegnen? Geht es um anderes als
Wahlprozente und ihr „Ätsch - Wir sind die tolleren Sozialisten ( =
gemeint Sozialdemokraten = gemeint Spezialdemagogen), denn Willis Zeit ist
mit uns?“
Das
wäre zu beweisen. Es erscheint zu peinlich und offenbarend für
so einige „Linke“, das Gespräch zu suchen mit systemtragenden
Personen, denen anständige Menschen aufgrund deren Geschichte und
aktueller Politik nicht einmal die Hand geben würden. Was will man von
denen???
Auch
die vor nebelgrauen Zeiten einmal als „radikal“ angetretenen GRÜNEN
(heute lachen alle, aber's war mal so; doch sie waren ja immer schon
arbeiterfeindlich) versterben gerade ihre pseudoradikale Vergangenheit und
eine mögliche radikale Zukunft in Mauscheleien mit den
Apologeten eines Systems, das niemals ein System der arbeitenden Klasse
war und sein wird. Jener deutsche Biberacher Wahl-und Geistes-Neocon, der
zunächst nicht wusste, ob er bei FDP, CDU oder sonsteiner Europarty am
meisten einsacken konnte, sei als nur ein Beispiel der insgesamt
feststellbaren Verkommenheit jener Grünzone benannt, die sich heute auf
das persönliche und systemkonforme Gewinnscheffeln auch zu Lasten der
Umwelt nicht entblödet. Vergessen wir diesen Haufen.
Und
nun, in Italien? Da die Rifondazione so schön konform geworden ist, kann
sie aber auf etwas wohl gerade nicht mehr vertrauen: Das wirkliche
Vertrauen derjenigen, die im Land mit ihrer Arbeit die Werte schaffen.
Leninseidank? Leider wohl auch nicht, oder nur aus falsch verstandener
Tradition – der „Dritte Weg“ ist wohl nur eben scheinbar dran
am Original, wie die „LINKE“ (die GRÜNEN sowieso nicht) temporär
(genau: eben nur zeitweilig!) hierzulande.
Für
uns, die wir uns aus logischen Erwägungen immer kritisch gegenüber dem
„Dritten Weg“ sahen, bleibt nur eins: Die eindeutige Position. Eben
die brauchen wir nicht nur klar und unmissverständlich, sondern endlich
auch in vermehrtem und geschlossenem Maße. Indem wir sagen und klar
machen, was ist und was sein kann, was an antikapitalistischer Politik in
diesem Land geschehen muss.
Und
doch, was tatsächlich ein Skandal ist: diese eindeutige Position
gibt es viel zu wenig, viel zu wenig in unserem Land, quasi gar nicht in
einem gesellschaftlich wahrnehmbaren Maßstab. Niemand füllt de facto
diese Nahtstelle zur Zukunft hin aus. Das heißt, es gibt in diesem Land
keine geschlossene, aktive und Erfolg versprechende Position im Sinne der
Arbeiterklasse; es gibt nur Personen und recht einflusslose Zirkel bzw.
kleine/re Parteien. Viele bewusste Genossinnen und Genossen sind in vielen
Parteien bis zur Unverantwortlichkeit (!) ( gemeint ist:
Unverantwortlichkeit!!!!!!) gegenüber den aktuellen Anforderungen
zerstritten. Aber „eindeutige Position“, das heißt doch auch vor
allem, dass wir nach viel zu langer Zeit eine einheitliche kommunistische
Politik brauchen, die im Sinne der arbeitenden Klasse Stellung bezieht,
die Aktionen vorantreibt, dadurch Bewusstsein schürt und wiederum dadurch
Veränderungen bewirkt.
Genossinnen
und Genossen, der „Dritte Weg“ war sowieso schon gescheitert, in
Italien und überall. Wie schön, dass Ihr Euch als Kommunistinnen und
Kommunisten versteht. Lasst uns nun endlich zusammenarbeiten – eben
genau das fürchtet das Kapital –
Dann muss es RICHTIG sein!
Rotfront!
Emko
|