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Hallo
lieber roter Webmaster,
Wir
rechnen nennenswerte Teile der DKP immer zur kommunistischen Bewegung
–
Wir bekämpfen aber die „Antideutschen“, Trotzkisten und
Revisionisten in der DKP
Von
Jens-Torsten Bohlke (Mitglied der Redaktion)
Kommunisten-online
vom 31. Oktober 2009 – es ist schon verdrießlich mit anzusehen,
wie verrottet nicht nur „Die Linke“ in Deutschland ist, sondern auch
und vor allem in etlichen Führungsetagen nennenswert große Teile der
kleinen Deutschen Kommunistischen Partei. „Antideutsche“ Faschisten,
Trotzkisten und Revisionisten aller Schattierungen treiben da ihr
antikommunistisches Unwesen und nennen sich frecherweise auch noch
Kommunisten. In etlichen Führungsetagen, wie ich nochmals hervorhebe!
Wir
haben dies ja unter den Redaktionsmitgliedern immer wieder mal sachlich
diskutiert, schon weil uns das Fehlen einer kommunistischen Kader- und
Massenpartei in Deutschland einfach immer wieder zur Diskussion darüber
treibt. Was die DKP angeht, so sehen wir sie durchaus differenziert.
Volker Scholz-Goldenberg und seinesgleichen werden von uns inhaltlich
bekämpft. Dies nicht etwa, weil sie in der DKP sind, sondern weil sie
„antideutsche“ und somit imperialistisch, wenn nicht sogar
faschistisch zu nennende Grundpositionen vertreten. Dies auch noch
innerhalb der kommunistischen Bewegung tun, zu welcher wir nennenswerte
Teile der DKP immer gerechnet haben.
Ich
erinnere nur mal an die Berliner DKP-Genossen, deren Haltung uns immer
wieder Respekt abgenötigt hat. Wie es sich für eine kommunistische
Partei gehört, sind sie bei bürgerlich-demokratisch zu nennenden Verhältnissen
in Berlin kürzlich zur Wahl angetreten. Dies mit einem Programm,
welches wir mit einiger Sympathie in der Redaktion betrachtet hatten.
Leider
erntete die Berliner DKP letztlich ein Wahlergebnis von minimalen 0,1
Prozent. Was ich sehr kopfschüttelnd zur Kenntnis nahm. Ich bin selbst
in Berlin aufgewachsen. Sind die Berliner wirklich schon dermaßen verblödet,
so fragte ich mich? Ich meine, sie besser zu kennen und vielfach besser
erlebt zu haben. Eben einfach als aufmüpfig!
Vor
einigen Tagen war ich in Berlin und traf diesmal nicht DKP-Mitglieder im
ND-Gebäude, wie ich sie sonst zuweilen dort antreffe, sondern in einer
Kneipe Sympathisierende der DKP aus verschiedenen Berliner Stadtbezirken
(Friedrichshain-Kreuzberg und Hellersdorf-Marzahn). Als ich diese teils
mir recht gut bekannten Kommunisten auf die 0,1% ansprach, schäumten
sie vor Wut. Das Ergebnis sei eine einzige Fälschung, wie sie durch die
Wahlmaschinen sehr leicht ermöglicht worden war. Sozusagen das
Wunschergebnis der Herrschenden! Angesichts der Wahlbeteiligung und der
Stimmung in etlichen Kiezen wurde grob manipuliert. Anders könne
niemand objektiv dieses Ergebnis bewerten. Meine Gesprächspartner
schnaubten vor Wut. Die Herrschenden würden machen, was sie wollen. Mit
bürgerlich-demokratischen Verhältnissen habe dies alles nicht mehr
viel zu tun. Denn nicht mal öffentliche Stimmauszählung sei mehr möglich,
somit auch keine Anfechtung des Wahlergebnisses. Gerade im Ostteil und
in Kreuzberg habe die DKP nennenswert Menschen zur Stimmabgabe
mobilisieren können. Daß es unter dem Strich letztlich so wenige
gewesen sein sollen, dies würde hinten und vorne nicht stimmen können....
Personell
ginge es auf jeden Fall aufwärts bei der Berliner DKP. Ihr
Sympathisantenkreis in Berlin wäre größer geworden. So daß es rückblickend
durchaus richtig war, zu dieser Wahl anzutreten. Und dies taten die
Berliner DKP-Genossen gegen die gezielte und systematische Unterdrückung
und Wahlkampfbehinderung seitens der Berliner staatlichen Behörden und
auch gegen den Willen der DKP-Spitze. Die DKP Berlin sei zumindest für
viel mehr Menschen in Berlin jetzt wieder eine präsente Partei.
Wie
nun weiter? Das fragten sich meine Gesprächspartner auch. Mich stimmten
sie sehr nachdenklich. Meine optimistische Bemerkung, daß dieses
Deutschland eines Tages sicherlich wieder von außen befreit werden
muss, fand rege Zustimmung und hellte die düster gewordenen Mienen doch
sichtlich auf.
Rote
Grüße,
Jens-Torsten
Bohlke
(Mitglied
der Redaktion)
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