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MLPD schiebt Kommunistischen Parteien revisionistisches Geschreibsel unter

Von Günter Ackermann

Stellungnahme Roter Webmaster zur „Erklärung zur Bekräftigung der Bedeutung und Aktualität des antirevisionistischen Kampfes und der Großen Proletarischen Kulturrevolution Chinas“:

1. Mao tsetung der Kämpfer gegen den modernen Revisionismus?

Kommunisten-online veröffentlicht als erstes Publikationsorgan diese Erklärung auf Deutsch. Es wird da scheinbar eindeutig gegen den modernen Revisionismus polemisiert:

„Die Handlungen der sowjetischen Revisionisten unter Führung von Chrustschow offenbarten das Phänomen des modernen Revisionismus in Opposition zur proletarischen Diktatur und brachten die Sowjetunion auf den Weg kapitalistischer Restauration. Sie reorganisierten die Sowjetpartei, den Staat, die Wirtschaft und die kulturellen Einrichtungen in Richtung Untergrabung des Marxismus-Leninismus und des sozialistischen Systems. Sie widersetzten sich der Diktatur des Proletariats und propagierten bürgerlichen Populismus mit den Floskeln von einer „Partei des ganzen Volkes“ und „Staat des ganzen Volkes“. Sie propagierten den bürgerlichen Pazifismus mit den Floskeln vom „friedlichen Übergang“, „friedlichen Wettbewerb“ und von der „friedlichen Koexistenz“. Sie betätigten sich zur Unterminierung der kommunistischen Weltbewegung und trieben die „friedliche Koexistenz“ als Generallinie voran, um sich dem proletarischen Internationalismus zu widersetzen und die kommunistische Weltbewegung und die nationalen Befreiungsbewegungen anzugreifen.“[1]

Federführer dieser Erklärung war die deutsche MLPD. Aber auch andere Parteien haben sie unterzeichnet, so die Kommunistische Partei der Philippinen, also einer Partei, die schon viele Jahre im bewaffneten Kampf gegen die diversen faschistisches Regimes und der Marionetten der USA steht. Diese Partei führt einen heldenhaften Kampf für die nationale und soziale Befreiung ihres Landes. Ihnen bringen wir große Hochachtung entgegen. Die MLPD hat offenbar diesen Text den anderen Parteinen untergeschoben, die dann – im Vertrauen auf die Seriosität der MLPD – dem Text zustimmten.

Hier formuliere ich einige grundsätzliche Kritikpunkte an diesem Text

1. Angebliche Kritik am XX. Parteitag der KPDSU durch die KP-Chinas und die Haltung von Mao Tsetung

1956 fand der XX. Parteitag der KPDSU statt. Chruschtschow überrumpelte die Parteitagsdelegierten mit seiner sog. Geheimrede, in der er die Wende zu einer revisionistischen und klassenverräterischen Politik durch die Führung der KPDSU einläutete und die Grundlagen des Marxismus-Leninismus aufgab, die Führung der Partei durch Stalin verunglimpfte und seine Politik der Zusammenarbeit mit den Imperialisten – genannt friedliche Koexistenz – begann.

Ein Jahr später schon erschien die Schrift Mao tsetungs „Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volk“

Darin schreibt Mao:

„In unserem Land gehört der Widerspruch zwischen der Arbeiterklasse und der nationalen Bourgeoisie zu den Widersprüchen im Volk. (..) Aber unter den konkreten Bedingungen unseres Landes kann dieser antagonistische Klassenwiderspruch, wenn er richtig behandelt wird, in einen nichtantagonistischen umgewandelt und auf friedlichen Wege gelöst werden.“[2]

Im Klartext: Der Widerspruch zwischen den Kapitalisten – zumindest der nationalen Teile von ihnen – und der von ihr ausgebeuteten Arbeiterklasse ist in China für Mao tsetung nichtantagonistisch. Daraus folgt, dass die proletarische Diktatur Teile der Bourgeoisie an der Staatsmacht beteiligen müsse.

Ich las bei Red Channel folgenden Text hierzu:

„Mao vertrat Mitte der 50er Jahre die Theorie, dass die Widersprüche zwischen (nationaler) Bourgeoisie und Proletariat in China nicht-antagonistisch seien und man mit Teilen der nationalen Bourgeoisie den Sozialismus aufbauen könnte (also die macht im Staate teilen). Diese Position ähnelt einmal der Bucharins, der während der Kollektivierung behauptet hatte, die Kulaken würden friedlich in den Sozialismus "hineinwachsen". Die Theorie Bucharins führte natürlich zu solchen Ergebnissen: die Kulaken ermordeten Bolschewiki, Kollektivbauern und revolutionäre Arbeiter, zettelten Bauernaufstände an, verbrannten ihre Ernten oder schlachteten ihr Vieh, schlichen sich in die Partei ein um Mittelbauern als "Kulaken" zu denunzieren um sie zu deportieren usw. ... Vorgänge, die auch v o r der Kollektivierung der Landwirtschaft 1929 stattfanden! Zum anderen ist diese falsche Position Maos mit einer der revisionistischen Thesen des XX. Parteitages der KPdSU vergleichbar, man kann annehmen, dass Mao von diesem anfangs beeinflusst war.“[3]

Das war nichts anderes, als die pseudomarxistische philosophische Untermauerung der Chruschtschowschen Linie und passt so richtig in die revisionistische Position Chruschtschows von Partei und Staat des ganzen Volkes vom XX. Parteitag.

Die MLPD verweist in ihrer „Erklärung“ auf  den Artikel in Remin Ribao (Volkszeitung), dem Zentralorgan der KP China vom April 1956, „Zur historischen Erfahrung der Diktatur des Proletariats“  und führt das als Beweis für den Antirevisionismus der KPCh und Mao tsetung an. Wobei sie aber keinen einzigen Satz aus diesen Artikel zitiert. Tatsächlich ist er aber genau das Gegenteil. Chruschtschow wird inhaltlich unterstützt und Stalin als Versager, der dem Personenkult um seine Person huldigte, verunglimpft. Das geschah gut zwei Monate nach dem XX. Parteitag der KPDSU.

Im Artikel heißt es:

„Stalin unterließ es, Lehren aus isolierten, örtlichen und zeitweiligen Fehlern in bestimmten Fragen zu ziehen und verhinderte deshalb nicht, dass daraus ernste Fehler im nationalen Maßstab und Fehler langfristiger Natur wurden. ...Stalin fand immer mehr Gefallen an diesem Personenkult und verletzte das System des demokratischen Zentralismus in der Partei. ...Das Ergebnis war, dass er einige ernste Fehler beging wie die folgenden:

Er ließ es am Vorabend des antifaschistischen Krieges an der nötigen Wachsamkeit fehlen; er unterließ es, der weiteren Entwicklung der Landwirtschaft sowie dem materiellen Wohlstand der Bauernschaft die nötige Aufmerksamkeit zu schenken; er gab der internationalen kommunistischen Bewegung bestimmte falsche Ratschläge und insbesondere fällte er eine falsche Entscheidung in der Jugoslawienfrage. In diesen Fragen wurde Stalin Opfer des Subjektivismus und der Einseitigkeit und löste sich von der objektiven Realität und den Massen. ...Die Chinesische Kommunistische Partei gratuliert der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zu ihren großen Erfolgen in ihrem historischen Kampf gegen den Personenkult.“[4]

Zitieren wir den Verräter Chruschtschow selbst:

Jugosslawien:

„Auf dem Juli-Plenum des ZK wurden die Ursachen der Entstehung des Konflikts mit Jugoslawien detailliert erörtert. Dabei wurde die unwürdige Rolle Stalins unterstrichen. Schließlich gab es in der „jugoslawischen Frage“ keine solchen Probleme, die man nicht auf dem Wege parteilicher Diskussion unter Genossen hätte lösen können. Es gab keine ernsthaften Grundlagen für das Entstehen dieser „Frage“, es wäre ganz und gar möglich gewesen, es nicht zum Bruch mit diesem Land kommen zu lassen.“[5]

Personenkult:

„Angesichts dessen, dass sich noch nicht alle bewusst sind, wohin in der Praxis der Personenkult geführt hat, welchen gewaltigen Schaden die Vergewaltigung des Prinzips der kollektiven Leitung in der Partei und die Konzentration einer unermesslichen, unbeschränkten Macht in den Händen einer Person angerichtet hat, hält es das Zentralkomitee für erforderlich, dem XX. Parteitag der KPdSU Materialien zur Kenntnis zu geben, die diese Frage betreffen.“[6]

Wie  der Verräter Chruschtschow, so beschimpft auch Remin Ribao Stalin für seine Führung im Großen Vaterländischen Krieg.

Wir sehen: Die Berufung auf den Artikel in Remin Ribao und den Artikel „Zur historischen Erfahrung der Diktatur des Proletariats“ durch die MLPD-Autoren, war ein Rohrkrepierer. Chruschtschows revisionistische Linie wird vom Zentralorgan der KP Chinas nachgebetet. Kein Wort der Kritik wird geäußert.

2. Große Proletarische Kulturrevolution

Ich gebe zu, wir waren damals fasziniert von dem, was da geschah. Da erhob sich das Volk Chinas für die Kommunistische Partei und unter ihrer Führung und ihrem Vorsitzenden gegen revisionistische Strömungen in der Partei und Staat – so schien es uns. Maos Worte „Das bürgerliche Hauptquartier bombardieren“ und die marxistisch-leninistische Linie wieder herzustellen, war genau das, nach was wir suchten: So konnte die revisionistische Degenerierung der Partei verhindert werden. So schien es uns.

Ob das so vorgesehen war, weiß ich bis heute noch nicht genau. Ich gebe zu, ich bin da unsicher. Dass es aber nicht den Revisionismus aus der Partei letztendlich vertrieben hat, zeigte sich bald.

2.1 Große Proletarische Kulturrevolution

IX. Parteitag der KPCh[7]

Lin Biao erstattete den politischen Bericht des Zentralkomitees der KP Chinas. Verwunderlich an diesem Parteitag waren für mich vor allem ein Dokument: das neue Statut der Kommunistischen Partei Chinas. Das erste Mal in der Geschichte der Arbeiterbewegung wurde statuarisch der Vorsitzende festgelegt: MaoTsetung. Aber nicht genug. Auch sein Stellvertreter wurde statuarisch festgeschrieben: Lin Bio. Das war ungewöhnlich und irritierte nicht wenige.

Zwei Jahre später aber verschwand Lin Biao von der Bildfläche. Nach einiger Zeit hieß es, er habe sich gegen Vorsitzenden Mao gestellt und sogar auf dem IX. Parteitag einen gefälschten Rechenschaftsbericht verlesen.

Das war für viele doch starker Tobak. Gesetzt den Fall, Lin Biao hatte einen falschen Rechenschaftsbericht verlesen, so hätten das eigentlich alle Mitglieder des ZK, die ja de richtigen beschlossen hatten, merken müssen. Und trotzdem bestimmten sie diesen offenkundigen Fälscher des Rechenschaftsbericht stauarisch zum Stellvertreter des Vorsitzenden Mao und gaben ihm den Titel des engsten Kampfgefährden Mao Tsetungs? Das mochten viele nicht glauben.

2.2 Große Proletarische Kulturrevolution

Beethoven kritisieren. Konfuzius verurteilen

Diese unsinnige Gleichstellung von Ludwig van Beethoven, der fortschrittliche europäische Komponist der Aufklärung mit dem Philosophen des antiken chinesischen Sklavenhalterstaates, Konfizius[8], war dermaßen hirnrissig, dass man sich nur mit Schaudern abwenden konnte.

Anstatt die fortschrittlichen Traditionen der europäischen Aufklärung, deren Progressivität bisher alle kommunistischen Klassiker nicht angezweifelt hatten, wurde Beethoven in die Ecke eines vor über 2000 Jahren verstorbenen Ideologen des Sklavenhalterstaates gestellt. Für mich nicht nachvollziehbar.

2.3 Große Proletarische Kulturrevolution

Viererbande

Die Viererbande bestand aus Jiang Qing (der Frau Mao tsetungs), Zhang Chunqiao (Parteisekretär von Shanghai), Yao Wenyuan (im ZK zuständig für AditProp) und Wang Hongwen (Mitglied des ZK der KPCh und Mitglied im Ständigen Ausschuss des Politbüros der KPCh).

Nach Mao Tode 1976 wurde diese Gruppe gestürzt, verhaftet und z.T. zum Tode verurteilt (aber amnestiert). Mit Sicherheit waren diese – gemeinsam mit Lin Biao – die treibende Kraft der Kulturrevolution.

Die Illustrierte „China im Bild“ brachte nach Mao Tod kurz hintereinander zwei Ausgaben heraus, die identisch waren. Nur ein Foto war anders, nämlich das der Parteiführung bei der Trauerfeier für Mao. In der ersten Fassung war auch die sog. Viererbande zu sehen, in der zweien waren die Vier wegretuschiert.

Wir vom ZK der KPD/ML wunderten uns über dieses Gebaren nicht wenig. Auch teilten die albanischen Genossen, mit denen wir darüber 1971 sprachen, offensichtlich nicht unsere Begeisterung für die Kulturrevolution und zählten Mao tsetung – anders als wir – auch nicht zu den Klassikern des Marxismus-Leninismus. Sie widersprachen aber auch nicht.

Mit Sicherheit aber ist Unsinn, was die MLPD in die „Erklärung“ schreiben ließ:

„Die Theorie und Praxis der fortgesetzten Revolution unter der Diktatur des Proletariats durch die Große Proletarische Kulturrevolution bildete eine neue und höhere Entwicklungsstufe des Marxismus-Leninismus.“

Wo ist der historische Beweis? Mao tsetung war nicht der große Kämpfer gegen den modernen Revisionismus, seine Lehre ist auch nicht der Marxismus-Leninismus der Epoche, in der der Imperialismus seinem Ende entgegen geht, wie einst Lin Biao behauptete. Warum Mao seine ursprüngliche zustimmende und revisionistische Haltung nach außen aufgeben ließ und sich gegen Chruschschow stellte, vermag ich nicht zu sagen.

Aber die offene Distanzierung und Kritik am modernen Revisionismus durch die KP-Chinas erfolgte erst 1963, also neun Jahre nach dem XX. Parteitag der KPDSU (siehe) und in einer Zeit, in der Mao tsetung weitgehend aus der aktiven chinesischen Politik verschwunden war und erst nach seinem spektakulären Schwimmen im Jangtse wieder auftauchte.

Das Ergebnis aber war, dass in der VR-China sich der Kapitalismus sehr schnell durchgesetzt hatte. Trotz der revisionistischen Führungen der KPDSU musste die Sowjetunion erst zerschlagen werden, ehe sich durchweg kapitalistische Verhältnisse durchsetzen konnten. In China bedurfte es nicht einer offiziellen Zerschlagung der Volksrepublik.

In der „Erklärung steht:

„Aber gleich nach seinem Tode (von Mao, G.A.)  machten die Feinde des chinesischen Proletariats und Volkes einen Staatsstreich und kehrten seine proletarische revolutionäre Linie der Durchführung der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus um.“

Gab es in der KP-Chinas nur einen Marxisten-Leninisten, nämlich Mao, vielleicht noch die „Viererbande“ und dann Schluss? Sollte nicht mit der Kampagne „Kampf-Kritik-Umgestaltung“ das revolutionäre marxistisch-leninistische Bewusstsein gestärkt werden? Warum gelang es dann Deng Xiaoping so problemlos die Grundlagen der Einführung des Kapitalismus in China zu schaffen? Wo waren da, die in der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ gestählten Kader der Partei, die die Feinde der proletarischen Diktatur davon jagten? Fehlanzeige!

Wenn die MLPD schreibt:

„Es ist die internationale Verpflichtung der marxistisch-leninistisch-maoistischen Parteien, das Proletariat und Volk in ihren betreffenden Ländern und in der Welt im Kampf für nationale Befreiung, Demokratie und Sozialismus gegen Imperialismus, Revisionismus und Reaktion zu vereinen und zu erwecken, zu organisieren und zu mobilisieren.“

so können wir dem zustimmen. Das wird aber nur gelingen mit einer kommunistischen Politik im Geist von Marx, Engels, Lenin und Stalin, aber nicht mit dem Maoismus. Mit dieser kleinbürgerlichen Strömung gilt es sich auseinander zu setzen.

G.A.


[1]  Erklärung zur Bekräftigung der Bedeutung und Aktualität des antirevisionistischen Kampfes und der Großen Proletarischen Revolution Chinas siehe

[2]  Mao tsetung: Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volk, Peking 1971, Seite 5)

[4]   Remin Ribao: 'Über die historischen Erfahrungen der Diktatur des Proletariats', April '56, in: John Gittings, 'Untersuchung des chinesisch-sowjetischen Konflikts. Ein Kommentar und Auszüge aus neueren Polemiken, 1963-67', London 1968, S. 291-93  

[5]  Über den Personenkult und seine Folgen Rede des Ersten Sekretärs des ZK der KPdSU, Gen. N. S. Chruschtschow, auf dem XX. Parteitag, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 25. Februar 1956 siehe

[6]  ebenda

[7]  Vom 1. bis 24. April 1969

[8]  ca. 551 bis 479 v.u.Z.

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Erklärung zur Bekräftigung der Bedeutung und Aktualität des antirevisionistischen Kampfes und der Großen Proletarischen Kulturrevolution Chinas

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Wir als unterzeichnende Marxisten-Leninisten, Mao Tse-Tungs Denken Verbundene und Marxistisch-Leninistisch-Maoistische Parteien und Organisationen veröffentlichen hiermit diese Erklärung, um die Bedeutung und die Aktualität des Kampfes gegen den modernen Revisionismus zu bekräftigen, wie er 1956 in Opposition zum revisionistischen Inhalt des 20. Parteitags der KPdSU begonnen hat und im Februar 1956 zur Großen Proletarischen Kulturrevolution von1966 bis 1976 führte und fortgesetzt wird auch nach der Wiedereroberung der Macht in China 1976 durch die Bourgeoisie. Wir tun dies nach einem Jahr vieler Aktivitäten zur Begehung des 50. Jahrestages des antirevisionistischen Kampfes und der Erneuerung unserer Bereitschaft zur Führung dieses Kampfes.

Wir ehren Genossen Mao Tse-Tung und zollen ihm höchste Achtung für das Führen der KP Chinas und aller marxistisch-leninistischen Parteien im Kampf gegen den modernen Revisionismus. Er brachte unmittelbar im April 1956 in Beantwortung des 20. Parteitages der KPdSU die Ausgabe der Volkszeitung „Zur historischen Erfahrung der Diktatur des Proletariats“ heraus. Auf diesem 20. Parteitag im Februar 1956 zerschlug die revisionistische Chrustschow-Clicque unter dem Vorwand des Opponierens gegen den „Personenkult“ die Grundsätze des Marxismus-Leninismus und der großen revolutionären Errungenschaften der Partei Lenins und Stalins beim Aufbau des Sozialismus, bei der Bekämpfung des Faschismus und bei der Führung der kommunistischen Weltbewegung seit mehr als 30 Jahren.

Die Handlungen der sowjetischen Revisionisten unter Führung von Chrustschow offenbarten das Phänomen des modernen Revisionismus in Opposition zur proletarischen Diktatur und brachten die Sowjetunion auf den Weg kapitalistischer Restauration. Sie reorganisierten die Sowjetpartei, den Staat, die Wirtschaft und die kulturellen Einrichtungen in Richtung Untergrabung des Marxismus-Leninismus und des sozialistischen Systems. Sie widersetzten sich der Diktatur des Proletariats und propagierten bürgerlichen Populismus mit den Floskeln von einer „Partei des ganzen Volkes“ und „Staat des ganzen Volkes“. Sie propagierten den bürgerlichen Pazifismus mit den Floskeln vom „friedlichen Übergang“, „friedlichen Wettbewerb“ und von der „friedlichen Koexistenz“. Sie betätigten sich zur Unterminierung der kommunistischen Weltbewegung und trieben die „friedliche Koexistenz“ als Generallinie voran, um sich dem proletarischen Internationalismus zu widersetzen und die kommunistische Weltbewegung und die nationalen Befreiungsbewegungen anzugreifen.

Der Revisionismus zerstörte alle ehemaligen sozialistischen Länder. Er wandelte sie um in Kolonien des gesellschaftlichen Imperialismus, nahm der revolutionären Weltbewegung ihr revolutionäres Zentrum, zerstörte revolutionäre Parteien und stiftete Verwirrung, Spaltung und Selbstzerstörung in der kommunistischen Weltbewegung und der Bewegung der Arbeiterklasse. Er hatte einen Verschleißeffekt auf den proletarischen Klassenkampf und den antiimperialistischen Kampf und führte zu Niederlagen mit schwerwiegenden Verlusten. Der Prozess der kommunistischen Weltrevolution ist um Jahrzehnte zurückgeworfen worden.

Es gibt ideologische, politische, sozialökonomische und kulturelle Ursachen des modernen Revisionismus. Die Hauptursache beinhaltet die Abkehr von der materialistischen Dialektik, das Verlassen oder Aufweichen des proletarischen Klassenstandpunktes und Klassenkampfes, die Wertschätzung überholter oder revisionistischer sowjetischer Vorbilder und die Degenerierung einer großen Zahl von Bürokraten und Intellektuellen gemäß ihren kleinbürgerlichen gesellschaftlichen Bedingungen und Denkrichtungen, die das Einfallstor zum modernen Revisionismus als vollständig bürgerlicher Ideologie sind.

Das Hängen an persönlichen Privilegien, Nepotismus, Karrierismus, Machtmissbrauch, Bereicherung und andere Formen des Eigeninteresses bildeten die Quälgeister, welche kleinbürgerliches Denken unter den führenden Parteifunktionären in der Partei, im Staatsapparat, in der Wirtschaft und in den kulturellen Einrichtungen die Oberhand gewinnen ließen und den modernen Revisionismus als bürgerliche Ideologie und als Plattform für bürgerliche Politik heranwachsen ließen. Genosse Mao verteidigte die Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus gegen die Linie des modernen Revisionismus. Er klagte die Revisionisten an, Verwirrung in der kommunistischen Weltbewegung zu stiften und Unruhe  und Aufstände gegen die sozialistische Sache in Jugoslawien, Polen, Ungarn und sonst wo in Osteuropa zu erzeugen.

Unter der Führung des Genossen Mao führte die führte die KP Chinas die antirevisionistische Linie in die Moskauer Beratungen der kommunistischen und Arbeiterparteien 1957 und 1960. In der Folge starteten die Marxisten-Leninisten unter Führung der KP Chinas einen weltweiten ideologischen Kampf auf einer umfassenden Skala von Sachgebieten gegen die in der Sowjetpartei agierenden modernen Revisionisten. Desweiteren übten die Marxisten-Leninisten unter Führung des Genossen Mao die Kritik und Zurückweisung des Phänomens des bürokratischen Monopolkapitalismus und Sozialimperialismus während des langandauernden Regimes von Breshnew. Der als Sozialismus maskierte bürokratische Monopolkapitalismus verhalf den Bürokraten und Geschäftemachern zum Diebstahl am Staatseigentum. Auf der Ebene der internationalen Beziehungen engagierten sich die sowjetischen Revisionisten durch sozialistisches Phrasendreschen und die Praxis des Imperialismus. Genosse Mao übte unaufhörlich Kritik am modernen Revisionismus, als er in der Sowjetunion und den anderen Ländern des Sowjetblocks entstanden und hochgekommen war. Er untersuchte und analysierte das Wachstum des modernen Revisionismus in China, dessen Zunahme aufgrund heimischer und äußerer Einflüsse. Demzufolge vereinte er die führenden antirevisionistischen Revolutionäre in der KP Chinas, die die Kräfte bündelten und die Große Proletarische Kulturrevolution im Mai 1966 einleiteten, um die Theorie der fortgesetzten Revolution unter proletarischer Diktatur auszuführen. Dies als Kampf gegen Revisionismus und zur Vorbeugung gegen eine Restauration des Kapitalismus sowie zur Festigung des Sozialismus.

Die Theorie und Praxis der fortgesetzten Revolution unter der Diktatur des Proletariats durch die Große Proletarische Kulturrevolution bildete eine neue und höhere Entwicklungsstufe des Marxismus-Leninismus. Sie förderte eine Reihe von Problemen beim Aufbau des Sozialismus für eine ganze historische Epoche vom Kapitalismus zum Kommunismus zutage und brachte die Hauptgrundsätze und -methoden zur Lösung besagter Probleme auf den Tisch. Dabei bezog sie die Existenz von Klassen und den Klassenkampf innerhalb der sozialistischen Gesellschaft, die Beziehungen zwischen der gesellschaftlichen Basis und dem Überbau, die Massenlinie, Kulturrevolution, Revolution und Produktion, das Folgen der Jugend, die Führung in den Fabriken und Kommunen und die Bildung von politischen Machtorganen mit ein.

Viele dieser Angelegenheiten in den Jahrzehnten des Sozialismus in der Sowjetunion wurden nicht verstanden oder konnten nicht verstanden werden. Die Einleitung der Großen Proletarischen Kulturrevolution zeigte ein Verständnis und die Summierung jener sowjetischen Erfahrung und war eine nie dagewesene politische Mobilisierung der Massen gegen den Revisionismus in der Zeit der Großen Proletarischen Kulturrevolution. Genosse Mao führte das chinesische Proletariat und Volk erfolgreich von Sieg zu Sieg in der Großen Proletarischen Kulturrevolution gegen hinderliche Besonderheiten und gegen mächtige Widersacher. Aber gleich nach seinem Tode machten die Feinde des chinesischen Proletariats und Volkes einen Staatsstreich und kehrten seine proletarische revolutionäre Linie der Durchführung der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus um. Seitdem starten die neuen bürgerlichen Machthaber in China brutale Angriffe gegen die chinesischen Arbeiter und Bauern. Während sie weiterhin den Titel „KP China“ beanspruchen, sind sie jetzt faktisch die schlimmsten Unterdrücker und Ausbeuter und Missbraucher des chinesischen Volkes. Es gibt Anzeichen von Chinas allseitiger Rückentwicklung und Degradierung zum Status eines großen neokolonialen Kompradoren-Anhängsels der USA und anderen imperialistischen Mächte. China hat sich selbst völlig der Politik der imperialistischen Globalisierung ausgeliefert, wie sie von den USA und anderen imperialistischen Mächten durchgepeitscht wird. Aber China versucht auch, eine relativ selbständige imperialistische Macht zu werden, indem es seine wirtschaftlichen Investitionen und seinen politischen Einfluss weltweit an Orten wie Afrika, Lateinamerika und Asien einsetzt. Es erinnert an ein allgemein rückwärtsgewandtes und armes, aber imperialistisches Russland vor der Bolschewistischen Revolution.

Die vollständige Restauration des Kapitalismus in China und in den früheren Sowjetblockstaaten bestätigt die Lehren des Genossen Mao, dass der Sozialismus verloren ist, wenn die revisionistische Linie innerhalb der herrschenden kommunistischen oder Arbeiterpartei vorherrscht. Und dass eventuell die Bourgeoisie innerhalb von Partei und Staat Erfolg mit Staatsstreich und Entmachtung des Proletariats hat. Genosse Mao hinterließ uns sein Vermächtnis, mit dem wir den modernen Revisionismus bekämpfen und zerschlagen können. Und mit dem wir die Kräfte des Sozialismus wiederbeleben und weiterentwickeln können. Wir sind wachsam und entgegengesetzt gegenüber den fortdauernden Gefahren des Revisionismus, des modernen Revisionismus und anderer Formen des Opportunismus. Wir bekräftigen Mao's Revolutionstheorie und -praxis der andauernden Revolution unter der proletarischen Diktatur während der Großen Proletarischen Kulturrevolution. Wir verurteilen den Verrat am Sozialismus und an Genossen Mao's proletarischer revolutionärer Linie durch die Liu Shaoqui - Deng Xiaoping - Clicque und die neue chinesische Bourgeoisie. Wir erneuern unsere Bestimmung und unsere Anstrengungen, die historische Mission des Proletariats auszuführen, die darin besteht, eine neu-demokratische und sozialistische Revolution und Neuaufbau durchzuführen. All die Übel, welche die früheren revisionistisch geführten Länder in Bedrängnis gebracht haben, bestärken uns darin, den Marxismus-Leninismus-Maoismus gegen den modernen Revisionismus hochzuhalten und die revolutionäre Sache des Sozialismus zu Ende zu führen.

Mit dem zeitweiligen Erfolg des modernen Revisionismus gegenüber dem Marxismus-Leninismus und der Diktatur des Proletariats ist der vom USA-Imperialismus geführte Monopolkapitalismus fähig geworden, die schlimmsten Angriffe gegen das Proletariat und die unterdrückten Völker zu starten. Solche wie die „Freie Markt“ - Globalisierung, Rassismus, Unterdrückung und Aggressionskriege. In Antwort auf Unterdrückung und Ausbeutung intensivieren das Proletariat und die Völker ihren Widerstand durch bewaffneten Kampf und andere Widerstandskampfformen.

Es reicht nicht, den Marxismus-Leninismus und Maoismus zu verteidigen, um einen neuen Aufschwung im Kampf für einen wahrhaftigen Sozialismus zu erzeugen. Die internationale marxistisch-leninistische und Arbeiterklassenbewegung muss die Lehren aus der Zerschlagung des Sozialismus durch Revisionismus und aus den Erfolgen der 50 Jahre des Kampfes gegen den Revisionismus ziehen. Der Aufbau der marxistisch-leninistischen Parteien weltweit, die Überwindung der Fragmentierung, die Stärkung der proletarischen revolutionären eng mit den Massen und ihrer internationalen revolutionären Zusammenarbeit verbundenen Parteien sind wesentliche ideologische, politische und organisatorische Vorbedingungen für die Befreiung der Menschheit.

Es ist die internationale Verpflichtung der marxistisch-leninistisch-maoistischen Parteien, das Proletariat und Volk in ihren betreffenden Ländern und in der Welt im Kampf für nationale Befreiung, Demokratie und Sozialismus gegen Imperialismus, Revisionismus und Reaktion zu vereinen und zu erwecken, zu organisieren und zu mobilisieren. Wir erneuern unsere Bereitschaft, auf dem revolutionären Kampf zu beharren und danach zu streben, immer größere Siege mit der Richtschnur des Marxismus-Leninismus-Maoismus zu erreichen.

Die Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao hochhalten, verteidigen und voranbringen!

Den Marxismus-Leninismus-Maoismus gegen modernen Revisionismus behaupten!

Die Revolution gegen Imperialismus, Revisionismus und Reaktion voranbringen!

Ruhm der Großen Proletarischen Kulturrevolution!

Hoch leben alle marxistisch-leninistisch-maoistischen Parteien!

Hoch lebe der proletarische Internationalismus!

Hoch lebe der Marxismus-Leninismus-Maoismus!

Unterzeichner (alphabetische Reihenfolge, englisch)

Brasilien - Kommunistische Partei Brasiliens (Rote Fraktion)

Deutschland - Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

Griechenland - Kommunistische Partei Griechenlands - ML

Indien - Kommunistische Partei Indiens (Maoisten)

Indonesien - Kommunistische Liga Indonesiens

Italien - Komitee für die Unterstützung des Widerstandes - für Kommunismus (CARC)

Moldawien - Maoistischer Antiimperialistischer Kreis

Philippinen - Kommunistische Partei der Philippinen

Türkei - Kommunistische Partei der Türkei / Marxistisch-Leninistisch (TKP/ML)

Vereinigte Staaten - Marxismus-Leninismus-Maoismus Revolutionäre Studiengruppe

Uruguay - Kommunistische Partei Uruguays

(Anmerkung: Jeder Unterzeichner kann seine Zustimmung zu jedem Punkt in dieser Erklärung mit einem Kommentar versehen.)

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Quelle: Ang Bayan, Publikation der KP der Philippinen, aktuelle Ausgabe

http://www.philippinerevolution.net/

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Kritik an der Stellungnahme von Günter Ackermann zur „Erklärung zur Bekräftigung der Bedeutung und Aktualität des antirevisionistischen Kampfes und der Großen Proletarischen Kulturrevolution Chinas“ (siehe) :

von M. M. W., Official Delegate Korean Friendship Association-Germany

Lieber Genosse Günter,

ich möchte hier eine Lanze für Mao Tse Tung brechen.

Zahlreiche kommunistische Parteien weltweit berufen sich auf ihn:

In der Türkei, auf den Philippinen, in Indien, Peru und besonders in Nepal, dem wohl in Kürze sozialistischen Land. Auch in der VR China wird Mao

zu 70 % positiv bewertet. Vor dem Mao-Mausoleum in Beijing sind täglich kilometerlange Menschenschlangen zu sehen, und zwar nicht die Neureichen sondern Arbeiter und Bauern sowie einfache Menschen aus allen Provinzen Chinas.

Dabei hätte gerade China eine Kulturrevolution nötig: Ich verweise auf die gigantische Korruption, die verrückte Idee, über Nacht reich zu werden, den schleichenden Kulturimperialismus des Westens als eine zersetzende Kraft dort. Das Endziel der Imperialisten ist doch die Zerstörung der KP Chinas. Je mehr China sich mit der leuchtenden Hure des Kapitalismus einlässt, sich daran betört, desto schärfer hier im Westen die Kritik gegen Mao Tse Tung.

Die Geschichtsrevisionisten stellen ihn in eine Reihe mit den faschistischen Barbaren... Damit wollen sie die deutsche Linke verwirren. Dabei hat Mao der Studentenbewegung der 1968er wertvolle Impulse gegeben –  die aber heute geleugnet werden.

Kein anderer als der Historiker Kurt Gossweiler beschreibt das als Zeitzeuge der 1950er Jahre besser: Das sind klare Beweise, dass die Genossen Mao Tse Tung und Premier Tschou Enlai den sowjetischen Revisionismus von Chruschtschow entlarven. Zitat aus K. Gossweilers Buch: Wider den Revisionismus, München 1997, S.81:

"Aus dem Brief an einen sowjetischen Freund, 1. November 1959: Der große Jäger Mao hält aufmerksame Wacht. Er hat schon viel wölfisches Raubgesindel zur Strecke gebracht, er hat ein scharfes Auge und eine ruhige, sichere Hand! Deshalb auch fürchten und hassen ihn die imperialistischen Wölfe und ihr Nachtrab, die revisionistischen Hyänen und Schakale wie keinen zweiten."

Der große Steuermann, Genosse Mao hat auf der Internationalen Konferenz der Kommunistischen Parteien 1957 in Moskau den Chruschtschow-Revisionisten klar den Spiegel vorgehalten. Der Genosse Tschou Enlai kritisierte Chruschtschows wütende Ausfälle gegenüber Albaniens Enver Hoxha.

Wie würde die Welt wohl heute aussehen, wenn es nicht infolge des revisionistischen Verhaltens Chruschtschows und seiner Nachfolger zum Zerwürfnis zwischen der SU und der VR China gekommen wäre, sondern beide Länder im Sinne des proletarischen Internationalismus und gegen den gemeinsamen Klassenfeind gekämpft hätten?

Die chinesischen Kommunisten sind sich offenbar ihrer welthistorischen Verantwortung bewusst und ich wünsche ihnen die gleichen guten Erfolge wie die der Genossen aus der Partei der Arbeit Koreas aus der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik. Zwischen den chinesischen und nordkoreanischen Parteiführern gab es eine enge Freundschaft. Der Präsident Kim Il Sung war über 30-mal in China. Dazu habe ich einen Bericht geschrieben im Forum der Korean Friendship Association: www.korea-dpr.com/cgi-bin/simpleforum: 13.8.07:

 "Close Bonds of Kim Il Sung with Chinese Leaders". Bilder sind zu sehen auf der deutschen Website der KFA: www.korea-solidaritätskommittee.de / Medien; Bildergallerie

Meinolf  Mario Wulf

Official Delegate

Korean Friendship Association-Germany

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