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Lieber
Günter,
ich
könnte mir folgendes für den Auftakt vorstellen:
Die
letzten 11 Jahre, nach dem Sieg der Konterrevolution, haben dazu geführt, daß
das "Sammeln" von Kommunisten immer weiter zu ihrer Zersplitterung
und Verharmlosung geführt hat. Offensichtlich brauchen wir einen direkten Kampf
um eine neue Partei neuen Typs, den Kampf um eine gesamtdeutsche
marxistisch-leninistische Partei.
Programm
und Statut der KPD, gegründet im Herbst 1989, sind diese Partei bestens
geeignet Darum: Kommunisten aller Bundesländer vereinigt Euch, schließt Euch
um diese Partei zusammen.
Hans
Schröter |
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Die
Antwort des Webmaster:
Lieber
Hans,
das
könnte ein Weg sein, wenn... Es gibt in Deutschland eine Menge Kommunisten
unterschiedlichster Organisationen und Parteien oder solche, die keiner Partei
angehören. Untereinander eint uns unser Bekenntnis zum wissenschaftlichen
Sozialismus in Theorie und Praxis, es trennt uns jedoch auch einiges. Dieses
Trennende gilt es zu überwinden. Der alte kommunistische Grundsatz: "Erst
Klarheit, dann Einheit" gilt hier uneingeschränkt. Es wird zu keiner
einheitlichen Kommunistischen Partei kommen, wenn alle Parteien sagen: "Wir
sind sie! Tretet bei uns ein!" Das hebt sich gegenseitig auf. Die Einheit
kann nicht im Beschwören der Einheit liegen, sondern indem wir uns
auseinandersetzen, diskutieren und im solidarischen Streit die Unterschiede
überwinden. Die einheitliche Partei der Arbeiterklasse kann nicht der Beginn,
sondern er ist das Ende eines Prozesses.
Die
Kommunistische Partei Deutschlands, also die einheitliche Partei der
Arbeiterklasse, besteht m.E. als Organisation nicht (ich stelle die Existenz der
KPD dabei nicht in Frage). Wir alle sind die zukünftige KPD und wenn wir uns
ohne Animositäten, ohne Führungsansprüche usw. in Aktionseinheit, im
solidarischem Ringen um richtig und Falsch, verbinden, werden wir zur Einheit
kommen.
Der
Eintritt in die KPD, DKP usw. kann ein Schritt sein, aber ein individueller
Schritt. Der Eintritt in eine Partei, an deren Politik ich noch Zweifel hege,
dient dabei nicht der Einheit, sondern birgt erneute Spaltung.
Deshalb
möge jeder prüfen, ob er sich in dieser oder jener Gruppe organisiert.
Meines
Wissens fordert die KPD auch nicht in erster Linie zum Eintritt auf, sondern zur
Aktionseinheit. Genau das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Mit
kommunistischen Grüßen
Günter
Ackermann
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