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Leitartikel der „Tribuna Popular“ (KP Venezuela) vom 3.4.2010

DER MARXISMUS-LENINISMUS IST DIE WAFFE DER ARBEITENDEN VOLKSMASSEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 3. April 2010, Tribuna Popular TP.-   Der Kampf der Völker kennt keine Grenzen. Wie auch die aggressive Politik des Imperialismus weder Grenzen noch irgendeine Art Recht kennt.

Dies ist eine historisch bewiesene Tatsache.

Im gleichen Maß, wie der Kapitalismus sich entwickelt hat - in der Gesamtheit der kapitalistischen Großmächte - mit seiner eigenen expansionistischen Logik im  Ergebnis der kolonialistischen und neokolonialistischen Ausplünderung erreichten die kapitalistischen Großmächte die Anhäufung von politischer, wirtschaftlicher und militärischer Vormacht, wie sie notwendig ist, um sich allmählich und im Sinn des Wortes der Welt zu bemächtigen.

Der entwickelte Kapitalismus, wie er in diesen Großmächten beheimatet ist, bedarf des unterentwickelten Kapitalismus mit den Reichtümern und Möglichkeiten der sogenannten dritten Welt, weshalb etliche Auseinandersetzungen seit 1898 mit dem Krieg zwischen den USA und Spanien aufgrund des Konkurrenzkampfes zwischen den imperialistischen Mächten um die Beherrschung der Rohstoff- und Absatz- sowie billigen Arbeitskraftmärkte geführt worden sind.

Die erste dieser Auseinandersetzungen im Weltmaßstab, die die Festigung des Imperialismus als höchste Phase der Entwicklung des Kapitalismus und das Ausmaß der Widersprüche zwischen den imperialistischen Großmächten offenbarte, war der sogenannte 1. Weltkrieg, als die Großmächte die Erde bereits unter sich aufgeteilt hatten und es nur darum ging, sich gegenseitig zu bekämpfen und aus den besetzten Gebieten der Welt herauszudrängen.

Keinesfalls grundlos prangerte die entstehende weltweite kommunistische Bewegung diese erste Auseinandersetzung als einen imperialistischen Krieg auf der Grundlage der erklärten Kriegsziele und der dahinter stehenden Interessen an.

In diesem Rahmen wurde außerdem die Große Sozialistische Oktoberrevolution in Russland geboren, welche gleichzeitig gegenüber der Festigung des Imperialismus den Beginn der historischen Ära des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus kennzeichnete.

Als dies der Imperialismus verstand, vereinigten sich die Armeen von fast 20 Ländern im „heiligen Kreuzzug“ gegen den entstehenden Arbeiter- und Bauernstaat. Sie wollten das noch junge Baby töten, bevor es erstarkt sein würde. Und damit wollten sie auch die gewaltigen politisch-ideologischen Erwartungen in das Entstehende im Keim ersticken.

Die gesteigerte Selbstaufopferung des russischen Volkes und seiner Roten Armee widerstand der imperialistischen Bestie. Dabei war sich das russische Volk bewusst, dass die Sowjetmacht sein Streben nach Befreiung und Voranschreiten zu einer höheren Gesellschaft repräsentierte.

So hat der Imperialismus fast ein Jahrhundert lang seinen Todfeind bekämpft: den Marxismus-Leninismus.

Karl Marx und Friedrich Engels brachten der Menschheit die Konzeption der gesellschaftlichen Entwicklung, um die Welt zu verstehen und umzugestalten, den „Leitfaden zum Handeln“.

Wladimir Iljitsch Lenin entwickelte den Marxismus weiter, indem er ihn an die Bedingungen der kapitalistischen Entwicklung in dessen imperialistischer Phase anpasste und vermittelte den Kommunisten der Welt die zur Erfüllung der historischen Mission der Arbeiterklasse und ihrer Vorhut notwendigen Organisationsnormen.

Darum ist der Marxismus-Leninismus eine unauflösliche Einheit, eine dialektische Lehre, mit dem man ideologisch löst, was zu tun ist, und wie es politisch zu tun ist. Unter den ganz verschiedenen Formen des Angriffs, welchen der Imperialismus gegen seinen unversöhnlichen Gegner d.h. die mit der marxistisch-leninistischen Weltanschauung bewaffneten Arbeitermassen ausgeführt hat, ragt die Absicht heraus, als Wahrheit die sogenannte Verneinung der Gültigkeit dieser wirklich revolutionären Grundsätze insbesondere bezüglich des Klassenkampfes durchzusetzen.

Es ist beabsichtigt worden, das Vorhandensein dieses Klassenkampfes zu verhüllen und dabei sogar die Klassen mit Begriffen wie gesellschaftliche Gruppen oder Schichten umzudeuten.

Die jüngste Entwicklung in der Welt unter Hervorhebung des sich in Venezuela entwickelnden Prozesses offenbart die volle Gültigkeit der Grundsätze des Marxismus-Leninismus und daraus des Klassenkampfes.

In Venezuela stritten viele in den letzten beiden Jahrzehnten diese Grundsätze ab. Und viele andere beschuldigten die Kommunistische Partei der Gestrigkeit, in der Epoche der UdSSR stehengeblieben zu sein, sich nicht an die neuen „modernen Zeiten“ anzupassen.

Dennoch, standhaft wie es ihrem Wesen entspricht, ist die KP Venezuelas die einzige Organisation gewesen, die unabänderlich die marxistisch-leninistische Fahne des Klassenkampfes als Motor der Geschichte hochhält. Dies aber nicht als exklusives und ausschließlich ihr selbst gebührendes Eigentum, sondern als Philosophie des Lebens und des Kämpfens.

Die KP Venezuelas hat in ihrem alltäglichen Tun und setzt alltäglich unter den Arbeitermassen ihre nationale und internationale Erfahrung aus fast 80 Jahren auf die Tagesordnung. Auf dem Spiel steht derzeit das Schicksal unseres Heimatlandes.

Quelle: http://www.tribuna-popular.org/

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