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Schon allein wegen den Namen ist es die einzige Möglichkeit, die KPD zu stärken und versuchen sie in ganz Deutschland auszudehnen.... aber auch sonst, die Rote Fahne  ist meiner Meinung nach neben Offen-Siv die beste linke Zeitung und die KPD hat derzeit unter allen Parteien, das für Kommunisten am besten geeignetste Programm!

Brief eines Lesers von Kommunisten-online

Liebe Genossen,

ich bin Abonnent des kommunisten-online Newsletters und möchte eure Arbeit zuerst einmal loben, im wesentlichen bin ich mit euren Artikel einverstanden, so auch bei den Artikel "Die Schlacht fand nicht statt ­ aber das Schlachten?" aber es gibt eine Sache, die ich mal kritisieren möchte....

"Machen wir uns nichts vor: Wir müssen den Zustand überwinden, wo ideologisch Unklare, Revisionisten oder schlichtweg Tagträumer das Bild der Kommunisten prägen.

Es muss ein Ruck durch die Kommunisten gehen, diese Elemente müssen verschwinden - die KPD muss neu erstehen."

Ist denn daran gedacht worden, das es eine KPD (www.k-p-d.de) gibt, eine ideologisch sehr klare, die auch in etwa auf der Welle von www.kommunisten-online.de liegt? Zwar ist es nur die KPD Ost aber solange das KPD Verbot im Westen besteht ist dieser traditionelle Name für Parteineugründungen im Westen ja sowieso blockiert - und es ist illusorisch, das es einmal aufgehoben wird.

Schon allein wegen den Namen ist es die einzige Möglichkeit, die KPD zu stärken und versuchen sie in ganz Deutschland auszudehnen.... aber auch sonst, die Rote Fahne (http://www.die-rote-fahne.info/) ist meiner Meinung nach neben Offen-Siv die beste linke Zeitung und die KPD hat derzeit unter allen Parteien, das für Kommunisten am besten geeignetste Programm! In Zeitz hat die KPD einen Abgeordneten im Stadtrat, bei der Landtagswahl in Thüringen hat sie mehr Stimmer erhalten als die DKP auf den selben Gebiet, etc.

Wieso also eine neue Partei gründen? Wäre es nicht sinnvoller, bereits bestehendes zu sichern und auszubauen?

Denn das einzige, was der bestehenden KPD fehlt um eine echte politische Größe zu werden sind junge Mitglieder und es ist die Ausdehnung in den Westen.

Was ich sagen will ist, das man sich im klaren sein muß, was zerstört werden könnte, wenn man praktisch zur Neugründung einer KPD aufruft, denn diese event. Neugründung ist in großer Gefahr als unbedeutende, kleine Splittergruppe zu enden.

mit kommunistischen Grüßen

R.

(der Name ist der Redaktion bekann)

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Und  nun frage ich dich: „Welche dieser Parteien, Gruppen und Sekten hat „durch ihre Fähigkeit, sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelze“ bewiesen, die KPD zu sein?

1. Antwort des Roten Webmaster

Lieber Genosse R. (Name ist der Redaktion bekann),

das ist alles nicht so einfach zu beantworten. Ich werde es trotzdem versuchen.

1.         KPD-Verbot

Das KPD-Verbot ist zwar noch immer nicht zurück genommen, aber es anzuwenden dürfte nicht opportun sein. Das hat nichts mit der Grenze zu ehemaligen DDR zu tun, sondern es hat politische Gründe.

Rechtsfragen sind, so ein marxistischer Grundsatz, Machtfragen. Die Herrschenden werden, unabhängig davon, ob das KPD-Verbot formal noch gilt oder nicht, mit allen juristischen Möglichkeiten gegen eine revolutionäre Alternative vorgehen, mit juristischen und anderen Mitteln.

Dieses Thema war schon mal Gegenstand einer heftigen Diskussion. 1967/1968 gab es einige ehemaligen Mitglieder der KPD und einige jüngere Genossinnen und Genossen, die die Beschlüsse des 20. Parteitags der KPdSU ablehnten und sich zu „EIN VORSCHLAG ZUR GENERALLINIE DER INTERNATIONALEN KOMMUNISTISCHEN BEWEGUNG“[1] bekannten und die Führung der KPdSU, der SED und der anderen Parteien des Revisionismus bezichtigten.

Ich gehörte ebenfalls dazu, war aber niemals Mitglied der KPD gewesen, das zur ich zu jung als sie verboten  wurde. Damals gab es zwei Meiningen: die eine sagte, der bürgerliche Staat werde das KPD-Verbot anwenden, denn er gehe gegen die KPD vor und werde umso mehr gegen die revolutionären Kräfte vorgehen, wenn diese sich organisieren.

Die anderen, dazu gehörte auch ich und der kommunistische Journalist Ernst Aust, sagten, die BRD sei wegen des KPD-Verbots und der Kommunistenverfolgung in ganz Westeuropa in die Kritik geraten, man werde allein schon deshalb das KPD-Verbot nicht anwenden. Außerdem seien die Kommunisten zu schwach um sie als Gefahr zu sehen, man werde uns bekämpfen, aber nicht das KPD-Verbot anwenden.

1968 wurde dann die KPD in Form der DKP legalisiert, formal bestand das KPD-Verbot fort, faktisch nicht. Auch wir gründeten unsere Partei, die KPD/ML und das Verbotsurteil von 1956 wurde nicht angewandt.

Also ist das kein Grund für die (Ost) KPD zu sein. Es gibt übrigens einige Nachfolgeorganisationen der KPD/ML, teils gleichen Namens wir die Partei, die wir 1968 gründeten, eine nennt sich MLPD, eine andere gar KPD.

Es ist also nicht der Name, an dem wir uns orientieren können. Eine „KPD“ muss nicht zwingend die KPD sein.

2.         KPD

Auf der Indexseite unser Homepage steht ein Zitat Lenins:

...wodurch wird die Disziplin der revolutionären Partei des Proletariats aufrechterhalten? wodurch wird sie kontrolliert? wodurch gestärkt? Erstens durch das Klassenbewusstsein der proletarischen Avantgarde und ihre Ergebenheit für die Revolution, durch ihre Ausdauer, ihre Selbstaufopferung, ihren Heroismus. Zweitens durch ihre Fähigkeit, sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelzen. Drittens durch die Richtigkeit der politischen Führung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung, daß sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit überzeugen. Ohne diese Bedingungen kann in einer revolutionären Partei, die wirklich fähig ist, die Partei der fortgeschrittenen Klasse zu sein, deren Aufgabe es ist, die Bourgeoisie zu stürzen und die ganze Gesellschaft umzugestalten, die Disziplin nicht verwirklicht werden"[2] (hervorgehoben von G.A.)

Hier hat Lenin die Avantgardepartei definiert, das ist der Maßstab, an dem sich eine Partei messen lassen muss, die sich als kommunistische Partei bezeichnet und den Anspruch erhebt, die alleinige wirkliche Partei des Proletariats zu sein.

Und  nun frage ich dich: „Welche dieser Parteien, Gruppen und Sekten hat „durch ihre Fähigkeit, sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelze“ bewiesen, die KPD zu sein?

Ferner: Wie steht es mit: „durch die Richtigkeit der politischen Führung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung, daß sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit überzeuge.“

Wo hat eine der Gruppen, wo hat die Ost-KPD „die Richtigkeit der politischen Führun“ unter Beweis gestellt, wo konnten sich „die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit überzeugen“?

Ich brauche hier nicht ins Detail der politischen Linie der KPD’s, der DKP, der MLPD usw zu gehen, um zu sagen, alle sie erfüllen diese leninschen Kriterien nicht.

Ich streite ihnen nicht ab kommunistisch zu sein – naja, mehr oder weniger – zumindest aber wirken in ihnen auch Kommunisten. Aber auch eine Menge „ideologisch Unklare, Revisionisten oder schlichtweg Tagträumer“!

Wir werden uns wohl noch diese Woche kritisch mit der MLPD befassen, du wirst dann sehen, wie wir es meinen.

Die Partei der Arbeiterklasse gibt es derzeit nicht

Ich stelle fest: Eine Partei, die diese leninschen Kriterien erfüllt, gibt es in Deutschland nicht. Dabei habe ich die Frage nach der Gruppe, die die inhaltlich-politisch richtige, genauer: relativ richtige, politische Linie vertritt, noch gar nicht gestellt. Das allerdings ist auch im Detail nicht so einfach. Genauer muss man fragen, was uns an den einzelnen Linien für falsch erscheint. Beginnen wir mit der größten, der DKP.

Die DKP war nie eine Partei mit ausgeprägter klarer politischer Linie. Ihre Generallinie von vor 1990 war: Alles, was aus der DDR kommt ist richtig und wenn mal von daher was kommt, was nicht richtig ist, ist es doch richtig.

Da entwickelte sich nichts was nach klarer ideologischer Ausrichtung aussah. Schon immer versuchte die DKP sich an die sozialdemokratische Gewerkschaftsführung anzupassen, nie kam Kritik an ihr von Seiten der DKP, egal wie groß der Verrat der Gewerkschaftsführer war.

Teilweise hatte sie sogar in den Betrieben Erfolge, Dort nämlich, wo sie Mitglieder in den Betrieben hatte, die sich als gute Vertreter ihrer Kollegen erwiesen, waren sie in den Betriebsräten recht gut vertreten. So z.B. Klöckner in Bremen und in Hagen, dort stellte sie sogar Betriebsratsvorsitzende, bei Rheinstahl in Duisburg-Meiderich ebenfalls. Auch stark war sie auf der Mannesmann-Hütte in Duisburg.

Aber diese Erfolge konnte sie nicht in politische Erfolge verwandeln, denn die gute Betriebsratsarbeit war nicht gepaart mit dem Kampf um die Verbesserung des Bewusstseins der Arbeiter dort. Was die DKP machte war purer Ökonomismus!

Jetzt, wo sie weder die moralische, noch die finanzielle Unterstützung der DDR mehr hat, schon gar nicht das intellektuelle Know-how aus der DDR, so gut wie alle jüngeren Mitglieder die DKP verlassen haben, ist sie nur ein Schatten ihrer selbst.

Aus ihr die Kommunistische Partei zu formen, erachte ich als unmöglich.

KPD (Ost)

Was mir an ihr nicht gefällt ist ihr penetrante Anspruch die einzige rechtmäßige Nachfolgerin der 1918 gegründeten KPD zu sein. Das dokumentiert sich sogar an der Zählweise der Parteitage. Angeblich war der letzte dieser Gruppe der 23. Parteitag.

Ich halte das für eine arrogante und spalterische Haltung, das ist reiner Ettikettenschwindel! Diese Gruppe ist nach 1990 gegründet und vorher waren alle in der SED. Alle Kommunisten, die mit der Politik der KPD (Ost) nicht einverstanden sind und folglich auch nicht Mitglied dieser Partei werden wollen, werden damit zu Spaltern und somit zu Konterrevolutionären gestempelt. Und das maßt sich eine Gruppe von ein paar hundert Männeken an!

Was die politische Linie der KPD (Ost) betrifft so gibt es hier außerdem einige Punkte, die wir nicht teilen:

Die Stellung der KPD (Ost) zur Koreanische Demokratische Volksrepublik (nachfolgend Nordkorea genannt) und ihrer Führer Kim Il Sung und dessen Sohn Kim Jong Il.

Zunächst einmal brauchen wir Kommunisten  keine Partei oder Staat, die uns sagen und zeigen wo es langgeht. Traf das bis in die 50er Jahre für die Sowjetunion zu, so war die Bindung an die KPdSU nach dem 20. Parteitag eine der Hauptursachen des Zerfalls des sozialistischen Lagers.

Der Bazillus des modernen Revisionismus ging von der KPdSU aus und vergiftete alle kommunistischen Parteien weltweit. Nach dem Ende der SU torkelte folglich die gesamte kommunistische Bewegung in eine Krise, aus der sie sich bis heute noch nicht erholt hat.

Aber auch konkret halte ich das, was in Nordkorea als kommunistisch ausgegeben wird, eher für fragwürdig.

Ich kenne ein Buch aus Nordkorea, eine offizielle Biografie Kim Il Sungs. Die ersten Seiten wird da berichtet, dass alle möglichen Verwandten wie Eltern, Onkel usw. schon große Revolutionäre waren. Das könnte man als Kuriosität abtun, wenn dann nicht der entscheidende Lapsus gewesen wäre:

Im Buch wird die Position vertreten, dass in Korea die objektiven Bedingungen für die Revolution reif gewesen seien, aber die subjektiven noch nicht. Anmerkung: Das ist so nicht falsch, aber es geht weiter: Diese (die subjektiven Bedingungen) seien erst mit dem Auftreten Kim Il Sungs reif geworden.

Bitte sage mir, was hat das mit Marxismus-Leninismus zu tun? Das ist eine bürgerliche Herangehensweise an die Geschichte, denn nach dieser Herangehensweise ist die Geschichte nicht die Geschichte von Klassenkämpfen, sondern die der großen Männer. Und das ist die offizielle Geschichtsschreibung einer Partei, die der KPD (Ost) als Vorbild dient! Tut mir leid, das kann ich nicht teilen!

Oder vor 2. Jahren wollte die KPD (Ost) eine Konferenz zur Aktionseinheit durchführen. Wir waren daran interessiert und wollten auch dran teilnehmen. Wir dachten nämlich, das sei eine Konferenz bei der sich Kommunisten unterschiedlicher Organisationen und parteilose Genossen über ihre Zusammenarbeit beraten sollten.

Das wollten wir unterstützen! Stattdessen wurde ein Aufruf verschickt mit Wischiwaschi und sozialen Forderungen und Aktionen. Das hätte Kardinal Lehmann, Oskar Lafontain und DGB-Sommer unterschreiben können. Gegen  so ein Papier ist grundsätzlich natürlich nichts zu sagen, denn der Kampf um Reformen ist ein Teil des Klassenkampfes, aber das hier lehnten wir ab. Um das nämlich wirkungsvoll angehen zu können, wäre eine starke kommunistische Partei erforderlich gewesen, die sieser Bewegung Richtung und Ziel geben kann. Dass die KPD (Ost) das nicht ist, steht wohl zweifelsfrei fest. Anstatt Aktionseinheit der Kommunisten rief die KPD zur Volksfront auf, der zweite Schritt wurde vor dem ersten gemacht. Das aber ist in der konkreten Sache Rechtsopportunismus.

Ich will nicht tiefschürfender auf die KPD (Ost) eingehen. Wir betrachten sie als eine Gruppe, die uns sehr nahe steht, aber nicht als die KPD. Es gab auch schon Kontaktversuche, die aber wenig erfolgreich waren - was nicht an uns lag.

Wir betrachten die KPD als eine marxistisch-leninistische Gruppierung, die im Prinzip revolutionär ist und insofern uns nahe steht, aber eben nicht so nahe, dass wir sie vorbehaltlos unterstützen können. Sie ist zweifellos ein Bestandteil der zukünftigen KPD und das deutlicher, als es die DKP ist.

MLPD

Da wir in nächster Zeit zur MLPD ausführlicher schreiben werden, gehe ich nur kurz auf sie ein. Die MLPD ist ein schillernder Verein von kleinbürgerlichen Spießern, die einen auf kommunistisch machen. Nur durch Etikettenschwindel, indem sie in vielfacher Gestalt (Courgae, Rebell, SI usw.) täuschen sie eine Vielzahl verdündeter Gruppen vor. Es ist aber immer die MLPD, was auch jeder weiß. Trotzdem nerven sie alle mit Anträgen rein organisatorischer Art, bei dem jedoch klar ist, die MLPD will mitbestimmen.

Da, wo sie praktische Politik macht (z.B. im Rat von Gelsenkirchen) tritt sie nicht als MLPD auf, sondern als „AUF im Stadtrat“ – was das auch immer bedeuten mag. Niemand vermutet dahinter die MLPD, es wird auch keine kommunistische Politik gemacht, nicht mal Enthüllungen, sondern konstruktiv gearbeitet. Das ist Rechtsopportunismus pur und Verarschung der Menschen zusätzlich. Da, wo Kommunisten drin sind, muss auch Kommunisten drauf stehen. Die MLPD aber behauptet „AUF im Stadtrat“ sei überparteilich, dabei ist die Frau des Parteichefs Stefan Engel die Listenplatzerste.

Die Einschätzung anderer Gruppen erspare ich mir. Es gibt schlimme Sektierer unter ihnen, aber auch einige positive Ansätze. Jedenfalls in dem Moment, wo sie den Anspruch erheben, die Partei der Arbeiterklasse sein zu wollen, sind sie Hochstapler und objektiv Spalter.

Ich komme zum Ursprung deiner Frage zurück: Ich glaube, warum wir nicht der KPD beitreten, ist klar. Wir wollen als nicht parteigebundene Kommunisten dazu beitragen, dass die Spaltung überwunden wird. dabei sind wir nicht für opportunistisches Wischiwaschi und Friede-Freude-Eierkuchen. Die Einheit der Kommunisten ist ein Kampf von Richtig gegen Falsch, von Marxismus-Leninismus gegen Links- und Rechtsopportunismus, es wird Zeit brauchen, bis die KPD ihre ersten Strukturen zeigt. Damit das etwas beschleunigt wird, wollen wir unseren Beitrag leisten. Wir denken nicht daran, eine eigene Organisation zu gründen, denn das brächte uns nicht weiter. Zu den vielen kommunistischen Sekten käme nur noch eine neue hinzu.

Uns einer der bestehenden Gruppen anzuschließen, brächten ebenso nichts. Wir wären der politischen Linie der jeweiligen Gruppe unterworfen und das hinderte uns an dem, was wir erreichen wollen, auch zu machen.

In diesem Sinne

Rotfront

Günter Ackernann

Wenn man bedenkt, das die traditionelle KPD im Westen verboten wurde und im Osten in die SED überging, muß ich leider feststellen, das die Ost KPD tatsächlich der einzige Nachfolger der "original" KPD sein kann, denn sie hat sich aus der SED hervorgetan

2. Brief des Lesers von Kommunisten-online

Lieber Günter,

zuerst muß ich mich über das neue wissen über das KPD verbot bedanken, vielleicht liegt es daran, das ich aus der DDR komme aber einiges war mir nicht bekannt!

"durch ihre Fähigkeit, sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelzen."

das es momentan keine Partei gibt, die diesen Anspruch gerecht wird sehe ich auch so, keine frage!

So schnell kann es diese Partei auch nicht geben, denn die Massen sind noch nicht auf der Suche, es gibt die Massen, die dazu bereit sind einfach nicht - da kann die Partei so gut sein, wie sie will!!

Aber wenn der Sozialabbau so weiter betrieben wird, bzw. die Massen immer stärker ausgebuetet werden kann sich das ändern. Ich bin der Meinung, das es daher notwendig ist eine Partei dahingehend aufzubauen, das sie in der Lage ist, den Masssen zur Seite zur stehen wenn es so weit ist, (die "potentielle Avantagrdpartei" kann jetzt ihr Rolle als Avantagrde nicht unter beweis stellen und ist daher auch keine Avantgarde, da hast du völlig recht.) d.h. die Partei muß die Möglichkeiten haben die Massen zu überzeugen, auch wenn sie es zur Zeit nicht braucht aber wenn die Massen sich erheben muß sie da sein! Und dann muß sie sich natürlich auch beweisen, keine Frage!

Bei deinen Bemerkungen zur DKP sprichst du mir aus den Herzen, da brauchen wir also nicht weiter diskutieren, zum Thema MLPD habe ich zwar eine andere "böswilligere" Theorie aber im Grund ist unser Urteil über die MLPD gleich - hat sich also auch erledigt.

Die Einschätzungen zur KPD Ost teile ich, wie du dir sicher denken kannst, nicht!

Wenn man bedenkt, das die traditionelle KPD im Westen verboten wurde und im Osten in die SED überging, muß ich leider feststellen, das die Ost KPD tatsächlich der einzige Nachfolger der "original" KPD sein kann, denn sie hat sich aus der SED hervorgetan - die PDS zwar auch aber wir sind ja beide ehem. PDS Mitglieder und haben über die PDS sicher auch die gleiche Meinung. Also ob es nun arrogant ist oder nicht - was ich im grunde nichtmal abstreite - die KPD Ost hat in den Fall recht. Recht geben tue ich dir allerdings wieder zum Verhalten von ehm. SED Mitgliedern zu linken Oppositionellen Meinungen - das ist übrigens eine Sache, die ich an der KPD/ML achte, die DDR wird von vielen linken verherrlicht aber wenn sie perfekt gewesen wäre, würde sie noch existieren - Kritik ist daher notwenig und wichitg, obwohl die DDR meiner meinung nach sicher das beste war, was es auf den Gebiet der derzeitigen BRD gab.

Die KPD mit ihren weniger als 200 Mitgliedern hat jedoch leider nicht die Möglichkeit für eine umfassende Analyse, nicht die Möglichkeiten sich umfassend und grundlegend mit den Fehlern auseinander zu setzen, es fehlt einfach an jungen, objektiven mitgliedern. Da die KPD sonst wo es für sie möglich ist, marxistisch analysiert denke ich, das es möglich wäre auch diesen Mangel zu überwinden aber da fehlt es an Mitgliedern und Kapazitäten.

Nordkorea ist ein Gebiet wo ich leider keine Ahnung, bzw. nur einseitige Informationen (aus der Roten Fahne) habe - daher kann ich leider nicht auf dieses Gebiet eingehen, ebenso die Konferenz zur Aktionseinheit  - die kann ich leider auch nicht einschätzen.

Zusammenfassend komme ich zu den Urteil, das die Ost KPD die einzige Partei ist, die zur marxistischen Partei, die ich, wie oben erläutert, für notwendig halte - die Ideologie stimmt, der Kampfeswillen ist da, also ein gutes Fundament. Ich bleibe bei meiner Meinung, das es sinnvoller ist die Ost KPD zu stärken anstatt dazu aufzurufen "die KPD muss neu erstehen".

Ein kleines Mißverständnis gab es allerdings, es liegt mir fern euch dazu zu bringen, das ihr Teil der KPD werdet! Eure Kritiken schätze ich sehr und kritisieren, kann man von außerhalb am besten - und auch an der Ost KPD gibt es genug zu kritisieren und das ist auch notwenidig!!

Also weiter so, und bleibt unabhängig!

mit kommunistischen grüßen!

(Name ist der Redaktion bekannt)

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Das ist allerdings eine eigenartige Argumentation. Seit wann vererbt sich denn das Parteisein? Die Partei ist die Partei, wenn sie die leninschen Kriterien erfüllt oder ist es nicht. Oder meinst du, wer die Uhr August Bebels bekommt, ist Parteichef der richtigen Partei? Das wäre dann ja Müntefering. Denn die Taschenuhr Bebels gehört der SPD und bekommt der jeweilige Vorsitzende.

Antwort auf den 2. Brief des Lesers an Kommunisten-online

Lieber Ronny,

du schreibst: „So schnell kann es diese Partei auch nicht geben, denn die Massen sind noch nicht auf der Suche, es gibt die Massen, die dazu bereit sind einfach nicht - da kann die Partei so gut sein, wie sie will!!“

Die Massen werden die Partei nie suchen, auch dann nicht, wenn sie objekiv erforderlich ist und es im Sinne der Massen ist.

Im Kommunistischen Manifest schreiben schon Marx und Engels: „Was beweist die Geschichte der Ideen anders, als daß die geistige Produktion sich mit der materiellen umgestaltet? Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.“

Die herrschenden Ideen sind die der herrschenden Klasse, das gilt auch für die Arbeiterklasse. Deren spontane Ideen sind nicht die proletarische Revolution, nicht der dialektische Materialismus und nicht die Negation der Negation, deren Alternativen sind, dem Kapital soziale Zugeständnisse abfordern oder an das soziale Gewissen der Herrschenden appellieren. Genau das, was wir gegenwärtig erleben.

Deshalb schrieb Lenin 1902: „Die spontane Arbeiterbewegung ist an und für sich nur fähig, Trade-Unionismus hervorzubringen (und bringt ihn auch unvermeidlich hervor), die trade-unionistische Politik der Arbeiterklasse ist aber eben bürgerliche Politik der Arbeiterklasse. Die Teilnahme der Arbeiterklasse am politischen Kampf und selbst an der politischen Revolution macht ihre Politik noch keineswegs zur sozialdemokratischen Politik.“[1] (Lenin meinte unter sozialdemokratischer Politik nicht die Politik der heutigen Sozialdemokratie. Nach heutigem Sprachgebrauch müsste es kommunistische Politik heißen).

Die Massen suchen spontan Gewerkschaften oder Reformisten, bestenfalls die PDS oder SPD und schlimmstenfalls die Faschisten. Faschismus ist ja die Scheinalternative zum „normalen“ Kapitalismus. Wenn sich in den von der Politik der Sozialdemokraten enttäuschten Massen radikales Potential ansammelt, geht es spontan nach rechts.

Kommunisten, also jene, die über den Tellerrand des herrschenden System hinaussehen, müssen ihre Notwendigkeit erst beweisen. Marx schreibt: „Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift. Die Theorie ist fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem demonstriert, und sie demonstriert ad hominem, sobald sie radikal wird.“[2]

Marx drückt hier etwas vornehmer das aus, was wir auch im Leitmotto unserer Homepage Lenin zitieren: „durch die Richtigkeit der politischen Führung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung, daß sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit überzeugen.“

Es liegt an den Kommunisten selbst, wenn sie nicht in den Massen verankert sind, nicht an den Massen.

Wir sollten vorsichtig sein in der Erwartung, wenn der Kapitalismus in eine existenzielle Krise geriete, schlüge von ganz allein oder wenigstens ohne unser starkes Zutun unsere Chance. Die Gewinner werden die Rechten sein, nicht wir! Wenn es soweit kommt, müssen wir da sein, eine bereits in den Ansätzen in den Massen verankerte kommunistische Partei muss vorhanden sein.

Ja, der Zustand, dass die Massen weder von den Parteien, die mit dem Kapital paktieren, SPD und PDS die Schnauze voll haben, kann bald erreicht sein. Wo aber sind da die Kommunisten? Die KPD (Ost) suhlt sich ist Kim Jong Il und Kim Il Sung und begeht demnächst hochstaplerisch ihren 24. Parteitag.

Die DKP kriecht der PDS in den Arsch und vermeidet jegliche Konfrontation mit der sozialdemokratischen Führung der Gewerkschaften.

Die MLPD betet ihren Säulenheiligen Willi Dickhut an, schwafelt von „echtem Sozialismus“ (was immer das sein mag) oder labert vom „Kampf um die Denkweise in der Arbeiterklasse“.

Man könnte es beliebig fortsetzen. Die KPD (West) hat sich inzwischen durch Spaltungen atomisiert,

Der Zustand der Kommunisten ist eine Katastrophe. Dabei ist bereits jetzt absehbar, dass die SPD in die größte politische Krise schlittern wird, die PDS, wie die Europawahlen in Berlin und MeckPom gezeigt haben, wird folgen. Welche Alternativen bleiben der Arbeiterklasse? Wir können nur hoffen, dass die Faschisten nicht zu einer einheitlichen Partei finden und daher wenig vom Verfall der SPD profitieren.

Wo bleiben wir? Was sagt die KPD (Ost) den unter der Krise leidenden Arbeitern? In der DDR war alles besser? Gebongt, aber die DDR ist Vergangenheit. Oder gar: „Lest Kim Il Sung“ oder Kim Jong Il ist der große Führer des koreanischen Volkes.

Alles Fragen, die die Massen so fürchterlich wenig interessieren – das ist auch gut so! Aber konkret Kampfformen zu entwickeln, da, wo die Organisation vertreten ist, in die Klassenkämpfe eingreifen, das wo die Organisatin vor Ort vorhanden ist, Antworten – richtige, kommunistische Antworten, zu geben.

So geht es, lieber Genosse, das wäre kommunistische Politik. Die MLPD macht zwar, aber sehr rechtsopportunistisch und somit nicht kommunistisch.

Also nicht warten, bis die Massen rufen, sondern in einem ständigen langwierigen Prozess sich mit den Massen verbinden, ohne ihnen nachzulaufen, wie es die DKP macht, aber auch ohne über deren Köpfe hinweg zu reden, nach Muster der KPD (Ost). Sie begeht, wie Stalin es formulierte, den Fehler des Tempoverlustes: „Verstöße gegen diese Bedingung führen zu dem gefährlichen Fehler, den man "Tempoverlust" nennt: wenn die Partei hinter dem Gang der Bewegung zurückbleibt oder weit vorauseilt und dadurch die Gefahr der Niederlage heraufbeschwört.“[3]

Oder auch das hin und her Navigieren, das Ziel aus dem Augen verlieren, vor lauter Taktierens nicht wissen wohin es geht usw. „Der einmal eingeschlagene Kurs muss unbeirrt durchgeführt werden, ungeachtet aller und jeglicher Schwierigkeiten und Komplikationen auf dem Wege zum Ziel; dies ist notwendig, damit die Avantgarde das Hauptziel des Kampfes nicht aus dem Auge verliert und damit die Massen, die diesem Ziel zustreben und bemüht sind, sich um die Avantgarde zusammenzuschließen, nicht vom Wege abirren. Verstöße gegen diese Bedingung führen zu einem gewaltigen Fehler, der den Seeleuten unter der Bezeichnung "Kurs verlieren" wohlbekannt ist.“[4]

Die Maxime der Kommunisten, der bewussteste und entschlossenste Teil der Arbeiterbewegung zu sein, ist gepaart mit der Verantwortung, das auch in der Tat zu zeigen.

Hieran erinnern wir die Genossen, wenn wir sagen, dass es die KPD geben muss – womit ich nicht die bestehenden Gruppen meine, die sich so nennen.

Es ist ein Prozess des Avantgarde-Werdens, kein Plumps-da-sind-wir. Aber es muss angegangen werden. Nicht die Behauptung einer Gruppe, sie sei die Partei der Arbeiterklasse, macht sie zur Avantgarde, das muss sie Tag für Tag erneut unter Beweis stellen.

Das war der Fehler der SED. Sie sagte, sie sei die Partei der Arbeiterklasse und daher gebühre ihr die führende Rolle. Geführt hat sie aber immer weniger, schließlich kündigte ihr das Volk die Gefolgschaft auf. Nach Ansicht breiter Teile der Massen in den sozialistischen Ländern sagte die Partei grundsätzlich nicht die Wahrheit, hatte sie grundsätzlich nicht recht. Ob das der Realität entsprach, war gleichgültig.

Ich habe Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in Polen studiert und bekam die Streikwellen 1980/1981 hautnah mit. Sie waren auch ein Ausdruck mangelhafter Verssorgung, aber vielmehr mangelnden Vertrauens des Volkes in die Partei. Die Partei war schon lange nicht mehr die Avantgarde des Proletariats. In den anderen sozialistischen Ländern war es im Prinzip ganz genau so. Oder wie erklärst du dir Euphorie in der DDR in der Zeit der „Wende“. In Erfurt jubelten 100.000 Kanzler Kohl zu, das waren ca. 40% aller Erfurter – gerechnet vom Baby zum Greis. Ich habe diese Zeit durch häufige Besuche miterlebt und habe meine Verwandten kopfschüttelnd gefragt, warum sie alles aufzugeben bereit sind.

Wenn die Wahlen ein Stimmungsbarometer sind, so ergab sich bei der letzten Volkskammerwahl ja dann auch ein entsprechendes Ergebnis für die CDU. Fortan hing die DDR-Regierung an den Fäden, die Kohl zog. Die Bevölkerung jubelte.

Wo war die führende Rolle der Partei? Die zerfiel, schmolz von einer Millionenmitgliedschaft auf schlappe 100.000 zusammen und auch das waren nur allzu oft Opportunisten. Was an Kommunisten übrig blieb aus der SED ist ein kleines Häuflein, das sich in der KPD (Ost) (200 Mitglieder), der DKP im Osten und in der Kommunistischen Plattform der PDS wiederfindest. Ich habe letztere der Vollständigkeit halber aufgeführt, eine kommunistische Politik macht die Kommunistische Plattform schon lange nicht mehr.

Es ist verhängnisvoll, wenn sich eine Partei/Gruppe zur Avantgarde-Partei erklärt, ohne dass sie es ist. Sie verliert das Ziel, nämlich die Theorie des Marxismus-Leninismus in die Massen zu tragen, damit sie zur revolutionären Gewalt werden kann, aus dem Blick und betreibt Selbstbeweihräucherung.

Du schreibst:

„Wenn man bedenkt, das die traditionelle KPD im Westen verboten wurde und im Osten in die SED überging, muß ich leider feststellen, das die Ost KPD tatsächlich der einzige Nachfolger der "original" KPD sein kann, denn sie hat sich aus der SED hervorgetan...“

Das ist allerdings eine eigenartige Argumentation. Seit wann vererbt sich denn das Parteisein? Die Partei ist die Partei, wenn sie die leninschen Kriterien erfüllt oder ist es nicht. Oder meinst du, wer die Uhr August Bebels bekommt, ist Parteichef der richtigen Partei? Das wäre dann ja Müntefering. Denn die Taschenuhr Bebels gehört der SPD, sie bekommt der jeweilige Vorsitzende.

Die KPD wurde zwar im Westen 1956 verboten, hat aber immer gearbeitet. Max Reimann war bis 1968/1969 Vorsitzender der KPD. Folgt man deiner Logik ist es die DKP, denn sie ging aus der KPD hervor.

Ich aber sage, genetische Nachfolge gibt es höchstens in der Partei Kim Il Suns, den kommunistischen Parteien ist sie fremd.

Ich sage nicht, dass die KPD (Ost) keine marxistische Gruppe ist (ich vermeide das Wort Partei). Ihre Schwächen personeller Art, na schön, akzeptiert. Aber eine 200 Männecken und Weiblein „starke“ Gruppe, womöglich heillos überaltert, die Führung einiger zig Millionen Angehörigen der Arbeiterklasse? Glaubst du das wirklich?

Allein die Tatsache, dass sie all das nicht kann, beweist die Selbstüberschätzung. Revolutionäre Bescheidenheit wäre hier mehr, wäre hier angebracht.

Ich komme zum Schluss und zitiere Bertold Brecht:

Lob der Dialektik

von Bertolt Brecht

Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre.
Die Gewalt versichert: So, wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut: Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: Niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gesprochen haben
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen: niemals?
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen
Und aus Niemals wird: Heute noch!

Rotfront

Günter


[1] Lenin: Was tun? Brennende Fragen der Bewegung

[2] Karl Marx: „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“

[3] J.W. Stalin: ÜBER DIE GRUNDLAGEN DES LENINISMUS, http://www.stalinwerke.de/band06/b06-017.html

[4] ebenda

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