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Eine
Diskussion zwischen Linken und Pseudolinken -
Zur
Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin 2011
WORAN
SCHEITERT DIE ZUSAMMENFÜHRUNG DER REVOLUTIONÄREN KRÄFTE IN
DEUTSCHLAND?
von
Jens-Torsten Bohlke
Kommunisten-online
vom 9. Januar 2011 – Im zeitlichen Umfeld der diesjährigen
Gedenkdemonstration an die kaltblütig von Konterrevolutionären
ermordeten Gründer der KPD, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, wird
auch wieder eine nach Rosa Luxemburg benannte Konferenz stattfinden.
Dort werden Inge Viett, Gesine Lötzsch, Katrin Dornheim, Bettina Jürgensen
und Claudia Spatz auf einer Podiumsdiskussion ihre Gedanken zum Thema
„Wo bitte geht’s zum Kommunismus? Linker Reformismus oder revolutionäre
Strategie – Wege aus dem Kapitalismus“ austauschen. (1)
Neu
ist bei diesem Aufeinandertreffen, dass Gesine Lötzsch als Vorsitzende
der Partei Die Linke auf gleicher Augenhöhe mit der DKP-Vorsitzenden
Bettina Jürgensen diskutieren wird. Da sich beide Parteien und ihre
Vorsitzenden strikt im Rahmen des bürgerlichen Parteiengesetzes bewegen
und sehr mehrheitlich im Fall der LINKSPARTEI von
rechtsopportunistischen Kräften und im Fall der DKP von
revisionistischen Kräften geführt werden, dürfte es ihren
Galionsfiguren lediglich darum gehen, sich die bunte bis linke Wählerschaft
im Publikum zu erhalten. Gesine Lötzsch gab dies schon unumwunden zu.
Sie
werden sich scheuen, zur revolutionären Überwindung des Kapitalismus
aufzurufen, denn damit würden sie den ihnen vorgegebenen Rahmen
innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft verlassen und Gefahr laufen,
Opfer von Repressalien zu werden. Gegen Gesine Lötzsch eröffneten die
großbürgerlichen reaktionären Massenmedien bereits ihr Trommelfeuer.
Und laut erschallt immer wieder deren Ruf nach Beobachtung der Partei
Die Linke durch den Verfassungsschutz und Prüfung eines Verbots dieser
Partei. Gesine Lötzsch wird dies auf ihre Art zu nutzen verstehen und
sich als „mutige Linkspolitikerin“ Beifall zu verschaffen verstehen.
Revolutionär
wird dadurch weder Gesine Lötzsch noch die Partei Die Linke! Da macht
sich unsereins keine Illusionen. Weshalb es Unsinn wäre, bei dieser
Veranstaltung der nach der Revolutionärin Rosa Luxemburg benannten
Konferenz davon zu sprechen, dass sich dort überwiegend oder gar
ausschließlich Revolutionäre treffen würden. Dort werden vor allem
rechte und linke Opportunisten zusammengeführt. Bis auf eine
Teilnehmerin, die wir schon mal auf jeden Fall nicht den Opportunisten
zuordnen.
ES
FEHLT DIE HANDLUNGSFÄHIGE KOMMUNISTISCHE ORGANISATION
Inge
Viett nimmt unsereiner ab, dass sie eine revolutionäre Position ehrlich
vertritt. Dies nicht, weil sie aus der RAF stammt, sondern weil sie seit
Jahrzehnten unübersehbar mit dem sozialistischen Kuba und revolutionären
Kräften in aller Welt sympathisiert und sich als Teil der revolutionären
Bewegung versteht, deren Ziel der Sturz der bürgerlichen Ordnung ist.
Inge Viett sammelte nach dem Ende der RAF in der DDR wertvolle
Lebenserfahrungen in einer sich entwickelnden sozialistischen
Gesellschaft. Sie ist durchaus gefestigt in ihrer politischen
Grundposition, in ihrem Klassenstandpunkt. Ihr Beitrag in der „jungen
Welt“ ist schon richtig betitelt: „Zur Realisierung revolutionärer
Strategien braucht es eine handlungsfähige kommunistische
Organisation“. (1) Das
unterschreibt wohl jeder Kommunist.
DIE
LINKE IST DURCH UND DURCH OPPORTUNISTISCH VERSEUCHT
Inge
Viett sieht drei Linien bei den Linken Deutschlands. Sie geißelt da zu
recht erstens den „klassischen Reformismus“ der Partei Die Linke,
welche unter dem Etikett, Politik für das Volk zu machen, bei jeder
Regierungsbeteiligung vor Ort letztlich Teil der reaktionären Kräfte
wird. Unsereins bezeichnet dies nach Lenins Kriterien als Opportunismus,
denn wie die SPD ging auch die Partei Die Linke aus einer vornehmlichen
Arbeiterpartei hervor. Und Opportunismus bezeichnet bürgerlichen
Reformismus, dem es gelungen ist, in die Arbeiterbewegung einzudringen.
Der
Opportunismus wird möglich durch Einsatz von Extraprofit für das
Korrumpieren von Führungsfunktionären der Arbeiterbewegung, welche die
„Arbeiteraristokratie“ stellen, wie wir sie in Gestalt der DGB-Führungsleute
und der Mehrheit der Führungsleute in SPD, der Partei Die Linke sowie
mancher DKP-Führungsleute erkennen. Wir unterscheiden da noch zwischen
rechten und linken Opportunisten, d. h. rechten offenen Paktierern mit
den bürgerlichen Parteien (Steinmeier, Gysi, Bisky, Lötzsch, Ernst,
Stehr. Jürgensen?) und linken revoluzzerhaft angehauchten Opportunisten
(Trotzkisten wie Winfried Wolf, Leo Mayer. Pseudokommunisten wie S.
Wagenknecht, E. Lieberam, usw.). Sie alle tragen zur Erhaltung und
Stabilisierung der bürgerlichen Ordnung bei.
Ihre
objektive Funktion ist die Schwächung und Aufspaltung der kämpferischen
Teile der Arbeiter- und Volksbewegung, weshalb sie von den revolutionären
Kräften konsequent entlarvt, verurteilt und bekämpft werden müssen.
Auch Inge Viett kommt zu dem Schluss, dass diese Kräfte nicht zur Überwindung
des Kapitalismus beitragen. Wir meinen, dass auch diese Kräfte als
Paktierer mit dem Klassengegner bekämpft und hinweggefegt werden müssen.
WO
GIBT ES ORGANISIERT HANDELNDE MARXISTEN-LENINISTEN?
Zweitens
sieht Inge Viett die Komponente der kommunistischen kämpferischen
Arbeiterbewegung, die nach ihrer Meinung ebenfalls „im
Opportunismus“ und „bürgerlichen Legalismus“ stecken würde. Wie
kann aber „historisch die Linie der siegreichen Oktoberrevolution“
zugleich die „im Opportunismus und im bürgerlichen Legalismus“
steckende sein?
Hier
übersieht Inge Viett völlig die nicht geringe Zahl von Kommunisten,
welche sich selbst und ihren Klassenstandpunkt nie aufgegeben haben. Der
eine Teil dieser aufrecht bleibenden Kommunisten lässt sich von stark
mit Antikommunisten durchsetzten Führungsgremien in Parteien wie Die
Linke oder DKP zumeist ständig unterbuttern und resigniert nicht selten
vor sich hin, wie es Inge Viett beschreibt. Der andere Teil unterwirft
sich nicht dem Parteiengesetz und den Gängelungen der bürgerlichen
Klassenjustiz und musste dafür in etlichen Fällen Geld- und Gefängnisstrafen,
Berufsverbote und Diskriminierungen über sich ergehen lassen, ohne sich
davon einschüchtern zu lassen.
Verbliebene
Kommunisten aus der einstigen SED finden sich heute im Osten zumeist in
den Rotfuchs-Vereinen. Zu dieser Publikation haben mittlerweile auch
etliche Kommunisten im Westen gefunden. Kommunisten-Online wird von
tausenden Kommunisten gelesen. Die guten kommunistischen Genossen sind
also vorhanden, wenn auch ihre stärkste Waffe, die KPD, noch immer vom
Klassengegner zerschlagen am Boden liegt.
KLASSENWIDERSPRUCH
WIRKLICH KEIN THEMA BEI MASSENPROTESTEN?
Drittens
sieht Inge Viett ganz richtig, dass die politische Massenaktivität wächst.
Was laut Lenin eines der drei Merkmale dafür ist, dass die revolutionäre
Situation heranreift. Da Massenbewegungen wie gegen „Stuttgart 21“
oder gegen Atomenergie oder gegen manche Schließung von Großbetrieben
und die damit verbundenen Massenentlassungen spontan vor Ort aufflammen,
können sich die Herrschenden durch Einsatz der staatlichen Unterdrückungsorgane
wie Polizei und Justiz in dieser Phase des Klassenkampfes immer noch
sicher an der Macht halten.
Inge
Viett meint, der Klassenwiderspruch sei kein Thema bei diesen
Massenprotesten. Das sieht unsereiner aber ganz anders, denn erst die
vor gut zwei Jahren für jedermann plötzlich sehr spürbar
ausgebrochene kapitalistische Weltwirtschafts- und Finanzkrise führte
überhaupt dazu, dass es auch in Deutschland wieder zu diesen
vereinzelten Massenprotesten gekommen ist.
Die
Raffgier der Bankbesitzer und Bankmanager, der Immobilienhaie und
Finanzmarktbeherrscher, der Renditemacher und Profitgeier wurde auch dem
Volk in Deutschland auf ein Mal schlagartig bewusst. Und angesichts von
schöngeredeter und dennoch im Leben vor Ort lediglich anhaltender Hartz
4 - Massenarbeitslosigkeit, der nicht stattfindenden Teilhabe des Volkes
in Deutschland am eifrig von Bundesengelchen Merkel und all den
angeblichen Experten herbei geredeten Wirtschaftsaufschwung im Zeichen
der wieder steigenden Aktienkurse, - angesichts ständig sich
ausweitender imperialistischer Kolonialkriege mit Bundeswehrbeteiligung
und immer mehr Bedarf an Ersatz für am Hindukusch zerschossenes
Kanonenfutter ... all dies gegen den Willen breitester Mehrheiten im
Volk ... angesichts dessen und all der abgehobenen Politiker und
Technokraten und Beamten kocht die Wut auf die Obrigkeit im Volk immer höher.
Lässt
sich daraus „Stagnation im revolutionären Prozess“ ableiten, wie
Inge Viett es tut?
ZUM
GEGENWÄRTIGEN ENTWICKLUNGSSTAND DES KLASSENKAMPFES
Wir
Kommunisten verkennen nicht die Unreife der Volksbewegung in
Deutschland. Wir verlieren jedoch niemals das Vertrauen in die
revolutionäre Potenz der Arbeiterklasse, weshalb wir uns sehr intensiv
dem Klassenkampfgeschehen zuwenden.
Und
da stellen wir doch folgende Entwicklungen fest:
1.
Das Finanzkapital als maßgeblicher Teil der herrschenden Bourgeoisie im
heutigen staatsmonopolistischen Kapitalismus vereint seine Potenzen
erneut wie 1945-1990 in so großen Blöcken wie der EU, der
Freihandelszone USA-Kanada-Mexiko, der ASEAN-Staaten, der NATO, usw. Nur
so hofft es, ein Volk nach dem anderen, einen Landeshaushalt nach dem
anderen, einen staatlich-gesetzlichen Sozialversicherungsfonds nach dem
anderen plündern zu können, indem Krisenzechen von den Volksmassen
bezahlt werden sollen.
2.
Damit trägt das Finanzkapital seinem gesetzmäßigen Profitstreben
Rechnung und reagiert auf seine ständig zunehmende Angst vor der
Widerstandskraft der einzelnen Völker, den revolutionären
Massenprotesten wie in Griechenland, Rumänien, Frankreich, Italien,
Spanien, Portugal sowie den einsetzenden Massenprotesten in Irland, Großbritannien,
Polen, Lettland, Belgien, Dänemark und Deutschland. (Um hier mal die Länder
zu nennen, von denen der Verfasser es genau belegen könnte.)
3.
Die imperialistische Großmacht Deutschland spielt derzeit mit der
imperialistischen Großmacht Frankreich die Chef-Rolle in der EU, eine
zwischen Rivalität und Unterordnung schwankende Rolle gegenüber der
imperialistischen Weltmacht USA sowie eine Vorreiterrolle beim Umsetzen
neokonservativer monetaristischer Diktate des Finanzkapitals. Die
privatkapitalistischen Großbanken und somit das Finanzkapital
Deutschlands und Frankreichs sind die Hauptnutznießer des gigantischen
Schuldendienstes in der EU sowie der Euro-„Rettungspaket““, welche
derzeit unaufhörlich den Völkern in der EU mehr oder weniger gewaltsam
abgepresst werden.
4.
Die Völker in der EU sind weder dumm noch blind. Vorkämpfer der
griechischen Arbeiterbewegung verkündeten per Spruchband von der
Akropolis, dem Hort der Demokratie aus im letzten Frühjahr „Völker
Europas, erhebt Euch“. Dieses Fanal erreichte zumindest die oben
genannten protestierenden Völker.
Immer
mehr Menschen verlieren das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der
„Marktwirtschaft“, des Kapitalismus, des Imperialismus. Immer mehr
Menschen sehen das Verbrecherische an der Menschheit in den derzeit geführten
und sich ausdehnenden imperialistischen Raub- und Kolonialkriegen. Immer
weniger Menschen sind bereit, dies widerstandslos hinzunehmen und denen
zu glauben, die ihnen eine wieder heil werdende Welt und Gesellschaft
vorzugaukeln versuchen.
VERTEIDIGUNG
DEMOKRATISCHER RECHTE IST EIN „RÜCKFALL“?
In
der Verteidigung demokratischer Rechte sieht Inge Viett „einen Rückfall“
für „die marxistische Bewegung“, welche sie zum „revolutionären
Subjekt“ verklärt. Sie benennt da leider nicht Ross und Reiter,
sondern belässt es bei der Worthülse von der „marxistischen
Bewegung“!
Revolutionäres
Subjekt ist allein die Arbeiterklasse, denn ohne ihre Führung im Fall
eines revolutionären Volksaufstandes kann die bürgerliche Ordnung
nicht zerschlagen werden. Dies lehrte uns Lenin, dies sehen wir tagtäglich
z.B. in Venezuela. Und das proletarische Klassenbewusstsein hauchen wir
Kommunisten der Arbeiterklasse ein. Nur unsere beharrliche tagtäglich
unermüdliche revolutionäre Massenarbeit, das Agitieren unserer
Nachbarn und Kollegen, unserer Bekannten und Bekanntschaften wird vielen
Menschen die Augen öffnen und vielen kampfbereiten Arbeitern ihr
Klassenbewusstsein entwickeln helfen. Spontaneität überlassen wir den
kleinbürgerlichen Mittel- und Zwischenschichten, während der
Klassenkampf der Arbeiterklasse bewusst und zielgerichtet geführt wird.
WARUM
UNSER KAMPF FÜR DEMOKRATISCHE RECHTE NOTWENDIG IST
Dabei
ist die Verteidigung bürgerlich-demokratischer Verhältnisse gegenüber
der reaktionären oder faschistischen Diktatur keinesfalls „ein Rückfall“,
sondern grundlegend für ein breites Bündnis der
antiimperialistisch-demokratischen Kräfte gegen die ultra-reaktionären
und faschistischen Kräfte des Finanzkapitals. Es ist wichtig, dass die
Arbeiterklasse für die revolutionäre Überwindung der Herrschaft des
Finanzkapitals in Gestalt privatkapitalistischer Banken und Konzerne und
des militärisch-industriellen Komplexes nicht nur allein und isoliert
in den Klassenkampf zieht, sondern dabei möglichst beträchtliche Teile
der Bauernschaft, der kleinbürgerlichen Zwischen- und Mittelschichten,
der Handwerker- und Gewerbetreibenden mitreißt. Denn sie alle haben
dauerhaft Frieden und Wohlstand im Sozialismus zu gewinnen, was ihnen
kein Imperialismus bieten kann.
Die
kleinbürgerlichen Kräfte schwanken jedoch erheblich zwischen den
beiden großen gesellschaftlichen Hauptklassen, der Bourgeoisie und dem
Proletariat, so dass sie als taktische Verbündete bei der Zerschlagung
des Diktats der Finanzoligarchie durchaus gewinnbar sind und ihren
Beitrag leisten können, aber einer nach Erringung
antiimperialistisch-demokratischer Verhältnisse zu errichtenden
sozialistischen Gesellschaft nicht unbedingt aufgeschlossen gegenüberzustehen
vermögen. Heute jedoch kann es nur darum gehen, mit einem möglichst
breiten Bündnis gesellschaftlicher Kräfte aus Arbeiterklasse, Bauern,
kleinbürgerlichen Zwischen- und Mittelschichten, kleinen Selbständigen
usw. das Kräfteverhältnis zugunsten der
antiimperialistisch-demokratischen Kräfte zu verändern.
LENINSCHE
BÜNDNISPOLITIK - UM KRÄFTEVERHÄLTNIS ZU ÄNDERN
Welche
Forderungen verbinden derzeit die Arbeiterklasse in Deutschland mit
breiten Teilen der Bauernschaft, der kleinbürgerlichen Zwischen- und
Mittelschichten, der binnenmarktorientierten kleinen und mittleren
Bourgeoisie, den Schülern und Studenten, der
wissenschaftlich-technischen Intelligenz („Bildungsbürgertum“)?
Hier eine Auswahl solcher denkbarer Forderungen:
-
KPD legalisieren!
-
Verbot von Faschismus, Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus in jeder
Form!
-
Deutschland raus aus der reaktionären EU!
-
Deutschland raus aus der aggressiven NATO!
-
Abzug der US-Truppen aus Deutschland!
-
Atomwaffenfreie Zone Deutschland!
-
Massenvernichtungswaffenfreie Zone Deutschland!
-
Entschädigungslose Sofort-Verstaatlichung des Finanz- und Bankwesens!
-
Entschädigungslose Sofort-Verstaatlichung der Monopole und Rüstungsfirmen!
-
Aburteilung solcher Kriegsverbrecher wie Oberst Klein durch ein Völkertribunal!
-
Abzug aller Söldner Deutschlands aus allen Kriegs- und
Konfliktgebieten!
-
Rückforderung der in den letzten 30 Jahren gezahlten Subventionen von
abgewanderten und abwandernden Multis!
-
Abschaffung von Studiengebühren und Einführung staatlicher Stipendien
für Arbeiterkinder!
-
Abschaffung der Beamtenprivilegien!
-
Auskömmliche gesetzliche Mindestlöhne für jeden Arbeitenden!
-
Rentensicherheit für alle, die sich ihre Renten selbst erarbeitet
haben!
-
Einheitliches staatliches Sozialversicherungssystem zur Gewährleistung
hoher Mindeststandards für alle einschl. Selbständige und
Beamte/Staatsangestellte!
-
Volksvertreter statt Beamte in die Parlamente!
-
Demokratische Bodenreform zugunsten der Klein- und Mittelbauern und
ihrer Zusammenschlüsse / Enteignung der Großgrundbesitzer!
-
strikte Trennung von Kirche und Staat!
-
Aufhebung der Kirchenprivilegien und Aufkündigung des Konkordats!
-
Entschädigungslose Verstaatlichung der Massenmedien!
-
monatlich arbeitsfreier Haushaltstag für vollzeitbeschäftigte Mütter!
-
Abschaffung von Leih- und Zeitarbeit!
-
Hohe Strafen für Dumpinglohn und illegale Beschäftigung!
-
Probezeitbegrenzung auf 4 Wochen im Arbeitsvertrag!
-
Verbesserung des gesetzlichen Kündigungsschutzes!
-
Maßnahmen gegen Mietwucher und Immobilienspekulation!
usw.
Dies
alles ist noch lange keine sozialistische Gesellschaft, wohl aber wäre
das Ergebnis der Durchsetzung solcher Forderungen eine
antiimperialistisch-demokratische Gesellschaft mit der Perspektive,
daraus eine sozialistische Gesellschaft erwachsen zu lassen. Wir
Kommunisten vertrauen dabei auf die Kraft und das Schöpfertum der
Volksmassen.
WIR
KENNEN UNSEREN KLASSENGEGNER AUCH NAMENTLICH
Hochbezahlte
korrupte bürgerliche Politikaster und Manager im Beamten- und
Verwaltungsapparat sowie in den Chef- und Verwaltungsetagen der großen
Banken und Konzerne zählen ebenso wie hohe Militärs, Besitzer von
nennenswert hohen Anteilen an Banken und Konzernen sowie die
Medien-Mogule nicht zu den antiimperialistisch-demokratischen Kräften.
Auch die exportorientierte Kompradorenbourgeoisie und die Magnaten des
militärisch-industriellen Komplexes werden sich da nicht als Bündnispartner
der Arbeiterklasse gewinnen lassen. Auf Papst und Vatikanbank sowie
Bischofskonferenz und sonstige hohe Klerusgremien wird die
Arbeiterklasse da ebenfalls verzichten müssen.
Dies
sind nun mal die vorhandenen reaktionären bis faschistischen Kräfte,
welche dem pro-imperialistischen Lager zuzuordnen sind. Sie und ihre
Lakaien schonungslos zu entmachten, kann nur im Interesse der
Arbeiterklasse und aller fortschrittlichen und friedliebenden Kräfte
liegen.
Die
antiimperialistisch-demokratische Umgestaltung als notwendiger Schritt
vor dem Übergang zur sozialistischen Revolution steht erst mal auf der
Tagesordnung auch für die marxistisch-leninistischen Kräfte im
heutigen imperialistischen Deutschland. Und genau darauf sind die Kräfte
zu konzentrieren.
Antiimperialistisch-demokratische
Forderungen unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise“
mobilisierten Millionen Arbeiter in vielen Ländern der EU und sprechen
auch die Arbeiter in Deutschland an. Denn die Klasseninteressen aller
Arbeiter aller Länder sind dieselben.
Deshalb
besitzt der Ruf von Karl Marx „Proletarier aller Länder, vereinigt
Euch“ seine ungebrochene Aktualität seit über 150 Jahren.
WORAN
SCHEITERT DIE ZUSAMMENFÜHRUNG DER REVOLUTIONÄRE?
Wir
haben derzeit keine revolutionäre Organisation in Deutschland. Wir
haben in der Bildungsarbeit vor Ort einige Zirkel, in denen Revolutionäre
sehr wohl über revolutionäre Inhalte diskutieren. Und es gibt
zweifellos einen ansehnlichen und vom Klassengegner der Arbeiterklasse
bestens gehätschelten und mit vielerlei Zuwendungen aufgepäppelten
Bereich von revoluzzerhaften kleinbürgerlichen korrupten
Nichtregierungsorganisationen, welche sich als vermeintliche
Heilsbringer den Volksmassen mit ihren Hochglanzbroschüren so gerne präsentieren
und damit gutbezahlt eine systemerhaltende und systemstabilisierende
Funktion ausüben.
Wir
Marxisten-Leninisten sind mit den antiimperialistischen Kräften in den
Gewerkschaften und vor Ort die Revolutionäre. Es wird uns nicht
gelingen, aus der Partei Die Linke eine
antiimperialistisch-demokratische Sammlungspartei zu machen, welche sich
an die Spitze einer antiimperialistisch-demokratischen Massenbewegung
stellen könnte und diese Volksbewegung zur Zerschlagung der Macht der
Banken und Monopole, des Imperialismus, führen könnte. Die Linke ist
wie ihr Vorgänger PDS in den Händen korrupter Volksverräter und ihres
aus politik-geschäftlichen Geldern gut geschmierten mafiösen Anhangs
hauptberuflicher Angestellter. Neben übelster Vetternwirtschaft. Immer
noch hängen Kommunisten doch tatsächlich der Vorstellung an, die
Partei Die Linke könnte ihre politische Heimat und Wirkungsstätte
sein. Es sind somit die Illusionen eines Teils von uns Kommunisten,
welche die Zusammenführung der Revolutionäre bisher scheitern lässt.
Andererseits
fehlt es an solchen aufrechten kämpferischen revolutionären Persönlichkeiten
wie Rosa Luxemburg oder Ernst Thälmann, welche die Massen mitzureißen
vermochten und für das nächste Ziel des Klassenkampfes zu mobilisieren
vermochten. Persönlichkeiten sind sicherlich nicht alles in der
Geschichte, die von den Völkern geschrieben wird. Aber dennoch: Das
russische Proletariat hatte seinen Lenin, als seine Partei und es selbst
ihn brauchten! Das kubanische Volk hatte seinen Fidel, um nicht nur den
einen Batista gegen den nächsten Batista auszutauschen, als es diesen
Diktator Batista zum Teufel jagte und zum heutigen großartigsten
Entsender internationalistischer Kämpfer und Helden wurde. Venezuelas
Volk kann auf seinen großartigen Sohn Hugo Chávez zählen, der es
trotz aller kleinbürgerlicher Spontaneität nie im Stich lassen würde.
Und Deutschlands Volk?
In
Deutschlands Hauptstadt Berlin treffen sich Inge Viett, Gesine Lötzsch,
Katrin Dornheim, Bettina Jürgensen und Claudia Spatz im bürgerlichen
Salon - verändern wird dies nichts!
Quellen:
(1)
http://www.jungewelt.de/2011/01-04/010.php
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