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Die
Botschaft hör
ich wohl – allein es fehlt der Glaube…
Aber
dennoch. Trotz aller Skepsis sollten wir dieser Initiative eine reale
Chance geben!
Redaktion
Kommunisten-online
1.
Februar 2012
Berlin:
Erfolgreiches
Treffen zur Einheit der Marxisten-Leninisten
Sonntag,
29. Januar 2012
Am
Rande der XVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz der
Tageszeitung „junge Welt“ fanden sich am 14.1.12 Genossinnen und
Genossen sechs verschiedener kommunistischer Gruppierungen zu einem
informellen Treffen zusammen. Zu dem Treffen eingeladen hatten die
Kommunistische Initiative Gera 2010 und die Organisation für den Aufbau
einer Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands/ Arbeit Zukunft.
Georg
Dorn nahm im Namen der Kommunistischen Initiative Gera 2010 Stellung.
Genosse Georg, 85 Jahre und Mitglied der DKP, stellte sich persönlich
vor und beschrieb lebhaft, wie er als Jugendlicher nach der Befreiung
Deutschlands vom Faschismus in die SPD eintrat und bei der Vereinigung
von KPD und SPD zunehmend aktiv dabei war und sich für ein
sozialistisches Deutschland einsetzte.
Weiter
ging er darauf ein, dass es für uns alle mit dem Sieg des Kapitalismus
zu einer ungeheuren Katastrophe gekommen sei, die die kommunistische
Bewegung in Deutschland drastisch geschwächt habe. Diese Katastrophe
sei aber nicht über Nacht über uns hereingebrochen, sondern habe
Ursachen. Neben einer Reihe anderer Gründe sei dies vor allem die
Politik Chruschtschows auf dem 20. Parteitag und sein Anti-Stalinismus
gewesen. Genosse Georg Dorn meinte, das Motto der Kommunistischen
Initiative Gera 2010 sei „Einheit durch Klarheit“. Deshalb müssten
die Kommunisten, die Marxisten-Leninisten in Deutschland
gleichberechtigt aufeinander zu gehen und miteinander reden. Die erste
Frage müsse sein: Was haben wir gemeinsam?
Diethard
Möller von der Organisation für den Aufbau einer Kommunistischen
Arbeiterpartei Deutschlands/ Arbeit Zukunft stellte sich ebenfalls kurz
vor. Er berichtete, wie er als Kind und Jugendlicher bei den Besuchen
bei den Großeltern in der DDR in Kontakt zum Marxismus gekommen sei,
zugleich aber konkret erlebt habe, dass schon damals Anfang der 60er
Jahre vieles nicht in Ordnung gewesen sei, das z.B. Karrieristen in die
SED aufgenommen worden seien. Oder dass man sich mit Krediten von der
BRD abhängig gemacht habe. Was Kredite im Kapitalismus bedeuteten, könne
man ja jetzt am Fall Griechenland sehen. Sie seien wie ein Strick um den
Hals und führten dazu, dass man langsam erdrosselt werde. Zuversicht,
dass der Sozialismus eine Perspektive sei, habe er nur durch die Polemik
über die Generallinie und die Kritik von Enver Hoxha am Revisionismus
Chruschtschows erhalten. Für die Organisation für den Aufbau einer
Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands/ Arbeit Zukunft seien zwei
Punkte wichtig.
1.
Die Kommunisten in Deutschland seien nur noch schwach in der
Arbeiterklasse und im Volk verankert. Der Einfluss im Klassenkampf sei
marginal. Zugleich greife das Kapital die Arbeiterklasse gnadenlos an.
Hier sei es wichtig, gemeinsam am Klassenkampf teilzunehmen, die Kräfte
zu bündeln.
2.
Die Kritik am Revisionismus sei nicht wichtig, damit man einen
Schuldigen habe. Sondern es gehe darum, die gemachten Erfahrungen
auszuwerten, daraus zu lernen, sodass man den Fortgeschrittensten eine
ernstzunehmende Antwort auf ihre Fragen und Zweifel zum Sozialismus
geben könne.
Zum
Schluss machte er den Vorschlag eine Art Koordinationskomitee zu bilden,
das öffentlich tagen und drei Aufgaben haben solle:
1.
Klärung, was im Klassenkampf los ist und wo wir gemeinsam auftreten können.
2.
Klärung der wichtigsten Differenzen und Schaffung von Möglichkeiten
(Seminare, Schulungen), um diese Fragen sachlich und solidarisch zu
bearbeiten.
3.
Gegenseitige Hilfe und Solidarität. Das Komitee solle nicht per Beschlüssen
sondern durch Diskussion und Überzeugung die Zusammenarbeit
schrittweise verbessern. Alle Beteiligten sollten sich diesen Vorschlag
überlegen. Ohne praktische Schritte kämen wir nicht voran.
Die
anschließende Diskussion war sehr lebhaft und wollte gar nicht enden.
Mehrere Organisationen wie die KPD-A, Trotz alledem erklärten ihre
Unterstützung für diesen Prozess. Ein Genosse verwies auf die geplante
Konferenz der KPD (Rote Fahne) zu Fragen der Einheit am 9.6.12 in Berlin
und rief zur Teilnahme auf. Ein Genosse der DKP berichtete, dass ihm die
Parteileitung ein Parteiverfahren angekündigt habe, wenn er zu diesem
Treffen gehe. Das schrecke ihn nicht, ihm seien die Inhalte und eine
Zusammenarbeit wichtig. In vielen Beiträgen wurden die Erfahrungen aus
dem Kampf in Betrieb und Gewerkschaft, gegen Faschismus und Krieg
vorgetragen und die Notwendigkeit der verstärkten Zusammenarbeit
betont. Ein Genosse forderte auf, eine Unterschriftensammlung von
Gewerkschaftslinken gegen die Leiharbeit zu unterstützen und damit auch
eine erste gemeinsame Aktion durchzuführen. Die gesamte Stimmung des
Treffens war sehr konstruktiv und solidarisch.
Am
Ende bestand Übereinstimmung, dass man solche Treffen fortsetzen und
auch konkrete Formen der Zusammenarbeit finden wolle. Die Organisation für
den Aufbau einer Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands/ Arbeit
Zukunft ist bereit nach Kräften daran mitzuwirken.
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