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Antwort Roter Webmaster:

Das Ende des realen Sozialismus geschah nicht durch die Überlegenheit des Kapitalismus – es war das Ergebnis des Verrats der modernen  Revisionisten

Der Revisionismus konnte so sein Gift in die Köpfe der Menschen bringen und sich bourgeoise Ideen durchsetzten

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 7. Dezember 2011 mehr

Leserbrief des Genossen M.[1] zu den MOFFs (sog. KI-Deutschland):

„Es ist, wie so häufig, dass einige auch kämpferische Genossen diesen Scharlatanen hinterher rennen und verheizt werden.“

Auf Kommunisten-online am 7. Dezember 2011 –

Werte Genossen,

wir haben Euren Artikel über die KI, über die MOFF-Leute gelesen. Grundsätzlich habt ihr recht: großspurig, frech und mit Halbwissen auf flachem Niveau ist die Einheit der Marxisten-Leninisten nicht zu verwirklichen oder zumindest einen Beitrag dafür zu leisten.

Allerdings ist es wie so häufig, dass einige auch kämpferische Genossen diesen Scharlatanen hinter her rennen und verheizt werden. Es gilt heute eine ordentliche Arbeit zu leisten, die der Zusammenführung der MLer dient, ein solcher Prozess ist schwierig, da historisch gewachsene Organisationen kaum von der einen oder anderen Position lassen will. Wir wissen, dass die Frage der Einheit heute auf der Tagesordnung steht und wir heute intelligent, prinzipienfest und doch flexibel im kommunistischen Sinne dafür kämpfen müssen.

Es ist auch nicht überall Kommunismus drin, wo Kommunismus drauf steht, trotzdem gibt es in fast allen Gruppierungen durchaus Kommunisten die kämpfen. Als ein Beispiel sei die Gewerkschaftsarbeit der DKP in Berlin genannt, die konträr zu den DKP-Positionen liegt und die ganze Partei beschäftigt. Wir als alte ML hätten uns gefreut, wenn es in den siebziger Jahren eine derartige Opposition in der Partei des Modernen Revisionismus gegeben hätte.

Heute gilt es genau zu schauen, wo es Kräfte, Strömungen und Genossen gibt die diesen Kampf, die eine marxistisch-leninistische Politik betreiben und einen Beitrag zur Einheit leisten. Eine solche Einheit kann nicht alleine durch Agitation und Propaganda hergestellt werden, sondern bedarf auch einer Organisation dieses Prozesses. Auch in den östlichen Bundesländern gibt es Kommunisten, die jetzt an unserer Sache festhalten, die jetzt lesen und die Frage des Revisionismus in der Parteigeschichte langsam begreifen. Und wir werden nur dann eine Partei schaffen können, wenn wir dauf dem Weg dorthin kleine oder größere Erfolge erzielen und die Genossen mit einer gewissen Begeisterung daran mitarbeiten. Darum geht es heute.

Eine schöne wissenschaftliche Arbeit wäre doch notwendig, um herauszubekommen, ob bei der Vereinigung von SPD und KPD 1946 quantitativ und qualitativ der Revisionismus unsere Partei zerstört hat und schon am 17. Juni 1953 ein Versagen im Kampf gegen die Reaktion festgestellt werden muss.

Ich will an dieser Stelle nicht weitere Fässer aufmachen, sondern die Redaktion von Kommunisten-online zu bedenken geben, dass ihr auch eine Verantwortung für einen solchen Prozess habt. Manchmal nutzt die Wahrheit über eine Gruppierung den Feinden der Einheit mehr als uns, auch dafür gibt es in der Geschichte der Kommunistischen Partei und ihrer Taktik genügend Beispiele.

Kommunistische Grüße

M.

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Antwort Roter Webmaster:

Das Ende des realen Sozialismus geschah nicht durch die Überlegenheit des Kapitalismus – es war das Ergebnis des Verrats der modernen Revisionisten

Der Revisionismus konnte so sein Gift in die Köpfe der Menschen bringen und sich bourgeoise Ideen durchsetzten

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 7. Dezember 2011 –

Lieber Genosse M.,

„Es ist notwendig, die faule Theorie zu zerschlagen und beiseite zu werfen, dass der Klassenkampf bei uns mit jedem Schritt unseres Vormarsches mehr und mehr erlöschen müsse, dass der Klassenfeind in dem Maße, wie wir Erfolge erzielen, immer zahmer werde. Im Gegenteil, je weiter wir vorwärts schreiten, je mehr Erfolge wir erzielen werden, um so größer wird die Wut der Überreste der zerschlagenen Ausbeuterklassen werden, um so mehr Niederträchtigkeiten werden sie gegen den Sowjetstaat begehen, um so mehr werden sie zu den verzweifeltsten Kampfmitteln greifen, als den letzten Mitteln zum Untergang Verurteilter. Man muss im Auge behalten, dass die Reste der zerschlagenen Klassen in der UdSSR nicht alleine dastehen. Sie genießen die direkte Unterstützung unserer Feinde jenseits der Grenzen der UdSSR.” (J.W. Stalin)

Du hast Recht, wenn du meinst, das in all diesen Gruppen Kommunisten tätig sind, die subjektiv für kommunistische Ideen kämpfen und es wäre vermessen, diese in einem Topf mit den modernen Revisionisten  zu werfen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, diese Genossen mit dem objektiven Wesen ihrer Organisation zu konfrontieren.

1. Die KI Deutschland (MOFF) hat den Zweck, Genossen mittels Beschäftigung mit falschen Themen und Inhalten in irre zu leiten

Die MOFF’s von der sog. Kommunistischen Initiative Deutschland, ist eine doppelte Lüge: sie ist weder kommunistisch, noch initiiert sie irgendwelche Initiativen. Sie verbreitet ein Sammelsurium mehr oder weniger skurriler Ideen, die sie  als kommunistisch ausgibt. So z.B. dass die ML-Klassiker Jünger von Jesus gewesen sein sollen. Bei genauerem Hinsehen aber entpuppen sie sich als verworren und konfus, auch hängen sie sich an Initiativen anderer Gruppen dran, vor allem versprechen sie sich aus dem Umfeld derer, die Nostalgie um den realen Sozialismus betreiben, Zulauf.

Ich verstehe, dass viele Genossen, vor allem aus dem Osten (ich nehme mich da nicht aus), es nicht zulassen wollen, dass man die DDR und das sozialistische Lager mit einer dummen Hetze überzieht. Man will so dokumentieren, dass der Sozialismus gegen  den Kapitalismus scheitern muss und keine Chance hat.

Dagegen müssen sich Kommunisten sich wenden, nicht aber nostalgisch. Die Geschichte ist auch, was das Ende des realen Sozialismus betrifft, eine Geschichte von Klassenkämpfen. In diesem Bereich muss noch viel wissenschaftliche Arbeit geleistet werden. Das Wesen des Untergangs des realen Sozialismus war nicht, dass der Kapitalismus soviel stärker ist, sondern, dass sich der moderne Revisionismus das ideologische Gift in die Köpfe der Menschen – Kommunisten  und auch ganz normale Menschen – brachte und sich so revisionistische Ideen durchsetzten. Schuld daran war also der moderne Revisionismus, der ausgehend von Chruschtschow und seiner Nachfolger die Klassenkämpfe als beendet erklärte und somit den Kampf gegen opportunistische Strömungen in der kommunistischen Bewegung. 

Es trat das Umgekehrte ein: Die Opportunisten führten ihrerseits den Kampf gegen kommunistische Ideen und verfälschten sie dabei. Dabei gingen sie mit Verleumdungen und Unterstellungen  vor. So wurde die Kritik an der revisionistischen Version der friedlichen Koexistenz als die Willen der Kritiker verleumdet, einen atomaren Weltkrieg mit der Vernichtung der Menschheit zu wollen, hingestellt. Oder jegliche Kritik an der Politik der regierenden Parteien im Osten  wurde als Feindschaft gegenüber dem Sozialismus verleumdet. Noch vor drei Jahren beschimpfte mich der Chefdenker der DKP als Feind der DKP und des Sozialismus wegen meiner Kritik am modernen Revisionismus.[2]

Wir brauchen keine Nostalgie, sondern konkrete Analyse einer konkreten Situation. Die Nostalgiker aber verklären die Vergangenheit und vernachlässigen Gegenwart und Zukunft. Sie denken nur ans Gestern, nicht aber an eine marxistisch-leninistische Strategie des Klassenkampfes mit Perspektive proletarische Revolution und Sozialismus. Sie verlieren also das Ziel – proletarische Revolution und Aufbau des Sozialismus – aus den Augen. Nostalgie in dieser Frage ist letztlich eine Spielart des modernen Revisionismus.

Daher wundert es mich auch nicht, dass die MOFFs ausgerechnet in diesem Bereich dabei sind, aber die hängen sich an Initiativen der Nostalgiker nur dran, bringen aber keine eigenen Positionen ein, tun aber so, als sei ausgerechnet ihr Beitrag der wichtigste. Wie in anderen Bereichen, haben sie nichts oder nur Falsches zu bieten[3] und[4]

Zwar meine ich, dass die wichtigsten Figuren der MOFFs ideologisch nicht koscher sind und auf der anderen Seite, der bürgerlichen, der Barrikade stehen; politisch/ideologisch fahren sie einen zentristischen Kurs. Mit dem Etikett kommunistisch fahren sie eine Mittellinie zwischen kommunistisch und revisionistisch. Das ist Kalkül und die einzige Möglichkeit, sich links zu positionieren ohne es zu sein.

Wenn sie sich in den wirklichen Klassenkämpfen engagierten, dann müssten sie strategische und taktische Ziele haben, dann müssten sie Agitprop entwickeln usw. Aber nichts dergleichen. Das einzige ist ihr Schwarzer Kanal, ein lächerliches Plagiat von K.E.v. Schnitzler.

Diese zentristische Ideologie gilt es zu enthüllen, damit ihre positiven  Mitglieder das  erkennen und sich von ihnen ab- und kommunistischer Politik zuwenden. Hier trifft zu, was Stalin wie folgt formulierte:

„Zentrismus ist ein politischer Begriff. Seine Ideologie ist die Ideologie der Anpassung, die Ideologie der Unterordnung der proletarischen Interessen unter die Interessen der Kleinbourgeoisie innerhalb einer gemeinsamen Partei. Diese Ideologie ist dem Leninismus fremd und widerwärtig.

Der Zentrismus ist eine für die II. Internationale der Vorkriegszeit natürliche Erscheinung. Da gab es Rechte (die Mehrheit), da gab es Linke (ohne Anführungszeichen), und da gab es Zentristen, deren ganze Politik darin bestand, den Opportunismus der Rechten mit linken Phrasen zu verbrämen und die Linken den Rechten unterzuordnen.

Worin bestand damals die Politik der Linken, deren Kern die Bolschewiki bildeten? Im entschiedenen Kampf gegen die Zentristen, im Kampf für den Bruch mit den Rechten (besonders nach Beginn des imperialistischen Krieges) und in der Organisierung einer neuen, revolutionären Internationale aus wirklich linken, wirklich proletarischen Elementen.

Warum konnte damals eine solche Kräftegruppierung innerhalb der II. Internationale entstehen, und warum wurde eine solche Politik von den Bolschewiki in der II. Internationale verfolgt? Weil die II. Internationale damals eine Partei des Blocks proletarischer und kleinbürgerlicher Interessen zu Nutz und Frommen der kleinbürgerlichen Sozialpazifisten, Sozialchauvinisten war. Weil die Bolschewiki damals das Feuer auf die Zentristen konzentrieren mussten, die die proletarischen Elemente den Interessen der Kleinbourgeoisie unterzuordnen versuchten. Weil die Bolschewiki damals verpflichtet waren, die Idee der Spaltung zu propagieren, denn ohne dies hätten die Proletarier nicht ihre eigene, aus einem Guss geformte revolutionäre marxistische Partei zu organisieren vermocht. „[5][1] (Hervorhebung von mir, G.A.)

Dennoch: Wenn es die vom Klassengegner vorgegebene Aufgabe der MOFFs ist, Genossen in die Irre zu leiten, so würden sie nicht vom Verfassungsschutz gesponsert, wenn es diese Genossen nicht bei ihnen gäbe. Und denen müssen wir uns annehmen. Das geht nicht,  wenn wir sie mit Samthandschuhen anfassen. Wir müssen ihnen schonungslos klar machen, was das für ein Verein ist, in dem sie mitmachen. Das mag sie ärgern, vielleicht auch Schmerz bereiten, aber man bekommt das Geschwulst des modernen Revisionismus – auch das in der Ausprägung der MOFFs – nicht aus den Köpfen jener, die den MOFFS nachlaufen, wenn wir diese, für sie schmerzhafte, Operation unterlassen.

Das gilt natürlich nicht minder für die anderen revisionistischen Gruppierungen (DKP, MLPD, KPD (Ost); KPD (West) und andere). Wobei ich aber feststellen muss, dass die DKP zwar die älteste und auch die klassische Partei des modernen Revisionismus ist, in ihr aber auch noch die meisten aufrechten Kommunisten Mitglied sind. Aber auch denen gilt es den revisionistischen Kurs ihrer Partei klar zu machen.

2. Parteiaufbau

...wodurch wird die Disziplin der revolutionären Partei des Proletariats aufrechterhalten? wodurch wird sie kontrolliert? wodurch gestärkt?

Erstens durch das Klassenbewusstsein der proletarischen Avantgarde und ihre Ergebenheit für die Revolution, durch ihre Ausdauer, ihre Selbstaufopferung, ihren Heroismus.

Zweitens durch ihre Fähigkeit, sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelzen.

Drittens durch die Richtigkeit der politischen Führung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung, daß sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit überzeugen.

Ohne diese Bedingungen kann in einer revolutionären Partei, die wirklich fähig ist, die Partei der fortgeschrittenen Klasse zu sein, deren Aufgabe es ist, die Bourgeoisie zu stürzen und die ganze Gesellschaft umzugestalten, die Disziplin nicht verwirklicht werden.“
Wladimir Iljitsch Lenin: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung

Wir haben nicht zufällig dieses Zitat von Lenin als Motto von Kommunisten-online ausgewählt. Lenin definiert hier die Kriterien, an denen man messen kann, was eine wirkliche Partei der Arbeiterklasse ist.

1. Es kann keine wirkliche KP geben, wenn deren Kader sich nicht in allen ihrem Denken und Handeln der Revolution verpflichtet fühlen;

2. Es ist keine wirkliche KP geben, wenn die Partei und deren Kader nicht an der Spitze der Kämpfe der Massen stehen, wenn sie nicht ein Teil – wenn auch der bewussteste – der Werktätigem werden;

3. Die Massen des Proletariats und der anderen Werktätigen müssen sich durch eigene Erfahrung von der Richtigkeit der Politik der  Kommunisten überzeugt haben d.h. die Partei muss tief in den Massen verankert sein. Das ist aber nur möglich, wenn die Partei einen führenden Anteil an den Klassenkämpfen hat.

Ohne diese Bedingungen kann in einer revolutionären Partei, die wirklich fähig ist, die Partei der fortgeschrittenen Klasse zu sein, deren Aufgabe es ist, die Bourgeoisie zu stürzen und die ganze Gesellschaft umzugestalten, die Disziplin nicht verwirklicht werden.“

Oder: Eine Gruppe, die diese Kriterien nicht erfüllt, ist keine revolutionäre Partei des Proletariats, erhebt sie diesen Anspruch, dann betreibt sie Etikettenschwindel.

Betrachtet man aber das kommunistische Spektrum, so gibt es einzelne Gruppen, die mehr oder weniger  richtige und gute Aktivitäten  entwickeln und keinen Parteianspruch erheben (Rotfuchs, Revolutionärer Kampfbund (RFB). Kommunisten in örtlichen antifaschistischen, gewerkschaftlichen und Friedeninitiativen und andere, wie z.B. die Initiative zur Rettung der Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals usw. oder auch wir).

Die Arbeit der Genossen in diesen Initiativen sollte nicht unterschätzt werden: Hier wird Widerstand organisiert, Bewusstsein geschaffen, dass der kapitalistische Staat durch Widerstand in seine Schranken gewiesen werden kann, werden Verbrechen und Machenschaften des Klassenfeindes enthüllt usw. Auch das ist kommunistische Arbeit.

Aber sie ersetzen keine Partei der Arbeiterklasse. Alle diese Initiativen können ohne die revolutionäre Partei der Arbeiterklasse nur Teilerfolge erzielen, kommen aber dem Ziel Sozialismus keinen Schritt näher.

Und dann gibt es die „Parteien“, also die DKP. MLPD, die KPD. Diese erheben Parteianspruch. Die eine, die KPD (Rote Fahne), zählt sogar großsprecherisch ihre Parteitage  nach dem Gründungsparteitag der KPD von 1918. 

Welche Vermessenheit! Selbst am Gründungstag der KPD war die Partei Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs tausendmal mehr kommunistisch als diese Sekte in Berlin, die sich großmäulig KPD nennt. Die nahmen sogar den in Berlin stadtbekannten Neofaschisten Detlef Nolde in ihre Partei auf, an dessen Händen sogar das Blut von zwei Ermordeten klebt.

Wir enthüllten den Skandal, die sog. KPD erklärte daraufhin, dieser Mensch sei nicht Mitglied bei ihnen. Wir glaubten  es. Inzwischen aber wissen wir: Nolde war tatsächlich Mitglied dieser sog. KPD.  Es war nämlich wie folgt:

Als wir enthüllten, dass Nolde Mitglied der sog, KPD ist, forderte die Parteiführung Nolde auf, sich etwas im Hintergrund zu halten. Das aber lehnte dieser ab und trat wieder aus. Jetzt konnten die famosen Kommunisten frech behaupten, der Neonazi sei nicht Mitglied bei ihnen.

Oder: In einem, Aufruf zu einer Konferenz forderten sie, aus der Nato wieder ein Verteidigungsbündnis zu machen. Wieder? War die Nato je etwas anderes als ein Kriegsbündnis unter Führung der USA? War sie nicht gegründet, um das sozialistische Lager zu bedrohen? Solches Zeug veröffentlichte die KPD-Vertreter 2007 bei einer Tagung verschiedener kommunistischen Gruppen in Berlin. Ich kritisierte das und warf ihnen ideologische Unklarheit vor. Und die sollen obige Parteikriterien Lenins erfüllen? Undenkbar.

Oder die DKP: Der damalige  DKP-Vorsitzende Heinz Stehr meinte 2004, dass er „keine fundierte“ Kritik an der irakischen  KP habe. Die IKP beteiligte sich an einer Quislings-Regierung von Gnaden der USA[6] und rechtfertigte damit die US-Aggression. Und das fand der Vorsitzende der DKP nicht der Kritik wert.

Als dann ein Sturm des Protestes kam – innerhalb und außerhalb der DKP – relativierte das Stehr nur.

Das ist nur ein Beispiel der Fehlleistungen der Führung der DKP. Erst beim jüngsten Pressefest der UZ, im Sommer 2011, wurde die bereits eingeladene Band „Bandbreite“ des Antisemitismus bezichtigt und wieder ausgeladen. Die Bandbreite hatte sich den Unwillen des prozionistischen Teils der DKP-Mitglieder (Antideutsche) zugezogen. Einer der Hauptmatadoren der DKP, am Veranstaltungsort Dortmund, ist der Ultrarevisionist Ulrich Sander, der ist auch schon mal bei den Kommunalwahlen als Oberbürgermeister Kandidat aufgetreten. In einer Gastkolumne von Ulrich Sander „Lehren aus dem Iran“ schreibt er, Sie (die Aufständischen im Irak, G.A.) verbünden sich zu grausamen Feldzügen und Anschlägen (...) gegen die USA und gegen alle, die sie für Handlanger der USA halten.“  Die Iraker, die sich gegen die Aggressoren wehren, sind die Bösen und führen Krieg – nicht die USA.

Sander ist vorn dran bei den Antideutschen in der DKP und bei der VVN. Er betätigt sich auch als Friedensfreund und macht beim Ostermarsch mit – verteidigt oder verschweigt aber gleichzeitig die Kriegspolitik der Zionisten. Manchmal darf er da auch eine Rede halten, wobei er jegliche Kritik an den Aggressionen der Zionisten auslässt und seien sie noch so blutig[7]. Wir prangerten die Rolle von Sander mehrfach an[8]. Inzwischen mehrt sich die Kritik an ihm in der Friedensbewegung und er ist von vielen Friedenfreunden nicht als Redner geschätzt.

Ich vermute, seine prozionistische Clique in der DKP steckte hinter dem Ausladen der Bandbreite. Der Protest, der dann kam, konnte selbst die DKP-Vorsitzende Bettina Jürgensen nicht außen vor lassen. Die Ausladung wurde zurück genommen, die „Bandbreite“ konnte auftreten.[9]

Kann aus einer Partei, deren damaliger Vorsitzender sich auf die Seite von Quislingen  stellte, in denen sogar Antideutsche ihr Unwesen treiben, eine kampfsstarke marxistisch-leninistische kommunistische Kampfpartei entstehen? Unmöglich!

Zum Schluss die MLPD: Ich werde mich mit ihr nicht weiter beschäftigen, das taten wir genügend in der Vergangenheit. Die Auseinandersetzung von Kommunisten-online mit der rechtsopportunistischen MLPD und die Reaktionen der MLPD[10] sind ausreichend dokumentiert.[11]

3. Fazit:

Dass wir eine wirkliche kommunistische Partei brauchen, ist unter Kommunisten unumstritten. Die Zeit für den Parteiaufbau ist objektiv längst reif. Ohne sie kann der Klassengegner schalten und walten, wie er will. Er muss keine organisierte Gegenwehr befürchten und er muss auch nicht befürchten, dann dem System des Imperialismus eine Alternative – geschweige denn eine revolutionäre – entgegen gesetzt wird. Die Vasallen des Klassenfeindes überbieten sich nur in Scheinalternativen, die allesamt letztlich den bisherigen Zustand konservieren, ja verschlimmern, wird. Was hat die Linkspartei an Alternativen zu bieten? Öffentlich geförderter Beschäftigungssektor? Oder Anstatt Bundeswehr als NATO-Truppen in Afghanistan nun Bundeswehr mit Blauhelm auf dem Kommisschädel?

Oder DKP? Führende Funktionäre fühlen sich im Arsch der Linkspartei am wohlsten, die Linken in ihr sind weitgehend orientierungslos.

Die MLPD? Deren echter Sozialismus ist ein eklektizistisches Durcheinander von Geschwätz und rechten und linken Opportunismus – kurz: Es ist erbärmlicher Unsinn und großmäulig. Von einer in den Massen verankerter KP ist bei ihr noch weniger zu spüren, als bei der DKP.

Wir sprachen  oben von den MOFFs, der angeblichen Kommunistischen Initiative. Sie ist eine doppelte Lüge: sie ist weder kommunistisch, noch ist es eine Initiative (ganz im Gegensatz zu einer gleichnamigen Organisation in Österreich, die mit Erfolg und viel Kraft kommunistische Politik betreiben.). Die MOFFs sind einerseits eine Karikatur einer Gruppe mit Namen KI, andererseits eine billige Fälschung. Es ist klar, warum diese Gruppe entstanden ist:

Überall im Lande gibt es versprengte einzelne Genossen und Gruppen, aber auch unzufriedene Mitglieder bestehender kommunistischer Gruppen (DKP usw.), von denen für den Klassenfeind die Gefahr ausgeht, dass sie sich sammeln und zum Kern der KP werden. Die müssen in die Irre geführt werden und ihnen muss die Illusion vermittelt werden, sie täten etwas für den Aufbau der KP. In Wirklichkeit lenkt die KI genau davon ab und führt in die Irre. Genau das ist Sinn und Zweck der sog. KI – sie ist eine Kreatur des Klassenfeindes und wird angeleitet und gesponsert vom Verfassungsschutz.

Aber diese Machenschaften des Klassenfeindes sind bereits jetzt gescheitert. Trotz der Erfolgsmeldungen der MOFFs sind sie seit ihrer Gründung 2008 kaum gewachsen, es sind eher weniger. Die MOFFs haben überhaupt keine Verankerung in der Arbeiterklasse, sie sind weder in der Praxis des Klassenkampfes präsent noch spielen eine Rolle in Theorie und Praxis.

Wie aber kommen wir zu  einer wirklichen KP in Deutschland? Nicht, indem ein kleines Häuflein eine gründet – davon gibt es genug, das würde sie Spaltung nur vertiefen.

Vielmehr kommt es darauf an, dass Kommunisten in allen Organisationen – und auch die, in keiner Organisation – in einen kritischen Dialog treten, sich an den Klassenkämpfen aktiv beteiligen. In diese Kämpfe die Ideen des Kommunismus tragen, sich vom modernen Revisionismus distanzieren und von dessen Vertretern nicht minder, diese isolieren und lernen, über die Grenzen der Gruppen gemeinsam zu kämpfen.

Sie können so zusammenwachsen und hieraus kann die Kommunistische Partei entstehen. Die kann und wird noch nicht alle Kriterien Lenins erfüllen, wird das aber zumindest im Ansatz angehen. So kann die Zersplitterung überwunden werden.

Es hilft nichts, wenn man die Zersplitterung opportunistisch nicht zur Kenntnis nimmt oder sie weinerlich beklagt. Lernen wir zunächst wieder das Kämpfen in den Klassenkämpfen, lernen wir Kritik und Selbstkritik zu üben, lernen wir, dass wir dem Proletariat verpflichtet sind und nicht dem Verein, der sich zwar Partei und kommunistisch nennt, dessen Führung und dessen Politik aber revisionistisch ist. Es gilt noch immer, was eins August Bebel so formulierte:

„Schaut euren Führern nicht aufs Maul – schaut ihnen auf die Hände.“


[1]  Namen ist der Redaktion bekannt

[2]  Haltet den Dieb oder Wie Robert Steigerwald Stalin und den Aufbau des Sozialismus verunglimpft und die Geschichte fälscht Von Günter Ackermann/Januar 2008 siehe

[3]  Siehe: O Gottchen! Die Jünger des Kirchenlehrers und ihr idealistisches und pseudomarxistisches frommes Gewäsch oder Eine Handvoll Lügner, Etikettenschwindler, verkappte Zionistenfreunde, Jesusjünger, Kirchenbeamte, Journalisten & Editoren & Consultanten maßen sich an, die Crème de la Crème der Arbeiterklasse sein mehr

[4]  Siehe: Witzbolde oder Agent Provocateur , Die MOFF’s verbreiten Bunkermentalität damit ihnen nicht die letzten guten Leute weg laufen Von Günter Ackermann mehr

[6] Quisling unter Quislingen, DKP-Chef Stehr outet sich als ideologisch klar: Es gibt „keine fundierte Kritik[6][1]“ an der Irakischen KP, ihrer Beteiligung an der irakischen Quislingsregierung und der Beteiligung am Morden im Irak durch die USA-Imperialisten und der Quislingstruppen siehe

[7]  Eine solche Rede Sanders veröffentlichte das heutige Zentralorgan der MOFFs ohne kritischen Kommendar

[8]  Böswillig oder beschränkt? Kritik am zionistischen Rassismus wird als antisemitisch diffamiert siehe

[9]  Nachtrag UZ-Pressefest 2011: Nach wessen Pfeife tanzt die neue DKP-Führung? Nachtrag UZ-Pressefest 2011: Von Günter Ackermann siehe

[11]  Auseinandersetzung von Kommunisten-online mit der rechtsopportunistischen MLPD und die Reaktionen der MLPD siehe

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