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Warum heißt die Zeitschrift „offen-siv“ offensiv? 

Weil sie sich was traut!

Die „offen-siv“ bietet ein marxistisch-leninistisches Fernstudium an

Von Helmut Lucas/5.12.2005

Zeit ist es ja schon lange! Seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist mir kein ernsthafter Versuch eines solchen Projektes bekannt. Wie denn auch? Die kommunistische Bewegung ist zersplittert, organisations- und parteiegoistische Positionen bestimmen stärker die Diskussionen als die eigentlich dringend notwendigen Inhalte kommunistischer Theorie und Politik. Was liegt da näher, als sich auf die gemeinsamen Wurzeln zu besinnen? Nur wer lernt und lernt und lernt kann bestehen!

Da gibt es allerlei Parteien. Ob sie nun DKP oder KPD heißen (letztere gibt es öfter als wünschenswert) oder sich den Zusatz ML genehmigen oder sich gleich MLPD nennen oder wie auch immer, wer blickt da noch durch? Das ist alles andere als einfach. So trivial es auch daherkommen mag, es gibt nur eine einzige Möglichkeit sich zurecht zu finden: Sich die Grundlagen von Marx, Engels und Lenin anzueignen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Marx und Engels, neben ihren Tätigkeiten als erste und zweite Vorsitzende der Kommunistischen Internationale, vor allem Grundlagenforschung betrieben, Lenins Schriften sich wesentlich aber auf die konkreten Situationen der russischen Revolution bezogen haben.

Über die Rolle (partei-)unabhängiger Kommunisten

Gemeinsam ist uns die Position, dass es die kommunistische Partei noch nicht gibt! Bei einer Schulung/einem angeleiteten Studium hat das den Vorteil, dass eventuelle Partei-Egoismen, die sich aus der Konkurrenz verschiedener kommunistischer oder sich kommunistisch nennender Parteien ergeben,  wegfallen. Es spielt auch keine Rolle, ob Teilnehmer/innen Mitglied einer Partei oder Organisation sind, marxistisch-leninistische Inhalte lässt das völlig unbeeindruckt. Ziel bleibt nach wie vor, die Voraussetzungen zu verbessern, zu einer einheitlichen kommunistischen Partei zu kommen.

Zur offen-siv

Die Zeitschrift besteht (unter Regie von Frank Flegel) seit Oktober 1993. Lange Zeit herausgegeben von der Kommunistischen Plattform der PDS (KPF), hat sie so manche Stürme überstehen müssen und man kann mit Fug und Recht sagen: Es hat sie nur gestärkt!

Im Zuge der revisionistischen Entartung der KPF erschien ihr die offen-siv allmählich als zu radikal. Nur hatte sich die offen-siv gar nicht von ihrer marxistisch-leninistischen Position entfernt, die KPF wollte lieber mit der PDS „kulturvoll“ schmusen (und will es heute noch). So ist übrigens auch Kommunisten-online als Antwort auf den KPF-Revisionismus entstanden. Heute wird die offen-siv von einem Förderverein herausgegeben.

Der Weg dieser Zeitschrift ist beeindruckend. Angefangen mit 12 Seiten diente sie in ihrer Anfangsphase als innerparteiliches Kampfblatt zur Stärkung der marxistischen und antikapitalistischen Kräfte in der PDS. Da wurde aber schon bald klar, dass auch die Führung der KPF keineswegs an einer klaren Linie interessiert war. Galt die offen-siv anfangs nur den Reformisten als suspekt, ging diese Haltung bald auch auf die Führung der KPF über. Besonders die Inhaltskonferenzen, die die offen-siv zu verschiedenen Themen organisierte, und zwar quer durch die KPF/PDS und darüber hinaus, waren diesen Leuten ein Dorn im Auge. Dazu kam, dass zunehmend auch Genoss/innen aus der DKP Artikel einsandten, oft mit Kritik an ihrer eigenen Parteiführung. Und die wurden dann auch noch veröffentlicht (wie gemein!).

Die Auseinandersetzungen verlagerten sich von innerparteilichem Unfug immer mehr auf die Inhalte kommunistischer Theorie und Politik und damit wuchs zunehmend auch die Qualität der offen-siv.

Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die KPF Hannover die Herausgeberschaft kündigte und damit ungewollt den Weg zu einer völlig unabhängigen Zeitschrift frei machte.

Inzwischen ist sie 12 Jahre alt und aus dem Spektrum kommunistischer Presse nicht mehr weg zu denken. Vor allem aber: sie ist unabhängig, spendenfinanziert und letzten Endes nur ihren Leser/innen gegenüber verpflichtet.

Zurück zum Fernstudium

Es ist egal, ob jemand seine alten Kenntnisse wiederauffrischen möchte, oder ob noch gar keine oder nur recht geringe theoretische Kenntnisse vorhanden sind. Wer möchte sollte daran teilnehmen.

Helmut Lucas, 5.12.2005

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Programm des marxistisch-leninistischen Fernstudiums der Zeitschrift Offensiv

I. Allgemeines

Das Fernstudium soll die Grundlagen des Marxismus-Leninismus vermitteln und diese nutzbar machen für die aktuelle Praxis. Da die interessierten Genossinnen und Genossen weit über das Land verstreut sind und wir nicht die Kapazitäten haben, kontinuierliche Schulungsarbeit vor Ort durchzuführen, haben wir uns für die Form des Fernstudiums entschieden.

Spezifische Form des Fernstudiums

Diese Form bedeutet, dass es Einführungsseminare mit den „Teamern“, also den für den jeweiligen Studienteil verantwortlichen „Lehrern“ geben wird, woran sich eine Phase der Eigenarbeit in den jeweiligen Gruppen bzw. allein anschließt, unterstützt durch ein Informations- und Diskussionsforum im Internet, welches nur den Teilnehmern/innen des Fernstudiums und den Teamern zugänglich ist. Eine solche Phase dauert etwa vier Monat. Am Ende dieser Zeit findet eine Lernzielkontrolle statt, deren Auswertung und Nachbereitung bei einem Zwischenseminar durchgeführt wird.

Nun würde die zweite Phase des Studiums beginnen, aufgebaut so wie gerade für die erste Phase dargestellt.

Im Ganzen denken wir an einen Zeitraum von zwei Jahren, jeweils unterteilt in 4-monatige Blöcke (mit kleinen zeitlichen Variationen) – so wie oben skizziert.

Aufbau des Studiums

Ein Jahr gehört der Ökonomie, d.h. vorwiegend der Marxschen Kapitalanalyse und der Leninschen Imperialismustheorie (sowie einem kleinen historischen Überblick über die unterschiedlichen Gesellschaftsformationen). Und im anderen Jahr soll es um Themen wie Lenins Parteitheorie, Kampf gegen Trotzkismus und Revisionismus, Bündnispolitik, Kampf gegen das Kapital, Revolutionstheorie, Aufbau des Sozialismus als erster Phase der kommunistischen Gesellschaft, Planwirtschaft, Diktatur des Proletariats und Klassenkampf gehen, abschließend mit konkreten Analysen aktueller Ereignisse, z.B. im Trikont, aber auch in Europa und in der BRD. Hier wollen wir auch die Ursachen der Niederlage des Sozialismus in Europa analysieren.

Teamer für den ökonomischen Teil des Programms wird Frank Flegel sein, die politischen, partei- und sozialismustheoretischen sowie aktuellen Themen werden von Michael Opperskalski und Andrea Schön begleitet.

Ein Einstieg in das Schulungsprogramm ist sowohl über den ökonomischen als auch über den politischen Strang möglich. Wie auch immer man anfängt, inhaltlich wird es letztendlich identisch sein.

Voraussetzungen und Bedingungen

Das Programm ist nicht unkompliziert, setzt kontinuierliche Arbeit und einige Disziplin voraus. Andererseits ist es auch zu schaffen: als Teilnehmer/in muss man ein- bis zweimal wöchentlich zwei bis drei Stunden Studienzeit aufbringen können, man muss alle vier Monate zu einem eintägigen Seminar fahren können und die Zeit haben, zu Beginn und zum Abschluss, also Anfang 2006 und Anfang 2008, zu einem zweitägigen Seminar kommen zu können. Und hilfreich ist es, wenn man Zugang zu einem Computer mit Internet-Anschluss hat.

Materialien und Kosten

Wir werden für das zweijährige Studium eine Gebühr nehmen müssen zur Bücherbeschaffung und zur Herstellung der Materialien: Alle Teilnehmer/innen werden zu Beginn ein Paket ausgehändigt bekommen mit Büchern, einem zusammengestellten Reader, mit Kopien und wahrscheinlich auch einer CD mit Texten. Wir bemühen uns, z.B. das „Kapital“ von Marx und Lenins Imperialismusschrift möglichst günstig antiquarisch zu beschaffen bzw. in günstigem Nachdruck parat zu haben. Um eine Größenordnung zu nennen: Wir hoffen, dass 30,- € für die Beschaffung der Materialien pro Teilnehmer/in ausreichen werden. Die Kosten für die Übernachtung incl. Verpflegung werden sich beim Anfangs- und beim Schlussseminar auf rund 20.- € belaufen. Man braucht zum Start (am ersten Wochenende im März 2006) also 50,- €.  Für die Fahrtkosten und die Kosten der Unterkunft bei den zweitägigen Seminaren werden wir einen Spendenfonds anlegen, damit fehlendes Geld kein Hindernis für’s Lernen ist.

Start: Termin und Ort

Das Fernstudium startet mit dem Anfangsseminar am 4. und 5. März 2006 in Strausberg (etwas östlich von Berlin gelegen).

Die Zwischenseminare werden wir wandernd so legen, dass die Belastung durch die Fahrten auf die Teilnehmer/innen einigermaßen gleichmäßig verteilt wird.

II. Inhaltlicher Überblick:

1. Ökonomie

Erster Teil

- Einführung in materialistisches Denken.   – Einführung in die Kapitalismusanalyse.   - Ware und Geld.   - Verwandlung von Geld in Kapital.   - Mehrwerttheorie.   - Exkurs zur materialis-tischen Dialektik. Einheit der Widersprüche, Weiterentwicklung der Widersprüche, dialek-tische Logik.

Literatur: Marx: Feuerbachthesen; Auszüge aus Marx/Engels: Deutsche Ideologie; Marx: Das Kapital Band 1 (Feuerbachthesen und Auszüge aus Deutsche Ideologie können für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kopiert bzw. auf CD gebrannt werden, es lohnt aber auch, sich die Werke anzuschaffen. Marx, Kapital, Band 1 muss angeschafft werden.)

Zweiter Teil

- Absolute Mehrwertproduktion….- Produktivkräfte und relative Mehrwertproduktion.   - Arbeitstag und Arbeitslohn, Klassenkampf.   – Exkurs: Mystifizierung der Oberfläche des Kapitals, Fetischcharakter von Ware, Geld und Kapital, grundlegende Verkehrung der gesell-schaftlichen Verhältnisse durch die kapitalistische Produktionsweise. Marxsche Methode.

Literatur: Marx: Kapital Band 1; Offensiv Heft 6/1997 „Marxsche Methode, Wissenschaft, Dialektik“, daraus: S. 4-32, F. Flegel: Marxsche Methode. (Marx: Kapital Band 1 ist angeschafft, Offensiv-Text kann für die Teilnehmer/innen kopiert werden.)

Dritter Teil

- Allgemeines Gesetz der kapitalistischen Akkumulation, Produktion der industriellen Re-servearmee.   - Tendenzieller Fall der Profitrate, Gesetz der ungleichen Entwicklung.  - Le-nins Imperialismustheorie. Allgemeine Krise des Kapitalismus. (Inhaltlicher Übergang zur Geschichtsphilosophie)

Literatur: Marx: Kapital Band 1; Auszüge aus Marx: Kapital Band 3; W.I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Allgemeinverständlicher Abriss; Harpal Brar: Imperialismus im 21. Jahrhundert, Sozialismus oder Barbarei. (Marx: Kapital, Band 1, ist angeschafft, Auszüge aus Marx: Kapital Band 3 können für alle Teilnehmer/innen kopiert werden, Lenin und Brar müssen angeschafft werden.)

2. Geschichte der Gesellschaftsformationen

- Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.   - Kurzer (logischer – nicht historisch-konkreter) Überblick über die bisherigen Gesellschaftsformationen. Darin: Entwicklung der Klassengesellschaft, unterschiedliche Formen der Ausbeutung, Ableitung der jeweiligen gesellschaftlichen Moralvorstellungen, der Rechtsvorstellungen, der Entwicklung des Staates.

- Urgesellschaft.   – Stammesgesellschaft.    – Sklavenhaltergesellschaft.   - Feudalismus, Übergang zum Kapitalismus.   - Aktuelle Epochebestimmung.

(Inhaltlicher Übergang zu den Themen: „Kampf der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten“ und „Aufgaben der kommunistischen Bewegung“.)

Literatur: Fernstudium Geschichte, Herausgegeben vom Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut, 1951-1954. Auszüge aus dem 3., 4., 5., 8. und 9. Lehrbrief. (Die Texte der Lehrbriefe Fernstudium Geschichte können für alle Teilnehmer/innen kopiert werde.)

3. Grundlegende strategische Maximen der kommunistischen Bewegung während ihres Kampfes gegen das Kapital

- Die Partei: Lenins Parteitheorie.   - Partei und Massenorganisationen; Bündnispolitik.   - Kampf gegen den konterrevolutionären Trotzkismus, den aus dem Imperialismus erwachsenden Revisionismus und Reformismus sowie andere kleinbürgerliche Strömungen, insbesondere auch den „linken“ Opportunismus; angesichts seiner wachsenden aktuellen Bedeutung wird die aktuelle Situation sowie die geschichtliche Rolle des Trotzkismus besonders beleuchtet.   - Geschichte der deutschen kommunistischen Bewegung. Von ihren Ursprüngen in der Sozialdemokratie über die Gründung der KPD bis heute. Dabei wird die Geschichte der Sozialdemokratie bzw. dem so genannten „demokratischen Sozialismus“ als Waffe gegen den wissenschaftlichen Sozialismus einer besonderen Betrachtung unterzogen

Literatur: Es wird für diesen Teil ein Reader zusammengestellt mit Auszügen aus folgenden Texten:

J.W. Stalin: Fragen des Leninismus // Geschichte der KPdSU(B) // Wissenschaftlicher Kommunismus, Lehrbuch für das marxistisch-leninistische Grundlagenstudium, Berlin (DDR) 1976 // W.I.Lenin: Bedingungen für die Aufnahme in die Kommunistische Internationale (1920) // W.I.Lenin: Brief an einen Genossen über unsere organisatorischen Aufgaben (1902) // W.I.Lenin: Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus // J.W.Stalin: Die Partei vor und nach der Machtergreifung // Leninismus – Lesehefte für Schulen und Selbstunterricht: Heft 1 (Was ist Leninismnus), Heft 2 (Die Theorie der proletarischen Revolution) sowie Heft 7 (Strategie und Taktik) // J.W.Stalin: Vierte Beratung des ZK der KPR(B) mit den verantwortlichen Funktionären der nationalen Republiken und Gebiete. // W.I.Lenin: Was tun?// W.I.Lenin: Entwurf des Programms der KPB(B. // G.Dimitroff: Probleme der Einheits- und Volksfront (Reden und Aufsätze, so u.a. auf dem VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale) // Sammlung von Texten Lenins: W.I. Lenin - Gegen den rechten und linken Opportunismus und den Trotzkismus. // Verschiedene Herausgeber: Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1863-1975 // Wolfgang Abendroth: Aufstieg und Krise der deutschen Sozialdemokratie. // Max Seydewitz: Stalin oder Trotzki. //

Michael Sayers/Albert E.Khan: Die große Verschwörung. // Harpal Brar: Perestrojka

 

4. Grundlegende strategische Maximen der kommunistischen Bewegung beim Aufbau des Sozialismus

- Der Sozialismus als erste Phase der kommunistischen Gesellschaft; grundsätzliches Ziel: die kommunistische Gesellschaft.   - Diktatur des Proletariats und Klassenkampf im Sozialismus; Verteidigung der Revolution.    - Gesamtgesellschaftliche Planung, Eigentumsfragen, Grundgesetze der sozialistischen Produktionsweise; Warenproduktion und Warenzirkulation als dem Sozialismus grundsätzlich wesensfremd, als Relikte des Kapitalismus. Rolle und Funktion derselben im Sozialismus.    - Revisionismus als Grundlage für die Konterrevolution und die Niederlage des Sozialismus in den sozialistischen Ländern Osteuropas sowie dessen Rolle in der kommunistischen Weltbewegung

Literatur: Es wird für diesen Teil ein Reader zusammengestellt mit Auszügen aus folgenden Texten:

Marx/Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. // W.I. Lenin: Staat und Revolution. // Leninismus – Lesehefte für Schulen und Selbstunterricht: Heft 3 (Die Diktatur des Proletariats) sowie Heft 4 (Der Kampf um den Sieg des sozialistischen Aufbaus). //

J.W.Stalin: Fragen des Leninismus. // J.W.Stalin: Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR. // Autorenkollektiv:  Lehrbuch der politischen Ökonomie. // Harpal Brar: Perestrojika. // „offen-siv“-Sonderheft: Der Revisionismus. // Kurt Gossweiler: Taubenfusschronik, Band 1 und 2. // Kurt Gossweiler: Wider den Revisionismus

 

 5. Analyse der aktuellen Situation

- Imperialismus heute, 1. Teil: Analyse der so genannten Neuen Weltordnung; Strategien und Dominanz des US-Imperialismus, wachsende Konkurrenz der imperialistischen Zentren, insbesondere zwischen dem US-Imperialismus und dem entstehenden europäischen Imperialismus (BRD-Imperialismus als führende imperialistische Macht in Europa); Kriegsgefahr und zunehmende Faschisierung der entwickelten imperialistischen Staaten; Aktualität der Leninschen Imperialismustheorie

- Imperialismus heute, 2. Teil: Rolle und Strategie des deutschen Imperialismus im Rahmen der so genannten Neuen Weltordnung: Strategien und Kontinuitäten des deutschen Imperialismus seit der Reichsgründung 1871.

Abschließende Diskussion zu a) und b) : US-Imperialismus, EU-Imperialismus, BRD-Imperialismus – Kräfteverhältnisse, Einschätzungen, Aufgaben der Kommunisten heute: Was bedeutet heute Antiimperialismus? In diesem Zusammenhang muss sich das Verständnis von Lenins Imperialismustheorie bewähren als Analyse eines Systems und nicht eines bestimmten, sich kriegerisch gebärdenden Landes. (Stichwort: Imperialismus ist nicht da, wo geschossen wird – sein Friede ist aus demselben Stoff wie sein Krieg).
Entlarvung von Forderungen nach "ziviler" Gegenmacht als Illusionen eines nicht-imperialistisch organisierten Kapitalismus.
Bildung eines aktuellen Begriffs vom "proletarischen Internationalismus" angesichts der Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak etc.

- Aktuelle Kämpfe und die Strategie der kommunistischen und Arbeiterbewegung sowie antiimperialistischer, progressiver, revolutionärer und demokratischer Kräfte in den Zentren und im Trikont. Zwei Beispiele aus dem Trikont: Irak/Naher Osten und Lateinamerika/Venezuela/Kolumbien

- Strategische Konzeptionen der linken und kommunistischen Bewegung in Europa und insbesondere auch der BRD

Literatur:  Harpal Brar: Imperialismus im 21. Jahrhundert (ist angeschafft), //

„offen-siv“-Konferenzband: Imperialismus und antiimperialistische Kämpfe im 21. Jahrhundert (wird gestellt) // Textsammlung aus Reinhard Opitz "Europastrategien des Deutschen Kapitals 1900-1945", (wird zur Verfügung gestellt)//

Reader mit Auszügen aus:W.I. Lenin "Rohentwurf der Thesen für einen offenen Brief an die Internationale Sozialistische Kommission und alle sozialistischen Parteien", LW Bd. 23, S. 210 ff // W.I. Lenin "Die Aufgaben des Proletariats in unserer Revolution"/Abschnitt "Die Lage in der sozialistischen Internationale", LW Bd. 24, S. 59-66 //  W.I. Lenin "Ursprünglicher Entwurf der Thesen zur nationalen und kolonialen Frage", LW Bd. 31, S. 132 ff // 

W.I. Lenin, "Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" (ist angeschafft)

III. Methode: (für jede Arbeitsphase des Programms)

1. Einführungsseminare als Impulsveranstaltungen: Überblick über den Inhalt und Einsicht in den Zweck jeder Studiumsphase mit überblickartigen Vorträgen zu den inhaltlichen Blöcken, anschließend Fragen und Diskussionen. Dabei Mitschriften über inhaltliche Eckpunkte, Probleme und Fragen anlegen.

2. Selbständige konkrete Bildungsarbeit vor Ort in den Gruppen oder individuell – anhand von Literaturangaben, den Mitschriften aus den Einführungsseminaren und Diskussionen via Internet mit den anderen Teilnehmern/innen und/oder den Teamern des Fernstudiums.

3. Lernzielkontrolle und Rückmeldung an die Teilnehmenden über eventuelle theoretische Unschärfen. Jede/r einzelne Teilnehmer/in schreibt eine Art Klausur, die der/die jeweilige Teamer/in intensiv durchsieht und mit Kommentaren versehen zurücksendet, so dass Lernfortschritte und eventuelle Lernprobleme sichtbar werden.

4. Zwischenseminar, worin die Probleme, Fragen und evtl. Unklarheiten, die sich in der Lernzielkontrolle gezeigt haben, aufgenommen und geklärt werden können.

Außerdem soll es je ein gemeinsames zweitägiges Anfangs- und Abschlussseminar geben.

IV. Didaktischer Aufbau und Zeitstruktur 

Variante 1

Variante 2

Allgemeines Anfangsseminar für alle
Danach Aufteilung und jeweilige Einführungsseminare

1. Jahr:

Teamer: Frank Flegel

Ökonomie 1. Teil
Arbeitsphase: Vier Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar: Ökonomie 2. Teil
Arbeitsphase: Vier Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar Ökonomie, 3. Teil und Überblick über die Gesellschaftsformationen
Arbeitsphase: Vier Monate.

1. Jahr:

Teamer: Michael Opperskalski und Andrea Schön

Aktuelle Situation, Trikont und Europa/BRD
Arbeitsphase: Vier Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar: Grundlegende strategische Maximen der Kommunisten gegen das Kapital
Arbeitsphase: Vier Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar: Grundlegende strategische Maximen der Kommunisten beim Aufbau des Sozialismus
Arbeitsphase: Vier Monate


Gemeinsames Zwischenseminar,
zunächst Abschlussseminare der letzten Phase sowie des ganzen ersten Jahres mit den alten Teamern,
dann Teamerwechsel,
neue Einführungsseminare in den Stoff des 2. Jahres mit den neuen Teamern

2. Jahr

Teamer: Michael Opperskalski und Andrea Schön

Grundlegende strategische Maximen der Kommunisten gegen das Kapital.
Und: Grundlegende strategische Maximen der Kommunisten beim Aufbau des Sozialismus.
Arbeitsphase: Acht Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar Aktuelle Situation, Trikont und Europa/BRD
Arbeitsphase: vier Monate

2. Jahr

Teamer: Frank Flegel

Gesellschaftsformationen und Ökonomie, 1. Teil
Arbeitsphase: fünf Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar Ökonomie, 2. Teil
Arbeitsphase: Vier Monate, Zwischenseminar

Einführungsseminar Ökonomie, 3. Teil
Arbeitsphase: drei Monate

Gemeinsames Abschlussseminar,
zunächst Abschlussseminare der letzten Phase sowie des ganzen zweiten Jahres mit den jew. Teamern,
danach: Abschlussseminar des gesamten Fernstudiums mit allen Teilnehmern und Teamern

V. Spendenaufruf:

Fahrt- und Unterkunftskostenhilfe:

Wir brauchen einen Hilfsfonds für die Unterstützung junger Genossinnen und Genossen, die sich die Fahrten, die Unterkunftskosten und/oder die Anschaffung der notwendigen Bücher nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten leisten können.

Spendenkonto: Konto Frank Flegel,

Kt.Nr.: 30 90 180 146 bei der Sparkasse Hannover, BLZ 250 501 80, Kennwort: Fernstudium

Literatur:

Wir brauchen kostengünstig oder als Sachspende Exemplare des 1. Bandes von Karl Marx: „Das Kapital“, möglichst in der Ausgabe des Dietz-Verlages (wegen der Vergleichbarkeit der Seitenangaben).

VI. Anmeldung:

Anmeldungen:

Entweder brieflich an: Offensiv, Frank Flegel, Egerweg 8, 30559 Hannover;

oder per E-Mail an: redaktion@offen-siv.com

Siehe auch: www.offen-siv.com

 

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
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