|
Teilnehmer
am offen-siv Fernstudium übernehmen Verantwortung
Von
Klaus Müller/14. März 2007
Am
10. und 11. März fand in Hannover das Jahresseminar für die Teilnehmer
am offen-siv Fernstudium statt. Während des Seminars bildeten die
Fernstudenten einen Arbeitsausschuss, der Organisationsaufgaben für zusätzliche
Veranstaltungen übernehmen wird.
Es
war das erste Treffen der gesamten Studiengruppe seit dem Einführungsseminar
im März 2006. Damals teilten sich die Studierenden wegen des großen
Andrangs von Wissensdurstigen in zwei Gruppen.
Eine
Gruppe beschäftigte sich im ersten Jahr mit Fragen der Ökonomie und
studierte vor allem die Inhalte von Marxens „Das Kapital“. Die zweite
Gruppe studierte vor allem Fragen der Politik von Revisionismus bis
Imperialismus.
Während
des ersten Studienjahres trafen sich die Fernstudenten jeweils dreimal zu
Zwischenseminaren mit den Teilnehmern der eigenen Gruppe. Die Hauptarbeit
des Textstudiums wurde jedoch zu Hause oder in kleinen örtlichen Gruppen
geleistet. Kontrollfragen vor den Zwischenseminaren offenbarten den
Wissensstand und die noch bestehenden Verständnislücken. So konnten sie
sinnvoll genutzt werden um die bestehenden Verständnislücken zu schließen
und auf die Inhalte des folgenden Lernabschnitts vorzubereiten.
Die
Teamer von der Redaktion der Zeitschrift offen-siv leisteten hervorragende
inhaltliche, pädagogische und organisatorische Arbeit. Darüber waren
sich alle Teilnehmer einig.
Im
Jahresseminar trafen sich jetzt wieder alle Teilnehmer am Fernstudium. Am
ersten Tag wurden die Lerninhalte des ersten Jahres in den jeweiligen
Gruppen zusammengefasst und abschließend ergänzt.
Am
zweiten Tag wurde der Wechsel vorgenommen. Die Ökonomiegruppe wird im
kommenden Jahr die Lerninhalte der Politikthemen studieren und die
bisherige Politikgruppe die Lerninhalte der Ökonomie.
Dazu
gab es jeweils einen Überblick über das Themengebiet sowie eine Einführung
in den ersten Lernabschnitt.
Den
Abend nutzten die Teilnehmer im Plenum, um einen Arbeitsausschuss zu
bilden, der bis zum Sommer weitere Aktivitäten vorbereitet und
organisiert. Konkret stellte er sich die Aufgabe eine viertägige
Sommerschule Ende August durchzuführen, um die Fernstudenten auf eine
Multiplikatorenfunktion vorzubereiten. Im zweiten Durchgang des
marxistisch-leninistischen Fernstudiums werden dann die
„Multiplikatoren“ die neuen Studierenden vor Ort in Regionalgruppen
betreuen. Das wird die Möglichkeiten des Fernstudiums spürbar
verbessern. Gleichzeitig werden die Multiplikatoren dabei die notwendigen
Erfahrungen sammeln, um danach selbst den Marxismus/Leninismus - in
Schulungen vor Ort, als Teamer eines Fernstudiums, in der Bildungsarbeit
einer Partei oder wie es die Lage sonst erfordert - weiter geben zu können.
Zwei
inhaltliche Veranstaltungen wurden darüber hinaus noch verabredet: Eine
Veranstaltung über Venezuela mit dem Genossen Ingo Niebel und
eine weitere zum Thema Stalin, der so genannte Stalinismus und die
Rolle des Antistalinismus.
Diese
Übernahme von Aufgaben durch die Fernstudenten selbst ist gut geeignet
dafür, mittelfristig eine viel größere Breite der Bildungs- und
Schulungsarbeit zu gewährleisten. Und das ist eine der unverzichtbaren
Grundlagen für die Einheit der kommunistischen Bewegung in Deutschland.
Neben
der Tatsache, dass nur sehr wenige Fernstudenten während des ersten
Jahres das Handtuch warfen, ist die Tatsache, dass die Fernstudenten jetzt
einen eigenen Arbeitsausschuss bildeten, ein deutlicher Hinweis auf den
Erfolg des Projektes Fernstudium.
Es
scheint, als würden die Teilnehmer am offen-siv Fernstudium bereits nach
einem Jahr gemeinsamer Arbeit selbst zur Hefe.
Kommunisten-Online
wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und jeweils berichten.
Klaus
Müller
|