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Reformlinke
betätigen sich als Denunzianten
(Reformlinke
ist eine Tarnbezeichnung der PDS-Parteirechten)
Was
für ein Früchtchen der Landessprecher der PDS in NRW ist, zeigt der Text
unten. Schäfer will dass sein rechter Flügel wieder das Sagen hat
(jetzt, nach Chemnitz, haben sie es uneingeschränkt) der nächste Schritt
wird dann das Herausdrängen oder Verleumdungskampagnen gegen ernsthafte
Linke in der PDS sein. Was übrig bleibt von den Parteilinken ist dann nur
noch Staffage zur Tarnung und mit Alibifunktion.
Wir
teilen nicht die Einschätzung von Jörg Fischer über die PDS, wir
bringen ihn dennoch, denn er zeigt, mit welchen miesen Methoden inzwischen
von den Schäfers und Konsorten vorgegangen wird. Drohungen gegen Linke
hat er ja auch unumwunden ausgestoßen. (siehe
hierzu)
Der
Rote Webmaster |
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Quelle:
http://www.joergfischer.biz/kommentar1.htm
Linke
Vielfalt statt einfältige Ausgrenzung
Auch die PDS NRW steht am Scheideweg
von
Jörg Fischer
Meinungsverschiedenheiten,
mitunter auch kontroverse Diskussionen und unterschiedliche Einschätzungen
sind in einer pluralistischen linken Partei nichts Ungewöhnliches – und
gerade darin liegt auch eine Stärke und eine Attraktivität der PDS.
Die
Frage, die sich gerade in den letzten Tagen und Wochen aber immer mehr
aufdrängt, ist eine andere: Worum geht es? Geht es um politische,
inhaltliche Debatten, geht es um einen Disput auf der Grundlage und
innerhalb der Parameter unseres geltenden Parteiprogramms – oder geht es
um eine derart grundlegende Veränderung der PDS, dass diese Veränderung
zu einem „Bruch mit der bisherigen Politik und Programmatik der PDS“
(Andre Brie bei der Vorstellung des ersten Entwurfs für ein neues
Parteiprogramm) führt? Betroffen hiervon ist nicht nur die
programmatische und damit politische Ausrichtung der PDS, sondern auch die
innerparteiliche Kultur des Umgangs miteinander. Soll die innerparteiliche
Kultur geprägt sein von einem – manchmal kontroversen – aber immer
noch solidarischen Umgang miteinander, oder soll er geprägt sein von persönlicher
Herabwürdigung und systematischen Ausgrenzungsbestrebungen? Geht es um
eine Erneuerung der PDS – oder geht es einer Gruppe nur darum, die „Hegemonie
in der Partei zu erobern“ (Paul Schäfer u.a. bei der Gründungsversammlung
der LAG „Reformlinke in der PDS NRW“ und bei der „Basiskonferenz des
Netzwerkes Reformlinke“ am 9. November 2002 in Berlin)?
Diese
Fragen wurden nicht zum ersten Mal, aber dafür besonders massiv am
vergangenen Wochenende bei der Bundesdelegiertenkonferenz der PDS-nahen
Jugend [solid] deutlich. Auslösend war, dass bekannt wurde, dass über Mitglieder von [solid] NRW, die gleichzeitig
auch der PDS angehören, von einem [solid]- und PDS-Mitglied aus NRW in
Auftragsarbeit regelrechte Denunziations-Dossiers angefertigt wurden. In
der bekannt gewordenen Begleitmail des Anfertigers der Dossiers wurden die
Genossen als „Verdachtspersonen“ bezeichnet. Zusammengestöpselt
sind die „Dossiers“ mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten sowohl
aus öffentlichen Beiträgen in Diskussionsforen, als auch aus privaten
Mails. Dass die zwischenzeitlich als Schutzbehauptung aufgestellte „Einzelfall“-Theorie
unhaltbar ist, zeigt auch der Vorfall, dass der heutige Bundesschatzmeister des „Netzwerkes
Reformlinke“ ebenfalls schon einmal ein Dossier über Mitglieder der PDS
Nürnberg anfertigte und dieses einem damaligen Angestellten der
Bundestagsfraktion und heutigen Vorstandsmitglied der „LAG Reformlinke
in der PDS NRW“ zusandte.
Um
nicht missverstanden zu werden: Es geht hier nicht um die Genossinnen und
Genossen, die sich auf der Grundlage unseres Parteiprogramms als
Reformlinke verstehen und bei allen Meinungsverschiedenheiten in
Sachfragen, wissen was ein solidarischer Umgang miteinander ist. Es geht hier um jene, die die „Hegemonie erobern“
wollen, wie das der ehemalige Mitarbeiter der Bundestagsfraktion und
heutige Bundesvorstandsmitglied des „Netzwerkes Reformlinke“, Paul Schäfer“,
so deutlich formuliert hat, es geht um jene, die unliebsame
GenossInnen nicht nur an den Rand der Partei, sondern aus dieser herausdrängen
wollen („Die PDS im Westen muss 2.000 Mitglieder verlieren ...“, aus
einem „Thesen“papier u.a. von C. Schwarzholz). Es geht um jene, die
den Pluralismus der PDS nicht nur in Frage stellen, sondern ihn offensiv
beenden wollen. Und – das ist das erschreckende – sie scheinen in der
Wahl ihrer Mittel nicht gerade zimperlich zu sein, im Gegenteil. Einer
der Empfänger und mutmaßlichen Auftraggeber der Denunziations-Dossiers,
der frühere Jugendwahlkampfleiter der PDS Hessen, bezeichnete auf
Nachfrage die Anfertigung solcher Dossiers in Vorbereitung von der
Bundesdelegiertenkonferenz als „legitim“.
Es
ist schlicht und ergreifend ein unhaltbarer Zustand, wenn man sich
angesichts dieser Ereignisse fragen muss, was denn als nächstes kommt.
Welche Schmutzkampagne zur „Eroberung der Hegemonie“ und zur Herbeiführung
des „Verlustes von 2.000 Mitgliedern“ bis oder auf dem nächsten
Parteitag gestartet wird?
Als
konsequente sozialistische Partei stehen wir angesichts von fortgesetztem
Sozialraub, Demokratieabbau, Rechtsentwicklung und vor allem angesichts
der Kriegspolitik eigentlich vor anderen Herausforderungen. Wir können
uns aber diesen politischen Herausforderungen nur stellen, wenn wir auch
in NRW als PDS wieder unsere politische Handlungsfähigkeit zurückerreichen.
Das aber schaffen wir nicht, wenn das Vertrauen innerhalb der PDS und die
politische Arbeit mit solchen Methoden sabotiert wird – und wenn das
Anwenden solcher Methoden mit Erfolg gekrönt werden sollte
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