Grafik
aus “Ernst Thälmann – zwischen Erinnerung und Erwartung“ ;
Biografische Dokumentation
Herausgegeben
vom Kuratorium „Gedenkstätte
Ernst Thälmann“ e.V. ,
Hamburg 1994
Treffen
und Jahresmitgliederversammlung des Revolutionären
Freundschaftsbundes e.V. (RFB) vom 7. – 9. Oktober 2005 in Telnice
im Geiste des Proletarischen Internationalismus
Wie jedes Jahr war auch diese Jahresmitgliederver-sammlung
ein Höhepunkt. Am 7. Oktober – 56. Jahrestag der Gründung der
Deutschen Demokra-tischen Republik – reisten die Mitglieder und Gäste
an. Die Jahresversammlung wurde mit den Hymnen der DDR und der
Tschechoslowakei eröffnet. Als Gast und Vertreter des Stadtverbandes
Dresden der VVN-BdA wurde Erhard Druschke herzlich begrüßt. Er würdigte
in seinem Redebeitrag die Fahnensybolik im Raum: die Fahne des Bundes
der Antifaschisten neben der Fahne des RFB mit dem Bildnis Ernst Thälmanns
und der Fahne der DDR als Symbol des staatlich verbürgten
Antifaschismus
Bedeutsam
sein Credo für unser Ringen um antifaschistische Aktionseinheit: Ein
Kommunist ist Antifaschist; ein Antifaschist muss jedoch nicht
Kommunist sein.
Der
Vorsitzende des RFB, Genosse Gerd Hommel, erstattete den Tätigkeitsbericht
des Vorstandes seit der letzten Jahresmitgliederversammlung. Er wurde
durch die Vorsitzende der tschechischen Sektion des RFB, Genossin Irma
Martinovská, ergänzt. Den an der Teilnahme verhinderten Mitgliedern
kann der Bericht auf Wunsch bereitgestellt werden. Die Diskussion zu
Bericht und künftigen politischen Vorhaben umfasste 12 Redebeiträge
von 11 Mit-gliedern und Gästen.
Die
Diskussion wurde unterbrochen als der Bürger- meister von Telnice,
PhDr. Jaroslav Doubrava, erschien, um die Versammelten zu begrüßen
und in Telnice willkommen zu heißen; denn die Jahresver-sammlung fand
zum fünften Male in Telnice statt. Als Leser von „Der Rote
Aufbau“ ist er über das politische Wirken des RFB informiert, und
er hob die Gemeinsamkeiten und die Aktivitäten zur Völ-kerverständigung
im Kampf gegen imperialistische Kriegspolitik und kapitalistische
Unterdrückung hervor.
In
der Diskussion wurde der Vorstands - Bericht mit Informationen über
das Wirken von Mitgliedern ergänzt. Genosse Wolfgang Nicolas
berichtete über den Weg zur Bildung der Mitgliedergruppe Stral-sund
und Umgebung und nahm, wie auch andere Diskussionsredner, zu aktuellen
Fragen des Antikommunismus Stellung. Er führte u.a. aus: „Wir
hatten nicht die Ehre, Mitarbeiter des MfS zu sein – fühlen uns
aber jedes Mal mit angegriffen – wenn unsere Mitarbeiter diffamiert
und verleumdet werden. Wir dürfen diese Kampagnen nicht dulden, denn
die Politik der DDR war unsere Sicherheit und 40 Jahre Frieden und
Aufbauarbeit unseres soziali-stischen Staates.“
Ein weiterer Diskussionsschwer-punkt waren die internationalen
Aktivitäten und der Ausbau der Mitgliederorganisation in der
Tschechischen Republik, nach Polen und der Slowakischen Republik, um
dort durch die Verwirklichung der Satzungsziele des RFB die Tätigkeit
der Kommunistischen Parteien und der Friedenskräfte zu unterstützen.
Eindringlich wurde hervorgehoben, dass die Geldsammlung für die
Herstellung der 2007 in Královec zu enthüllenden Gedenktafel
forciert werden muss. Die Tafel soll an den 80. Jahrestag des
Proletarischen Grenztreffens mit Ernst Thälmann sowie an Klement
Gottwald erinnern.
Die
Versammelten begrüßten die Vorbereitungen für abgestimmte Aktionen
zum 120. Geburtstag Ernst Thälmanns im April 2006.
Die
Jahresversammlung bestätigte:
den
Finanzbericht des Vorstandes für das Finanzjahr 2004,
die
Revisoren Lothar Neumann, Ingrid Ressel und Klaus Kreibich für die
Kassenprüfung 2005,
die
Höhe der monatlichen Mitglieds-beiträge 2006 ( 0.50 Euro bzw. 6 Euro
Jahresbeitrag )
Am
Sonnabend Nachmittag nutzten die Teilnehmer das schöne Herbstwetter
zu einem Spaziergang durch das renaturierte Tagebaugebiet, den Genosse
Harry Krey sachkundig führte. Den Nachmittag beschloss schließlich
die Vorführung des von Daniel Weigelt und Prof. Dr. Wolfram Triller
hergestellten Filmes mit Dokumenten der Stafette des Gedenkens zum 60.
Jahrestag der Befreiung vom Faschismus.
Den
Abschluss des Treffens bildete ein Gedenken
an die 313 Toten des Todesmarsches, die 1945 aus einem
Transport als Erschöpfte von 1200 KZ – Häftlingen in Krupka
ausgesondert worden waren, um die Spuren der Verbrechen zu verwischen.
Ein
Teil der Teilnehmer des
Treffen nahm den Weg über Krupka in die Heimatorte..

Foto:
Daniel Weigelt
Krupka bei Teplice - Gedenkort an die Opfer des Todesmarsches
aus faschistischen Konzentrationslagern
Der RFB – Vorstand informiert
von
seiner Beratung am 04. Oktober 2005:
Die
Tagesordnung umfasste:
1.
Finanzen
(
Stand der Entrichtung der Mitgliedsbeiträge / Spenden für den RFB /
Spenden für das KAD / Ausgaben )
2.
Mitgliederangelegenheiten und bedeutsame Reaktionen von Sympathisanten
(
Brief des polnischen Veteranen Jan S. / Neuauflage von RFB –
Ausweisen in Verantwortung von Wolfgang L. )
3.
Auswertung politischer Aktivitäten
(
Internat. Treffen Linker in Kuneticka hora / Aktionstag in Dresden
gegen Rassismus, Neofaschismus und Krieg am 11. September / MASCH am
20.09.05 / Treffen ehemaliger DDR- und polnischer Grenzer in Slubice /
Wahlkundgebung der Linkspartei.PDS in Dresden )
4.
Organisation weiterer politischer Aktivitäten
(
Mitunterzeichnung des Berliner Aufrufes zur Liebknecht – Luxemburg
– Demonstration am 15. Januar 2006 / Geplanter Antifa – Ratschlag
in Dresden / Einladung zum Nationalen Treffen ehemaliger tschechischer
Grenzer in Prag am 22. Oktober / Herbsttreffen ehem. DDR – Grenzer
am 29. Oktober in Berlin / Solidaritätsaufruf
gegen Kriminalisierung Magdeburger Antifaschisten und
Beschluss zur Unterzeichnung )
5.Vorbereitung
der Jahresmitgliederversammlung
(
Aussprache zum Entwurf des Tätigkeitsberichtes sowie
Organisatorisches ).
Grenzerfreundschaft
in Slubice
Am
24. September 2005 fand in Slubice ein Freundschaftstreffen
von ehemaligen Angehörigen der polnischen Grenzbrigade Krosno
Odrzanskie und ehemaligen Angehörigen der DDR – Grenztruppen des
benachbarten Grenzabschnittes mit ihren Ehefrauen statt. An diesem
Treffen, das auch Gelegenheit für zahlreiche persönliche herzliche
Gespräche bot, nahm unser Mitglied, Genosse Dr. Peter Freitag, teil.
Alle Teilnehmer an diesem Treffen hatten den Wunsch, in dieser
Weise öfter zusammenzukommen. Während dieses Treffens kam es zu
Begegnungen und Meinungs-austausch, in deren Ergebnis die Vorbereitung
der Gründung einer polnischen Sektion des RFB nicht ausgeschlossen
wurde.
P.F.

Klub des tschechischen Grenzlandes ( KČP ) lud
ehemalige Angehörige der Grenztruppen zu Konferenz ein
Am
21. und 22. Oktober 2005 waren die Genossen Klaus – Dieter
Baumgarten, ehemals Chef der DDR – Grenztruppen, und unser Mitglied
Dr. Peter Freitag mit Ehefrauen Gäste des KČP in Prag und wurden von den Konferenzteilnehmern mit
herzlichem Beifall begrüßt. Für viele Konferenz-teilnehmer waren
sie schon aus vorangegangenen Begegnungen gute Bekannte und Freunde.
Die
Konferenz setzte sich insbesondere mit den vom antikommunistischen
Zeitgeist geprägten Geschichtsfälschungen und Entstellungen
historischer Ereignisse in den Beziehungen zwischen Tschechen,
Slowaken, Polen und Deutschen auseinander. Die Konferenzteilnehmer
bekundeten ihren Willen, gemeinsam gegen nationalistische und
neofaschistische Erschei-nungen sowie soziale Ungerechtigkeiten anzu-kämpfen,
um künftig in Frieden, Freundschaft und Solidarität miteinander zu
leben.
Die
deutschen Gäste hatten interessante Gespräche mit Mitgliedern und
Funktionären der Kommunistischen Partei Böhmen und Mähren sowie
einem polnischen Genossen über aktuelle politische Entwicklungen in
unseren Ländern.
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Geburtstage
Wir
gratulieren unseren Mitgliedern
Gerhard
Hering, Dresden, zum 80. Geburtstag
Christine
Arnold, Dresden, zum 53. Geburtstag
Štěpán
Fořst, Praha, zum 30. Geburtstag
Miroslav
Mudroch, Dvůr Králové, zum 79. Geb.
Josef
Syříště, Dvůr Králové, zum 55.
Geburtstag
Klaus
Kreibich, Dresden, zum 46. Geburtstag
Der
Vorstand wünscht allen Geburtstagskindern Gesundheit und 365
sinnerfüllte Tage im neuen Lebensjahr. |
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Finanzielles
Dank
an die Spender zur finanziellen Unterstützung der politischen
Arbeit des RFB:
Lothar
Neumann, Dresden 5.oo €
Ingrid
Ressel, Dresden
3.oo €
Hildegard
Angermann, Dresden 10.oo €
Günter
Zessin, Stralsund 5.oo
€
Jürgen
Werner, Königshain 12.50
€
Zur
Finanzierung der Gedenktafel in Královec wurden gespendet:
Harry
Albrecht, Chemnitz
10.oo €
Klaus
Kreibich, Dresden
8.oo €
Sammlung
in Kunetická hora
20.oo €
Aktueller
Stand:
398 € von benötigten 1500 €. |
30.
Mai 1999 - Das NATO –
Kriegsverbrechen in Varvarin / Jugoslawien ! Die BRD war Mittäter!
Das Verbrechen ist ungesühnt!
10
Tote und 30 Schwerverletzte. Unter den Toten: der 29 jährige Vojkan
Stankovic. Witwe Gordana muss sich und die inzwischen neunjährige
Milica von monatlich 180 Euro durchbringen.
Der Rechtsstreit der Betroffenen gegen die Bundes-republik
Deutschland seit 2003 auf Schadenersatz ist offen.
Unterstützer
des Rechtsstreites brauchen nach wie vor Hilfe! Eine Maßnahme ist die
Solidaritätsaktion
„Patenschaft
für Milica gesucht!“
Liebe
Leser von „Der Rote Aufbau“!
Sowohl
eine einmalige als auch ein monatlicher Kleinspendenbetrag kann das
Leid lindern!
Bitte
Information beim RFB – Vorstand anfordern!

Das
Thälmann – Haus in Hamburg Sitz des Kuratorium „Gedenkstätte
Ernst Thälmann“ e.V. am Ernst – Thälmann – Platz
Postanschrift: Tarpenbeckstraße 66,
in 20251 Hamburg
Aktuell
Um
den Beschluss des RFB – Vorstandes (DRA Nr. 51) zu realisieren, die
Vernetzung der Betreuer von Thälmann – Gedenkorten zu organisieren,
wurde begonnen, eine Dokumentation anzufertigen. Bisher sind 12
Gedenkstätten / Denkmäler in
Deutschland und 1 Gedenktafel in der ČR
erfasst.
Stabile
Informationsbeziehungen bestehen vom RFB e.V. bisher zum Freundeskreis
der „Ernst – Thälmann – Gedenkstätte“ e.V. Ziegenhals, zum
Kuratorium der „Gedenkstätte Ernst Thälmann“ e.V. Hamburg, zu Thälmannfreunde
in Stralsund, zum Kreisvorstand Trutnov der Kommunistische Partei Böhmen
und Mähren (KSČM)
und dem Kreisverband Trutnov
des Klubs des tschechischen Grenzlandes (KČP).
Es
sind weitere Anstrengungen erforderlich, Denkmäler, Gedenktafeln
usw., die mit der Erinnerung an Ernst Thälmann verbunden sind, zu
erfassen und Informationsbeziehungen mit den Betreuern herzustellen.
Am
17. Oktober d.J. trafen sich im Karl – Liebknecht – Haus in Berlin
Vertreter von fünf
Vereinigungen, die dem politischen Vermächtnis Ernst Thälmanns
verpflichtet sind und verabschiedeten nach Beratung den „Aufruf zum
120. Geburtstag Ernst Thälmanns.
Der
Vorstand des Revolutionären Freundschaftsbundes e.V. (RFB)
dokumentiert:
AUFRUF
ZUM 120. GEBURTSTAG ERNST THÄLMANNS
Am
16.04.1886 wurde der Vorsitzende der Kommunistischen Partei
Deutschlands, Ernst Thäl-mann, geboren; ermordet von den Faschisten
im KZ Buchenwald im August 1944. Das Leben Ernst Thälmanns war geprägt
vom Kampf der deutschen Arbeiterklasse gegen kapitalistische
Ausbeutung, Faschismus und Krieg und für den Sozialismus als die
neue, bessere Gesellschaftsordnung. Er war ein bedeutender
inter-nationaler Arbeiterführer und wurde zum Symbol des
antifaschistischen Wider-standes gegen das Hitlerregime.
Deshalb
rufen wir alle antifaschistischen und demokratischen Kräfte auf:
-angesichts
der wachsenden sozialen Ungleichheit,
-angesichts
der wachsenden Zukunftsängste und der
Verarmung
immer größerer Teile der Bevölkerung,
-angesichts
des Erstarkend des Neofaschismus,
-angesichts
der Forcierung des Antikommunismus
in
allen gesellschaftlichen Lebensbereichen,
-angesichts
der militärischen Hochrüstung und der
weltweiten
Einsätze der Bundeswehr
das
Jubiläum ganz in seinem Geiste durch gemein-same Aktionen zusammen
mit allen antifaschisti-schen Kräften gegen diese Folgen der
imperialisti-schen Globalisierung und des Strebens nach
Maxi-malprofiten zu begehen.
Auftakt
der Aktionen soll im März eine große antifaschistische Matinee mit
national und international bekannten Künstlerpersönlichkeiten und
anschließender zentraler Gedenkkundgebung mit Kranzniederlegung in
Berlin sein. Dazu wird die Bildung eines Vorbereitungskomitees
vorge-schlagen, in dem Vertreter linker Parteien und Or-ganisationen
mitarbeiten sollten.
Diesem
Auftakt schließen sich würdige Gedenk- wie auch
Protestveranstaltungen in Thälmann – Gedenkstätten und an Thälmann
– Denkmälern an. Durch Ausstellungen und Publikationen, Filmvorführungen
und Buchlesungen soll das Thälmann`sche Vermächtnis mit seinen
aktuellen Lehren an möglichst viele Menschen herangetragen werden.
Wir wenden uns an linke Parteien und antifaschistische Organisationen
und Vereini-gungen mit der Bitte, die Initiative zu unterstützen und
mit ihrem aktuellen politischen Kampf zu verbinden. Nur gemeinsam sind
wir stark, und nur gemeinsam werden wir immer stärker werden. ...
Abstimmungen...bitten
wir mit dem Vorstand des Freundeskreises ETG Ziegenhals e.V. durchzuführen.
Rosemarie
und Wolfgang Nicolas; Unterzeichner:
Freundeskreis
ETG Ziegenhals e.V.,
Vorsitzender
Helmut Becke;
Kuratorium
GTE e.V. Hamburg,
Vorsitzender
Uwe Scheer;
Revolutionärer
Freundschaftsbund e.V. (RFB),
Vorsitzender
Gerd Hommel;
Thälmannfreunde
Stralsund,
Rosemarie
und Wolfgang Nicolas;
Verein
der Thälmann – Werker Magdeburg,
Vorsitzender
Walter Bütow;
Aktionsgemeinschaft
Ernst-Thälmann-Denkmal Berlin, Vorsitzende Marlies Witte
Impressum:
Herausgeber:
Vorstand des Revol. Freundschaftsbundes e.V. (RFB), gegr. 1995, VRNR
2995, Amtsgericht Dresden.
Verantw.
I.S.d.P.: Gerd Hommel, Dohnaer Platz 9, 01239 DD
-Vorsitzender
des RFB. Tel.: 0351 / 288 2128 , Email: RFB.Hommel@t-online.de.
Internet: www.triller-online.de
Redaktionsschluss
dieser Ausgabe: 23.10.2005