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Jetzt
werden sie unverschämt
„Focus“-Lügenredakteur
verunglimpft Ernst Thälmann
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 18. August 2011 – Sie sonnen sich noch immer im Glanze ihres
scheinbaren Sieges von 1990. die Propagandaschmierer der Bourgeoisie
spielen sich auf, als sei dieser Sieg endgültig. Zunächst reden und
schreiben sie den Sozialismus und die sozialistischen Länder schlecht.
Das seien Unrechtssysteme gewesen, im Gegensatz zu den westlichen
Demokratien, die reine Ausgeburten des Rechts und der Gerechtigkeit
seien. Sie verschweigen dabei die Kriege, die diese „Demokraten“ führten,
sie schweigen von den blutigen Diktaturen, die mit Unterstützung dieser
Staaten ihr Unwesen trieben und treiben – so Salazar in Portugal und
Franco in Spanien, die bis in die 70er Jahre ihre Völker blutig unterdrückten.
Bis heute basteln die USA an der Einrichtung faschistischer oder
halbfaschistischer Regimes. Ich erinnere
an Kolumbien, an die Philippinen, an Saudi-Arabien, Aber auch das
rassistische zionistische Regime in Palästina führt seinen Völkermord
mit tatkräftiger Unterstützung westlicher „Demokratien“ durch.
Auch
der antikommunistische Terror in den Mutterländern der westlichen
kapitalistischen Staaten ist alles andere als gerecht oder demokratisch.
Ich
erinnere nur an das KPD-Verbot von 1956 und die Kommunistenverfolgungen
bis Ende der 60er Jahre. Danach begann dann die Zeit der Berufsverbote,
als Kommunisten weder Briefe austragen, noch eine Lokomotive fahren und
Lehrer schon gar nicht werden durften. Sie böten nicht die Gewähr,
dass sie zu jeder Zeit auf dem Boden der FDGO
stünden.
Diese
Gewähr boten dem bürgerlichen Staat natürlich die ganzen alten Nazis,
die im bundesdeutschen demokratischen Musterstaat bis in die höchsten
Staatsämter kamen – sogar im Bundesverfassungsgericht. Wem wundert es
dann auch, dass nie ein Blutrichter der Nazis in den Knast musste und
einer von ihnen sogar Ministerpräsident in Baden-Württemberg wurde.
Oder
die Terrorurteile in den USA gegen Ethel und Julius Rosenberg,
die angeblich abgesprochen haben sollten, dass sie Atomgeheimnisse der
USA an die UdSSR weiter zu geben gedachten. Heute weiß man sicher, dass
die Todesurteile gegen sie Justizmorde waren.
Vergessen
darf man auch nicht die unzähligen blutigen Putsche, die die USA überall
in der Welt, vor allem in Lateinamerika, anzettelten. Das Ziel war
immer, die Profitinteressen der Konzerne zu sichern.
Und
deren Lohnschreiber erdreisten sich, uns Kommunisten zu beschimpfen. Ja,
wir haben 1990 eine Schlacht verloren. Aber wir sind nicht besiegt, uns
gibt es weiter, das letzte Wort ist nicht gesprochen.
Dieser
Schlacht konnten wir nur verlieren, weil sich Verräter an die Spitze
der Bewegung geschlichen hatten. Von Chruschtschow bis Gorbatschow
wurden die sozialistischen Errungenschaften scheibchenweise aufgegeben
und dann, 1990, konnte man die UdSSR und das sozialistischen
Staatensystem abwickeln.
Aber
zurück zu heute: Der „Focus“-Redakteurs Armin Fuhrer hat ein Buch
über Ernst Thälmann ausgekotzt, dass gen Himmel stinkt.
Dass
der Schreiberling Fuhrer die olle Kamelle bringt, die den Kommunisten
die Schuld an der Hitler-Herrschaft in die Schuhe schiebt, ist nicht neu
und auch nicht auf seinem Mist gewachsen. Das brachte die SPD-Führung
schon 1933 gegen die KPD vor. So bei einem Gespräch zwischen Rudolf
Breitscheid, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Reichstag und Ernst Torgler , dem Vorsitzenden der Reichstagsfraktion der KPD im
Februar 1933 (also nachdem Hitler Reichskanzler geworden war, aber vor
dem Reichstagsbrand).
Einer
der ersten, die nach dem Reichstagsbrand verhaftet wurden, war Ernst Thälmann.
Der wurde in verschiednen Nazi-Haftanstalten bis August 1944
festgehalten und dann von den Nazis im KZ Buchenwald ermordet.
Wenn
jetzt jener Fuhrer Kübel von Schmutz über Ernst Thälmann zu schütten
versucht, so ist das ein Anzeichen für die Tatsache, dass auch tote
Kommunisten keine guten Kommunisten für die Bourgeoisie sind, sondern
über ihren Tod hinaus für den Klassenfeind gefährlich sind.
Deshalb
spricht sich Fuhrer auch gegen eine Ehrung der kommunistischen
Widerstandskämpfer gegen den Faschismus aus, weil sie ungebeugt weiter
für ihre Ideale eintraten. Fuhrer nennt das allerdings anders: nicht außer
Acht lassen, dass ein großer Teil von ihnen in den Jahren der
nationalsozialistischen Diktatur tatsächlich nicht für eine
demokratische Erneuerung kämpfte, sondern für die Ablösung der alten
durch eine neue Diktatur, die ihre menschenverachtende Brutalität schon
in den Zwanziger- und Dreißigerjahren in erschreckender Weise in der
Sowjetunion, von wo aus sie gesteuert werden soll, unter Beweis
stellte.“
Im
Klartext: Weil sie die Ursachen des Faschismus, den Kapitalismus,
abschaffen wollten, seien sie unehrenhaft. Aber einer der Steigbügelhalter
Hitlers, der damalige Reichspräsident von Hindenburg, ist sicher ein
Ehrenmann, gibt es doch in Berlin z.B. einen Hindenburgdamm und
Hindenburg wird noch immer in der Ehrenbürgerliste der Reichs- und
Bundeshauptstadt geführt.
Ich
will mich nicht näher mit dem Elaborat dieses Schmierfinken beschäftigen.
Dass er Kübel von Unrat über Thälmann ausschüttet, ficht uns nicht
an. Thälmann war der Führer der Arbeiterklasse und sein
Andenken ist uns heilig.
Wir
wissen, wenn solche schmutzigen Lohnschreiber des Kapitals einen von uns
beschmutzen wollen, so ist das ein Zeichen dafür, dass sie uns fürchten.
Und das zu Recht.
So
fest und sicher, wie sich das Kapital gern selbst darstellt, ist dessen
Herrschaft nicht. Ein System, dass auf dem Unrecht aufbaut, dass allein
der Profit Maßstab aller Dinge ist, kann nicht stabil sein und ist es
auch nicht. Sie wissen, allein die Arbeiterklasse unter Führung der
Kommunisten, sind in der Lege es zu stürzen. Um das zu verhindern,
verleumden sie uns und versuchen einen unserer Größten, Ernst Thälmann,
zu verunglimpfen.
Dass
ist immer noch besser, als wenn sie uns loben, denn dann wäre was
schief gelaufen.
G.A.
Leider
erreichte uns diese Meldung zu spät. Wir bringen sie trotzdem:
Heute,
am 16. August 2011, um 19 Uhr
soll in der Berliner „Topografie des Terrors“
Niederkirchnerstraße 8
eine Provokation gestartet werden, die sich in erster Linie
gegen Ernst Thälmann richtet.
Das Ganze findet zudem am 67. Jahrestag seiner Ermordung statt.
Hintergrund ist eine „Biografie“ von Armin Fuhrer, „Ernst Thälmann
- Soldat des Proletariats“,
die vor einiger Zeit herausgekommen ist und nun auf dem Gelände des
„Topografie des Terrors“ vorgestellt werden soll. Diese
Verunstaltung wird zusammen mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
und deren Direktor Hubertus Knabe durchgeführt. Ein illustrer Kreis,
der sich da versammeln will, um das Andenken Thälmanns und seiner
Kampfgefährten zu besudeln.
Daher rufen wir alle auf dort morgen zu
protestieren und zu zeigen, dass wir die Erinnerung an den Genossen
Ernst Thälmann nicht diesem reaktionären Gesindel überlassen.
Quelle: E-Mail an die Redaktion
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