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„Diese
Lehre muß unauslöschlich vor den Augen jedes
Kommunisten stehen. Diese Lehre müssen wir unaufhörlich der ganzen
Arbeiterklasse einprägen. Diese Lehre ziehen, angstvoll und wuterfüllt,
alle Ausbeuter. Wodurch erklärt sich der wütende Haß aller
Kapitalisten gegen die Sowjetunion? Er erklärt sich daraus, daß die
Arbeiterklasse, die man verachtete, deren Klassenkampf man verspottete,
deren Sieg man für unmöglich hielt, zum ersten Male die Macht in die Hände
nahm und rücksichtslos gegen ihre Feinde anwandte.“
Ernst
Thälmann (1927)
Dies war die Sowjetunion unter der Führung des Genossen J.W. Stalin
Thälmannfeier in Hamburg
Zur
Rede von Egon Krenz
Von O.W.
Kommunisten-online vom 20. April 2011 –
Anlässlich des 125.Geburstags Ernst Thälmanns weilte ich im Hamburger
Asmussen Haus um mit Genossen und Freunden den Geburtstag des von
Faschisten feige ermordeten glühenden Kommunisten und Antifaschisten würdig
zu begehen. Als stolzer DDR-Bürger war ich natürlich besonders
gespannt auf die angekündigte Rede des Genossen Egon Krenz, wo er doch
Generalsekretär des ZK meiner ehemaligen Partei und
Staatsratsvorsitzender gewesen ist.
Auf
dem Weg zur Veranstaltung stieß ich mit einer Frage nach dem Weg zufällig
auf die DKP-Vorsitzende Bettina Jürgensen. Das wir auf einige
hundert Meter den „gleichen Weg“ verfolgten, war nun nicht
verwunderlich. Sehr wundern musste ich mich nur schon im ersten
Wortwechsel der Bekanntmachung über ihren Standpunkt: „wenn du die
Berliner DKP lobst, ist mir schon völlig klar, dass Du ein Freund von
Kommunisten-online bist, der Unfug welcher dort verbreitet wird, ist mir
bekannt“
Naja,
immerhin fanden wir auf Anhieb unser Ziel am Veranstaltungsort, so hatte
sie zumindest hier die Orientierung. In ihrem späteren Redebeitrag
wurde mir deutlich, was sie meinte als sie sinngemäß davon sprach,
dass Teddy schließlich auch (?) nicht sofort Kommunist war und den
Einstieg über die USPD fand. Die DKP versteht sie dann vielleicht als
eine „so wohl- als auch-Partei“ ein „Sprungbrett“ für
Kommunisten und die es werden wollen, als eine Partei links von der PDL?
Ich
frage mich dann nur, wozu das „K“ im Namen steht. Neben diesem
Redebeitrag sollten noch einige folgen, bei denen ich mir ein
innerliches „brummen“ nicht ersparen konnte, so z.B. eine VVN (BdA)-Genossin,
die es bedauerte, dass Kommunisten und jüdische Antifaschisten nach dem
2.Weltkrieg nicht mehr zu einer gemeinsamen Linie fanden. Die Tatsache,
dass Kapitalismus und Antifaschismus miteinander schlecht vereinbar
sind, erwähnte sie dabei nicht. Dafür beeilte sie sich die trennenden
Aspekte herunterzuspielen, Ernst Thälmann zu würdigen und den
Anti-Kommunismus zu verurteilen. Eine weitere Rednerin von der
antifaschistischen Begegnungs- und Erholungsstätte „Heideruh“
stellte gleich zum Anfang klar, dass sie keine Kommunistin sei, jedoch für
die „Mitwirkung“ von Kommunisten im antifaschistischen Kampf ist.
Recht herzlichen Dank an dieser Stelle für die „Einladung“ dazu!
Ich möchte mich nicht länger daran aufhalten, hier näher zu zitieren,
auch weil mir die Redebeiträge nicht in Textform vorliegen und ich
nicht falsch zitieren möchte!
Womit
wir nun bei dem nicht erhobenen Hauptredner Genossen Egon Krenz wären,
der merkwürdigerweise in der JW und im ND falsch zitiert wird. Möchte
man ein vollständiges Bild über Ernst Thälmann zeichnen, bleibt für
manch einen die offensichtlich „schwere Bürde“ nicht aus, ein Wort
über Genossen Josef Stalin zu verlieren. Die JW zitiert Gen. Krenz mit:
„war nicht der Kommunismus“ das ND schreibt: „eine Perversion“
haben die sich das ausgedacht? Denn Krenz sprach für alle Anwesenden
deutlich zu vernehmen von „Entartung“! Wie es auch sei, für
mich ist es unverständlich, wie bei dem Namen „Stalin“ ständig und
nicht erst seit heute, nach Luft und nach Worten gerungen wird! Was
veranstalten denn hier Genossen und welche die sich so nennen, denn
immer für „Tänze“, wie ein kleiner Junge der nicht reden kann,
weil er mal dringend auf Toilette muss?
Stalin
war nicht der Kommunismus, weil es keinen Kommunismus gab (wie Krenz
selbst später richtig klarstellte) dafür gab es genügend Feinde von
Sozialismus und Kommunismus, welche Stalin hart bestrafte. Und die
„perversesten“ Feinde waren die Faschisten, die Stalin zur Hölle
jagte, was ist daran eine „Perversion“? Wenn Egon Krenz nun mit sich
selbst ringend meint, eine „Entartung“ dann ist ihm wohl entgangen,
wie entartet der Imperialismus über die junge Sowjetunion herfiel, eine
5. Kolonne aufstellte und mörderisch, brandschatzend durch die Lande
zog mit Hilfe von Kulaken und Diversanten!
Ich
gehe davon aus, dass Egon Krenz dieses weiß, also hätte er die
offensichtlich an bürgerlich Links „beschwichtigende“ Bemerkung im
chruschtschowschen Duktus weglassen können und die, dass Stalin
„nicht der Kommunismus“ war beibehalten sollen, denn bekanntlich
sind im Kommunismus alle Klassengegensätze aufgehoben!
In
der weiteren Rede kommen für mich durchaus positive Sätze zum tragen,
die (oh Wunder) mit Ernst Thälmann zum Einklang mit Josef Stalin führen.
Nämlich die Würdigung Teddys als einfachen, schnörkellosen Arbeiter
und der Beliebtheit unter seinesgleichen. Richtig, dass seine Universität
das Leben in der Arbeiterschaft war! Richtig, dass er nicht akademisch
verkorkste Sätze zu den Arbeitern sprach! Richtig, dass er nicht im
pompösen Luxuswagen vorfuhr! Und jetzt weißt Du vielleicht, lieber
Genosse Egon Krenz, warum Dich und jene aus der alten Führung der
ehemals sozialistischen Staaten, der Genosse Stalin warnte, dass
Tischtuch zwischen Parteiführung und der Arbeiterklasse zu zerreißen!
Ich halte es zugute, dass dies in der DDR nie in Vollständigkeit
erfolgte und Du standhaft und ungebrochen zu unserer gemeinsamen Sache
stehst! Wo die „Genossen“ unserer alten SED, die in der DDR immer
einen gedeckten Tisch hatten, heute geblieben sind, während Du im Knast
„der Sieger“ gesessen hast, weißt Du hoffentlich auch!
Rotfront!
O.W.
Vollständige
Rede aus „JW“ http://www.jungewelt.de/2011/04-19/018.php |