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Kampf ist die Mutter des proletarischen Vortrupps

Von Anna Heinzberger

siehe auch:

André Brie, der verkappte Kriegshetzer

PDS-Europaabgeordneter fordert Eingreifen der EU in Weißrussland

Von Günter Ackermann/25. März 2006 mehr

André Brie fordert von EU diplomatische Lösung im Belarus-Konflikt

Quelle: jungeWelt vom 22. März 2003 mehr

Hierzu eine Glosse:

Käserechte enden bereits, bevor sie die Menschenrechte erreichen. mehr

Dem Karton sieht mensch von außen nicht an, was sich in seinem inneren befindet. Es ist nichts weiter als ein Karton, der Funktionen erfüllen kann wie z.B. Schutz des Inhalts und dessen leichteren Transport. Gleichzeitig verbirgt er den Inhalt und kann je nach seiner Art auch einen bestimmten oder einen anderen Inhalt vortäuschen, der sich gar nicht in ihm befindet. Das Wort Mogelpackung beschreibt den Zusammenhang anschaulich und jedermensch versteht sofort worum es sich handelt. In der Warenwelt bemerkt mensch sehr bald den Schwindel. Der Inhalt wird mit allen Sinnen erfasst, geprüft und mit den Einflüsterungen des Kartons verglichen.

In der Welt des Glaubens, der Religion, der Wunschträume und auch der Politik ist das offensichtlich anders. In ihrem religiösen Eifer nehmen die Gläubigen die Realität nur noch verschwommen, verzerrt oder gar nicht mehr wahr. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Rummel um die Entstehung der sogenannten Linkspartei.

Der Inhalt der PDS wird seit ihrer Existenz sichtbar und die Ergebnisse ihres Tuns sind in der Realität erfassbar und überprüfbar. Das praktische Handeln ihrer Repräsentanten und des Führungsapparats widerspricht den verkündeten Zielen und politischen Erklärungen.

Das praktische Handeln und dessen Früchte sind der Inhalt der PDS. Die theoretischen Absichtserklärungen und Verkündigungen sind ihre Verpackung.

Der Inhalt der PDS ist Anpassung und Anbiederung an die herrschenden kapitalistischen Kreise, die teilweise so weit geht, dass es schwierig ist, sie in einigen Fällen, noch von den Reaktionären und Imperialisten zu unterscheiden.

Als Vorreiter dieser Richtung produziert sich ein Andre Brie,  der von den kapitalistischen Medien liebevoll als Vordenker bezeichnet wird. Folgerichtig kann dieser Herr auf breite Veröffentlichung seiner giftigen, zersetzenden und reaktionären Aussagen zählen.

Die  Kapitalistenklasse hat der Linkspartei die Rolle zugedacht, die Auflösungserscheinungen der Sozialdemokratie in verträgliche Bahnen zu lenken, verträglich für den deutschen Imperialismus. Die Sozialdemokratie kann diese Rolle nicht mehr spielen, nachdem sie selbst Teil des aggressiven Imperialismus geworden ist.

PDS und WASG spielen die zugedachte Rolle gut. Die Regie kann mehr als zufrieden sein. Bisher ist es ihnen ganz gut gelungen, die Absetzbewegungen aufzufangen und eine durchaus nennenswerte Zahl von Anhängern zu sammeln. Diese balgen sich derweil um die Verpackung. Ohne die richtige Verpackung würde die Einbindung der Zielgruppen nicht gelingen. Das ändert nichts daran, dass der Inhalt ihrer Politik die Interessen der Kapitalisten und des deutschen Imperialismus in jeder Weise stützt. 

Das Gebilde bindet erhebliche Kräfte aus dem Linksspektrum und erfüllt vollständig die Erwartungen der Kapitalisten.

Die Anhänger versprechen sich politische Veränderungen, insbesondere einen Stopp des Sozialabbaus und investieren häufig erhebliche Kraft und Zeit in dieses Projekt. Eine gründliche Analyse der Inhalte dieses Gebildes führt zu dem Ergebnis, dass sie wieder enttäuscht werden, ebenso wie von der Sozialdemokratie.

Es ist keine Schande auf eine Mogelpackung reinzufallen, schließlich sieht mensch ihr ja zunächst mal nicht an, was sich darin befindet. Aber es wäre Schwäche, Dummheit oder gekränkte Eitelkeit nach dieser Erkenntnis nicht zu versuchen das Richtige und Wirkungsvolle für seine Klasse zu tun.

Im Schein des Irrlichts Linkspartei flattert wie eine Motte auch die Führungsgruppe der DKP. Sie kommt nicht über inhaltloses Gestammel von Politikwechsel, solidarischem Handeln, Kräfteverhältnis usw. hinaus. Wie die Katze um den heißen Brei, schleicht der  Vorsitzende, um die Fragen „Eigentum“ und „Verfügungsgewalt“, herum[1]. Es klingt wie ein Offenbarungseid, wenn er auf der PV-Tagung Anfang Februar ausführt: „DKP-Mitglieder haben ihren Anteil am Erfolg der Linkspartei. Es ist unverständlich, warum kein Mitglied der DKP auf einen Listenplatz gewählt wurde, der ein Mandat ermöglichte.“[2]

Wie sollten er und sein Anhang auch verstehen, was vor sich geht? Sie gieren nach einem Fetzen der schillernden Verpackung. Sie setzen Glaube, Hoffnung, Liebe an die Stelle der erforderlichen, gründlichen Analyse. Da liegen die Ursachen für die Verständnisprobleme des Vorsitzenden Stehr.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Linkspartei oder DKP ihren Weg noch ändern werden, denn dazu wäre es notwendig, dass die noch vorhandenen gesunden Kräfte sich von denjenigen in den  Führungsebenen  befreien, die den Kurs der Anpassung und Anbiederung um jeden Preis verfolgen. Anpassung und Anbiederung zersetzen die wissenschaftlichen Grundlagen des Marxismus-Leninismus und verhindern eine angemessene Auseinandersetzung mit den notwendigen Schritten im Jetzt.

Der Imperialismus der entwickelten kapitalistischen Länder ist dabei eine Wirklichkeit in dieser Welt zu schaffen, die der beste Lehrmeister für das Proletariat sein wird. Auf   diesem Boden wird der Vortrupp des Proletariats wachsen – die kommunistische Partei, die marxistisch-leninistisch fühlt, denkt und handelt. Sie wird ganz sicher entstehen, weil der Imperialismus dem Proletariat keinen anderen Ausweg lässt.

Der entschlossene Kampf gegen den Opportunismus, den Revisionismus und die links verkleidete Reaktion ist unabdingbar, erleichtert und beschleunigt den Prozess.

Aus Kämpfen wird die Vorhut des Proletariats hervorgehen, in ihnen wachsen, stark werden und siegen!

Anna Heinzberger 


[1] „Ein Knackpunkt ist und bleibt die Antwort auf die Eigentumsfrage. Oskar Lafontaine und Professor Dietrich formulierten das Problem so, dass die Eigentumsverhältnisse nicht entscheidend wären für notwendige progressive gesellschaftliche Veränderungen, sondern dass es eine Frage der Verfügungsgewalt sei. Nun ist aus meiner Sicht zweifelsohne richtig, dass die reale Verfügungsgewalt über Produktionsmittel Vorraussetzungen schafft, um gesellschaftspolitische Ziele überhaupt materiell abzusichern. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass bei einem privatwirtschaftlichen Besitz eine tatsächliche Verfügungsgewalt möglich ist.“ Usw. usf. aus dem Referat von Heinz Stehr, gehalten auf der PV-Tagung am 05.02.2006.

Quelle: http://www.dkp-online.de/pv/6pv2006/hstehr.pdf

[2]  ebd.

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