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Bürgerliche
Medien in Brandenburg jubeln:
„Thälmann-Gedenkstätte
juristisch nicht zu retten“
Aber
der Kampf geht weiter
Freundeskreis
Ernst-Thälmann-Gedenkstätte e.V., Ziegenhals Februar 2010 –
Liebe
Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,
vergangene
Woche führten wir, in den Räumen der Rechtsanwaltssozietät Dr.
Friedrich Wolff und Partner, gemeinsam mit Dr. Friedrich Wolff und Prof.
Dr. Wolfgang Richter (Präsident des Europäischen Friedensforums und
Vorsitzender der GBM e.V), eine Pressekonferenz über unserer
Verfassungsklage durch.
Diese
lief anders ab, als wir es uns gedacht haben: Am Montag, den 25. Januar
2010 luden wir morgens zur Pressekonferenz ein. Am späten Nachmittag
des gleichen Tages erreichte uns die Ablehnung unserer Klage vom
brandenburgischen Verfassungsgerichts. Die Richter folgten unserer
Argumentation nicht.
Diese
Tatsache wurde dann am Dienstag und Mittwoch breit in der Presse
wiedergegeben (u.a. in Bild,
in der Berliner Zeitung, in der Berliner
Morgenpost, der jungen
Welt, in der Märkischen
Allgemeinen, der Märkischen
Oderzeitung, im Neuen
Deutschland, in der Neuen
Rheinische Zeitung, in der Leipziger
Volkszeitung, in den Potsdamer
Neuesten Nachrichten, in Die Welt, ...).
Apropos:
In vielen Zeitungsberichten stand, dass die Gedenkstätte „zwangsversteigert“
wurde. Woher diese Falschmeldung kam, wissen wir nicht genau. Es ist
eine sog. „Ente“. Die Immobilie auf der sich die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte
befindet, wurde versteigert, obwohl sich vorher zwei Interessenten als Käufer
meldeten. Die Verhandlungen mit ihnen wurden abgebrochen und eine
Auktion anberaumt - von „Zwang“ kann hier keinerlei Rede sein, eher
von einer Reihe von „Ungereimtheiten“, wie z.B. den abgebrochenen
Verkaufsverhandlungen, dem gefallen Kaufpreis (270.000 EUR vor Auktion,
46.000 EUR als Auktionsstart, 86.000 EUR Kaufpreis), dem geplanten
Umgebungsschutz, der nie kam, usw. usf.. Oftmals lautete die
Artikel-Überschrift: „Thälmann-Gedenkstätte juristisch nicht zu
retten“ oder ähnlich.
Das
weisen wir nicht nur leidenschaftlich und aus Prinzip zurück! Wir
tun dies auch, weil es inhaltlich nicht richtig ist. Direkt können wir
nun den Abriss mit juristischen Mitteln nicht verhindern: Es besteht
keine Möglichkeit des Widerspruchs, noch können wir das
Bundesverfassungsgericht anrufen, geschweige denn den Europäischen
Gerichtshof. Wir können also an der von zwei Landräten des Kreises
Dahme-Spreewald erteilten Abriss- und Baugenehmigung für diese
einmalige denkmalgeschützte Gedenk- und Mahnstätte nicht rütteln.
Wir
werden weiterhin auf allen Ebenen agieren: Politisch, über Öffentlichkeit
und politischem Druck und natürlich auch juristisch.
Politisch
erhält nun unsere internationale
Unterschriftenkampagne noch mehr Gewicht. Diese
Kampagne wird fortgesetzt!
Wir
führen natürlich auch unsere Kundgebungen weiter durch. Nächste
Kundgebung: Am kommenden Sonntag, den 7. Februar, 11:30 Uhr.
Für
März 2010 ist, als Weiterführung unseres gelungenen ersten, ein zweiter
Protestzug - von Ziegenhals nach Potsdam geplant!
Aber
auch juristisch werden wir weiterkämpfen, denn wir haben hier noch längst
nicht alles ausgeschöpft. Was wir hier vorhaben, darüber möchte ich
Euch gerne am Sonntag berichten. So viel sei aber schon vorgemerkt:
Durch die Ablehnung unserer Verfassungsklage ist der Weg frei gemacht
worden, damit wir uns unserem Anliegen, dass wir verstärkt vor knapp
zwei Jahren propagierten widmen können:
„Überprüfung
des Gesamtdeals (zwischen TLG und dem Ministerialbeamten) auf Gültigkeit
und Rechtmässigkeit“. Dazu dann mehr am Sonntag.
Wir
haben unseren Kampf nie von Sieg oder Niederlage abhängig gemacht. Vor
20 Jahren haben wir uns mit einem einzigen Zweck gegründet: Erhalt und
Schutz der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals. Daran halten wir
weiter fest!
Wir
werden alles unternehmen, um einen Abriss zu verhindern. Sollte er nicht
zu verhindern sein, dann steht für uns fest: In Ziegenhals wird es
keine Ruhe geben. Nicht für den ehemaligen Referatsleiter „Obere
Bauaufsicht“ in Brandenburg, noch für zukünftige
Sommervillenbesitzer. Eine große Öffentlichkeit verfolgt im In- und
Ausland, was hier in Ziegenhals, in Brandenburg, in der Bundesrepublik
mit dem Andenken an deutsche Antifaschistinnen und Antifaschisten
geschieht. Und täglich werden es mehr Menschen, die sich unserem Ringen
anschliessen
Das
gibt uns den Mut und die Kraft immer wieder weiter zu machen! Das sind
wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der „Ziegenhals Tagung“,
aber auch jetzt und heute allen Freunden, Unterstützern, Spendern und
Sympathisanten schuldig.
Deshalb:
Am
7. Februar 2010: Auf nach Ziegenhals - Protest und Gedenken. Den
Denkmalschleifern das Handwerk gelegt!
Am
13. Februar 2010: Auf nach Dresden - den Faschisten entschlossen
entgegentreten. No pasaran! Den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren!
Zum
77. Jahrestag der konspirativen Tagung des ZK der KPD in Ziegenhals
Sonntag,
7. Februar 2010, 11.30 Uhr
Ernst-Thälmann-Gedenkstätte
Ziegenhals
Gedenk-
und Protestkundgebung
Es
spricht: Ellen Brombacher
(Bundessprecherin der Kommunistischen Plattform der Partei Die Linke)
Die
Kundgebung wird von politischen Rezitationen umrahmt.
Veranstalter:
Freundeskreis „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e.V., Ziegenhals
Busverbindung:
Ab S-Bahnhof Königs Wusterhausen, Storkower Str.: 11.05 Uhr. Rückfahrt:
Ab 13.51 Uhr 2-stündlich.
Ab
Alt-Schmöckwitz: 9.35 Uhr. Rückfahrt: Ab 13.18 Uhr 2-stündlich
Bitte
nehmt zahlreich an der Kundgebung teil und zeigt damit Eure Solidarität und
das große öffentliche Interesse an dem Erhalt und der Wiedereröffnung der
Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals!
mit
solidarischen Grüßen
Max
Renkl
(Freundeskreis
Ernst-Thälmann-Gedenkstätte e.V., Ziegenhals)
Kontakt:
Freundeskreis
„Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e. V., Ziegenhals
Fürstenwalder
Weg 11
15711
Königs-Wusterhausen
Email: vorstand@etg-ziegenhals.de
Internet: http://www.etg-ziegenhals.de
Spendenkonto:
Kto.nr.:
3302254
BLZ:
12070000
Bank:
Deutsche Bank |