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Die zionistischen Aggressoren im Dienst der Erdölprofite der USA

„Antideutsche“ Faschisten machen Kriegspropaganda für die Imperialisten 

Von Günter Ackermann/14. August 2006

Der Libanonkrieg ist ein Vorab-Präventivkrieg zum bevorstehenden direkten Präventivkrieg gegen den Iran: Mithilfe des Libanonkriegs wollen die USA & Israel ihre Ausgangsposition im Krieg gegen den Iran optimieren.
Die geplante UN-Stationierung von Truppen (inklusive von Truppen aus NATO-Staaten) im Libanon ist eine wesentliche Komponente dieser Strategie.
(Georg Meggle 08.08.2006) siehe Telepolis

1. Israel führt Stellvertreterkrieg für die USA

Jacques Chirac, Frankreichs Präsident, wollte im Libanonkrieg mitmischen. Aber er erhielt vom Wahlfälscher und USA-Präsidenten George W. Bush einen Maulkorb verpasst:

„Beim G8-Gipfel in Sankt Petersburg erteilte George W. Bush ihm ein Verbot mit den Worten, es handele sich nicht um eine israelische Operation, die von den USA gebilligt wird, sondern um eine Operation der USA, die von Israel ausgeführt wird.“[1]

Was aber veranlasst die USA ihren Vasallen Israel diesen neuen Krieg aus heiterem Himmel führen zu lassen? Na was schon? Erdöl!

Zwar gibt es im Libanon keins, aber die geostrategische Lage des Landes und die ethnische und religiöse Zusammensetzung des libanesischen Volkes macht das Land zum Schlüssel für die USA-Pläne, die Beherrschung der Erdölregionen im Sinne der USA neu zu regeln. Einmal eignet es sich als Aufmarschgebiet gegen Syrien, das zwischen Libanon und der Neokolonie der USA, den Irak, liegt. Syrien ist ja auch eines der Länder der „Achse des Bösen“ der USA. In Syrien finden auch die Widerständler gegen die USA-Besatzung, wie auch gegen Israels Besatzungspolitik, Unterstützung. Gleichzeitig auch ist Syrien im Libanon engagiert.

Die Imperialisten und ihre Lakaien, die zionistischen Aggressoren, bauen darauf, dass die ethnischen und religiösen Spannungen der einzelnen Volksgruppen unter den 3,8 Millionen Einwohnern  des Libanon, den maronitischen Christen[2], sunnitischen und schiitischen Moslems[3] und der Drusen[4] - wobei sich jede der Religionen sich in verschiedene Konfessionen unterteilen, ihnen nützt.

Genau das wollen die Zionisten und USA-Imperialisten ausnutzen. Indem sie die Widersprüche dieser Gruppen ausnutzen, meinen sie, leichteres Spiel zu haben. „Konstruktives Chaos“ nennen das die Imperialisten und Frau Rice sieht darin die Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens – natürlich ist das einer, der den USA in den Kram passt.

Bereits in den vergangen Jahrzehnten wurde der Libanon das Ziel israelischer Aggressionen, aber auch in der „friedlichen“ Zeit destabilisierten sie das Land.

Als 2005 der libanesische Premier Hariri ermordet wurde, hatten die USA schnell die Schuldigen gefunden: der syrische Geheimdienst. Ein deutscher Staatsanwalt fand dann genau das auftragsgemäß heraus – wenn auch ohne eine Spur eines Beweises.

Aber dann verhaftete der libanesische Geheimdienst im Juni 2006 den Chef einer Terroristengruppe, Mahmoud Rafeh.

„Rafeh soll seit Jahren im Libanon tödliche Anschläge im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad durchgeführt haben. Nach Aussagen des libanesischen Verteidigungsministers Elias Murr, der selbst einem Mordanschlag am 12. Juli 2005 entgangen war, hielt man es für sehr wahrscheinlich, dass israelische Militärflugzeuge an der Auslösung von Autobomben beteiligt gewesen seien.“[5]

Terroristen im Solde des Mossad also. Und weiter:

„Der libanesische Staatspräsident Émile Lahoud erklärte, die Ermittlungen der libanesischen Behörden würden fortgesetzt und deren Ergebnisse dem UN-Ermittler, Serge Brammertz, übergeben, dessen Untersuchungskommission beauftragt ist, den Mord an dem ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri am 14. Februar 2005 zu untersuchen.“

Wenn da auch nur eine Spur Wahrheit dran ist, dann steckt offenbar hinter dem Mord an Hariri nicht Damaskus, sondern Tel Aviv. Das passt auch besser, denn solche Provokationen entsprechen dem Stil des Mossad.

Wieso dann der deutsche UNO-Ermittler Mehlis sich damals vor die Kameras stellte und Syrien beschuldigte, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls hätte er der Spur nachgehen müssen. Sein Auftrag von den USA aber dürfte gewesen sein, Syrien zu beschuldigen. Das tat er  dann auch.

Dass Israel hinter dem Mord an Hariri steckt, ist auch logischer, als dass es Syrien gewesen sei. Syrien war bisher Stabilisierungsfaktor im Libanon. Genau das aber will weder Israel noch die USA. Hariri war eben das Bauernopfer, das gebracht werden musste, um zu „beweisen“, dass Syrien mit Recht auf Buschs  Liste der Schurkenstaaten steht. Das alles ist Bush sicher bekannt, ist aber für die US-Regierung akzeptabel.

Bush will eine neu strukturierte Ölregien – natürlich im Interesse der USA-Ölkonzerne. Erstes Opfer war der Irak. In der ehemaligen Sowjetunion sind amerikanische Konzerne mit mehr oder weniger Erfolg aktiv. Rund um das kaspische Meer ist ein gigantischer unterirdisches Ölmeer. Hier schlummern Profiterwartungen in astronomischer Höhe. Schwierig ist nur, dass die neuen Staaten sich oft dem USA-Zugriff verweigern. In Kasachstan mussten die USA schon herbe Niederlagen einstecken. Auch die Destabilisierung Russlands spielt da eine Rolle. Tschetschenien sei hier nur als Beispiel angeführt.

Gegen den Koloss Russland sich militärisch anzulegen, ist derzeit selbst den USA nicht möglich. Aber der Iran ist auch ein Anrainer des Kaspische Meers und der Iran ist eines der wichtigsten Ölförderländer. Für Busch ist der Iran auch eines der Schurkenstaaten und, so tönt die Propaganda, wie einst auch über den Irak, der Iran strebe nach Nuklearwaffen. Der Staat der Mullahs lässt sich im Westen trefflich als Schurkenstaat von der Propaganda vermarkten. Welcher Westeuropäer hält schon was von religiösen Fundamentalisten? Und der Iran wird sogar von solchen beherrscht. Dass die USA selbst von einem christlichen Fundamentalisten regiert werden –  Bush ist einer – wird schamhaft verschwiegen und auch Israel ist kein laizistischer Staat.[6]

Wenn auch das nicht mehr reicht, dann werden Äußerungen iranischer Spitzenpolitiken mal eben falsch übersetzt. Der iranische Präsident Ahmadinedschad, so indoktriniert die Kriegspropaganda der USA, habe gesagt, man solle Israel den Erdboden gleichmachen („wiped off the map“)

Der iranische Präsident hat eine frühere Äußerung des ersten islamischen Führers, des späteren Ayatollah Khomeini, zitiert, daß „das Besatzungsregime von Jerusalem von den Seiten der Geschichte verschwinden müsse“ (this regime occupying Jerusalem must vanish from the page of time), so wie das Schah-Regime im Iran verschwinden mußte.“[7]

Wo ist da eine militärische Drohung? Weder die UNO, noch die meisten Staaten der Welt, auch der westlichen, anerkennen die Zugehörigkeit ganz Jerusalems zu Israel. Wollen die auch Israel dem Erdboden gleich machen? Folglich muss Ahmadinedschad als Hitler-Nachfolger herhalten und man dreht ihm das Wort im Munde herum. Der Spiegel-Schreiber, Jude und bekennende Zionist Henryk M. Broder schreibt in seinem Artikel „Gebt den Juden Schleswig-Holstein!“:

„Ahmadinedschads Überlegung mag zu kurz greifen, aber im Prinzip ist sie richtig. Die Palästinenser zahlen die Zeche für die Sünden der Europäer. Und wenn es so etwas wie eine historische Gerechtigkeit in dieser Welt geben würde, wäre der jüdische Staat in Schleswig-Holstein oder in Bayern errichtet worden, nicht in Palästina.“

Wo blieb da der Proteststurm? Klar, Broder will die Besatzung von Jerusalem nicht beseitigen und schon gar nicht die Israelis nach Europa umsiedeln, ganz im Gegenteil, aber wieso sollte das Ahmadinedschad?

Ähnlich ist es mit Syrien. Syrien ist ein laizistisches Land. Die syrische Baath-Partei ist alles andere als klerikal-islamisch. Der Gründer der Baath-Partei, Michel Aflaq, z,b. war orthodoxer Christ. Präsident Hāfiz al-Asad und sein Nachfolger und Sohn Baschār al-Asad sind Nusairier, eine moslemische Sekte, die mit den recht modern ausgerichteten Alaviten viele Gemeinsamkeiten haben. Die beiden moslemischen Konfessionen, die Sunniten und die Schiiten, erkennen die Nusairier nicht als Moslems an.

Syrien ist also alles andere als ein klerikales Land, auch wenn über 75 % sunnitische Maslems sind.

Aber Syrien ist das letzte moderne arabische Land, das den zionistischen Expansionsbestrebungen eines Großisrael Widerstand entgegen setzt. Und es grenzt an den Irak, einige wichtige Erdölleitungen gehen über Syrien an Mittelmeer. Zur USA-Neuordnung der Ölregion im Nahen Osten hat Syrien eine große Bedeutung. Also dichtet man Syrien an, es unterstütze Terroristen um das als Kriegsgrund anzuführen.

2. „Antideutsche“ an die Propagandafront

Kriegspropaganda unter Missbrauch der Shoa

Ein starkes Argument ist, Israel sei in seiner Existenz bedroht, seine Feinde wollten einen neuen Holocoust entfesseln. Als „Beweis“ dient Präsident Ahmadinedschads falsch übersetzte Rede.

Die angebliche Bedrohung der „Heimstatt der Juden“, wie diese Leute es auch poetisch ausdrücken, beeindruckt viele Gutmenschen, bis hinein in die Linken. So wirft die VVN/BdA die antizionistische Bewegung im Libanon und in Palästina in einen Topf mit den zionistischen Aggressoren. Als wenn es gegenüber den zionistisch-imperialistischen Kriegsbrandstiftern und jenen, die mit – zugegeben – untauglichen Mitteln des individuellen Terrors, gegen diese kämpfen, Neutralität geben könne.

Die zionistischen Propagandisten missbrauchen die Tatsache, dass die deutschen Faschisten den systematischen Mord an Millionen Juden und damit das größte Verbrechen aller Zeiten, begingen, für ihre Eroberungs- und Kriegspläne im Dienste der USA.

Außerhalb Israels, hier in Deutschland z.B., sind es die „Antideutschen“, welche die Kriegspropaganda auf die Spitze treiben. Nur wenige Beispiele der Hetzreden dieser Leute:

„Deswegen demonstrieren wir hier nicht nur für Israel und sein Recht auf  Selbstverteidigung, wir demonstrieren hier gegen einen faulen Frieden.“

Thomas von der Osten-Sacken, der neben bei „Konkret“ und „JungleWorld“ auch bei der Springer-Zeitung „Die Welt“ schreibt und sich offen für den Krieg ausspricht:

„Israel ist das Land, dessen Existenzrecht ständig in Frage gestellt wird und  dessen verbrieftes Recht zur Selbstverteidigung nun erneut auf dem Prüfstand  steht.“ (…) „Der Präsident des Holocaust-Museums Yad Vashem in Israel, Tommi Lapid, brachte  es kürzlich im deutschen Fernsehen auf den Punkt: »Wenn Sie verstehen wollen,  was in den Israelis vorgeht, dann müssen sie verstehen, daß wir keine Risiken  eingehen können. Es gab sechs Millionen Tote in Auschwitz. Jetzt leben sechs  Millionen Menschen in Israel. Der Präsident des Iran hat versprochen, uns zu  vernichten. Und die Hisbollah hat dies versprochen. Und die Hamas. Wenn das  geschieht, dann werden Sie ein Problem haben, in Berlins Zentrum noch einmal  einen solch großen Platz zu finden, wie sie ihn für das Holocaust-Mahnmal  haben.«„

Thomas von der Osten-Sacken bringt in seiner Rede seinen Abscheu vor Integration von Moslems in Deutschland mit folgenden polemischen Worten zum Ausdruck:

„Als am Ende der Berliner Islamisten-Demo  arabische Mädchen im Kopftuch unter Schwarz-Rot-Goldenen Fahnen ans Mikrophon  traten und die deutsche Nationalhymne anstimmten, da war die so oft  beschworene Integration auf ganz absurde Art und Weise gelungen.“

„Jungle World“ titelt: „Shalom, der Krieg muß sein“. Den Vogel aber schießt der „Konkret“-Chef Hermann Gremliza ab:

„Dieser Krieg, der lange dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der Judenfrage‹ betreiben, Syrien und den Iran allen voran, mit jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.“

Mit „jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht“ gegen Syrien und den Iran? Das schließt ja wohl auch den Einsatz der israelischen Atomwaffen mit ein. Oder verstehe ich den feinen Herrn Gremliza falsch?

Wieso schreibt einer, der immerhin sich mal als Linke bezeichnete und dessen Zeitschrift „Konkret“ mit seiner früheren Chefredakteurin und Kolumnistin Ulrike Meinhoff, in den 60er und Beginn der 70er des 20. Jahrhunderts einen guten Ruf genoss, so etwas? Ist er total durchgeknallt, oder?

Es gibt unter den „Antideutschen“ eine Menge Durchgeknallter, die Hauptideologen aber sind es nicht. Sie wissen genau, was sie tun.

Ich habe die Vermutung, Gremlitza sollte einen Versuchsballon starten. Dahinter stecken ganz konkrete Ziele. Eine bürgerliche Zeitung, wie z.B. Welt, FAZ usw. könne nie den Einsatz israelischer Atomwaffen fordern, das würde alle friedliebenden Menschen in Deutschland – also die Mehrheit unserer Landsleute – empören. Das täte dem Geschäft mit der Zeitung nicht so gut. Die Antideutschen aber können nach dem Motto vorgehen: „Ist der Ruf ruiniert, lebt sich’s ungeniert.“ Die Antideutschen sind bezahlte Subjekte der Imperialisten und der Zionisten, sie werden aus deren Etats gesponsert.

Wir sollten eines mal bedenken: Es gibt nur eine handvoll Antideutsche, aber es gibt allein drei sehr aufwendig gestylte antideutsche Hetzblätter: Konkret, JungleWorld und Bahamas. Nach normalem kapitalistischen Ermessen müssten sie langst pleite sein. Aber die Konkursgerichte haben sie nicht als Kunden. Die Kosten dürften kaum durch Einnahmen über die Kioske oder Abos, noch weniger durch Inserate, reinkommen. Der Verdacht liegt nahe, dass sie Lohnschreiber des Mossad und der CIA sind. Sie machen Kriegspropaganda im Dienste ihrer Auftraggeber.

Es gibt einen Fall, da wurde es bekannt, dass eine zionistische Organisation aus den USA ein deutsches wissenschaftliches Institut sponserte. Das Duisburger DISS, dessen Chef Siegfried Jäger einst den Ruf eines Linken genoss, betätigte sich bezahlt als Fälscher, im Dienste des Mossad.[8]

3. Wer bedroht die Existenz Israels?

Uns geht es in erster Linie um das Existenzrecht der Menschen in ganz Palästina – die Existenz eines bestimmten Staates ist diesem unterzuordnen.

Seit seiner Gründung am 14. Mai 1948 (und auch schon davor), war es der zionistische Staat Israel, der mal mehr, mal weniger, das Existenzrecht der Menschen seiner Nachbarnländer bedrohte und sie mit Krieg überzog. Nur die chaotischen Bedingungen und die unfähigen Politiker der arabischen Staaten, sowie die massive Unterstützung der USA für die Zionisten, verhinderten deren Niederlage.

Die größte Bedrohung der Menschen im Nahen Osten geht von den Zionisten aus, nicht von den diversen arabischen Regimes. Die wehren sich gegen die Ansprüche der Zionisten, oft allerdings mit ungeeigneten Mitteln. Das gilt auch für bestimmte palästinensische Gruppen, die mittels Selbstmordattentate gegen die Zionisten kämpfen wollen. Sie mindern damit das Ansehen des Kampfes der Palästinenser in der Weltöffentlichkeit und liefern den Zionisten Argumente für ihre Okkupation ganz Palästinas, auch wenn wir wissen, sie handeln aus Verzweiflung. Sie haben keine den israelischen Waffen, die den auch nur gleichwertig sind. Eine Bedrohung aber für die Existenz des zionistischen Staates sind die Selbstmordattentate nicht.

Die Zionisten behaupten, alle Juden seien Zionisten. Somit sprächen und handelten die Zionisten für alle Juden der Welt. Das ist schlichtweg eine Lüge. Da gibt es konservativ-religiöse jüdische Gruppen, die unterhalten sogar eine eigene Internetseite: „Jews against Zionism - Juden gegen Zionismus“[9]

Aber nicht nur streng religiöse Juden lehnen den Anspruch des Zionismus, für alle Juden zu sprechen, ab.

So schreibt der israelische Friedensaktivist und Journalist Shraga Elam:

„Ich bin jedoch nach wie vor
- gegen Judeophobie.
- gegen die Antisemitismus-Keule, d.h. vor allem gegen den Missbrauch des  tatsächlichen oder vermeintlichen Judenhasses durch zionistische Bewegungen.
- gegen jeglichen Nationalismus. So gesehen, kann nur die Überwindung der nationalistischen Bestrebungen Aussicht auf eine friedliche und gerechte Koexistenz in Israel/Palästina bieten. Zu diesem Punkt gibt es einige Widersprüche im vorliegenden Text. Der Aufruf zur Gründung einer ANC-ähnlichen Bewegung ist trotzdem eindeutig genug.“

Elam ist kein Einzelfall. Viele Juden haben erkannt, woher die Gefahr kommt: Vom Zionismus und seiner Staatsdoktrin, alle Juden seien Israelis und ein von Gott auserwähltes Volk. Wer aber konkret Jude ist, bestimmt in oberster Instanz ein Rat von Klerikern in Jerusalem.

Als in den 80er Jahren die damalige israelische Regierung die Menschen jüdischen Glaubens  aus dem Hungerland Äthiopien nach Israel holen wollte, gab es nicht wenige Israelis, die das ablehnten. Die äthiopischen Juden sind nämlich, wie auch die anderen, die christlichen und moslemischen Äthiopier, schwarz. Das Rabinat entschied schließlich, die äthiopischen Juden seien Juden. Immerhin gibt es dort seit einigen tausend Jahren Menschen jüdischen Glaubens. Sie waren sogar einst die Mehrheit, bis sich im Äthiopien das Christentum durchsetzte.

In den 60ern gab es in den USA eine Bewegung der farbigen USA-Bürger, ähnlich der Black Muslims,  zum jüdischen Glauben. Als einige von ihnen nach Israel gehen wollten, weil alle Juden die israelische Staatsbürgerschaft bekommen können, verweigerten die israelischen Behörden deren Einreise. Sie waren nicht jüdischer Abstammung und nur konvertiert. Dabei stimmt es nicht, dass das Judentum nie missionierte.

Im Alten Testament, im Buch Jona[10] steht:

Es erging das Wort Jahwes an Jona zum zweiten Male also: 2 „Steh auf und geh nach Ninive, der großen Stadt, und halte ihr die Predigt, die ich dir auftragen werde.“ 3 Und Jona machte sich auf und ging nach Ninive, wie Jahwe ihm aufgetragen hatte. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tage brauchte man, um sie zu durchwandern. 4 Jona ging eine Tagereise weit in die Stadt hinein und predigte und sprach: „Noch vierzig Tage, und Ninive wird zerstört werden.“ 5 Die Männer von Ninive aber glaubten Gott und riefen ein Fasten aus und zogen Bußgewänder an, groß und klein. 6 Und die Kunde davon drang bis zum König von Ninive, und er erhob sich von seinem Thron, legte den Mantel ab, hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche. 7 Und er ließ in Ninive ausrufen und gebot: „Auf Befehl des Königs und seiner Großen! Menschen und Tiere, Rinder und Schafe sollen nicht das Geringste genießen, nicht auf die Weide gehen und kein Wasser trinken! 8 Man soll sich vielmehr in den Sack hüllen und sie sollen mit Macht zu Gott rufen, und ein jeder soll sich bekehren von seinem bösen Tun und von dem Unrecht, das an seinen Händen ist! 9 Vielleicht daß Gott es sich wieder gereuen läßt und von seinem Zorn abläßt, daß wir nicht zugrunde gehen.“ 10 Als nun Gott sah, was sie taten, daß sie von ihrem bösem Tun sich abkehrten, da reute ihn das Böse, das er ihnen zu tun angedroht hatte, und er tat es nicht.“

Was und wer ist also Jude? Definiert es sich völkisch und rassisch? Die Zionisten sehen des Völkisch-rassistisch. Jude ist – gleich welcher Religion – wer von jüdischen Vorfahren abstammt. Der PDS-Politiker Gregor Gysi wäre folglich Jude und könnte ohne Probleme Israeli werden. Nicht aber der Enkel eines aus Palästina 1949 vertrieben Bauern, dessen Vorfahren 2000 Jahre dort siedelten.

Wenn die Menschen in Palästina in Sicherheit und Frieden leben sollen, dann nur, wenn Israel diesen rassistischen Anspruch aufgibt. Heute werden nirgendwo in der Welt Juden verfolgt oder diskriminiert, auch nicht in moslemischen Ländern, also auch nicht in Syrien und dem Iran. Es waren in Bagdad sogar Araber, die bei den Plünderungen 2003 die Synagoge in Bagdad vor Plünderern schützten.

Aber die Zionisten bedrohen ihre Nachbarn und sind somit die größten Bedroher auch der Juden, nicht nur in Israel. Ihre rassistische Politik verhindert das friedliche Zusammenleben von Arabern, Juden, Christen usw. im Nahen Osten. Wenn man Jude als Anhänger der jüdischen Religion definiert – was man ja wohl muss – dann zeigt sich das ganze Unrecht. Da beansprucht ein Teil einer religiösen Gruppe, weil vor 2000 Jahren dort ihre vermeintlichen Vorfahren siedelten, ein Land, in dem die Zeit dazwischen Moslems und Christen, aber auch Juden, friedlich zusammen lebten.

Dies wurde erst beendet, als die Zionisten in Palästina, z.T. mit Unterstützung der englischen Kolonialmacht, systematisch Araber von ihrem Grund und Boden vertrieben oder – einfacher noch und brutaler –  sie massakrierten. Dass sich darauf kein friedliches Miteinander entwickeln konnte, ist klar. Genau das wollten die Zionisten auch nicht. Sie wollten die Araber vertreiben und das ist eine der Ursachen des Konflikts in Palästina.

4. Prediger des 3. Weltkrieges

Den USA, vor allem den Neokonservativen, geht es darum, die Weltherrschaft über den gegenwärtig wichtigsten Rohstoff, das Erdöl zu bekommen, Ihr Ziel ist die Neuformatierung der Ölregionen in Afrika, Mittleren und Vorderen Orient, das Kaspische Meer usw. zu bekommen. Israel übernimmt hierbei die Rolle des Stellvertreters, der im Interesse der USA-Imperialisten zu einen die modernsten Waffen der USA im Ernstfall testet, aber auch das Kanonenfutter liefert, das für die USA in den Krieg zieht. Die zionistische Führung Israels hat sicherlich eigene Interessen in diesen Krieg: die Ausdehnung des Herrschaftsbereichs, aber dem könnten sie nicht nachgeben, wenn nicht die USA Interesse an Kriegen in der Region hätten.

Dabei ist jedes Mittel recht. Man mag vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad  halten was man will – ich lehne jede Pfaffenherrschaft und die fundamentalistischer religiöser Fanatiker ab – aber er hat nie von der Vernichtung Israels gesprochen[11]. Das ist eine platte Fälschung.

Hier sei noch anzumerken, dass auch in Washington mit George Bush, fundamentalistische (christliche) Eiferer am Ruder der USA stehen.

Die beileibe nicht mittellose Southern Baptist Convention profitiert seit seinem Amtsantritt von großzügigen staatlichen Zuwendungen, und auch die Bemühungen der neokonservativen Nomenklatura um den Präsidenten, konfessionellen den Vorzug vor religionsungebundenen sozialen Hilfsorganisationen zu geben, kommen gut an.“[12]

Und Bush hat von oft genug „Kreuzzug“ geschwafelt. Er geht noch weiter:

Bush glaubt und beruft sich auf göttlichen Beistand in seinem Kampf gegen den Terrorismus. In seiner Rede offenbarte sich seine religiöse Einteilung der Welt in Gut und Böse. Sie sei Ausdruck von Amerikas Selbstverständnis als des von Gott auserwählten Volkes: „Unsere teure Freiheit ist nicht das Geschenk Amerikas an die Welt, sondern ein Geschenk Gottes an die Menschheit.“[13]

Wenn es einen gibt, der in Hitlers Fußstapfen getreten ist, so ist es der fundamentalistisch-religiöse Eiferer und Wahlfälscher George W. Bush, Präsident der USA. Der hat auch schon gezeigt, dass er es ernst meint: Siehe Afghanistan, siehe Irak und jetzt auch Libanon. Er will beileibe nicht Schluss machen mit seinen Kriegen.

Durch die Kriegspolitik der USA wird das Existenzrecht nicht nur der Palästinenser, nicht nur das der Araber, sondern das der gesamten Menschheit gefährdet. Ein 3. Weltkrieg, von dem bereits jetzt die Neokonservativen der USA schwafeln, wird ein Atomkrieg sein – und die USA werden diesen Krieg beginnen.

Die religiösen Eiferer, die sich so bibeltreu und israelfreundlich geben, sind in Wirklichkeit Prediger des Massenmordes.

„Nicht nur in den „neokonservativen“ Denkfabriken der USA spricht man leichfertig, bisweilen begeistert vom dritten oder vierten Weltkrieg. Auch unter evangelikalen Endzeitchristen werden alle Vorboten eines neuen großen Krieges begrüßt. Erwartet wird in allernächster Zeit die letzte Schlacht, die dieser verdorbenen Welt ein Ende bereitet. Da ein „Israel in biblischen Grenzen“ Schauplatz des Endzeitkampfes zwischen Gut und Böse sein wird, gibt man sich „pro-israelisch“. Ob Israels Botschafter in den USA, Daniel Ayalon, bei seinen Begegnungen mit der Armageddon-Lobby wirklich weiß, welche Aussichten die christlichen Fundamentalisten für jene Juden bereit halten, die am Ende aller Tage den „wahren Messias Jesus Christus“ nicht anerkennen wollen?“[14]

Auch Bush hat sich schon in diesem Sinne geäußert. Lt. Frankfurter Rundschau soll Bush gesagt haben, dass er sich vorstellen könne, dass sich die Welt Armageddon nähere.

Wer also ist der Schlimmere religiöse Eiferer? Der iranische Präsident oder der der USA? Letztere verfügen nicht nur über eine der größten Armeen der Welt, sondern auch über die bestausgerüstetste und die, die wie keine andere, über Massenvernichtungswaffen verfügt.

Bush verfügt über mehr Vernichtungspotential, wie der Iran je besitzen könnte. Wobei das Streben des Iran nach Atomwaffen eher zweifelhaft und, wie vor ein paar Jahren im Irak, konstruiert sein dürfte um einen Kriegsgrund für die Ölinteressen der USA-Konzerne zu finden.

5. Ist das Existenzrecht Israels bedroht?

Es geht um die Menschen in der Region. Deren Existenzrecht hat oberste Priorität. Im Moment ist die Hauptbedrohung vor Juden und Nichtjuden im Nahen Osten die Kriegspolitik der Zionisten und der USA. Israel, so wie es jetzt verfasst ist, ist ein zionistischer Staat, der Zionismus ist Staatsdoktrin. Der Zionismus ist aber rassistisch: Juden haben allein alles bürgerlichen Rechte und Jude wird nicht religiös, sondern rassisch abgeleitet.

Somit sind alle Nichtjuden entweder Freiwild oder, wenn sie die israelische Staatsbürgerschaft besitzen – ein kleiner Teil der Einwohner Israels sind Araber – haben nicht die gleichen Rechte, wie Juden. Die in den besetzten Gebieten lebenden Araber sind sogar Freiwild für die israelische Armee. Sie werden vertrieben, ihrer Existenzgrundlage beraubt, ihre Vertreter werden entführt und inhaftiert usw.

Das Argument, die Araber wollten einen neuen Massenmord unter den Juden anrichten, entbehrt jeder Grundlage. Ich habe oben die Fälschung der Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erwähnt. Solche plumpen Fälschungen müssen herhalten, um den Krieg im Libanon zu begründen.

Tatsächlich aber, ginge es wirklich um das Existenzrecht – richtiger: das Lebensrecht – der Juden und Nichtjuden in der Region, wäre eine Annäherung Israels an die Araber und Verzicht auf Rassismus, ein wichtiger Schritt in Richtung Frieden im Nahen Osten. Aber weder die Zionisten, noch ihre Beschützer in Washington, wollen das ernsthaft. Sie wollen Krieg!

Denn immer dann, wenn die Palästinenser nachgeben, schürt die israelische Regierung das Feuer. So hatte die Hamas, die in den Palästinensergebieten die Regierung stellt, signalisiert, Israels Grenzen anzuerkennen. Und schon nahm man die Gefangennahme eines im Gazastreifen mit seiner Truppe operierenden Soldaten zum Kriegsanlass. Die israelische Armee zerstörte in einer Nacht z.B. das wichtigste Kraftwerk, das über 600.000 Menschen – darunter auch Krankenhäuser – mit Strom versorgt.

Die Gefangennahme zweier weiterer israelischer Soldaten, auf libanesischem Gebiet durch die Hizbollah, wurde zum  Anlass genommen, in den Libanon einzufallen und unzählige Menschen zu vertreiben. Dabei wird durch systematische Zerstörung der Infrastruktur auch noch jede Möglichkeit genommen, den Opfern der Aggression humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.

Israels Existenzrecht ist nicht bedroht, wohl das der Menschen in der Region und das als Folge der Politik der zionistischen Regierung und die Politik derer Auftraggeber, die USA.

6. Der Weltfrieden ist bedroht – Kampf den Kriegsbrandstiftern

Neokonservative Denkfabriken in den USA bereiten den 3. Weltkrieg vor

Die Zionisten schwadronieren, sie wollten keine Wiederholung des Holocoust. Tatsächlich aber nehmen sie genau das in kauf. In den „neokonservativev  Denkfabriken“ in den USA wird ein weiterer Weltkrieg vorbereitet. Die wahnsinnige Propaganda für diesen Krieg läuft auf Hochtouren, wobei alle Kritiker dieser Politik mit dem Stigma versehen werden, sie seinen Antisemiten. Darin sind sich die USA-Führer, die Neokonservativen, die meisten bürgerlichen Medien, die Antinationalen/Antideutschen, fundamentalistische christliche Eiferer und die Staatsführung der meisten westlichen Länder einig. Das Totschlagargument, man wolle einen erneuten Mord an Juden verhindern und alle, die diese Politik bekämpfen, seien zumindest Unterstützer eines neuen Holocoust, soll uns zu schweigen bringen.

Es soll einem nie da gewesenen Mord, im Interesse der Ölprofite, in einem neuen Weltkrieg Vorschub geleistet werden. Sie missbrauchen das bisher schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit um einer weiteres, welches das der Nazis in den Schatten stellt, vorzubereiten. Wir dürfen dem nicht nachgeben, uns nicht beirren lassen und müssen diesen Faschisten des 21. Jahrhunderts, die noch gefährlicher sind, als es die Faschisten des 20. Jahrhunderts waren.

Ich bin allerdings sicher, dass diese Pläne scheitern werden. Die Völker der Welt werden sich nicht in einen 3. Weltkrieg schicken lassen. Die Versuche ihn zu beginnen, werden zurück gewiesen werden und, wenn die USA-Imperialisten ihn doch zu führen beginnen, wird das nicht das Ende der Menschheit sein, wohl aber das Ende des Imperialismus.

Aber dieser Krieg muss verhindert werden – im Interesse der potentiellen Opfer des Krieges weltweit. Fallen wir Bush und seinen Lakaien Olmert und Peretz und ihren Speichelleckern Blair, Merkel und Konsorten in den Arm. Im Interesse der Menschheit und der Menschlichkeit, im Interesse der Menschen im Nahen Osten und anderswo.

G.A.


[1]  Thierry Meyssan: DER LIBANON ALS NEUES ZIEL - DIE NEOKONSERVATIVEN UND DIE POLITIK DES «KONSTRUKTIVEN CHAOS»  siehe

[2]  42 % Christen

[3]  53 Moslems unterschiedlicher Konfessionen

[4]  4 % Drusen

[6]  Laizismus (auch: Laizität) ist die Bezeichnung für bestimmte, in verschiedenen Staaten gültige religionsverfassungsrechtliche Modelle, denen das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat zu Grunde liegt. siehe

[8]  Vgl. Intellektuelle Prostitution oder Die Weißwäscher vom Niederrhein von von Günter Ackermann
und Hanna Ackermann,
siehe

[10]  Entstand etwa 300 v.u.Z.

[13]  3sat, 3. Februar 2003 siehe

[14]  Telepolis: Armageddon und der apokalyptische „Holocaust“ Peter Bürger 12.08.2006 siehe

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