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Die
zionistischen Aggressoren im Dienst der Erdölprofite der USA
„Antideutsche“
Faschisten machen Kriegspropaganda für die Imperialisten
Von
Günter Ackermann/14. August 2006
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Der
Libanonkrieg ist ein Vorab-Präventivkrieg zum bevorstehenden
direkten Präventivkrieg gegen den Iran: Mithilfe des
Libanonkriegs wollen die USA & Israel ihre Ausgangsposition
im Krieg gegen den Iran optimieren.
Die geplante UN-Stationierung von Truppen (inklusive von Truppen
aus NATO-Staaten) im Libanon ist eine wesentliche Komponente
dieser Strategie. (Georg
Meggle 08.08.2006) siehe Telepolis |
1.
Israel führt Stellvertreterkrieg für die USA
Jacques
Chirac, Frankreichs Präsident, wollte im Libanonkrieg mitmischen. Aber
er erhielt vom Wahlfälscher und USA-Präsidenten George W. Bush einen
Maulkorb verpasst:
„Beim
G8-Gipfel in Sankt Petersburg erteilte George W. Bush ihm ein Verbot mit
den Worten, es
handele sich nicht um eine israelische Operation, die von den USA
gebilligt wird, sondern
um eine Operation der USA, die von Israel ausgeführt wird.“
Was
aber veranlasst die USA ihren Vasallen Israel diesen neuen Krieg aus
heiterem Himmel führen zu lassen? Na was schon? Erdöl!
Zwar
gibt es im Libanon keins, aber die geostrategische Lage des Landes und
die ethnische und religiöse Zusammensetzung des libanesischen Volkes
macht das Land zum Schlüssel für die USA-Pläne, die Beherrschung der
Erdölregionen im Sinne der USA neu zu regeln. Einmal eignet es sich als
Aufmarschgebiet gegen Syrien, das zwischen Libanon und der Neokolonie
der USA, den Irak, liegt. Syrien ist ja auch eines der Länder der
„Achse des Bösen“ der USA. In Syrien finden auch die Widerständler
gegen die USA-Besatzung, wie auch gegen Israels Besatzungspolitik,
Unterstützung. Gleichzeitig auch ist Syrien im Libanon engagiert.
Die
Imperialisten und ihre Lakaien, die zionistischen Aggressoren, bauen
darauf, dass die ethnischen und religiösen Spannungen der einzelnen
Volksgruppen unter den 3,8 Millionen Einwohnern
des Libanon, den maronitischen Christen,
sunnitischen und schiitischen Moslems und der Drusen
- wobei sich jede der Religionen sich in verschiedene Konfessionen
unterteilen, ihnen nützt.
Genau
das wollen die Zionisten und USA-Imperialisten ausnutzen. Indem sie die
Widersprüche dieser Gruppen ausnutzen, meinen sie, leichteres Spiel zu
haben. „Konstruktives Chaos“ nennen das die Imperialisten und Frau
Rice sieht darin die Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens – natürlich
ist das einer, der den USA in den Kram passt.
Bereits
in den vergangen Jahrzehnten wurde der Libanon das Ziel israelischer
Aggressionen, aber auch in der „friedlichen“ Zeit destabilisierten
sie das Land.
Als
2005 der libanesische Premier Hariri ermordet wurde, hatten die USA
schnell die Schuldigen gefunden: der syrische Geheimdienst. Ein
deutscher Staatsanwalt fand dann genau das auftragsgemäß heraus –
wenn auch ohne eine Spur eines Beweises.
Aber
dann verhaftete der libanesische Geheimdienst im Juni 2006 den Chef
einer Terroristengruppe, Mahmoud Rafeh.
„Rafeh
soll seit Jahren im Libanon tödliche Anschläge im Auftrag des
israelischen Geheimdienstes Mossad durchgeführt haben. Nach Aussagen
des libanesischen Verteidigungsministers Elias Murr, der selbst einem
Mordanschlag am 12. Juli 2005 entgangen war, hielt man es für sehr
wahrscheinlich, dass israelische Militärflugzeuge an der Auslösung von
Autobomben beteiligt gewesen seien.“
Terroristen
im Solde des Mossad also. Und weiter:
„Der
libanesische Staatspräsident Émile Lahoud erklärte, die Ermittlungen
der libanesischen Behörden würden fortgesetzt und deren Ergebnisse dem
UN-Ermittler, Serge Brammertz, übergeben, dessen
Untersuchungskommission beauftragt ist, den Mord an dem ehemaligen
libanesischen Ministerpräsidenten Hariri am 14. Februar 2005 zu
untersuchen.“
Wenn
da auch nur eine Spur Wahrheit dran ist, dann steckt offenbar hinter dem
Mord an Hariri nicht Damaskus, sondern Tel Aviv. Das passt auch besser,
denn solche Provokationen entsprechen dem Stil des Mossad.
Wieso
dann der deutsche UNO-Ermittler Mehlis sich damals vor die Kameras
stellte und Syrien beschuldigte, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls hätte
er der Spur nachgehen müssen. Sein Auftrag von den USA aber dürfte
gewesen sein, Syrien zu beschuldigen. Das tat er
dann auch.
Dass
Israel hinter dem Mord an Hariri steckt, ist auch logischer, als dass es
Syrien gewesen sei. Syrien war bisher Stabilisierungsfaktor im Libanon.
Genau das aber will weder Israel noch die USA. Hariri war eben das
Bauernopfer, das gebracht werden musste, um zu „beweisen“, dass
Syrien mit Recht auf Buschs Liste
der Schurkenstaaten steht. Das alles ist Bush sicher bekannt, ist aber für
die US-Regierung akzeptabel.
Bush
will eine neu strukturierte Ölregien – natürlich im Interesse der
USA-Ölkonzerne. Erstes Opfer war der Irak. In der ehemaligen
Sowjetunion sind amerikanische Konzerne mit mehr oder weniger Erfolg
aktiv. Rund um das kaspische Meer ist ein gigantischer unterirdisches Ölmeer.
Hier schlummern Profiterwartungen in astronomischer Höhe. Schwierig ist
nur, dass die neuen Staaten sich oft dem USA-Zugriff verweigern. In
Kasachstan mussten die USA schon herbe Niederlagen einstecken. Auch die
Destabilisierung Russlands spielt da eine Rolle. Tschetschenien sei hier
nur als Beispiel angeführt.
Gegen
den Koloss Russland sich militärisch anzulegen, ist derzeit selbst den
USA nicht möglich. Aber der Iran ist auch ein Anrainer des Kaspische
Meers und der Iran ist eines der wichtigsten Ölförderländer. Für
Busch ist der Iran auch eines der Schurkenstaaten und, so tönt die
Propaganda, wie einst auch über den Irak, der Iran strebe nach
Nuklearwaffen. Der Staat der Mullahs lässt sich im Westen trefflich als
Schurkenstaat von der Propaganda vermarkten. Welcher Westeuropäer hält
schon was von religiösen Fundamentalisten? Und der Iran wird sogar von
solchen beherrscht. Dass die USA selbst von einem christlichen
Fundamentalisten regiert werden –
Bush ist einer – wird schamhaft verschwiegen und auch Israel
ist kein laizistischer Staat.
Wenn
auch das nicht mehr reicht, dann werden Äußerungen iranischer
Spitzenpolitiken mal eben falsch übersetzt. Der iranische Präsident
Ahmadinedschad, so indoktriniert die Kriegspropaganda der USA, habe
gesagt, man solle Israel den Erdboden gleichmachen („wiped off the map“)
„Der
iranische Präsident hat eine frühere Äußerung des ersten islamischen
Führers, des späteren Ayatollah Khomeini, zitiert, daß „das
Besatzungsregime von Jerusalem von den Seiten der Geschichte
verschwinden müsse“ (this regime occupying Jerusalem must vanish from
the page of time), so wie das Schah-Regime im Iran verschwinden mußte.“
Wo
ist da eine militärische Drohung? Weder die UNO, noch die meisten
Staaten der Welt, auch der westlichen, anerkennen die Zugehörigkeit
ganz Jerusalems zu Israel. Wollen die auch Israel dem Erdboden gleich
machen? Folglich muss Ahmadinedschad als Hitler-Nachfolger herhalten und
man dreht ihm das Wort im Munde herum. Der Spiegel-Schreiber, Jude und
bekennende Zionist Henryk M. Broder schreibt in seinem Artikel „Gebt
den Juden Schleswig-Holstein!“:
„Ahmadinedschads Überlegung
mag zu kurz greifen, aber im Prinzip ist sie richtig. Die Palästinenser
zahlen die Zeche für die Sünden der Europäer. Und wenn es so etwas
wie eine historische Gerechtigkeit in dieser Welt geben würde, wäre
der jüdische Staat in Schleswig-Holstein oder in Bayern errichtet
worden, nicht in Palästina.“
Wo
blieb da der Proteststurm? Klar, Broder will die Besatzung von Jerusalem
nicht beseitigen und schon gar nicht die Israelis nach Europa umsiedeln,
ganz im Gegenteil, aber wieso sollte das Ahmadinedschad?
Ähnlich
ist es mit Syrien. Syrien ist ein laizistisches Land. Die syrische
Baath-Partei ist alles andere als klerikal-islamisch. Der Gründer der
Baath-Partei, Michel Aflaq, z,b. war orthodoxer Christ. Präsident Hāfiz
al-Asad und sein Nachfolger und Sohn Baschār al-Asad sind Nusairier,
eine moslemische Sekte, die mit den recht modern ausgerichteten Alaviten
viele Gemeinsamkeiten haben. Die beiden moslemischen Konfessionen, die
Sunniten und die Schiiten, erkennen die Nusairier nicht als Moslems an.
Syrien
ist also alles andere als ein klerikales Land, auch wenn über 75 %
sunnitische Maslems sind.
Aber
Syrien ist das letzte moderne arabische Land, das den zionistischen
Expansionsbestrebungen eines Großisrael Widerstand entgegen setzt. Und
es grenzt an den Irak, einige wichtige Erdölleitungen gehen über
Syrien an Mittelmeer. Zur USA-Neuordnung der Ölregion im Nahen Osten
hat Syrien eine große Bedeutung. Also dichtet man Syrien an, es unterstütze
Terroristen um das als Kriegsgrund anzuführen.
2. „Antideutsche“ an die
Propagandafront
Kriegspropaganda unter
Missbrauch der Shoa
Ein
starkes Argument ist, Israel sei in seiner Existenz bedroht, seine
Feinde wollten einen neuen Holocoust entfesseln. Als „Beweis“ dient
Präsident Ahmadinedschads falsch übersetzte Rede.
Die
angebliche Bedrohung der „Heimstatt der Juden“, wie diese Leute es
auch poetisch ausdrücken, beeindruckt viele Gutmenschen, bis hinein in
die Linken. So wirft die VVN/BdA die antizionistische Bewegung im
Libanon und in Palästina in einen Topf mit den zionistischen
Aggressoren. Als wenn es gegenüber den zionistisch-imperialistischen
Kriegsbrandstiftern und jenen, die mit – zugegeben – untauglichen
Mitteln des individuellen Terrors, gegen diese kämpfen, Neutralität
geben könne.
Die
zionistischen Propagandisten missbrauchen die Tatsache, dass die
deutschen Faschisten den systematischen Mord an Millionen Juden und
damit das größte Verbrechen aller Zeiten, begingen, für ihre
Eroberungs- und Kriegspläne im Dienste der USA.
Außerhalb
Israels, hier in Deutschland z.B., sind es die „Antideutschen“,
welche die Kriegspropaganda auf die Spitze treiben. Nur wenige Beispiele
der Hetzreden dieser Leute:
„Deswegen demonstrieren
wir hier nicht nur für Israel und sein Recht auf
Selbstverteidigung, wir demonstrieren hier gegen einen faulen
Frieden.“
Thomas
von der Osten-Sacken, der neben bei „Konkret“ und „JungleWorld“
auch bei der Springer-Zeitung „Die Welt“ schreibt und sich offen für
den Krieg ausspricht:
„Israel ist das Land, dessen Existenzrecht ständig in Frage gestellt
wird und dessen verbrieftes
Recht zur Selbstverteidigung nun erneut auf dem Prüfstand
steht.“ (…) „Der
Präsident des Holocaust-Museums Yad Vashem in Israel, Tommi Lapid,
brachte es kürzlich im
deutschen Fernsehen auf den Punkt: »Wenn Sie verstehen wollen,
was in den Israelis vorgeht, dann müssen sie verstehen, daß wir
keine Risiken eingehen können.
Es gab sechs Millionen Tote in Auschwitz. Jetzt leben sechs
Millionen Menschen in Israel. Der Präsident des Iran hat
versprochen, uns zu vernichten.
Und die Hisbollah hat dies versprochen. Und die Hamas. Wenn das
geschieht, dann werden Sie ein Problem haben, in Berlins Zentrum
noch einmal einen solch großen
Platz zu finden, wie sie ihn für das Holocaust-Mahnmal
haben.«„
Thomas
von der Osten-Sacken bringt in seiner Rede seinen Abscheu vor
Integration von Moslems in Deutschland mit folgenden polemischen Worten
zum Ausdruck:
„Als am Ende der Berliner
Islamisten-Demo arabische Mädchen
im Kopftuch unter Schwarz-Rot-Goldenen Fahnen ans Mikrophon
traten und die deutsche Nationalhymne anstimmten, da war die so
oft beschworene Integration
auf ganz absurde Art und Weise gelungen.“
„Jungle
World“ titelt: „Shalom, der
Krieg muß sein“. Den Vogel aber schießt der „Konkret“-Chef
Hermann Gremliza ab:
„Dieser Krieg, der lange
dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet
entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung
von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die
Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen
Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der
Judenfrage‹ betreiben, Syrien und den Iran allen voran, mit jeder
Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.“
Mit
„jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht“ gegen Syrien und
den Iran? Das schließt ja wohl auch den Einsatz der israelischen
Atomwaffen mit ein. Oder verstehe ich den feinen Herrn Gremliza falsch?
Wieso
schreibt einer, der immerhin sich mal als Linke bezeichnete und dessen
Zeitschrift „Konkret“ mit seiner früheren Chefredakteurin und
Kolumnistin Ulrike Meinhoff, in den 60er und Beginn der 70er des 20.
Jahrhunderts einen guten Ruf genoss, so etwas? Ist er total
durchgeknallt, oder?
Es
gibt unter den „Antideutschen“ eine Menge Durchgeknallter, die
Hauptideologen aber sind es nicht. Sie wissen genau, was sie tun.
Ich
habe die Vermutung, Gremlitza sollte einen Versuchsballon starten.
Dahinter stecken ganz konkrete Ziele. Eine bürgerliche Zeitung, wie
z.B. Welt, FAZ usw. könne nie den Einsatz israelischer Atomwaffen
fordern, das würde alle friedliebenden Menschen in Deutschland – also
die Mehrheit unserer Landsleute – empören. Das täte dem Geschäft
mit der Zeitung nicht so gut. Die Antideutschen aber können nach dem
Motto vorgehen: „Ist der Ruf ruiniert, lebt sich’s ungeniert.“ Die
Antideutschen sind bezahlte Subjekte der Imperialisten und der
Zionisten, sie werden aus deren Etats gesponsert.
Wir
sollten eines mal bedenken: Es gibt nur eine handvoll Antideutsche, aber
es gibt allein drei sehr aufwendig gestylte antideutsche Hetzblätter:
Konkret, JungleWorld und Bahamas. Nach normalem kapitalistischen
Ermessen müssten sie langst pleite sein. Aber die Konkursgerichte haben
sie nicht als Kunden. Die Kosten dürften kaum durch Einnahmen über die
Kioske oder Abos, noch weniger durch Inserate, reinkommen. Der Verdacht
liegt nahe, dass sie Lohnschreiber des Mossad und der CIA sind. Sie
machen Kriegspropaganda im Dienste ihrer Auftraggeber.
Es
gibt einen Fall, da wurde es bekannt, dass eine zionistische
Organisation aus den USA ein deutsches wissenschaftliches Institut
sponserte. Das Duisburger DISS, dessen Chef Siegfried Jäger einst den
Ruf eines Linken genoss, betätigte sich bezahlt als Fälscher, im
Dienste des Mossad.
3.
Wer bedroht die Existenz Israels?
Uns
geht es in erster Linie um das Existenzrecht der Menschen in ganz Palästina
– die Existenz eines bestimmten Staates ist diesem unterzuordnen.
Seit
seiner Gründung am 14. Mai 1948 (und auch schon davor), war es der
zionistische Staat Israel, der mal mehr, mal weniger, das Existenzrecht
der Menschen seiner Nachbarnländer bedrohte und sie mit Krieg überzog.
Nur die chaotischen Bedingungen und die unfähigen Politiker der
arabischen Staaten, sowie die massive Unterstützung der USA für die
Zionisten, verhinderten deren Niederlage.
Die
größte Bedrohung der Menschen im Nahen Osten geht von den Zionisten
aus, nicht von den diversen arabischen Regimes. Die wehren sich gegen
die Ansprüche der Zionisten, oft allerdings mit ungeeigneten Mitteln.
Das gilt auch für bestimmte palästinensische Gruppen, die mittels
Selbstmordattentate gegen die Zionisten kämpfen wollen. Sie mindern
damit das Ansehen des Kampfes der Palästinenser in der Weltöffentlichkeit
und liefern den Zionisten Argumente für ihre Okkupation ganz Palästinas,
auch wenn wir wissen, sie handeln aus Verzweiflung. Sie haben keine den
israelischen Waffen, die den auch nur gleichwertig sind. Eine Bedrohung
aber für die Existenz des zionistischen Staates sind die
Selbstmordattentate nicht.
Die
Zionisten behaupten, alle Juden seien Zionisten. Somit sprächen und
handelten die Zionisten für alle Juden der Welt. Das ist schlichtweg
eine Lüge. Da gibt es konservativ-religiöse jüdische Gruppen, die
unterhalten sogar eine eigene Internetseite: „Jews against Zionism -
Juden gegen Zionismus“

Aber
nicht nur streng religiöse Juden lehnen den Anspruch des Zionismus, für
alle Juden zu sprechen, ab.
So
schreibt der israelische Friedensaktivist und Journalist Shraga Elam:
„Ich
bin jedoch nach wie vor
- gegen Judeophobie.
- gegen die Antisemitismus-Keule, d.h. vor allem gegen den Missbrauch
des tatsächlichen oder vermeintlichen Judenhasses durch
zionistische Bewegungen.
- gegen jeglichen Nationalismus. So gesehen, kann nur die Überwindung
der nationalistischen Bestrebungen Aussicht auf eine friedliche und
gerechte Koexistenz in Israel/Palästina bieten. Zu diesem Punkt gibt es
einige Widersprüche im vorliegenden Text. Der Aufruf zur Gründung
einer ANC-ähnlichen Bewegung ist trotzdem eindeutig genug.“
Elam
ist kein Einzelfall. Viele Juden haben erkannt, woher die Gefahr kommt:
Vom Zionismus und seiner Staatsdoktrin, alle Juden seien Israelis und
ein von Gott auserwähltes Volk. Wer aber konkret Jude ist, bestimmt in
oberster Instanz ein Rat von Klerikern in Jerusalem.
Als
in den 80er Jahren die damalige israelische Regierung die Menschen jüdischen
Glaubens aus dem Hungerland
Äthiopien nach Israel holen wollte, gab es nicht wenige Israelis, die
das ablehnten. Die äthiopischen Juden sind nämlich, wie auch die
anderen, die christlichen und moslemischen Äthiopier, schwarz. Das
Rabinat entschied schließlich, die äthiopischen Juden seien Juden.
Immerhin gibt es dort seit einigen tausend Jahren Menschen jüdischen
Glaubens. Sie waren sogar einst die Mehrheit, bis sich im Äthiopien das
Christentum durchsetzte.
In
den 60ern gab es in den USA eine Bewegung der farbigen USA-Bürger, ähnlich
der Black Muslims, zum jüdischen
Glauben. Als einige von ihnen nach Israel gehen wollten, weil alle Juden
die israelische Staatsbürgerschaft bekommen können, verweigerten die
israelischen Behörden deren Einreise. Sie waren nicht jüdischer
Abstammung und nur konvertiert. Dabei stimmt es nicht, dass das Judentum
nie missionierte.
Im
Alten Testament, im Buch Jona steht:
„
Es erging das Wort Jahwes an Jona zum zweiten Male also: 2 „Steh auf
und geh nach Ninive, der großen Stadt, und halte ihr die Predigt, die
ich dir auftragen werde.“ 3 Und Jona machte sich auf und ging nach
Ninive, wie Jahwe ihm aufgetragen hatte. Ninive aber war eine große
Stadt vor Gott, drei Tage brauchte man, um sie zu durchwandern. 4 Jona
ging eine Tagereise weit in die Stadt hinein und predigte und sprach:
„Noch vierzig Tage, und Ninive wird zerstört werden.“ 5 Die Männer
von Ninive aber glaubten Gott und riefen ein Fasten aus und zogen Bußgewänder
an, groß und klein. 6 Und die Kunde davon drang bis zum König von
Ninive, und er erhob sich von seinem Thron, legte den Mantel ab, hüllte
sich in den Sack und setzte sich in die Asche. 7 Und er ließ in Ninive
ausrufen und gebot: „Auf Befehl des Königs und seiner Großen!
Menschen und Tiere, Rinder und Schafe sollen nicht das Geringste genießen,
nicht auf die Weide gehen und kein Wasser trinken! 8 Man soll sich
vielmehr in den Sack hüllen und sie sollen mit Macht zu Gott rufen, und
ein jeder soll sich bekehren von seinem bösen Tun und von dem Unrecht,
das an seinen Händen ist! 9 Vielleicht daß Gott es sich wieder gereuen
läßt und von seinem Zorn abläßt, daß wir nicht zugrunde gehen.“
10 Als nun Gott sah, was sie taten, daß sie von ihrem bösem Tun sich
abkehrten, da reute ihn das Böse, das er ihnen zu tun angedroht hatte,
und er tat es nicht.“
Was
und wer ist also Jude? Definiert es sich völkisch und rassisch? Die
Zionisten sehen des Völkisch-rassistisch. Jude ist – gleich welcher
Religion – wer von jüdischen Vorfahren abstammt. Der PDS-Politiker
Gregor Gysi wäre folglich Jude und könnte ohne Probleme Israeli
werden. Nicht aber der Enkel eines aus Palästina 1949 vertrieben
Bauern, dessen Vorfahren 2000 Jahre dort siedelten.
Wenn
die Menschen in Palästina in Sicherheit und Frieden leben sollen, dann
nur, wenn Israel diesen rassistischen Anspruch aufgibt. Heute werden
nirgendwo in der Welt Juden verfolgt oder diskriminiert, auch nicht in
moslemischen Ländern, also auch nicht in Syrien und dem Iran. Es waren
in Bagdad sogar Araber, die bei den Plünderungen 2003 die Synagoge in
Bagdad vor Plünderern schützten.
Aber
die Zionisten bedrohen ihre Nachbarn und sind somit die größten
Bedroher auch der Juden, nicht nur in Israel. Ihre rassistische Politik
verhindert das friedliche Zusammenleben von Arabern, Juden, Christen
usw. im Nahen Osten. Wenn man Jude als Anhänger der jüdischen Religion
definiert – was man ja wohl muss – dann zeigt sich das ganze
Unrecht. Da beansprucht ein Teil einer religiösen Gruppe, weil vor 2000
Jahren dort ihre vermeintlichen Vorfahren siedelten, ein Land, in dem
die Zeit dazwischen Moslems und Christen, aber auch Juden, friedlich
zusammen lebten.
Dies
wurde erst beendet, als die Zionisten in Palästina, z.T. mit Unterstützung
der englischen Kolonialmacht, systematisch Araber von ihrem Grund und
Boden vertrieben oder – einfacher noch und brutaler – sie
massakrierten. Dass sich darauf kein friedliches Miteinander entwickeln
konnte, ist klar. Genau das wollten die Zionisten auch nicht. Sie
wollten die Araber vertreiben und das ist eine der Ursachen des
Konflikts in Palästina.
4.
Prediger des 3. Weltkrieges
Den
USA, vor allem den Neokonservativen, geht es darum, die Weltherrschaft
über den gegenwärtig wichtigsten Rohstoff, das Erdöl zu bekommen, Ihr
Ziel ist die Neuformatierung der Ölregionen in Afrika, Mittleren und
Vorderen Orient, das Kaspische Meer usw. zu bekommen. Israel übernimmt
hierbei die Rolle des Stellvertreters, der im Interesse der
USA-Imperialisten zu einen die modernsten Waffen der USA im Ernstfall
testet, aber auch das Kanonenfutter liefert, das für die USA in den
Krieg zieht. Die zionistische Führung Israels hat sicherlich eigene
Interessen in diesen Krieg: die Ausdehnung des Herrschaftsbereichs, aber
dem könnten sie nicht nachgeben, wenn nicht die USA Interesse an
Kriegen in der Region hätten.
Dabei
ist jedes Mittel recht. Man mag vom
iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad halten
was man will – ich lehne jede Pfaffenherrschaft und die
fundamentalistischer religiöser Fanatiker ab – aber er hat nie von
der Vernichtung Israels gesprochen.
Das ist eine platte Fälschung.
Hier
sei noch anzumerken, dass auch in Washington mit George Bush,
fundamentalistische (christliche) Eiferer am Ruder der USA stehen.
„Die
beileibe nicht mittellose Southern Baptist Convention profitiert seit
seinem Amtsantritt von großzügigen staatlichen Zuwendungen, und auch
die Bemühungen der neokonservativen Nomenklatura um den Präsidenten,
konfessionellen den Vorzug vor religionsungebundenen sozialen
Hilfsorganisationen zu geben, kommen gut an.“
Und
Bush hat von oft genug „Kreuzzug“ geschwafelt. Er geht noch weiter:
„Bush glaubt und beruft sich auf göttlichen
Beistand in seinem Kampf gegen den Terrorismus. In seiner Rede
offenbarte sich seine religiöse Einteilung der Welt in Gut und Böse.
Sie sei Ausdruck von Amerikas Selbstverständnis als des von Gott auserwählten
Volkes: „Unsere teure Freiheit ist nicht das Geschenk Amerikas an die
Welt, sondern ein Geschenk Gottes an die Menschheit.“
Wenn
es einen gibt, der in Hitlers Fußstapfen getreten ist, so ist es der
fundamentalistisch-religiöse Eiferer und Wahlfälscher George W. Bush,
Präsident der USA. Der hat auch schon gezeigt, dass er es ernst meint:
Siehe Afghanistan, siehe Irak und jetzt auch Libanon. Er will beileibe
nicht Schluss machen mit seinen Kriegen.
Durch
die Kriegspolitik der USA wird das Existenzrecht nicht nur der Palästinenser,
nicht nur das der Araber, sondern das der gesamten Menschheit gefährdet.
Ein 3. Weltkrieg, von dem bereits jetzt die Neokonservativen der USA
schwafeln, wird ein Atomkrieg sein – und die USA werden diesen Krieg
beginnen.
Die
religiösen Eiferer, die sich so bibeltreu und israelfreundlich geben,
sind in Wirklichkeit Prediger des Massenmordes.
„Nicht
nur in den „neokonservativen“ Denkfabriken der USA spricht man
leichfertig, bisweilen begeistert vom dritten oder vierten Weltkrieg.
Auch unter evangelikalen Endzeitchristen werden alle Vorboten eines
neuen großen Krieges begrüßt. Erwartet wird in allernächster Zeit
die letzte Schlacht, die dieser verdorbenen Welt ein Ende bereitet. Da
ein „Israel in biblischen Grenzen“ Schauplatz des Endzeitkampfes
zwischen Gut und Böse sein wird, gibt man sich „pro-israelisch“. Ob
Israels Botschafter in den USA, Daniel Ayalon, bei seinen Begegnungen
mit der Armageddon-Lobby wirklich weiß, welche Aussichten die
christlichen Fundamentalisten für jene Juden bereit halten, die am Ende
aller Tage den „wahren Messias Jesus Christus“ nicht anerkennen
wollen?“
Auch
Bush hat sich schon in diesem Sinne geäußert. Lt. Frankfurter
Rundschau soll Bush gesagt haben, dass er sich vorstellen könne, dass
sich die Welt Armageddon nähere.
Wer
also ist der Schlimmere religiöse Eiferer? Der iranische Präsident
oder der der USA? Letztere verfügen nicht nur über eine der größten
Armeen der Welt, sondern auch über die bestausgerüstetste und die, die
wie keine andere, über Massenvernichtungswaffen verfügt.
Bush
verfügt über mehr Vernichtungspotential, wie der Iran je besitzen könnte.
Wobei das Streben des Iran nach Atomwaffen eher zweifelhaft und, wie vor
ein paar Jahren im Irak, konstruiert sein dürfte um einen Kriegsgrund für
die Ölinteressen der USA-Konzerne zu finden.
5.
Ist das Existenzrecht Israels bedroht?
Es
geht um die Menschen in der Region. Deren Existenzrecht hat oberste
Priorität. Im Moment ist die Hauptbedrohung vor Juden und Nichtjuden im
Nahen Osten die Kriegspolitik der Zionisten und der USA. Israel, so wie
es jetzt verfasst ist, ist ein zionistischer Staat, der Zionismus ist
Staatsdoktrin. Der Zionismus ist aber rassistisch: Juden haben allein
alles bürgerlichen Rechte und Jude wird nicht religiös, sondern
rassisch abgeleitet.
Somit
sind alle Nichtjuden entweder Freiwild oder, wenn sie die israelische
Staatsbürgerschaft besitzen – ein kleiner Teil der Einwohner Israels
sind Araber – haben nicht die gleichen Rechte, wie Juden. Die in den
besetzten Gebieten lebenden Araber sind sogar Freiwild für die
israelische Armee. Sie werden vertrieben, ihrer Existenzgrundlage
beraubt, ihre Vertreter werden entführt und inhaftiert usw.
Das
Argument, die Araber wollten einen neuen Massenmord unter den Juden
anrichten, entbehrt jeder Grundlage. Ich habe oben die Fälschung der
Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erwähnt. Solche
plumpen Fälschungen müssen herhalten, um den Krieg im Libanon zu begründen.
Tatsächlich
aber, ginge es wirklich um das Existenzrecht – richtiger: das
Lebensrecht – der Juden und Nichtjuden in der Region, wäre eine Annäherung
Israels an die Araber und Verzicht auf Rassismus, ein wichtiger Schritt
in Richtung Frieden im Nahen Osten. Aber weder die Zionisten, noch ihre
Beschützer in Washington, wollen das ernsthaft. Sie wollen Krieg!
Denn
immer dann, wenn die Palästinenser nachgeben, schürt die israelische
Regierung das Feuer. So hatte die Hamas, die in den Palästinensergebieten
die Regierung stellt, signalisiert, Israels Grenzen anzuerkennen. Und
schon nahm man die Gefangennahme eines im Gazastreifen mit seiner Truppe
operierenden Soldaten zum Kriegsanlass. Die israelische Armee zerstörte
in einer Nacht z.B. das wichtigste Kraftwerk, das über 600.000 Menschen
– darunter auch Krankenhäuser – mit Strom versorgt.
Die
Gefangennahme zweier weiterer israelischer Soldaten, auf libanesischem
Gebiet durch die Hizbollah, wurde zum
Anlass genommen, in den Libanon einzufallen und unzählige
Menschen zu vertreiben. Dabei wird durch systematische Zerstörung der
Infrastruktur auch noch jede Möglichkeit genommen, den Opfern der
Aggression humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.
Israels
Existenzrecht ist nicht bedroht, wohl das der Menschen in der Region und
das als Folge der Politik der zionistischen Regierung und die Politik
derer Auftraggeber, die USA.
6.
Der Weltfrieden ist bedroht – Kampf den Kriegsbrandstiftern
Neokonservative
Denkfabriken in den USA bereiten den 3. Weltkrieg vor
Die
Zionisten schwadronieren, sie wollten keine Wiederholung des Holocoust.
Tatsächlich aber nehmen sie genau das in kauf. In den „neokonservativev Denkfabriken“
in den USA wird ein weiterer Weltkrieg vorbereitet. Die wahnsinnige
Propaganda für diesen Krieg läuft auf Hochtouren, wobei alle Kritiker
dieser Politik mit dem Stigma versehen werden, sie seinen Antisemiten.
Darin sind sich die USA-Führer, die Neokonservativen, die meisten bürgerlichen
Medien, die Antinationalen/Antideutschen, fundamentalistische
christliche Eiferer und die Staatsführung der meisten westlichen Länder
einig. Das Totschlagargument, man wolle einen erneuten Mord an Juden
verhindern und alle, die diese Politik bekämpfen, seien zumindest
Unterstützer eines neuen Holocoust, soll uns zu schweigen bringen.
Es
soll einem nie da gewesenen Mord, im Interesse der Ölprofite, in einem
neuen Weltkrieg Vorschub geleistet werden. Sie missbrauchen das bisher
schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit um einer weiteres,
welches das der Nazis in den Schatten stellt, vorzubereiten. Wir dürfen
dem nicht nachgeben, uns nicht beirren lassen und müssen diesen
Faschisten des 21. Jahrhunderts, die noch gefährlicher sind, als es die
Faschisten des 20. Jahrhunderts waren.
Ich
bin allerdings sicher, dass diese Pläne scheitern werden. Die Völker
der Welt werden sich nicht in einen 3. Weltkrieg schicken lassen. Die
Versuche ihn zu beginnen, werden zurück gewiesen werden und, wenn die
USA-Imperialisten ihn doch zu führen beginnen, wird das nicht das Ende
der Menschheit sein, wohl aber das Ende des Imperialismus.
Aber
dieser Krieg muss verhindert werden – im Interesse der potentiellen
Opfer des Krieges weltweit. Fallen wir Bush und seinen Lakaien Olmert
und Peretz und ihren Speichelleckern Blair, Merkel und Konsorten in den
Arm. Im Interesse der Menschheit und der Menschlichkeit, im Interesse
der Menschen im Nahen Osten und anderswo.
G.A.
Thierry Meyssan: DER LIBANON ALS NEUES ZIEL - DIE
NEOKONSERVATIVEN UND DIE POLITIK DES «KONSTRUKTIVEN CHAOS»
siehe
Laizismus (auch: Laizität) ist die Bezeichnung
für bestimmte, in verschiedenen Staaten gültige
religionsverfassungsrechtliche Modelle, denen das Prinzip der
Trennung von Kirche und Staat zu Grunde liegt. siehe
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