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NATO-Truppen „töten aus Versehen“ einen Cousin von Präsident Karzai

KARZAI FORDERT STOPP DES NATO-EINSATZES IN AFGHANISTAN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 11./12. März 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 25. März 2011) – Der Vetter Haji Yar Mohammad Khan des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai ist bei einem nächtlichen militärischen Einsatz von NATO-Truppenverbänden in der Provinz Kandahar ums Leben gekommen bzw. „versehentlich getötet worden“, als ISAF-Truppen Aufständische im Bereich Karz im Distrikt Dand verfolgten. Dies ließ der Provinzratschef Ahmad Wali Karzai verlautbaren.

 Der Gouverneurssprecher Zalmay Ayubi hat den Vorfall bestätigt und erklärt, dass eine Untersuchung eingeleitet worden ist. Weitere Einzelheiten gab er nicht bekannt.

Der afghanische Präsident Karzai zeigte sich sehr kritisch angesichts der „kollateralen Opfer“ unter der Zivilbevölkerung im Ergebnis von Einsätzen der ISAF-Truppen. Er ging auch auf das Töten von neun Minderjährigen ein, die bei einem NATO-Luftangriff letzte Woche in der Provinz Kunar ums Leben kamen. Entsprechende Informationen wurden von Europa Press verbreitet.

Am vergangenen Samstag schließlich forderte Afghanistans Präsident Karzai in einer Ansprache in der Ost-Provinz Kunar, dass die NATO ihre Einsätze in Afghanistan abbricht. In jener Provinz wurde die NATO beschuldigt, erst kürzlich Dutzende Zivilpersonen umgebracht zu haben.

„Aufgrund dieses Treffens will ich die NATO und die Vereinigten Staaten mit Ehrgefühl und Demut und ohne Arroganz ersuchen, dass sie vollständig alle Einsätze in unserem Land stoppen“, so Karzai wörtlich vor ca. 500 Stammesoberhäuptern aus allen Distrikten jener Provinz.

„Wenn es sich um einen Krieg gegen den internationalen Terrorismus handelt, dann sollten sie ihn in den Regionen führen, die wir ihnen seit neun Jahren gezeigt haben und die sie selbst kennen“, fügte er hinzu. Diese Informationen wurden von AFP verbreitet.

Quellen:

http://www.cubadebate.cu/

http://www.cubadebate.cu/

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