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Am deutschen Wesen soll die Welt genesen? oder

Verliert die deutsche Friedensbewegung ihre Glaubwürdigkeit?

Von Gerd Höhne

Internationaler Protest gegen die Apartheidsmauer

In Palästina errichtet die zionistische Regierung Scharon eine Mauer. Große Teile des Landes werden vom übrigen Palästina abgeschnitten.

Siehe: http://www.kommunisten-online.de/Kriegstreiber/apartheidsmauer.htm und http://www.kommunisten-online.de/Kriegstreiber/apatheidsmauer2.htm

Gegen diese erneute zionistische Aggression ist es geboten, die Weltöffentlichkeit aufzurütteln und der Scharon-Regierung in den Arm zu fallen. Immer mehr Menschen weltweit wenden sich gegen die Politik der Scharon-Regierung. Jetzt kommt die Apartheidsmauer sogar vor die UNO.

Der weltweite Aktionstag gegen diese Mauer am 9. November ist der nächste Anlass zum Protest. Das wurde vor einigen Monaten beschlossen und wird weltweit auch so gehen.

Verweigert sich die deutsche Friedensbewegung diesem internationalen Protest?

Weltweiter Protesttag? Nein, nicht in Deutschland, wenn es nach einigen geht. Bedenkenträger aus der Friedensbewegung haben am 28./29. September in Dortmund beschlossen zu beschließen, nichts zu beschließen, und wenn schon, dann Bedenken zu haben. Denn, so meinten sie, der 9. November ist der Tag des Judenprogroms 1938 durch die Nazis. Man wolle keinen Anlass geben,  wenn man etwas gegen die Politik Israels unternimmt, den Vorwurf des Antisemitismus einstecken zu müssen.

Aber diesen Vorwurf hat die Friedensbewegung bereits. Sowohl die Jungdemokraten wie auch die anderen Durchgeknallten aus der antinationalen Szene behaupten, die Friedensbewegung bediene sich der Auschwitzlüge.

Warum? Keine Ahnung! Wohl deshalb, weil es Konsens ist, dass die Friedensbewegung sich auch immer gegen die Aggressionen Israels gewandt hat und hoffentlich auch zukünftig wenden wird.

Nun wollen hier offensichtlich einige ausbrechen. Das Geschrei der Durchgeknallten war nicht umsonst, Scharons verbrecherische Politik hat wieder einen Erfolg errungen.

Wird am deutschen Wesen die Welt genesen?

Aber die Bedenkenträger sind findige Burschen. Sie wollen die Protestierer aus aller Welt bitten, dass der Rest der Welt mit uns Deutschen diese Bedenken mitträgt.

Oder besser: Die deutschen Empfindlichkeiten haben gefälligst in Kapstadt ebenso wie in Moskau, in San Franzisko und Rio, in Ramallah und Tel Aviv zu gelten. Ich fürchte aber, die empfinden das als eine Zumutung.

Auch ist es doch so, dass ein Verbrechen, wie das des Völkermords, des Landraubs und der Vertreibung in Palästina sich ebenso wenig relativieren lässt, wie die Progromnacht am 9. November 1938. Verbrechen ist Verbrechen, Staatsterror ist Staatsterror und dagegen muss die Weltöffentlichkeit mobilisiert werden.

Wenn es da einige Bedenkenträger gibt, so sollte das zur Kenntnis genommen werden, aber Deutschland ist nicht der Nabel der Welt und an unserem Wesen wird auch die (friedensbewegte) Welt nicht genesen.

Immerhin, so schrieb jemand von „PENGON/Anti-Apartheid Wall Campaign“: „...es geht um ein Verbrechen, dass die israelische Regierung ausübt (und Verbrechen gegen die Menschheit haben keine Religion).“

Seit Juni steht fest: am 9. November 2003 finden weltweit Proteste gegen die Mauer statt

Bereits im Juni haben über 100 Netzwerke, Solidaritätsgruppen und Organisationen aus Europa, Afrika und Amerika die Kampagne gegen die Apartheidmauer und den „Internationalen Tag gegen den Mauerbau“ beschlossen und organisieren auf diesen Tag hin. Diese Mobilisierung wird auch durch die Resolution der „UN Conference of Civil Society in support of  the Palestinian People“, gestärkt.

Also hat die internationale Mobilisierung bereits einen hohen Stand an Organisation erreicht. Und nun diese deutschen Bedenkenträger. Ich will ihnen nicht unterstellen, dass sie den Protest gegen die Apartheidsmauer bewusst hintertreiben wollen. Aber sie lassen sich in Bockshorn jagen von den halbseidenen Subjekten aus dem Lager der antideutschen/Antinationalen und Jungdemokraten. Denen geht es darum, im Interesse der Zionisten deren Verbrechen in Palästina zu rechtfertigen. Die Bedeutung dieser Gruppen steht im umgekehrtem Verhältnis zu ihrem Geschrei und intellektueller Qualität.

Kein Zurückweichen vor den Schreiern und Durchgeknallten!

Alles und jedes, was die Politik der Zionisten aber auch nur am Rande kritisch betrachtet, wird in die Schublade „Antisemitismus“ gepackt. Es wird viel Geld ausgegeben um obskure Organisationen und Druckerzeugmisse zu fördern (Konkret, Jungle World, Bahamas) zu fördern. Sogar fragwürdige „linke“ wissenschaftliche Institute bekommen viel Geld aus dunklen Quellen um alles, was sich mit den Verbrechen der Zionisten am palästinensischen Volk kritisch auseinandersetzt, in die Schublade des Antisemitismus zu stecken (siehe http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/diss1.htm)

 Ein Protest gegen die Apartheidsmauser wird auf jeden Fall diese Subjekte auf den Plan rufen.

Wenn aber Teile der Friedensbewegung nun hier nachgeben und sich dem internationalen Protesttag nicht anschließen, haben die zionistischen Aggressoren, deren Propagandisten und Handlanger wie „Konkret“, „Bahamas“, „Jungle World“, die Antideutschen/Antinationalen und die Jungdemokraten, einen wichtigen Teilsieg errungen; die Friedensbewegung hat sich vor ihnen in die Defensive begeben.

Wer hier zurückweicht, der macht den ersten Schritt zur Tolerierung des größten Verbrechen des Staatsterrors der Gegenwart

Dort, im Nahen Osten, wird ein kleines Volk, so gut wie unbewaffnet, von einer Militärmacht, die reichlich mit Geld und modernsten Waffen aus den USA ausgerüstet ist, die sogar über Massenvernichtungswaffen verfügt (Israel besitzt als einziges Land in der Region Atomwaffen) massakriert. Israel hat selbst die butterweichen Resolutionen der UNO stets ignoriert, hat die Rechte der Araber mit Füßen getreten. Jetzt soll, durch den Bau der Mauer, ein zukünftiger palästinensischer Staat verhindert werden. Denn das, was dann noch von Palästina bleibt, wird nicht lebensfähig sein.

Es ist perfide und scheinheilig hier die Selbstmordattentäter dem israelischen Staatsterror gleichwertig gegenüber stellen zu wollen. Man muss sich mal vor Augen halten, wie verzweifelt die Lage eines Volkes ist, das zu solchen Methoden des Widerstands greifen muss.

Wenn die Friedensbewegung hier nachgibt, dann verliert sie ihre Glaubwürdigkeit.

Weite Teile unseres Volkes, aber auch der anderen Völker überall auf der Welt, betrachten mit Abscheu die zionistischen Verbrechen an den Palästinensern. Und weil bisher die Friedensbewegung sich klar für die Rechte der Palästinenser ausgesprochen hat, konnte sie auch mit großem moralischen Gewicht gegen andere Aggressionen auftreten.

Aber mit dem faktischen Untätigkeitsbeschluss vom 28./29. September 2003, dass Deutschland sich aus die internationalen Protesten abkoppelt, hat sie den ersten Schritt in die Richtung getan, deren Ziel es ist, eine handzahme Friedensbewegung zu bekommen, die beim blutigsten und verbrecherischsten Konflikt der Gegenwart wegschaut.

Man wird sie fragen, warum dies so ist? Werden sie dann mit dem Argument des Stammvaters des Zionismus Theodor Herzl antworten, was Israel für den Westen bedeutet und noch heute Staatsdoktrin Israels ist:

„Für Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir würden den Vorpostendienst der Kultur gegen die Barbarei besorgen.“

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Stoppt den Mauerbau!

Solidarität mit dem Internationalen Tag gegen die Mauer!

Im Juni diesen Jahres hat die "Kampagne gegen die Apartheidmauer"

                                               den 9. November

                       - Tag des Falls der Berliner Mauer - zum

                       Internationalen Tag gegen den Mauerbau

erklaert. 

Dieser Tag ist ein vielfach bedeutungsvolles Datum - der Mauerfall, der von denselben Staaten lautstark gefeiert wurde, die heute vor dem Bau der Apartheidmauer in Palaestina die Augen schliessen, und die Reichskristallnacht, die uns tagtaeglich Warnung vor Razzismus, Ghettos und Krieg sein soll.

Trotz allem, wird heute in Palaestina eine Mauer gebaut, die Apartheid ausdrueckt und de facto Annektierung palaestinensischen Landes und Vertreibung der Bevoelkerung bewirkt.

Organisationen, Buendnisse und Individuen sind dazu aufgerufen, an diesem Tag gegen dieses Unrecht an dem palaestinensischen Volk Initiative zu ergreifen.

Der Appell kommt von duzenden von lokalen Basisgruppen und NGOs, die in der "Kampagne gegen die Apartheidmauer" aktiv mitwirken und die Bevoelkerung unterstuetzen, die trotz allen Drucks und aller Gewalt seitens der Israelis fest entschlossen ist, ihr Land und ihre Haeuser nicht zu verlassen. Die Kampagne ist im Oktober 2002 durch die 21 Organisationen des Palestinian Environmental NGOs Network ( PENGON ) in der West Bank and dem Gazastreifen geboren worden und ist die einzige palaestinensische Initiative dieser Art. Sie hilft auf lokaler und nationaler Ebene bei der Planung und Koordinierung von Iniziativen gegen den Mauerbau und ruft zu internationaler Solidaritaet auf.

Die Kampagne und der Internationale Tag gegen den Mauerbau haben schon grossen Zuspruch gefunden und weltweit beginnen Gruppen und Organisationen, Aktivitaeten und Proteste zu organisieren. Die Kampagne ruft euch deshalb dazu auf daran mitzuwirken, dass an diesem Tag weltweit Proteste und Veranstaltungen in Solidaritaet mit dieser Initiative gegen die Apartheidmauer und fuer Gerechtigkeit und Freiheit organisiert werden.

Um diesem Tag und dem Widerstand gegen die Apartheidmauer groesseres Gehoer zu verschaffen, haben wir die sich in Anhang befindende Petition herausgegeben und bitten euch, sie zu unterschreiben und weiterzuleiten und damit zu weltweiter Solidaritaet mit dem Palestinensischen Volk gegen den Mauerbau und fuer Gerechtigkeit und Freiheit beizutragen.

Die Kampagne gegen die Apartheidmauer

Um Kontakt mit uns aufzunehmen, wendet euch bitte an: stopthewall(et)ziplip.com (Maren).

Naehere Informationen ueber die Mauer, die Kampagne gegen die Apartheidmauer und den Internationalen Tag gegen die Mauer sind auf www.stopthewall.org und www.phttp://engon.org nachzulesen. Eine Liste der Initiativen und News bezueglich des Internationalen Tags gegen die Mauer werden bald auf beiden Websites zugaenglich sein.

Stoppt den Mauerbau!

Wir, die Unterzeichner, sehen schockiert und mit Grauen den Bau der Apartheidmauer, den der israelische Staat auf palästinensischem Boden in den Besetzten Gebieten betreibt. Wir fordern die Bevölkerungen und die politischen Leader in der ganzen Welt dazu auf, all ihren Einfluss einzusetzen, damit der Mauerbau sofort beendet wird!

Der vorhersehbar der größte Landraub seit 1967 – um nichts anderes handelt es sich bei der Apartheidmauer. So wie sie im Moment geplant ist, wird es Israel ermöglichen, zirka die Hälfte der West Bank zu kontrollieren. Man kann davon ausgehen, dass die Mauer - irreführenderweise „Sicherheitszaun" genannt - ungefähr 650 km lang sein wird. Schon jetzt windet sie sich bis zu 6 km tief in die West Bank hinein, wird aber an einigen Stellen, bis zu 16km in die Besetzten Gebiete eindringen. Der Verlauf der Mauer ist so konstruiert, dass möglichst viele israelische Siedlungen annektiert und enorme Mengen von palästinesischem Land kontrolliert werden können.

Das Leben hinter der Apartheidmauer wird unerträglich werden: die palästinensische Bevölkerung wird in Ghettos eingemauert und der elementarsten Menschenrechte, großen Teilen ihrer Länder, Wasserresourcen und Möglichkeiten, einen Lebensunterhalt zu verdienen, beraubt sein. Die Unterdrückung und das Elend hat in den Gebieten, in denen der Mauerbau beendet ist, schon begonnen. Zirka 10% der Bevölkerung in der West Bank ist von den Zerstörungen, die allein die „erste Phase" des Mauerbaus mit sich gebracht hat, betroffen und somit nicht mehr in der Lage, ihre Felder zu erreichen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Öffnung von drei "Übergangsstellen", die sich auf palästinensischem Land befinden und dieses durchschneiden, sind nichts anderes als eine Form der Institutionalisierung dieses Landraubs. Vor weniger als einem Monat sind diese "Tore" geöffnet worden und seitdem ist auf die Bauern und ihre Familien geschossen worden, sind sie zusammengeschlagen und gedemütigt worden und daran gehindert worden, ihr Land zu betreten. Die Mauer und ihre sogennanten „Übergangsstellen" sind unmenschlich und illegal.

Unter dem Vorwand der "Sicherheit" ist die Apartheidmauer nichts als ein Mittel, mit dem Israel seine lang geplante Politik der Besetzung, Diskriminierung und Vertreibung weiterführt. Das Ergebnis ist ethnische Säuberung und die Zerstörung der materiellen Basis für das Überleben und die Weiterentwicklung des gesamten palästinensischen Volkes.

Ein freier und souveräner palästinensischer Staat wird unmöglich werden. Hinter der Rhetorik der "Verhandlungen" schaffen über 100 am Mauerbau arbeitende Bagger und Bulldozer täglich reale Fakten auf dem Boden und zeichnen somit den echten Verlauf der Road Map vor.

Wir, die Unterzeichner, sind die Stimme von Menschen in der ganzen Welt. Zu Beginn dieses Jahrtausends spechen wir uns erneut klar und hörbar gegen Krieg und Besetzung aus. Wir fühlen die Pflicht, unsere Stimme gegen die Apartheidmauer zu erheben – eine Mauer, die auch nach internationalem Recht ein "Kriegsverbrechen", ein "Apartheidsverbrechen" und ein „Verbrechen gegen die Menschheit" ist.

Die vom Mauerbau betroffenen Dörfer und Städte haben als die palästinensische Kampagne gegen die Apartheidmauer einen "Internationalen Tag gegen die Mauer" ausgerufen, der am 9. November 2003, dem Tag des Berliner Mauerfalls, stattfinden wird. Wir rufen alle dazu auf, diese palästinensische Initiative zu unterstützen, damit sich die so sehr benötigte Solidarität und Aufmerksamkeit bilden kann und der Mauerbau gestoppt wird.

Wir fordern Sie/Euch dazu auf, uns von heute an zu unterstützen und auf den Staat Israel und seine Allierten Einfluss zu nehmen, damit die folgenden Forderungen Wirklichkeit werden:

Stoppt und zerstört die Apartheidmauer sofort!

Gebt alles für den Mauerbau gestohlene Land an seine palästinensischen Eigentümer wieder.

Stoppt die Besetzung!

Unterschrift: http://www.pengon.org/wall/deutsch.html

PENGON / The Anti-Apartheid Wall Campaign - www.stopthewall.org

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