| "Dieses
sanftlebende Fleisch zu Wittenberg, daß in verkehrter Weise die Schrift
gestohlen und also die ganze Christenheit ganz erbärmlich besudelt hat"
(Th. Münzer über M. Luther). |
Manchmal
sollte man das Tischtuch zerschneiden.
von
Martin Timm
Wer
uns aufruft, uns gegen unsere GenossInnen in Israel, gegen die israelische
Friedensbewegung, gegen unsere GenossInnen in Palestina und gegen die
palestinensiche Friedensbewegung zu stellen; wer uns aufruf, gegen jede Vernunft
eine Regierung zu unterstützen, in der a u c h Vertreter faschistoider Parteien
sitzen, kann doch nicht erwarten, daß wir ihn behandeln, als sei er einer, auf
den man sich verlassen könnte im Klassenkampf.
Während
in Israel 10.000de auf die Strasse gehen und für Frieden und das Recht der
Palestinenser demonstrieren, sollen wir den Überfall israelischer Truppen auf
Palestina entweder gutheißen oder schweigen?
Wir
sollen unser Maul halten zu einem Staat, in dem im Prinzip Apartheit herrscht,
in dem das eine Volk alle Rechte hat, und das andere keine?
Wir
sollen gar, wenn man nimmt, was so zwischen den Zeilen von marx.kritik und
anderen steht, unseren jüdischen Genossen hier Antisemitismus vorwerfen?
Manchmal
muß man das Tischtuch zerschneiden. Manchmal tut man es lieber sofort, als zu
warten. Jetzt ist manchmal.
Martin
Timm
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