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1.
September 2009
Идет
война
народная, cвященная
война!
Das
soll der Krieg des Volkes, der Krieg der Menschheit sein
Rede
zum Antikriegstag 2009 in Duisburg von Hanna Ackermann
Kommunisten-online
vom 1. September 2009 – So heißt es im Lied der Roten Armee,
entstanden im Juni 1941, unmittelbar nach dem Überfall
Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion.
Den
Nazihorden Widerstand! Tod der Faschistenmacht!
Es breche über sie der Zorn wie finstre Flut herein.
Das soll der Krieg des Volkes, der Krieg der Menschheit sein.
Knapp
zwei Jahre zuvor, am 1. September 1939, hat Nazi-Deutschland Polen überfallen
und den 2. Weltkrieg begonnen. Dieses Tages und der Opfer dieses Kriegs
gedenken wir heute.
Wir
– das ist das Duisburger Netzwerk gegen Rechts. Wir haben mehrere
Redebeiträge vorbereitet, musikalisch begleitet uns „Die
Bandbreite“ und Dusty.
Ich
selbst habe den Krieg nicht erleben müssen, aber als Polin begegnete
ich seinen Spuren in meinem Heimatland immer wieder. Es ist für mich
lebendige Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Weil ich
hier heute stehen darf, erlaube ich mir einige persönliche Worte.
Der
2. Weltkrieg – der blutigste Krieg der Geschichte kostete zig
Millionen Menschen das Leben. Sie sind als Soldaten an den Fronten
gefallen, als Zivilisten im Bombenkrieg umgekommen, in
Konzentrationslagern, in Gefängnissen, bei der Zwangsarbeit. Die
meisten Opfer an Menschenleben hatte die Sowjetunion zu beklagen, die
meisten materiellen Verluste betrafen Polen – 40 % des Nationalvermögens.
Mit
dem 2. Weltkrieg wird der Begriff „Vertreibung“ oft verbunden, wobei
dies im Alltagsverständnis die Umsiedlung oder Flucht der Deutschen aus
den polnischen, tschechischen und sowjetischen Gebieten bedeutet. Es ist
eine (politisch oft gewollte) Sichtweise. Meine Großeltern aus der
Gegend von Posen wurden im September 1939 wie Tausende anderer Polen –
über Nacht vom Haus und Hof von Deutschen vertrieben, weil sie sich
trotz ihres deutschen Familiennamens zum Polentum bekannt haben. Bis
Ende 1943 wurden insgesamt 860.000 Polen
vertrieben. So wie 1945 Flüchtlingstrucks Richtung Westen zogen,
zogen sie 1939 Richtung Osten.
Militärisch
dem Nazi-Deutschland weit unterlegen, musste Polen Ende September 1939
offiziell kapitulieren. Es entstand aber ein Polnischer Staat im
Untergrund – hier wurde nicht nur der bewaffnete Kampf weitergeführt
– hier funktionierten auch Schulen und Universitäten – unter ständiger
Lebensgefahr für Schüler und Lehrer, Studenten und Professoren. Bis zu
9 Tausend Polen haben während der deutschen Besatzung polnische
Hochschuldiplome erreicht. Schul- und Hochschulbesuch und somit
Vorbereitung auf das zivile Leben nach dem Krieg – gehörte auch zum
Widerstand.
Meine
letzte Wohnung in Polen befand sich auf dem Gebiet des ehemaligen
Litzmannstadt Ghetto, einen Steinwurf von der Stelle entfernt, an dem
sich ein Konzentrationslager für Kinder und Jugendliche befand. Dort
wurden Kinder zwischen zwei und 16 Jahren gefangen gehalten. Man
vermutet, dass bis zu 20.000 Kindern dort im Lauf der Jahre ihr Leben
verloren haben – infolge von Schwerstarbeit und Krankheiten. Genaue
Zahlen sind nicht bekannt, weil die Dokumente gefälscht oder vernichtet
wurden. Überlebt haben das Lager rund 900 Kinder.
Weil die Sterblichkeit sehr hoch war, wurde das Lager
„Klein-Auschwitz“ genannt. Heute steht dort ein Denkmal in Form
eines gebrochenen Herzens. (siehe unten)
Einige
Straßenbahnhaltestellen weiter fuhr ich an einem ausgebrannten Gebäude
einer Textilfabrik vorbei – dort befand sich ein Polizeigefängnis –
dort haben die flüchtenden Deutschen
in der Nacht vom 17. zum 18. Januar 1945 Fenster und Türen
zugenagelt und 2000 Menschen verbrannt. Die Stadt Lodz wurde einen Tag
später befreit.
Vor
zwei Jahren besuchte ich meine Nichte in Warschau, sie hat mich zu einem
Spaziergang eingeladen – und nach wenigen Minuten waren wir auf dem
Gebiet des ehemaligen Warschauer Ghetto – wir folgten einer Linie auf
dem Bürgersteig, sie markiert den Verlauf der Ghettomauer; wir gingen
mitten in bewohnter Gegend an kleinen Gedenkstätten und Markiersteinen
vorbei – bis zu einem Hügel. Hier ist der Bunker verborgen, in dem
der Kommandant des Ghettoaufstandes, Mordechaj Anielewicz, und sein Stab
gefallen sind. Der Hügel ist ihr Grab.
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Markierung
in Warschau: Verlauf der Ghettomauer |

Inschrift: |
Auf
einem Spaziergang Richtung Weichsel kamen wir an mehreren Stellen
vorbei, die durch Steine markiert sind mit einer Inschrift, dass dort
zufällige Passanten während der Besatzung einfach auf offener Straße
erschossen wurden. Die Inschriften geben die genauen Daten und Anzahl
der Opfer an.
Den
schmerzlichen Spuren des Kriegs und der Besatzung begegnet man in Polen
überall – das Andenken an die Opfer wird wach gehalten. Ich wünsche
mir, dass es auch hier in Deutschland so ist, auch in Duisburg. Hier
aufgewachsen ist zum Beispiel Harro Schulze-Boysen, ein Widerstandskämpfer.
Das Haus, in dem er gelebt hat, steht noch. Eine Gedenktafel sucht man
vergeblich.
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Musikalische
Beiträge:
Die
Bandbreite |
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Zbigniew Wiktor
(KP-Polens) sprach in Frankfurt (Oder):
Nie
wieder Krieg!
Übersetzt von Gerrit Junghans für K-online
Komunistyczna Partia Polski vom 2. September 2009 – Am 30. August
2009 fand um 10 Uhr im Rathaus von Frankfurt/Oder eine Konferenz statt,
die dem 70.Jahrestag der Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen und
damit dem Beginn des 2.Weltkriegs gewidmet war. Das Treffen hatten
deutsche kommunistische und antifaschistische Kreise u.a. der
Zeitschrift RotFuchs, der DKP und der Partei „Die Linke“
organisiert. Im Namen der Organisatoren eröffnete Werner Schleese
(KPD). An der Konferenz nahm eine Gruppe von Mitgliedern und
Sympathisanten der KP Polens teil, in deren Namen Prof. Zbigniew Wiktor
sprach. Mit einem ausführlichen Referat trat auch Dr. Götz Dieckmann
auf.
In
seinem Beitrag erläuterte Prof. Wiktor die Bedeutung des 1. September
1939 für die gegenwärtige Epoche und lenkte die Aufmerksamkeit auf die
zunehmenden Versuche der Geschichtsfälschungen durch die Massenmedien
bei der Überlieferung und dem Verschweigen nicht nur der
Hitlerverbrechen, sondern sogar bei der Tatsache, daß die Faschisten
den Völkermord begannen. Er erläuterte die Strategie und Taktik der
imperialistischen Kräfte in ihrer Absicht, die sozialistischen Staaten
zu vernichten, um den Vorrang auf dem Wege zur Weltherrschaft zu
erlangen. Er erklärte auch den Klassencharakter der Kriege, darunter
die inneren Kämpfe und unlösbaren Widersprüche Kapitalismus, sowie
andere zunehmende Widersprüche der heutigen Welt in der Ära des
Imperialismus. Er warnte vor dem neuen Erscheinungsbild des Faschismus,
der seine Pläne „mit weißen Handschuhen“, unter dem Mantel des
Antikommunismus und Revisionismus, zu realisieren versucht. In
Deutschland wurde der Faschismus niemals völlig mit der Wurzel
ausgerissen.
Prof.
Wiktor brachte den Zuhörern auf anschauliche Weise den Kampf der
Arbeiterklasse und der Kräfte des gesellschaftlichen Fortschritts gegen
den Faschismus sowie die Bestialität der Hitlerschen Okkupation nahe.
Er stellte eine Bilanz der Folgen des Krieges für Deutschland, Polen,
die UdSSR und der ganzen Welt auf. Er sprach das Problem der feindlichen
Politik des kapitalistischen Lagers gegen die volksdemokratischen
Staaten und das Sowjetland an, die deren Vernichtung beabsichtigten.
Zusammenfassend wies er auf die Notwendigkeit der Einheit der
Arbeiterbewegung der Welt im gemeinsamen Kampf gegen den Imperialismus
hin, welcher sich im letzten, bedrohlichen Stadium des Kapitalismus
befindet.
Quelle:
http://www.kompol.org/ - Website
der KP Polens, 2.9.2009
Nigdy
więcej wojny!
30
sierpnia 2009 roku o godzinie 10.00 w Ratuszu we Frankfurcie nad Odrą
odbyła się konferencja poświęcona 70-tej rocznicy
napaści hitlerowskich Niemiec na Polskę i tym samym rozpoczęciu
II Wojny Światowej. Spotkanie zorganizowały niemieckie środowiska
komunistyczne i antyfaszystowskie, m.in.: czasopismo Rot Fuchs, DKP (Niemiecka
Partia Komunistyczna), Die Linke (Partia Lewicy). W imieniu organizatorów
konferencję rozpoczął Werner Schleese z KPD. W
konferencji uczestniczyła grupa członków i sympatyków KPP, w
których imieniu przemawiał prof. Zbigniew Wiktor. Z obszernym
referatem wystąpił również dr Goetz Dickmann.
W
swoim wystąpieniu Wiktor podkreślił znaczenie 1 września
1939 roku dla współczesnej epoki zwracając uwagę na wzmożone
próby fałszowania historii przez środki masowego przekazu
oraz przemilczania nie tylko hitlerowskich zbrodni ale nawet faktu,
że ludobójczą wojnę rozpętali faszyści. Ujawnił
strategię i taktykę sił imperialistycznych zmierzającą
do zniszczenia państw socjalistycznych, stojących wielkim
monopolom na drodze do panowania nad światem. Podkreślił
również klasowy charakter wojen, w które ucieka targany wewnętrznymi
i nieusuwalnymi sprzecznościami kapitalizm oraz inne, narastające
sprzeczności współczesnego świata ery imperializmu.
Ostrzegł przed nowym obliczem faszyzmu, usiłującego
zrealizować swe plany „w białych rękawiczkach”, pod płaszczykiem
antykomunizmu i rewizjonizmu. Faszyzmu, który nigdy nie został w
Niemczech ostatecznie wykorzeniony.
Profesor
Wiktor w barwny sposób przybliżył słuchaczom dzieje
walki ruchu robotniczego i sił postępu społecznego
przeciwko faszyzmowi oraz bestialstwo hitlerowskiej okupacji. Przedstawił
bilans i następstwa wojny dla Niemiec, Polski, ZSRR i całego
świata. Poruszył zagadnienie wrogiej polityki obozu
kapitalistycznego wobec państw demokracji ludowej i Kraju Rad,
zmierzającej do ich zniszczenia. W podsumowaniu wskazał na
konieczność zjednoczenia światowego ruchu robotniczego we
wspólnej walce przeciwko imperializmowi – ostatniemu, ale i najgroźniejszemu
stadium kapitalizmu.
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Zum
Weltfriedenstag und Gedenktag an den 1.
September 1939
LEKTIONEN
EINES KRIEGES
von
Genosse Jerónimo Carrera, Vorsitzender der KP Venezuelas
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Tribuna
Popular, Organ der KP Venezuelas vom 7. September 2009 – Sicherlich
werden nicht wenige Leser erahnen, auf welchen Krieg ich mich bei dieser
Gelegenheit hier beziehe. Denn in diesen Septembertagen vollenden sich
70 Jahre seit 1939, dem Beginn jenes als 2. Weltkrieg bekannten
tragischen Gemetzels.
Es
werden nicht sonderlich viele Leser sein, die das Ausmaß der möglichen
Zerstörungen eines modernen Krieges für alle seine Beteiligten d. die
vermeintlichen Sieger und die Besiegten abschätzen können. Dies
deshalb, weil die Einen es nicht aus der Nähe gesehen haben, und die
Anderen zu jung damals waren. Die Zerstörung habe ich in Europa
vorgefunden, als ich dort ein Jahr nach Kriegsende ankam. Noch immer
herrschte Hungersnot, welche auch ich im Siegerland Frankreich am
eigenen Leibe als eine der schweren Folgen des Krieges mit erlitt.
Solche
Leiden gäbe es auch bei einem Krieg in kleinerem Ausmaß und örtlich
begrenzt. Dies sage ich mit Bestimmtheit und beziehe mich auf den
geplanten Krieg von Washington aus mit Blick auf Kolumbien und
Venezuela, der derzeit auf den Weg gebracht wird.
Daraus
ergibt sich ein finsteres Bild, wenn sich beiderseits „jener Grenze,
die Bolívar nicht wollte“, so viele Menschen befinden, die sich noch
gar nicht bewusst sind, was so ein bewaffnetes Aufeinanderprallen für
uns in der unmittelbaren Zukunft und auch in der entfernteren Zukunft
mit sich bringen würde. Dies ist der Augenblick, um es ganz deutlich
auszusprechen und sogar rauszuschreien: dieses gegenwärtige
patrioterische* Getue passt nicht zu uns, nicht zu den Venezolanern, und
nicht den Kolumbianern.
Aber
kommen wir zurück auf den 2. Weltkrieg, welchen alle für den
schlimmsten Krieg der Menschheitsgeschichte ansehen. Dies auch im
Hinblick auf seine wahren Verursacher.
In
Wirklichkeit kann es jetzt niemanden überraschen, dass wir die Bemühungen
mit ansehen, welche die Propaganda des US-Imperialismus entfaltet, um
die Sowjetunion jenes Krieges zu beschuldigen. Wo dann der Genosse
Stalin auf dieselbe Stufe oder eine noch schlimmere gestellt wird wie
Adolf Hitler.
In
der Tat und wie zu erwarten sind mit Blick auf den 70. Jahrestag des
Beginns des 2. Weltkrieges in der venezolanischen kapitalistischen
Presse Agenturmeldungen erschienen, deren wirklich spalterische
Absichten unverkennbar sind. Schauen wir uns beispielsweise mal an, was
da in der Tageszeitung „El Nacional“ in Caracas am 2. September 2009
veröffentlicht wird:
„Putin
kritisierte erneut die von etlichen Ländern mit Nazi-Deutschland
zwischen 1934 und 1939 unterzeichneten Nichtangriffspakt-Vereinbarungen
und forderte deren ausdrückliche Verurteilung. Er erinnerte daran, dass
Russland bereits seine Schuld zugegeben hat und in der Duma den Pakt
zwischen Hitler und Stalin von 1939 als unmoralisch verurteilte.“
Und
weiter heißt es da zu jener Gedenkveranstaltung in Gdansk: „Putin drückte
sich davor, ein weiteres Mal um Verzeihung für die von der Sowjetunion
begangenen Verbrechen zu bitten.“
Und
eine der Meldungen kommentiert, dass nach dem Beginn des deutschen
Einmarsches in Polen „10 Tage danach marschierte die Sowjetunion in
Polen von Osten her ein, was gemäß dem wenige Tage vor Kriegsausbruch
unterzeichneten Pakt zwischen Adolf Hitler und Stalin erfolgte. 'An
jenem Tag erlitt Polen einen Dolchstoß', so sagte es der Präsident
Polens, Lech Kaczinski.“
Und
die Meldung endet wie folgt: „Diese Polemik verhinderte nicht, dass
die spätere Begegnung zwischen Tusk und Putin in einer
freundschaftlichen Atmosphäre stattfand.“
Dazu
ist zu sagen, dass Tusk der neue Premierminister des gegenwärtigen
Polen ist, obwohl er international unbekannt ist.
Wie
festgehalten werden kann, war jenes Beisammensein eine Verschwörung von
antikommunistischen Regierungschefs aus den reaktionärsten Kreisen.
Schon bei früherer Gelegenheit habe ich meine Meinung gesagt, die sich
auf die historischen Tatsachen gründet, wonach der zwischen den Außenministern
von Deutschland und der UdSSR, Ribbentrop und Molotow, unterzeichnete
Nichtangriffsvertrag letztendlich die Menschheit vor der Versklavung
durch die Nazis rettete.
Diese
Wahrheit ist unumstößlich.
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org
*
mit diesem Ausdruck macht Genosse Carrera deutlich, dass er unter
Heimatverbundenheit nicht falsches patriotisch anmutendes Getöse
versteht.
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