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Verlauf der Mauer

Die Apartheidsmauer

Rechts: Erklärung der Zeichnung

deutsche Übersetzung aus:

http://www.steinbergrecherche.com/index.htm

 

1

Wachturm mit Radaranlage und Soldaten mit Nachsichtgeräten

2

 Infrarot-Kamera, ergänzt durch Video-Kameras an Ballons und in Drohnen (unbemannten Flugzeugen). Alle Daten werden in Realzeit an einen Kommandoposten übermittelt.

3

NATO-Drahtrollen («razor wire») von 1 m 80 Höhe.

4

Asphaltstraße für Truppenbewegungen. Zwischen Straße und NATO-Draht verrät ein Sandstreifen an den Fußspuren, wer sich zu nähern versucht hat.

5

Drei Meter hoher Zaun mit Berührungssensoren

6

Entlang der von Israel als  "risikoreich" eingestuften Abschnitte wird der Zaun durch eine Betonmauer von acht Metern Höhe ersetzt.

7

Straße für Patrouillenfahrzeuge

8

Zwei Meter tiefer Graben, um den Durchbruch palästinensischer Fahrzeuge zu verhindern.

9

NATO-Drahtrollen und Bodensensoren, um jede Bewegung zu registrieren, bevor der Zaun erreicht wird.

Neue Bilder aus Palästina

aus: http://www.palaestina.org/doc/news/idx1-news.html

Die Mauer teilt die Westbank in drei Kantone. Sie hält die palästinensische Bevölkerung im Würgegriff: Bauern können nicht mehr auf ihre Felder gelangen, einige Städte sind nur noch über israelische Checkpoints zu betreten oder zu verlassen, all das auf neuerlich annektiertem palästinensischen Boden. Mehr als 12000 Familien sind vom Mauerbau betroffen. Die Mauer droht den Friedensprozess ins Stolpern zu bringen.

Die Apartheidsmauer
Die Apartheidsmauer

 

Die Apartheidsmauer

Die Apartheidsmauer
Die Apartheidsmauer
Die Apartheidsmauer

Ein Wachturm in Kalkilia.

In Kalkilia ist die Betonmauer acht Meter hoch.

Elektrozaun

Stacheldrahtrollen. Wie man auf dem rechten Bild sieht, handelt es sich nicht um gewöhnlichen Stacheldraht, sondern um einen Draht, der mit rasierklingenscharfen Zacken bestückt ist (NATO-Draht).

Kinder am Fuße der Mauer im Bau bei Kalkilia. Bald wird das provisorische Spielgelände durch einen Sicherheitsstreifen von 40 Metern Breite ersetzt sein.

Im Nordosten von Kalkilia liegt Jayus (30.000 Einwohner) mit seinen 900 Hektar abgetrennten Feldern. Das ist einer der Orte in der Nähe der Grünen Linie, dessen Felder und Broterwerb vom Mauerbau am meisten betroffen sein werden. Ein großer Teil der Felder außerhalb des Ortes ist bereits planiert, und zwei oder drei Feldwege sind blockiert.

 

Falamia im Norden von Kalkilia

Das erste Foto wurde am 16. Oktober, das zweite am 29. Dezember 2002 aufgenommen (© ARIJ).

Ein Streifen von hundert Metern Breite und acht Kilometern Länge hat einen großen Teil der Felder dieses Dorfs mit 600 Einwohnern zerstört, die allerdings Tausenden von Familien aus der Gegend um Kalkilia und Tulkarem gehören. Der Rest (ungefähr 35 Hektar) wird abgetrennt und für seine Besitzer unerreichbar sein. Die Felder von Falamia machen ungefähr 45 % der palästinensischen landwirtschaftlichen Produktion aus und versorgen ganz Westjordanland mit Früchten und Gemüse. Außerdem hat der Mauerbau das Wasserleitungssystem beschädigt, das auch die Versorgung von vier Nachbardörfern sichert. Drei seiner fünf Brunnen wurden von der französischen Regierung finanziert.

Israelische Armee zerstört Häuser. Zwei Kinder sitzen verzweifelt davor

Die amerikanische Friedensaktivistin Rachel Corrie wurde von einem israelischen Bulldozer überfahren

Bericht über palästinensische Verluste
28. September 2000 - 18. August 2003
Zahl der durch die israelische Armee getöteten palästinensischen Zivilisten 2003
Zahl der durch israelische Siedler getöteten Palästinenser 40
Zahl der durch israelische Bombardements getöteten Palästinenser 535
Zahl der infolge der Besatzung getöteten Palästinenser 117
Zahl der infolge verweigerter Behandlung oder verwehrtem Zugang zu Krankenhäusern getöteten Palästinenser 62
Unklare Fälle 55
Zahl der durch Israelis hingerichteten Palästinenser 158
     
Gesamtzahl der getöteten Palästinenser 2970

aus der Schweizer Zeitschrift Zeit-Fragen Banner (2 K)

Artikel 1: Zeit-Fragen Nr. 17 vom 12. 5. 2003 http://www.zeit-fragen.ch/


Die üble Mauer oder der «schleichende Transfer»

Die Mauer zwischen Israel und Palästina wird den Weg in eine Zukunft des Friedens blockieren

von Uri Avnery, Israel

Dieser üble Wall ist nicht nur ein Instrument, um Palästinenser zu enteignen, nicht nur ein Terrorinstrument, als Verteidigung gegen Terrorismus getarnt, nicht nur ein Instrument der Siedler, als Sicherheitsmassnahme vorgetäuscht. Er ist vor allem ein Hindernis für Israel, ein Wall, der unseren Weg in eine Zukunft des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstands blockiert.

Den Bruchteil einer Sekunde lang war ich von panischer Angst erfüllt. Das schreckliche Monster, das auf mich zukam, war kaum mehr als fünf Meter von mir entfernt und bewegte sich auf mich zu, als ob ich nicht da wäre. Der riesige Bulldozer schob einen grossen Haufen Erde und Geröll vor sich her. Der Fahrer, zwei Meter über mir, schien ein Teil dieser Maschine zu sein. Es war klar, nichts würde ihn aufhalten. Ich sprang im letzten Augenblick zur Seite.

Vor ein paar Wochen war die amerikanische Friedensaktivistin Rachel Corrie in einer ähnlichen Situation; sie erwartete, dass der Fahrer anhält. Er tat es nicht, und sie wurde zu Tode zermalmt.

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