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KRIEGSFLOTTE DER USA UND ISRAELS PASSIERT SUEZ-KANAL

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 9. Juli 2010, Tribuna Popular. (auf Kommunisten-online vom 13. Juli 2010) – Mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe der USA und Israels, darunter ein Flugzeugträger, durchfuhren den Suez-Kanal in Richtung Rotes Meer. „Laut Augenzeugen sind die US-Fahrzeuge die größten Schiffe, die den Kanal in vielen Jahren durchfahren haben“, so die in London erscheinende arabische Zeitung al-Ouds al Arabi am letzten Samstag.

Die israelische Zeitung Haaretz informierte, dass Mitglieder der ägyptischen Opposition die ägyptische Regierung wegen der Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen und israelischen Streitkräften und wegen der Durchfahrterlaubnis für deren Schiffe durch ägyptische Hoheitsgewässer kritisierten. Über das Rote Meer führt deren Route direkt zum Persischen Golf vom Mittelmeer aus.

Der ägyptische General a.D. Amin Radi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit, sagte der Tageszeitung: „Die Entscheidung, Iran den Krieg zu erklären, fiel nicht leicht. Und Israel in seiner rohen Art könnte den Krieg nur deshalb beginnen, um die einzige Atommacht in der Region weiterhin zu sein.“ Dies entspricht auch Meldungen auf Yedioth Internet, einer israelischen Nachrichten-Website.

Die Durchfahrt der Kriegsschiffe durch den Suez-Kanal Richtung Persischer Golf und Iran ist scheinbar nicht wichtig genug, um in den kommerziellen Medien in den USA als Meldung gebracht zu werden.

Ägypten wies jüngst ein israelisches Gesuch zurück, wonach Ägypten verhindern soll, dass die Hilfsschiffe für Gaza den Suez-Kanal durchfahren. Laut einer Information von Al-Jazeera appellierte Israel an die Ägypter, die Durchfahrt iranischer Schiffe durch den Suez-Kanal zu verhindern. Die Ägypter antworteten, dass Ägypten auf der Grundlage internationaler Regelungen über den Schiffsverkehr durch den Suez-Kanal die Durchfahrt für Schiffe dort so lange nicht verhindern kann, wie der betreffende Staat, unter dessen Flagge so ein Schiff einfährt, sich nicht im Krieg mit Ägypten befindet.

Die USA und Israel schließen einen militärischen Angriff zur Zerstörung des Nuklearprogramms des Iran nicht aus. Dabei ist Israel die einzige Atommacht im Mittleren Osten. Eine Reihe Politiker und Akademiker hat zugegeben, dass Israel seine Atomwaffen als „Druckmittel“ nutzt, um andere Staaten dazu zu zwingen, die politischen Forderungen Israels zu akzeptieren.

Die Drohungen Israels mit Einsatz von Atomwaffen haben sich sehr erhöht, seit 2002 entdeckt wurde, dass Iran Urananreicherungsanlagen baut. Der ehemalige Premierminister Israels, Ariel Sharon, richtete „einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft, sich Iran zuzuwenden, so bald die Auseinandersetzung mit Irak beendet ist“, so Sunday Times am 5. November 2002. Die USA marschierten am 20. März 2003 in Irak ein.

Anfang dieses Monats erschien in der Presse, dass Israel die Erlaubnis von Saudi-Arabien erhielt, um dessen Luftraum für den Angriff gegen Iran zu nutzen. „In der Woche, als der Sicherheitsrat eine neue Runde der Sanktionen gegen Teheran einläutete, wiesen Quellen aus militärischen Bereichen am Golf darauf hin, dass Saudi-Arabien zugestimmt hatte, Israel zu erlauben, dass Israel einen engen Korridor seines Luftraums im Norden des Landes nutzt, um die Entfernung bei Bombardierungen gegen Iran abzukürzen“, so die Sunday Times am 12. Juni 2010. Am 14. Juni 2010 gab der Botschafter Saudi-Arabiens in Großbritannien ein entschiedenes Dementi zu dieser Meldung heraus.

Am 17. Juni 2010 warnte das Parlament Irans, dass der Iran auf die Kontrolle seiner Schiffe auf der Grundlage der vierten Sanktionsrunde gegen das Land durch den Sicherheitsrat der UNO reagieren würde. „Sollte ein iranisches Schiff zwecks Sicherheitsüberprüfungen gestoppt werden, werden wir auf dieselbe Weise reagieren und dann jedes (westliche) Schiff kontrollieren, welches den Persischen Golf und die Straße von Hormuz durchfährt“, so das Mitglied des Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des Iran, Hossein Ebrahimi.

Auch am Samstag beschuldigte Iran die USA des „Betrugs“ und bestand darauf, dass sein Raketenprogramm für die Selbstverteidigung erfolgt, nachdem ein hoher US-Beamter bestätigte, der Iran habe die Fähigkeit, Europa anzugreifen. „Die Reichweite der Raketen der Islamischen Republik ist so konstruiert und eingestellt, dass die Verteidigung gegen jede militärische Aggression gewährleistet ist. Das bedroht kein anderes Land“, so der iranische Verteidigungsminister Ahmad Vahidi in einer Mitteilung an die staatliche iranische Presse.

Vahidi verkündete am 10. April 2010, dass Iran alle verfügbaren Optionen nutzen wird, um sich zu verteidigen, wenn das Land militärisch angegriffen wird. „Die USA haben gesagt, dass sie alle Optionen gegen Iran nutzen werden. Weshalb wir verkünden, dass wir alle Optionen nutzen werden, um uns zu verteidigen“, so Vahidi in der Tehran Times.

Quelle: En Lucha. Comunistas Chacao.

http://pcvchacao-enlucha.blogspot.com/

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OBAMA, ISRAEL UND IRAN

von Ángel Guerra Cabrera, Havanna

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 7.7.2010, Cubadebate (auf Kommunisten-online3 am 13. Juli 2010). – Seit den Aggressionen der beiden Bush gegen Irak (1991 und 2003) haben die USA im Gebiet des Persischen Golfes keinen solchen militärischen Aufmarsch mehr durchgeführt wie denjenigen, der gerade derzeit gegen den Iran dort erfolgt. Obwohl die großen bürgerlichen Mediengiganten kaum oder gar nicht von den Kriegstreibereien der USA und Israels gegen dieses persische Land sprechen, mehren sich von Tag zu Tag die Anzeichen und Beweise dafür. Dies vor allem unter darauf spezialisierten Quellenberichten. Und das Thema wird zunehmend von bekannten gut recherchierenden Journalisten verschiedenster ideologischer Richtungen aufgegriffen.

Shamus Cooke bewertete in einer auf REBELIÓN veröffentlichten Meldung die von Obama am 1. Juli 2010 verkündeten Sanktionen gegen Iran als unbestreitbare Kriegshandlung: „Der Stopp der in den USA raffinierten Öllieferungen aus dem Iran würde der iranischen Wirtschaft einen massiven, nicht wieder gut zumachenden Schaden zufügen, was einer Kriegshandlung gleichkommt“ (...) „Die Strategie besteht in diesem Fall darin, Iran wirtschaftlich anzugreifen, bis Iran mit militärischen Mitteln reagiert. Was den USA ermöglicht, eine falsche moralische Haltung einzunehmen und zu argumentieren, dass sie sich lediglich 'verteidigen', denn es war ja die andere Seite, die zuerst angegriffen hat“.

Durch ihre durcheinandergewirbelten Informationen und Desinformationen über dieses Thema heben sich die israelischen Websites hervor. So beispielsweise bei Debka, einem Portal, welches die Fachleute dem israelischen Geheimdienst Mossad zuordnen. Denn schon so früh wie am 20. Mai 2010 sagte diese Website ein beachtliches Anwachsen der militärischen Präsenz der US-Streitkräfte „vor den Küsten von Iran“ mit 4 bis 5 Flugzeugträgern nebst mächtigen Kriegsflotten voraus, von denen mittlerweile 3 dort eingetroffen sind. Dieser Aufmarsch soll lt. der dem Mossad nahen Quelle Ende Juli bis Anfang August 2010 abgeschlossen sein.

Mit einem Monat Vorlauf kündigte Debka die Ankunft des Flugzeugträgers „Harry S. Truman“ und seiner angriffsorientierten Flotte in Begleitung der deutschen Fregatte „Hessen“ „unter dem Kommando der USA“ an. Dies gab Debka schon am gleichen Tage bekannt, an welchem der US-Flugzeugträger seinen Stützpunkt in Norfolk, USA, verließ. Verschwiegen hat Debka jedoch das Vorhandensein eines israelischen Kriegsschiffes zwischen diesen US-Flotten, was später aus verschiedenen westlichen und arabischen Quellen durchsickerte.

Noam Chomsky weist in einem kürzlich erschienen Artikel in seiner Kolumne unter Berufung auf arabische Quellen darauf hin, dass das Ziel der von den USA in den Persischen Golf verlegten Streitkräfte darin besteht, „die Sanktionen gegen den Iran durchzusetzen und alle Schiffe zu überwachen, die Iran anlaufen und aus dem Iran auslaufen“. Der Sprachwissenschaftler erwähnt dies und lässt damit Dan Plesh, dem Leiter des Zentrums für Internationale Studien in London, die Haare zu Berge stehen: Die Bomber und Raketen großer Reichweite aus den USA sind vorbereitet, 10.000 Ziele in Iran in wenigen Stunden zu zerstören. Im Februar dieses Jahres verkündete Washington die Modernisierung zahlreicher Abschussrampen der Patriot-Raketensysteme, die in vier arabischen Staaten der Golfregion liegen, sowie die Entsendung einiger mit Raketen bestückter Kriegsschiffe, um US-Schiffe und US-Flugzeuge vor möglichen Luft- und Raketenangriffen des Iran „zu beschützen“.

David Moon nimmt in Asia Times eine detaillierte Untersuchung zu einem wahrscheinlichen Luftangriff Israels vor, welcher sich gegen die Nukleareinrichtungen des Iran richten wird. Aber in derselben Zeitung minimiert Victor Kozew diese Möglichkeit und behauptet, dass es in diesem Moment „sehr wahrscheinlich erscheint, dass im Fall eines Angriffs dieser Angriff gemeinsam von den USA und Israel erfolgen wird“. Er fügt hinzu, das Washington sich ganz umfassend auf vorbereitende und Sonderaktionen für den „Einsatz“ im Iran vorbereitet hat. „Sich verdichtende Informationen offenbaren, dass die US-Streitkräfte sich am Persischen Golf und am Kaukasus konzentrieren, aber ganz beachtlich auch in Jemen und Aserbaidschan, und dass ihre Luftwaffe und die Israels gemeinsame Abstimmungen für Bombardements eintrainiert haben (...) Es kann sein (...) dass die USA auf dem Kurs der geostrategischen Kollision mit Iran sind und sich nicht sicher fühlen, dass Israel den Job erledigen kann“. Kozew erinnert, dass Russland betont hat, dass es einen Interventionskrieg nahe seiner Grenzen nicht zulassen wird (...).

Dies alles kündigt ein in der Kriegsgeschichte nie dagewesenes selbstmörderisches Panorama durch die Feuerkraft der zusammengezogenen Streitkräfte des Aggressors und die vorhersehbare Antwort des Iran an, welcher sich derzeit auf einen tapferen Widerstand auf allen Ebenen in seiner Reichweite vorbereitet.

Iran ist das von der Internationalen Atomenergiebehörde am meisten inspizierte Land. Es gibt keinen Beweis für eine militärische Komponente in seinem Atomprogramm.

Israel besitzt demgegenüber hunderte Atomwaffen. Israel verweigert sich der Unterschrift unter den Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen. Israel verweigert sich den Inspektionen durch die Internationale Atomenergiebehörde.

Neben anderen Schmeicheleien an seinen Gast Netanyahu äußerte Obama: „Wir werden Israel nicht um Schritte bitten, die seine Sicherheit gefährden“ (...)

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

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