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Hoher deutscher Ex-Lametta-Träger, Ex-Oberbefehlshaber der Bundes-Wehrmacht und Atomkriegs-Lobbyist sichert seinen Job:

Atomkrieg, wenn die Bimbos nicht hungern wollen und nicht akzeptieren, dass ihre Ressourcen uns gehören

Von Günter Ackermann/

Kommunisten-online vom 25. Februar 2008 - Er war mal Bundeswehr-General, sogar der oberste der Generalität der Bundes-Wehrmacht. Jetzt bessert er sich seine karge Pension mit einem schnöden Nebenjob auf. Er ist Berater einer Firma, die, nach eigenen Aussagen „Weltmarktführer in ABC-Abwehr“ ist. Es ist die Firma OWR-AG. In dieser Firma ist er auch Vorsitzender des Aufsichtsrates[1], sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Armin A. Steinkamm, der lehrt an der Bundeswehr Universität und ist außerdem noch Präsident des Deutschen Reservistenverbandes. Also eine Firma, die sich wohl weniger mit Abrüstung beschäftigen dürfte. Die Firma lobt sich selbst mit folgenden Worten:

„Unsere Ambition ist es, der führende Lieferant von ABC-Detektions-, Schutz- und -Dekontaminationsausrüstung und Systemen zu sein. Wir liefern Spitzenprodukte und exzellenten Service sowohl für Organisationen, Händler als auch Endabnehmer.
Auf dem Gebiet des ABC-Schutzes sind wir Weltmarktführer, ein Ziel, das wir durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit erreichen konnten.

OWR steht für hervorragende Leistungen und hochwertige Systeme zum Schutz menschlichen Lebens.“

Klar, nur zum Schutz des menschlichen Lebens – zu was auch sonst werden imperialistische Kriege vom Zaun gebrochen. Ein Schuft der da von Erdöl und anderen Bodenschätzen redet.

OWR stellt auch etwas her, was eigentlich nicht notwendig sein dürfte: Hilfsmittel für Maßnahmen nach Kontamination“[2] bei Unfällen mit Biowaffen und verrät dabei so nebenbei, dass Israel an genspezifischen Bio-Waffen forscht. Wir berichteten darüber[3].

Da aber der Einsatz von Bio-Waffen nach dem Völkerrecht verboten ist, sollte es eigentlich auch keine biologische Kriegsführung geben, also bedarf es eigentlich auch keiner Geräte der Firma OWR-AG. Sie gibt es dennoch!

Aber kommen wir zum Wesendlichen: Die OWR-AG ist auch Marktführer bei der Dekontamination von ABC-Waffen. Auf der Firmen-Homepage heißt es: „OWR wurde 1947 gegründet und beliefert seit 1956 Militär und Zivilschutzorganisationen weltweit.“

Also ein Rüstungskonzern, dessen Geräte einen Krieg mit Atom-, Bio- und Chemiewaffen erst möglich machen. Denn wer solche Waffen besitzt und auch einsetzen will, muss in der Lage sein, die eigenen Truppen zu schützen. Natürlich mit Produkten der OWR-AG.

Da ist der mit Bundesverdienstkreuz dekorierte Ex-Haudegen Naumann jetzt Berater und Vorsitzer des Aufsichtsrates. Und eben dieser Friedenfreund verlangt in einer Studie, die „guten“ imperialistischen Staaten sollten, wenn die Typen da in Arabien, Afrika oder sonst wo nicht spuren und nicht akzeptieren wollen, dass wir deren Erdöl und die anderen Ressourcen  brauchen und sie gefälligst den Brotkorb ganz hoch zu hängen haben, wie sie mit einigen Atombomben zur Vernunft zu bringen sind.

Das Völkerrecht, das so was zwar verbietet, ist sowieso Mist, also interessiert es weder General a.D. Naumann noch die imperialistischen Mächte und die Konzerne.

Wo aber Atomwaffen eingesetzt werden, werden auch Geräte zur Beseitigung der Folgen gebraucht. Also die seines Brötchengebers OWR-AG.

Das ist einfach ideal gedacht: Man schmeiße ein paar Kernwaffen den Bimbos auf den Kopf, wenn sie sich nicht mehr ducken wollen. Damit würde der Hunger in der Welt zumindest etwas gemildert.  Dann macht man das große Geld, wenn die Überlebenden schön brav für Hungerlöhne zu schuften bereit sind und der Herr General a.D. Naumann sichert sich damit auch gleich seinen Job.

„Der Krieg bekommt mir wie eine Badekur“, sagte einst der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Wehrmacht, der General Hindenburg als der 1. Weltkrieg ausbrach. Für Naumann wäre ein Atomkrieg in der 3. Welt eine Badekur für die Gewinne von OWR-AG und damit auch für sein Bankkonto.

Der  vormalige Bundeswehrmachts-Chef meint weiter: Damit das alles auch von den Bürgern des Landes mitgetragen wird, installiert man einfach mal eine Militärdiktatur. Da müssen sie das Maul halten und mit Händen an der Hosennaht der amtlichen Verlautbarungen der Junta lauschen. Das Grundgesetz, dem der General einst die Treue geschworen hat – papperlapap – hier höhere Werte: das Vaterland, die Konzerne und natürlich die OWR-AG. Man ist als Soldat ja zur Treue verpflichtet.

Eine Anmerkung:  So neu ist das nicht. Einst nannte das die NATO Vorwärtsverteidigung. Gemeint war, der Angriff der NATO gegen das sozialistische Lager – auch mit Atomwaffen.

G.A.


[3]  Siehe: Arbeiten israelische Forscher an einer genetischen Bombe?" mehr  

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Der deutsche Heeresgeneral Naumann und andere Militärpolitiker der NATO rufen zu Erstschlägen mit Atomwaffen auf

Grand Strategy

Quelle: german-foreign-policy 9 vom 25.02.2008

BERLIN

(Eigener Bericht) - Der deutsche Heeresgeneral Naumann und andere Militärpolitiker der NATO rufen zu Erstschlägen mit Atomwaffen auf, sollte die weltweite Dominanz des Westens und seiner „Lebensart“ in Frage gestellt werden. Der atomare Erstschlag müsse im „Köcher“ jeder Eskalationsstrategie sein, schreibt der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Naumann. Im Militärausschuss der NATO war Naumann zeitweise deutscher Dezernatsleiter für Nuklearstrategie. In den vergangenen Jahren betätigte sich der höchst dekorierte deutsche Soldat als Aufsichtsratsmitglied des Rüstungskonzerns „Thales“. Naumann ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats eines deutschen Unternehmens für atomare Entseuchung („Odenwaldwerke Rittersbach“/OWR AG). Die atomare Erstschlagsstudie verfasste Naumann gemeinsam mit einem weiteren Firmenmitglied der OWR AG. Auftraggeber der angeblich privaten Atomfirma, in der auch Bundeswehrgeneral Klaus Reinhardt beschäftigt war, sind die deutschen Streitkräfte und die US-Armee.

Die Studie „Towards a Grand Strategy for an Uncertain World“ kursiert seit Januar in der EU und ruft zu einer permanenten Kriegsbereitschaft des NATO-Bündnisses auf. Neben dem deutschen Heeresgeneral Klaus Naumann zeichnet für das 152 Seiten umfassende Pamphlet Naumanns OWR-Firmenpartner, der britische General Lord Inge, verantwortlich. Die Studie verdankt ihre Finanzierung einer Investment-Stiftung, an der der dritte Autor, ein niederländischer Militär, als Aufsichtsratsmitglied wirkt. Er ist Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[1] Ein weiterer Mitverfasser kommt aus dem Milieu georgischer SS-Veteranen und gehört heute den „United Defense Industries“ (USA/GB) an.[2]

Gewohnheitsrecht

Die Studie postuliert das Ende des Westfälischen Systems, das als Kodex des modernen Völkerrechts gilt und für eine weltweite Friedensordnung (pax universalis) grundlegend ist. Notwendig sei stattdessen eine „Anpassung des internationalen Rechts an gewandelte Bedingungen“. Wie die Verfasser ausführen, bedürfen Kriege gegen andere Nationen keiner Ermächtigung der UN, wenn man sie als Eingriffe zum Schutz vor „Völkermord“ deklariere und auf das „Gewohnheitsrecht“ verweise. Dieser Weg stehe seit dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien und den Überfällen auf Irak und Afghanistan offen [3], behaupten die Verfasser, unter denen der deutsche General Naumann eine Sonderstellung einnimmt: An den Planungen des Kosovo-Krieges war er führend beteiligt [4] und beruft sich jetzt auf den völkerrechtswidrigen, vermeintlich rechtsprägenden Charakter seiner eigenen Handlungen.

ABC-Ausrüstung

Die Militärstudie verlangt eine Totalisierung des Waffenarsenals, das für den nuklearen Ersteinsatz bereit sein müsse. Nur so könnten USA, NATO und EU ihre „Eskalationsdominanz“ sichern. Der atomare Erstschlag wird ausdrücklich als „unverzichtbar“ bezeichnet. Als weitere Mittel empfehlen die NATO-Militärs Schläge gegen das Cyber-System fremder Staaten, denen die Kontrolle über das Informationswesen genommen werden müsse. Dem „Sieg durch Paralysierung“, „Zerstörung und Okkupation“ folgt die Errichtung einer „Übergangsregierung“, deren Polizei- und Justizgewalt vom Sieger diktiert wird. Wie eine solche Eroberung unter den Bedingungen atomarer Verstrahlung durchführbar sein soll, lässt die Studie unbeantwortet. Tatsächlich bereiten sich NATO-Stäbe auf den Einmarsch in kontaminierte Gebiete vor. Entsprechende ABC-Ausrüstung liefert die Firma OWR AG, in deren Aufsichtsrat der Nuklearplaner Naumann sitzt.

Media Strategy

Wie die Militärs betonen, lässt sich eine bis zum Atomkrieg steigerbare Eskalation nur durchsetzen, wenn sie die Zustimmung der Bevölkerung findet. Dabei darf es nicht zu „Debatten“ an der Heimatfront kommen, in deren Folge die militärische Bereitschaft leiden müsste. Eventuelle „Eingriffe“ zwecks Wahrung der Wehrbereitschaft könnten unverzichtbar werden, drohen die Autoren. Dabei geht es vor allem um Mediendominanz: Ziel ist es, mit einer „first strike media strategy“ als erster die Schlagzeilen zu besetzen.

Militärdiktatur

Die Studie schlägt vor, das totalisierte Gesellschaftssystem einem politischen Direktorat aus USA, NATO und EU zu unterstellen. Das anvisierte Konzept einer faktischen Militärdiktatur wird gegenwärtig in mehreren europäischen Hauptstädten auf seine Brauchbarkeit geprüft.

[1] Henk van den Breemen
[2] John Shalikashvili
[3] „customary law set in motion 1999 in Kosovo and 2001“; Towards a Grand Strategy for an Uncertain World. Renewing Transatlantic Partnership, Lunteren 2007
[4] Als Vorsitzender des NATO-Militärausschusses

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