|
Nukleare
Bedrohung
Anlässlich
der von Präsident Obama organisierten Konferenz zur Einschränkung der
nuklearen Aktivitäten
Eine
Gefahr namens Israel
AUTOR: Gideon
SPIRO גדעון
ספירו
Übersetzt
von Ellen Rohlfs
Auf
Kommunisten-online am 27. Oktober 2010 – Israel
steht heute an vorderster Front des internationalen Kampfes gegen die
atomare Aufrüstung des Irans. Israel dementiert nicht die Meldungen,
dass seine Luftwaffe Manöver abhält, mit dem Ziel, Irans nukleare
Produktionsstätten zu bombardieren. Eine derartige israelische Militäraktion
würde die Region wahrscheinlich an den Punkt eines atomaren Konfliktes
bringen, dessen Folgen eine Katastrophe für die ganze Welt sein würde.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt versucht die USA, Israel in Schranken zu
halten, und die israelische Regierung hofft, dass die starke jüdische
Lobby im US-Kongress die USA in eine Militäraktion zusammen mit Israel
gegen den Iran drängt. Die konservative jüdische Lobby – bekannt für
ihre militante Einstellung - spielte eine entscheidende Rolle beim Überfall
der USA in den Irak, und nun hofft sie, ein ähnliches Resultat im Iran
zu erreichen. Die Wahl des US-Präsidenten von Barack Obama, der links
von seinem Vorgänger Bush steht, war ein Schlag für die extreme rechte
Regierung, die jetzt in Israel herrscht, ließ aber das israelische und
internationale Friedenslager hoffen, dass die USA nicht in noch ein
militärisches Abenteuer gezogen wird, das wahrscheinlich katastrophale
Folgen für die Region und die Welt haben wird.
Israels
offizielle Politik seit den 50er-Jahren, als das Kernkraftwerk Dimona i
m
südlichen Israel gebaut wurde, war: „Israel wird nicht das erste Land
sein, das Kernwaffen in der Region einführt", aber heute ist jene
Politik eine vollkommen anachronistische. In den 60er und 70er Jahren
verdächtigte man Israel, es würde nukleare Waffen entwickeln. Aber es
gab keinen entscheidenden Beweis. 1986 enthüllte der Techniker
Mordechai Vanunu, der jahrelang im Reaktor in Dimona gearbeitet hatte,
in der Londoner „Sunday Times", was innerhalb der Mauern der
Einrichtung wirklich vor sich geht, sogar mit Photos von den hintersten
Winkeln. Mit diesen wurde klar, dass schon Mitte der 80eer-Jahre Israel
in Besitz von über 100 Atombomben war. 43 Jahre sind seitdem vergangen;
der Reaktor ist ausgebaut worden, die Produktion wurde fortgesetzt und
heute schätzt man, dass Hunderte von Atom- und Wasserstoffbomben in
Israels Besitz sind, dazu Langstrecken-Raketen vom Typ „Jericho",
die mit nuklearen Sprengköpfe ausgerüstet werden können.
Dem
muss die Produktion von chemischen und biologischen Waffen aus dem
biologischen Institut Nes Ziona, nicht weit von Tel Aviv, hinzugefügt
werden.
Zusammengefasst:
Israel ist eine atomare Großmacht, deren Arsenal größer ist als das
von China, Großbritannien und Frankreich. Israel ist zu einem
Pulverfass von Massenvernichtungswaffen geworden, ein Garten Eden für
„Strangeloves" verschiedener Arten. Es gibt keinen anderen Staat
in der Welt, in dem auf einem so kleinen Territorium eine so riesige
Menge von nuklearen, biologischen und chemischen Waffen gelagert werden.
Israel
führte das atomare Wettrüsten in den Nahen Osten ein, und seine
Politik war und ist noch immer, das atomare Monopol zu bewahren und
seine militärische Macht dazu benützen, seine Nachbarn daran zu
hindern, ebenfalls eine Atommacht zu werden. Unter der Regierung
Menachem Begin 1981 bombardierte Israel den im Bau befindlichen Reaktor
im Irak. Obwohl es sich um einen französischen Forschungsreaktor
handelte, entschied die Regierung Israels, dass selbst ein
Forschungsreaktor eine unannehmbares Risiko sei. Er wurde vollkommen
zerstört.
2007
entschied die israelische Regierung unter Ehud Olmert eine angebliche
Kernkraftanlage in Syrien zu bombardieren, die nach israelischen
Geheimdienstquellen von Nordkorea gebaut worden war.
Der
Iran ist nicht der Irak oder Syrien, weder was die militärische Ausrüstung
noch was die Ausdehnung seiner Atomanlagen betrifft. Ein Bombardement
des Iran würde wahrscheinlich eine weltweite globale Katastrophe
bedeuten. Israel wird sein nukleares Monopol nicht halten können. Es
ist nur eine Frage der Zeit, bis seine Nachbarn auch nukleare Waffen
haben, wenn die Welt nicht aufwacht und sicherstellt, dass der Nahe
Osten zu einer Massenvernichtungswaffen freien Zone gemacht wird, bevor
es zu spät ist.
Der
Iran behauptet, dass es keine nuklearen Waffen produzieren beabsichtigt,
aber Israel hat dies auch behauptet, als es den Dimona-Reaktor baute.
und offizielle Leugnungen auf diesem Gebiet müssen mit großer Skepsis
betrachtet werden. Keiner weiß, was der Iran hat und was er nicht hat.
Die Beseitigung von Irans nuklearen Einrichtungen, die über große
Gebiete verteilt sind, liegt außerhalb Israels Militärmacht. Einem
israelischen Militärangriff würde es vielleicht gelingen, die
Produktion einer iranischen Bombe für eine Weile hinauszuschieben, wenn
es solch einen Plan hat, aber es wird sicher auch einen neuen
bewaffneten Konflikt schaffen, dessen Ende keiner voraussehen kann.
Israel
wird heute von einer rechten Regierung beherrscht, unter deren Minister
es nicht wenige religiöse Fundamentalisten und radikale Nationalisten
gibt, die in der Vergangenheit schon bewiesen haben, wie leicht ihre Hände
am Abzug sind. Ministerpräsident Netanjahus Israel ist nicht weniger
gefährlich als Ahmadinejads Iran. Die wirksamste Weise, um eine
Katastrophe im Nahen Osten zu verhindern, ist, wenn alle Staaten der
Region ihre Kernwaffen liquidieren. Und der Prozess müsste mit Israel
beginnen; denn es ist Israel, das diese Waffen in der Region einführte.
Dies sollte die dringendste Aufgabe der USA und der EU, Israels Verbündeter,
sein.
Der
Bau des nuklearen Reaktors in Dimona begann in den 50ern mit der Hilfe
Frankreichs.
Der
Reaktor war als Dank für Israels Unterstützung im Kolonialkrieg
gedacht, den Frankreich gegen Algerien führte.
1969
verkündete Ministerpräsident David Ben-Gurion den Bau des Reaktors mit
einem kurzen Statement in der Knesset und deutete daraufhin, dass es ein
Forschungsreaktor für friedliche Zwecke sein sollte, der für alle
Wissenschaftler in aller Welt offen sein soll. Schon damals war klar,
dass dies eine Täuschung war und dass der Reaktor für militärische
Zwecke gedacht war.
Als
amerikanische Spionageflugzeuge den Bau in Dimona während der
Kennedy-Regierung entdeckten, versuchte die amerikanische Regierung die
Aktivierung zu verhindern. Die US sandten Experten zur Inspektion der
Gegend, aber Israel gelang es, sie zu täuschen. Heute ist es klar, dass
Präsident Kennedys Furcht, der Reaktor würde in der Region ein
nukleares Waffenwettrüsten auslösen, gerechtfertigt war.
Nach
dem Juni-Krieg 1967 wurde die Verbindung zwischen den USA und Israel
enger. Die USA wurde Israels Hauptwaffenlieferant. Ministerpräsident
Levi Eshkol (1967-69) kam mit Präsident Johnson über die Nuklearfrage
zu einem Einverständnis. Das Wesentliche davon war, dass die (US-)
Regierung ein Auge zudrücken würde, wenn die israelische Regierung
erklärt, dass Israel nicht der erste Staat wäre, der in der Region
nukleare Waffen einführt. Dieses Abkommen wurde bei einem Treffen von
Ministerpräsidentin Golda Meir (1967-74) und Präsident Richard Nixon
bestätigt worden. Es erlaubte den USA weiter, Israel wirtschaftliche
und militärische Hilfe zu geben. So wurden die USA ein stiller Partner
und Geldgeber von Israels nuklearem Unternehmen. Der Betrieb des
Reaktors von Dimona und die ganze nukleare Waffenherstellung kostet eine
riesige Menge Geld, die auf eine Milliarde Dollar im Jahr geschätzt
wird. Ohne die amerikanische Hilfe, die heute drei Milliarden Dollar pro
Jahr betragen und in der Vergangenheit vier Milliarden erreicht hatte, könnte
Israel sein nukleares Abenteuer nicht finanzieren. Dem müssen noch 6
Milliarden Dollar Darlehen hinzugefügt werden, die die US-Regierung
Israel gab, die Israel erlauben, Anleihen vom internationalen Markt zu
erhalten. Man füge dieser Geldbeschaffung für Israel in der
internationalen jüdischen Gemeinschaft noch eine Milliarde pro Jahr
hinzu. Und dann gibt es natürlich noch die Zahlungen aus Deutschland,
die insgesamt 2 Milliarden (?) betragen.
Nur
auf diese Weise konnte Israel sein nukleares Unternehmen, eine mächtige
Armee, die mit den modernsten Waffen ausgerüstet ist, und regelmäßig
Kriege finanzieren – all dies mit einer Wirtschaft und einem
Lebensstandard auf europäischer Ebene.
Bei
der Gründung des israelischen Nuklearunternehmens stand der Holocaust
Pate. Wie viele Dinge in Israel wird der Holocaust als politische Waffe
für aktuelle Bedürfnisse instrumentalisiert. Es ist eine Waffe, die
sich als sehr wirksam erwiesen hat, zum einen, um Geld und Hilfe zu
bekommen und um Kritik an Israel zu blockieren.
Der
Grund, sich in den 50er-Jahren ein nukleares Arsenal anzuschaffen, war,
dass die Araber danach strebten, Israel zu zerstören, und eine solch
entsetzliche Waffe sollte sie abschrecken.
Das
Bild, das damals von Israel gemalt wurde, war der kleine David, der der
mächtigen arabischen Welt, dem Goliath, gegenüber steht, die uns
vernichten will.
Über
fünfzig Jahre sind seitdem vergangen, und es ist klar geworden, dass
der militärische Goliath der Region niemand anders als das kleine
Israel ist. Israel, das die modernste Armee im Nahen Osten hat, die mit
dem Besten, was die amerikanische Macht liefern kann, ausgerüstet ist,
und das jetzt seit über 40 Jahren über das palästinensische Volk
herrscht und mehrere Kriege angefangen hat; dieses Israel ist zum Sparta
des Nahen Ostens geworden.
Der
einzige Krieg, in dem Israel einen schweren Schlag erlitten hat, war der
Yom-Kippur-Krieg 1973; aber selbst dann war Israels Existenz nicht in
Gefahr. Ägypten und Syrien planten keine Besetzung Israels; ihr Ziel
war es, den status quo der israelischen Besatzung nach dem
Junikrieg 1967 zu untergraben. Zusammengefasst war er in dem arroganten
Statement des damaligen Verteidigungsministers Moshe Dayan: „Es ist
besser Sharm al-Sheik ohne Frieden zu haben als Frieden ohne Sharm
al-Sheik". Was die ägyptische Armee im Yom-Kippur-Krieg erreichte,
bereitete den Friedensvertrag mit Ägypten vor, der verbunden war mit
der Rückgabe der ganzen Sinai-Halbinsel an Ägypten bis zum letzten
Millimeter.
Israels
Kernwaffen-Arsenal ist heute fast der letzte zionistischer Konsens von
Links bis Rechts . Mehr als 90 Prozent der israelischen Bürger befürworten
Israels Besitz von atomaren Waffen und akzeptieren die These, dass sie
zur Verteidigung Israels gegen eine mögliche Vernichtung dient. Die
Vorstellung der jüdischen Israelis von sich selbst als die eigentlichen
ewigen Opfer, könnte das nationale israelische Hobby genannt werden.
Die
Anzahl der Gegner der atomaren Bewaffnung ist gering. Sie werden
bestenfalls für naiv gehalten und schlimmstenfalls als Verräter
angesehen.
Wie
wir gesehen haben, hat sich Israels offizielle Politik nicht verändert,
und Präsident Shimon Peres, einer der Gründer der Dimona-Anlage hat
mehr als einmal gesagt, wenn vollkommener Frieden und freundliche
Beziehungen zwischen Israel und der gesamten arabischen Welt herrschen
wird, dann wird es möglich sein, über die Entwaffnung der ganzen
Region zu reden.
Mit
andern Worten: Peres sagte auch einmal, Israel wird seine atomaren
Waffen nicht aufgeben, so lange der Messias nicht angekommen ist, und
damit spricht er mit der überwältigenden Mehrheit der Juden in Israel.
Der
Grund für die Opponenten der nuklearen Waffen, besonders der Mitglieder
und Sympathisanten des „Israelischen Komitees für einen Nahen Osten,
der frei ist von atomaren, biologischen und chemischen Waffen" ist
folgender:
Israel
droht kein Gefahr der Vernichtung. Diese Behauptung ist ein zynischer
Versuch, die Ängste und Traumata aus der Zeit des Holocaust zu
missbrauchen. Die Gefahr der Vernichtung besteht nicht, weil Israel auf
Grund seiner konventionellen Bewaffnung die stärkste Macht der Region
ist, und weil kein arabischer Staat Israel heute zerstören will.
Israels konventionelle Armee ist stark genug für Israels Bedürfnisse
– wenn Israel nicht zusätzliche Gebiete im Nahen Osten nicht zu
kontrollieren plant.
Selbst
der Iran drohte nie damit, Israel zu zerstören oder es anzugreifen.
Inzwischen ist es nur Israel, das davon spricht, den Iran militärisch
anzugreifen. Die Leugnung des Holocaust durch den iranischen Präsidenten
muss entschieden verurteilt werden, ebenso Israels Parteinahme für die
Türkei bei der Leugnung des armenischen Völkermords.
Israels
Arsenal von nuklearen, chemischen und biologischen Waffen stellen für
das Land externe wie interne Probleme dar
Es
gibt keine „verantwortlichen Hände", wenn es um nukleare Waffen
geht. Diejenigen, die sich am meisten verantwortlich fühlen, sind jene,
die nicht die Möglichkeit haben, auf den nuklearen Knopf zu drücken.
Allein seine Existenz ist ein Anreiz, ihn zu benützen. Seine Benützung
könnte unter mehreren Umständen passieren: ein oberflächliches Lesen
von Absichten des Feindes, Abenteuerlust von Seiten unverantwortlicher Führer
oder eine falsche Einschätzung der Situation auf dem Schlachtfeld (wie
beinahe während des Yom Kippur-Krieges geschehen ist, als mit
Nuklearbomben bestückte Flugzeuge zum Abflug bereit standen.)
Intern
sind die Gefahren nicht geringer: der Reaktor steht im Großen Rift-Tal,
einem Grabenbruch, der ein Erdbeben auslösen könnte. Alle Experten
stimmen darin überein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann sich
in diesem Gebiet ein Erdbeben ereignet. Wir wissen nur nicht, wie stark
es sein wird. Ein Erdbeben der Stärke 8 oder 9 auf der Richterskala würde
den Reaktor bersten lassen und eine radioaktive Wolke hervorbringen, die
mindestens halb Israel, wenn nicht ganz Israel, für Menschen
unbewohnbar machen würde.
Der
atomare Müll, der sich seit Jahrzehnten angesammelt hat und die
angewandten Methoden, ihn loszuwerden, sind uns unbekannt. Dieser Müll
gefährdet den Boden und den Grundwasserspiegel. Und natürlich besteht
immer die Gefahr eines Atomunglückes wie in Tschernobyl, ob als Folge
eines menschlichen Irrtums oder wegen technischen Versagens. In der
Stadt Dimona, die nicht weit vom Reaktor liegt, gibt es schon eine
wachsende Anzahl von Krebskranken. Und die staatlichen Behörden weigern
sich ernsthaft, eine Verbindung zum Reaktor zu untersuchen.
Genau
so sind israelische Bürger ähnlichen Gefahren vom biologischen
Institut in Nes Ziona ausgesetzt, wo Mittel für die biologische Kriegsführung
erforscht und entwickelt werden. Eine Katastrophe im Institut könnte
unheilbare Krankheiten bzw. deren Keime in die Luft entlassen, die
schreckliche Epidemien verursachen könnten.
In
Bezug auf Israels Nuklear-Arsenal spielt Deutschland unter dem
Deckmantel von Hilfe und Beistand eine negative Rolle - hier spielt
Israel mit den Schuldgefühlen der Deutschen …
Deutschland
hat Israel mit supermodernen Unterseeboten ausgerüstet, die Raketen mit
nuklearen Sprengköpfen mit sich führen. Diese Unterseeboote, die
Hundertmillionen Dollar kosten, wurden Israel kostenlos geliefert –
alles natürlich im Namen der Wiedergutmachung für die Schrecken des
Holocaust. So wird das absurde Paradox geschaffen, dass im Namen des 1.
Holocaust Deutschland einen neuen Holocaust entstehen lässt – einen
nuklearen Holocaust. …Die Lehren aus dem Holocaust sind enthalten im
Kampf gegen Rassismus und gegen Verletzungen der Menschenrechte, aber
nicht in der Unterstützung eines Staates, der diese verletzt und nicht
in der Bewaffnung dieses Staates mit Massenvernichtungswaffen.
Israel
ist kein Signatar des Nuclear Nonproliferation Treaty
(Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen) und deshalb hat die
Internationale Atomenergie-Agentur in Wien keine Kontrollmöglichkeiten
in Dimona.
Wir
müssen verlangen, dass die internationale Gemeinschaft aufhört, Israel
anders zu behandeln als andere Länder. Es sollte als das behandelt
werden, was es ist: als einer der Akteure, der heute den Weltfrieden gefährdet.
Israels Besitz von nuklearen Waffen ermutigt seine Nachbarn, eigene
nukleare Waffen zu haben. Man kann die Gefahr kaum übertreiben, noch
dazu in einer Region, wo so viele Führer – in Israel wie bei seinen
Nachbarn – behaupten einen direkten Draht zum Allmächtigen zu haben.
Die Kampagne gegen Irans Erwerb von nuklearen Waffen ist lobenswert,
aber sie wäre viel wirksamer, wenn sie im Kontext einer Kampagne
geschehen würde, die den Nahen Osten frei von Massenvernichtungswaffen
machen würde, was Israel natürlich mit einschließt.
Wir
müssen Israel auffordern, den Nichtverbreitungsvertrag zu unterzeichnen
und den Dimona-Reaktor für internationale Inspektionen zu öffnen als
vorbereitende regionale vertrauensbildende Maßnahmen.
Wirkliche
Freunde Israels werden sich solchen Forderungen anschließen und daran
festhalten, auch wenn die israelische Regierung aufschreit, dies sei „Anti-Semitismus"
Die Zeit ist gekommen, um sich nicht mehr über diese manipulierte Art
und Weise aufzuregen, mit der Israel solch ein Problem behandelt. Nur so
kann Israels Sicherheit auf Dauer garantiert werden – und das seiner
Nachbarn auch.
Ich
kann diesen Artikel nicht beenden, ohne von Israel zu fordern, die
Verfolgung Mordechai Vanunu, Träger des Alternativen Nobelpreises,
einzustellen, des Mannes, der Israels Nuklear-Arsenals enthüllte und
dafür 18 Jahre im Gefängnis saß. Er ist nicht gebrochen worden. Er kämpft
weiter für die Idee einer Welt ohne Massenvernichtungswaffen. Er hat
seine Strafe voll abgebüßt. Es sollte ihm nun erlaubt werden, Israel
zu verlassen und sein Leben an einem Ort seiner Wahl zu leben.
Quelle:
Occupation Magazine-A danger called Israel
Originalartikel
veröffentlicht am 11.4.2010
Über den Autor
Ellen
Rohlfs ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem
internationalen Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung
kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert
wird und daß sowohl der Autor, die Übersetzerin als auch die Quelle
genannt werden.
URL
dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10483&lg=de
|