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G8:
Afrika
im Visier des Imperialismus
15.06.2007
Unter
dem Titel "Afrika im Visier des Imperialismus" ist kürzlich im
«Avante!» eine Analyse von Albano Nunes zum G8-Gipfel erschienen. Der
63-jährige Genosse ist langjähriges Mitglied der Politischen Kommission
des ZK der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP). Hier eine
auszugsweise Wiedergabe seines interessanten Artikels (Übersetzung: lih):
Zynismus
und Heuchelei
Albano
Nunes verweist auf den Zynismus und die Heuchelei von schönen Worten in
Rostock, welche verschleiern sollen, dass der Imperialismus innerhalb
seiner weltweiten Offensive zur Wiederherstellung der Kolonialmacht auch
einen neuen Überfall auf Afrika plant. Die Ideologie der "zivilsatorischen
Mission" und der "Evangelisierung von wilden Völkern"
schien durch die großen Befreiungsschritte des 20. Jahrhunderts begraben
worden zu sein. Jetzt kehren sie unter neuem Gewand zurück: Von AIDS über
den "Terrorismus", die "illegale" Einwanderung, die
Sicherheit der ausländischen Botschaften, den Hunger bis zum
Drogenhandel, von ethnischen über Grenzkonflikte bis zu religiösen
Disputen - Alles dient dem Imperialismus, um sich den schwächeren Ländern
politisch, wirtschaftlich und militärisch aufzuzwingen.
Gefährliches militärisches Expansionsprogramm
Wie
nicht anders zu erwarten, war die sogenannte Hilfe der G8-Staaten an
Afrika in den Medien ein Hauptthema des Rostocker Gipfels. Eine der grössten
"Besorgnisse" der Führer dieses exklusiven Klubs zum Zweck der
informellen Absprache unter der größten kapitalistischen Mächten soll
auf die Bekämpfung von Plagen wie AIDS, Tuberkulose und Malaria gefallen
sein, wobei (wieder einmal) hohe Ziffern über den Umfang eines
Finanzpakets zur "Hilfe" bekannt gegeben wurden. Es handelt sich
allerdings um ein skandalöses Propagandamanöver, das schon am ersten Tag
entlarvt wurde. Wie immer wird die Erfüllung von leeren Versprechungen an
eine Reihe von Bedingungen und Entgegenkommen geknüpft, die dem
unstillbaren Appetit der Multis und den strategischen Vorhaben des
Imperialismus zu machen wären. Es ist kein Zufall, dass gerade die Hälfte
dieser "Hilfe" auf die USA fällt, welche sich einer möglichst
grossen Schnitte an den Erdölvorräten Afrikas (vor allem im Bogen vom
Sudan bis zum Golf von Guinea) bemächtigen und den wachsenden Einfluss
Chinas zurückdrängen wollen. Dazu setzen die USA ein höchst gefährliches
militärisches Expansionsprogramm in Gang, welches die Schaffung von Militärstützpunkten
in verschiedenen Ländern und die Einrichtung eines besonderen Militärkommandos
in Afrika vorsieht.
Klasseninteresse
bestimmend
Das
imperialistische Wettrennen nach Afrika schließt auch ernsthafte
Auseinandersetzungen und Rivalitäten unter der Grossmächten mit ein. Die
Ansprüche des US-Kapitals auf Vorherrschaft beunruhigen wichtige Teile
des europabasierten Kapitals. Allerdings überwiegt nach wie vor der
Einklang der gemeinsamen Klasseninteressen mit dem Ziel, die Ausbeutung
der Werktätigen zu verschärfen und die Kolonialherrschaft auf dem
Planeten wiederaufzurichten. Zu diesem Schluss führt die grobe Analyse
dieses G8-Gipfels. Was wir sowohl im Rahmen der NATO wie auch bei den
bilateralen Beziehungen zwischen EU und USA feststellen, ist die
Koordinierung und Aufgabenteilung zum Zweck der Umsetzung ein und
derselben neoliberalen, militaristischen, aggressiven Politik, die sich
zunehmend mit faschistischen Beilagen anreichert.
Original:
"A
Africa
na mira do imperialismo", por Albano Nunes, 14/06/07 [www.avante.pt
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