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Anmerkung Roter Webmaster:

Rosstäuscher des Tages: Lothar Bisky

Die Junge Welt irrt. Lothar Bisky ist augenscheinlich kein „Verbalakrobat“, sondern ein Rosstäuscher (siehe). Anstelle klar zu sagen, was Sache ist, schleicht er um das Wesendliche wie die Katze um den heißen Brei.

Rosstäuscher des Tages:

Lothar Bisky

Vorsitzender „Die Linke“

Bundes-Angie:

Sie und ihre Hintermänner haben längst einen Plan, den Plan für weitere Kriege im Interesse des Monopolkapitals

Unsere Bundes-Angela soll einen Plan machen. Worüber? Für den Truppenabzug aus Afghanistan. Wohl nach dem Motto von Brecht:

Ja, mach nur einen Plan
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch 'nen zweiten Plan
Geh' n tun sie beide nicht

Die Bundesregierung hat längst einen Plan und den setzt sie längst real um. Nämlich Verstärkung der Truppen dort. Und nicht nur das. Auch in andere Regionen sind oder sollen deutsche Soldaten die Interessen des deutschen Kapitals durchsetzen helfen.

Weiß das Bisky nicht? Ich denke doch! Gegen die Kriegspläne der Herrschenden helfen keine seichten Reden von „Konzept für einen Truppenabzug“ Es muss massenhaft Druck auf die Herrschenden kommen um den Truppenabzug zu erzwingen, es muss ebenso massenhaft Druck kommen, gegen den Einsatz deutscher Truppen irgendwo in der Welt.

Die Menschen unseres Landes müssen mobilisiert werden gegen die Kriegsplaner und müssen den Kriegstreibern in den Arm fallen. Nur das führt weiter und nicht diese Appelle an diese Kriegstreiber, man solle doch ein Plan machen…

Solche Speichelleckereien bei Merkel & Co verschleiern und demobilisieren die Menschen unseres Lands.

Und genau das ist offenbar der Sinn der Rede von Lothar Bisky.

G.A.

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Verbalakrobat des Tages: Lothar Bisky

Quelle: jungeWelt vom 01.09.2007

Die Bundesregierung muß die deutschen Truppen umgehend aus Afghanistan zurückziehen, so wie es eine klare Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet. Gerade auch vor dem Hintergrund seiner Geschichte darf sich Deutschland weder mittelbar noch unmittelbar an einer Kriegführung beteiligen, die die massenhafte Tötung von Zivilisten in Kauf nimmt.« Die Antikriegsbotschaft vom Vorsitzenden der Linkspartei, Oskar Lafontaine, ist klar und kompatibel mit dem Motto der großen Antikriegsdemo am 15. September in Berlin: »Die Bundeswehr muß raus aus Afghanistan!«
Der Kovorsitzende Lothar Bisky ist vorsichtiger. Die Bundesregierung müsse »endlich ein Konzept für einen Truppenabzug aus Afghanistan« vorlegen, heißt es in einer Erklärung am Vorabend des Antikriegs- und Weltfriedenstages. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll also erst mal einen Plan machen. Ähnlich quarkig geht es bei Bisky weiter: »Wir fordern die Bundesregierung auf, sich der komplexen Aufgabe zu stellen, die Lebensadern wieder für die zivile, humanitäre Hilfe in den Krisengebieten in Afghanistan freizulegen, statt sich weiterhin an deren Versiegen zu beteiligen.« Die Argumentation der Bundesregierung, »daß die Bundeswehr bzw. das ausländische Militär Garant und Partner der Entwicklung von zivilgesellschaftlichen Strukturen in Afghanistan sei, täuscht die deutsche Öffentlichkeit und die Angehörigen der Streitkräfte über die Sinnhaftigkeit des militärischen Engagements«. Und weiter: »Die Gewalt gegen die Koalitionstruppen nimmt zu. Die Verknüpfung von Besatzung (ISAF) und Offensiv­operationen (OEF) – in denen die deutschen Tornados als Bindeglied fungieren – führen bei der afghanischen Bevölkerung mehr und mehr zu Enttäuschung und konterkarieren die Bemühungen um die friedliche und zivile Entwicklung des Lande.« Man könnte auch einfach sagen, der Widerstand gegen die Besatzungstruppen wächst und ist legitim. (rg)

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