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Aufruf
der KP Venezuelas zur weltweiten Intifada
ISRAEL
GRÖSSTMÖGLICH BOYKOTTIEREN!
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas
,
04. Januar 2009, Tribuna Popular TP.-
Die gesellschaftlichen Bewegungen der Welt üben aktive
Solidarität mit dem Volk von Palästina, welches einen neuerlichen Völkermord
seitens der zionistischen Besatzungsmacht
Israel
erleidet. Um diese Form der Solidarität zu entfalten, bedarf es einer
"grenzenlosen Kampagne" gegen die Waren, die von den
transnationalen israelischen und US-Konzernen auf dem Markt erhältlich
sind.
In
ihrer strategischen Erklärung zur Kampagne "Boykottiert
Israel" führen die sozialen Bewegungen aus: "Wir fordern die
internationale Gemeinschaft und die Regierungen dazu auf, politische und
wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel einschl. eines Rüstungsgüter-Embargos
zu ergreifen. Wir rufen die sozialen Bewegungen dazu auf, auch zu
Kampagnen für einen Investitionsstopp in Israel und zum Boykott Israels
zu mobilisieren. Diese Anstrengungen haben zum Ziel, Israel zu zwingen,
die internationalen Resolutionen zu erfüllen und die Beratende Meinung
des Internationalen Gerichtshofs zu akzeptieren, um die illegale Mauer
zu stoppen und zu zerschlagen und die gesamte Besatzungspolitik, den Völkermord
und die Apartheid zu beenden.
KURZE
GESCHICHTE DER ZIONISTISCHEN AGGRESSION GEGEN DAS PALÄSTINENSISCHE VOLK
Am
29. November 1947 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen die
Resolution 181 an, mit der sie grünes Licht zur Teilung Palästinas gab
(55% für den neuen jüdischen Staat und 45% für den arabischen Staat).
Dies erfolgte mit der Absicht, die Auseinandersetzungen in Palästina zu
beenden. Im Mai 1948 erklärte Ben Gurion einseitig die Gründung des
Staates Israel, was die militärische Intervention der arabischen
Nachbarstaaten auslöste. Am Ende jenes ersten arabisch-israelischen
Krieges vergrößerte Israel sein Territorium auf bis zu 78% der Fläche
Palästinas. Zerstört wurden 389 Dörfer, fast 800.000 Palästinenser
flüchteten und bildeten die größte Bevölkerung auf der Flucht im
Wertmassstab. Trotz der Rechtmäßigkeit der Resolution 194 vom Dezember
1948 verweigerte Israel den palästinensischen Flüchtlingen bisher die
Rückkehr nach Palästina. Und nach fast 60 Jahren Exil bleibt dies
einer der Schlüsselpunkte jeglicher Verhandlung.
Von
da an ist das zionistische Projekt und die Kolonisierung des gesamten
Palästinenserlandes durch eine Politik der Schaffung von Tatsachen
verfestigt worden. 1967 wurde die andauernde Verletzung internationalen
Rechts und der UNO-Resolutionen seitens Israels noch schlimmer. Nach dem
6-Tage-Krieg besetzte Israel unrechtmäßig Ost-Jerusalem, Cis-Jordanien
und den Gaza-Streifen, wo Israel das palästinensische Volk zwang, unter
Belagerungszustand zu leben. Mitte 2002 begann Israel mit dem Bau der
Apartheid-Mauer. Diese Mauer wurde ungeachtet der von der UNO 1967
markierten grünen Grenzlinie errichtet und bezweckt die Beschlagnahme
und den Anschluss von 50% der palästinensischen Gebiete Cisjordaniens.
Infolge der Mauer sind 210.000 Palästinenser aus 67 Dörfern direkt in
Mitleidenschaft gezogen worden, 16% der palästinensischen Bevölkerung
von Cisjordanien verbleiben eingeschlossen zwischen der grünen
Grenzlinie und der Mauer, ebenso 200.000 Bewohner von Jerusalem. Sie
bleiben isoliert von der Restbevölkerung Cisjordaniens, während 98%
der Siedler in Cisjordanien (ca. 400.000 Menschen) innerhalb der
annektierten Zonen faktisch eingeschlossen bleiben. Außerdem bleiben
zwischen Mauer und grüner Grenzlinie wichtige landwirtschaftliche
Anbauflächen zur Versorgung der Palästinenser eingeschlossen. Dies war
jedoch nur wieder ein erneuter Beginn.
Dazu
gesellte sich die Besiedlung von Palästinenserland über hunderte von
Kontrollposten und die willkürliche Ausweitung der Siedlungen, die
Morde, unrechtmäßigen Festnahmen und andauernden Kollektivstrafen
sowie die unverhüllte ethnische Säuberung, die Diskriminierungspolitik
in Jerusalem und innerhalb Israels gegenüber den dort lebenden Arabern
und die Zurückweisung der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.
Es gibt keine Möglichkeit der Aussöhnung zwischen beiden Völkern,
solange die Menschenrechte für die arabische Bevölkerung in Palästina
und in Israel nicht gewährleistet werden. Die universellen, unteilbaren
und zusammenhängenden Menschenrechte werden von Israel missachtet.
Ebenso auch die Bürgerrechte der arabischen Einwohner in Israel, die
aus religiösen und ethnisch-nationalistischen Kriterien diskriminiert
werden. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten verharren seit Jahren in einer
"Diplomatie der Erklärungen" hinsichtlich Israel, während
sie sich um wirkliche Maßnahmen herumdrücken, welche in der Praxis auf
die Durchsetzung des Internationalen Humanitären Rechts in den Palästinensergebieten
hinwirken würden. Darüber hinaus macht sich die Europäische Union zum
Komplizen der andauernden Verletzung der Menschenrechte seitens Israels,
indem sie Vereinbarungen aller Art mit diesem Land anregt und schließt,
welches seine Politik auf die Verweigerung seiner Verpflichtungen bei
seinem Statut als Besatzungsmacht und Staat aller seiner Bürger gründet.
Die
internationale Gemeinschaft hat sich dafür ausgesprochen, die von
Israel offiziell zurückgewiesenen Beschluss des Internationalen
Gerichtshofes nicht zu realisieren, während sie gleichzeitig auf ihren
jüngsten Gipfelkonferenzen wie jener von Sharm el-Shaikh den palästinensischen
Kampf in eine "Sicherheitsfrage" entsprechend der israelischen
Propaganda. Andere Initiativen wie die Londoner Konferenz leiten vom
Kampf für die universellen politischen Rechte "demokratische
Reformen" und "humanitäre Bedürfnisse" ab. Während es
demgegenüber dem palästinensischen Volk um Freiheit und Gerechtigkeit
geht.
Israel
vollendet derzeit ein Projekt für eine Version der "hochtechnologisierten"
Apartheid, einer Form der Sklaverei des 21. Jahrhunderts mit der unermüdlichen
Komplizenschaft der internationalen Gemeinschaft.
Damit
muss JETZT Schluss sein!
Entsprechend
dem Beschluss des Internationalen Gerichtshofes mit seiner Forderung
nach Zerstörung der Apartheid-Mauer und ein Mal mehr der Verurteilung
der israelischen Besatzung und der Politik der Belagerungen vereinen
sich verschiedene palästinensische Widerstandsströmungen zu einer
breiten palästinensischen Kampagne gegen die Apartheid-Mauer, wie sie
von Dutzenden von Organisationen einschl. israelischer getragen wird, um
den Boykott Israels, die Investitionssperre sowie Sanktionen gegen
Israel zu fordern. Die wirtschaftlichen und politischen Sanktionen
funktionierten mit Erfolg in Südafrika und sollten sofort gegen Israel
angewendet werden. Ihre Notwendigkeit und ihre Möglichkeiten sind jetzt
mehr denn je vorhanden. Der Boykott und die Sanktionen sind der letzte
Mechanismus, auf den zurückzugreifen ist. Wenn aber die rechtlichen
Mittel ausgeschöpft sind, um das rechtswidrige israelische Verhalten zu
ändern, ist die Stunde gekommen, um Druck auszuüben und dieses
Beatzungs- und Apartheidregime zu isolieren: Boykott durch die Menschen
(Boykott der Produkte aus Israel, akademischer Boykott Israels,
kultureller Boykott Israels, Boykott Israels beim Sport) und
internationale Sanktionen gegen den israelischen Staat.
Die
wirtschaftlichen und politischen Druckmittel gegen den Staat Israel sind
als beste Form zu verstehen in
-
Unterstützung des Widerstandes des palästinensischen Volkes
-
Aufklärung in der Gesellschaft ringsum über die Praktiken des
israelischen Beatzungs- und Apartheidregimes
-
Würdigung der Menschenrechte und der internationalen Gerichtsbarkeit,
die Israel verantwortlich machen und es dazu zwingen, für seine
Verbrechen zu zahlen
-
Offenlegen und Bekräftigen der Verantwortung der internationalen
Gemeinschaft, die die israelischen Verbrechen unterstützt und dabei
unaufhörlich die Menschenrechte, die Bürgerrechte und die Intentionale
Gerichtsbarkeit verletzt
-
Und vor allem: Schluss mit der internationalen Unterstützung für
Apartheid und Besatzung, denn Apartheid kann nicht ohne Beistand von außen
überleben
Indem
wir eine Plattform bilden, auf der eine internationale Bewegung aufbauen
können, lassen wir den Konsens spüren, der um die folgende Ziele der
Kampagne für Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen gegen Israel
entstanden ist:
-
Zerschlagen der Mauer der Apartheid und Durchsetzen der Beschlüsse des
Internationalen Gerichtshofes in ihrer Gesamtheit
-
Beenden der Besatzung und Apartheid Israels
-
Anwenden der internationalen Rechtsprechung und der UNO-Resolutionen
einschl. des Rechtes auf Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge
Einige
der Handelswaren aus der Boykottkampagne gegen Israel (s. Quelle):
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/ |