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Zionistisches
Terrorregime und deutscher
Imperialismus:
Komplizenschaft
gegen die Völker |
Eine
nützliche Beziehung
Quelle:
german-foreign-policy.com
vom 30.11.2009
BERLIN/TEL AVIV
(Eigener
Bericht) – Mit den heutigen deutsch-israelischen
Regierungskonsultationen sucht Berlin herausragende Kompetenzen Israels
für die eigene Expansion nutzbar zu machen. Die Konsultationen, bei
denen bereits zum zweiten Mal die Kabinette beider Länder zu
gemeinsamen Gesprächen zusammentreffen, dienen offiziell einer
Verbesserung der „strategischen Beziehungen“ zwischen beiden Ländern.
Tatsächlich wird die Zusammenarbeit vorwiegend auf Feldern ausgebaut,
auf denen die Bundesrepublik sich Fortschritte für eigene
Expansionsvorhaben erhofft: Militärpolitik und Rüstungswirtschaft,
Wissenschaft und Forschung sowie Umwelttechnologie. Die Zusammenarbeit
in der Forschung fokussiert zunehmend auf innere Repression, bei der
Israel umfangreiche Kenntnisse zugeschrieben werden. Das israelische
Know-How über Sonnenenergie erweckt das Interesse der deutschen
Energieindustrie, die mit Übernahmen einschlägiger Firmen in Israel
von sich reden macht. Die israelischen Fähigkeiten in der Bewässerung
trockenen Landes will Deutschland bei der Expansion nach Afrika nutzen.
Produkte der israelischen Rüstungsindustrie helfen beim Krieg in
Afghanistan.
Netzwerke
Die
deutsch-israelischen Regierungskonsultationen finden am heutigen Montag
zum zweiten Mal statt - nach einer ersten gemeinsamen Sitzung der
Kabinette beider Länder am 17. März 2008 in Israel. Damals wurde
beschlossen, die Konsultationen in regelmäßigen Abständen zu
wiederholen. Ziel sei es, „das einzigartige Verhältnis zwischen
Deutschland und Israel durch zukunftsorientierte politische Maßnahmen
zu festigen“; von der Verbesserung der „strategischen Beziehungen
zwischen unseren Staaten“ und „Freundschaft zwischen den beiden Ländern
und Völkern“ war die Rede.[1] Tatsächlich stehen bei den
hochrangigen Gesprächen jene Themenfelder im Mittelpunkt, bei denen die
Bundesregierung sich von der Nutzung israelischer Kompetenzen
Fortschritte für die deutsche Expansion erhofft. Um die für Berlin
vorteilhafte Kooperation in Zukunft gewinnbringend intensivieren zu können,
haben die Regierungen beider Länder bei den Konsultationen vom März
2008 die Gründung eines „Deutsch-Israelischen Zukunftsforums“
beschlossen. Das Forum, das vor einem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat,
soll den Aufbau von „Multiplikatorennetzwerken“ für „Kultur,
Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien“ fördern.[2]
Militärkooperation
Zu
den zentralen Kooperationsfeldern zwischen Deutschland und Israel gehört
die Militärpolitik. Bereits in den 1950er Jahren, nur wenig mehr als
zehn Jahre nach dem Ende der deutschen Vernichtungsprogramme, hatte die
junge Bundesrepublik die Militärkooperation mit Israel aufgenommen (german-foreign-policy.com
berichtete [3]). Wie es in dem Abschlussdokument der letztjährigen
Regierungskonsultationen heißt, habe die Zusammenarbeit dann vor allem
seit Beginn der 1980er Jahre „stetig zugenommen“.[4] Das Papier
nennt einen jährlichen „Strategischen Dialog“ der
Verteidigungsministerien, bei dem auch rüstungsindustrielle Vorhaben
zur Sprache kommen. Im vergangenen Jahr wurden „Initiativen zur
Gefechtsausbildung“ sowie „der gegenseitige Austausch von
Stabsoffizieren“ an den Militärakademien vereinbart.
Austauschprogramme für Offiziersanwärter, wie sie schon seit 1998 im
Heer stattfinden, sollen auf die Marine und die Luftwaffe ausgedehnt
werden. Die Militärkooperation hilft der Bundeswehr nicht nur bei der
fachlichen Entwicklung ihrer Fähigkeiten; sie schafft zudem die
Illusion, Berlin sei militärisch Israel eng verbunden. Sie hat es der
Bundesregierung damit erleichtert, die deutsche Beteiligung am
UNO-Einsatz vor der libanesischen Küste durchzusetzen und damit eine
letzte Begrenzung der deutschen Militärinterventionen - das Tabu, an
den Grenzen Israels zu operieren - zu brechen.[5]
Die
höchste Wissenschaftler-Dichte
Besondere
Bedeutung misst Berlin der Forschungskooperation mit Israel bei.
„Israel investiert viel in seine Forschung“, berichtet das zuständige
Bundesbildungsministerium: Dies habe in Verbindung mit der Einwanderung
russischer Wissenschaftler in den 1990er Jahren dazu geführt, dass das
Land, gemessen an seiner Bevölkerungszahl, „weltweit über die höchste
Wissenschaftler- und Ingenieurdichte verfügt“.[6] Entsprechend groß
ist das Potenzial, das Berlin mit diversen Kooperationsvorhaben zu
nutzen sucht. Im vergangenen Jahr organisierte das
Bundesbildungsministerium eigens ein „Deutsch-Israelisches Jahr der
Wissenschaft und Technologie“, das der Zusammenarbeit einen neuen
Schub verleihen sollte. Das bezieht sich insbesondere auch auf die
Repressionsforschung. Israel habe in den letzten Jahren „einzigartige
Fähigkeiten entwickelt“, schreibt das Bundesbildungsministerium,
„schnell und flexibel auf neue Sicherheitsherausforderungen und
Bedrohungsszenarien reagieren zu können“.[7] Auch Berlin setzt immer
stärker auf Repression - und sucht dabei israelische Kenntnisse zu
nutzen. Gemeinsame Projekte sollen sich unter anderem der Trinkwasserüberwachung
sowie „der Detektion von chemischen, biologischen oder explosiven
Gefahrstoffen“ widmen.[8]
Mit
Israel nach Afrika
Deutsches
Interesse besteht auch an israelischen Fähigkeiten in der
Umwelttechnologie, einer Branche, in der die Bundesrepublik eine
weltweite Spitzenstellung anstrebt. Bei den letzten
Regierungskonsultationen vereinbarten die Umweltminister der beiden Länder,
in puncto Energieeffizienz, erneuerbare Energie sowie Wasser- und
Abwasserwirtschaft enger zu kooperieren. Besonderes Interesse der
deutschen Energieindustrie gilt der israelischen Solarwirtschaft. Erst
vor kurzem hat der deutsche Siemens-Konzern ein israelisches
Solarunternehmen übernommen, das in Teilbereichen auf dem Weltmarkt führend
ist. Siemens will bereits im nächsten Jahr mit Umwelttechnologien einen
Umsatz von rund 25 Milliarden Euro erzielen; dabei spielt die
Solarenergie eine gewichtige Rolle.[9] Die von Siemens übernommene
Firma Solel etwa hat im letzten Jahr rund 90 Millionen Umsatz erzielt.
Auch die israelischen Kompetenzen in der Wasserwirtschaft möchte sich
Berlin zunutze machen. Entwicklungsminister Dirk Niebel kündigte kürzlich
an, gemeinsame Wasserprojekte „mit Israel in Afrika zu initiieren“ -
und zwar, „weil Israel bei Bewässerungstechniken über ein hohes Maß
an Kompetenz verfügt“.[10] Davon profitiere auch Israel: Deutschland
habe „einen leichteren Zugang in muslimische Staaten“.
Traditionsfirma
Bei
ihren militärischen Expansionsprojekten profitiert die Bundesrepublik
bereits jetzt von israelischer Unterstützung. Die Firma Israel
Aerospace Industries (IAI) hat kürzlich zugesagt, Anfang nächsten
Jahres unbemannte Aufklärungsflugzeuge („Drohnen“) vom Typ Heron an
die Bundeswehr zu liefern, die die Drohnen direkt in Afghanistan
einsetzen will. Das Fluggerät, das eine Geschwindigkeit von 225
Stundenkilometern erreicht und bis zu 30 Stunden in der Luft bleiben
kann, übertreffe die Fähigkeiten der bislang von der Bundeswehr in
Afghanistan eingesetzten Drohnen, insbesondere bei schlechtem Wetter,
heißt es. Damit soll es die deutsche Kriegführung am Hindukusch
intensivieren. Das Geschäft wird in Zusammenarbeit mit einer deutschen
Partnerfirma der IAI durchgeführt - mit Rheinmetall. Rheinmetall gehört
zu den bedeutendsten Traditionskonzernen der deutschen Rüstungsindustrie
und scheffelte in beiden Weltkriegen hohe Gewinne. Im Zweiten Weltkrieg
geschah dies auch unter Vernutzung jüdischer Zwangsarbeiter, die in den
deutschen Konzentrationslagern interniert waren.
[1]
Bilaterale Vereinbarungen, die bei den ersten Deutsch-Israelischen
Regierungskonsultationen unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel
und Premierminister Ehud Olmert am 17. März 2008 in Israel erzielt
wurden; 17.03.2008
[2] Netzwerke für Gegenwart und Zukunft; www.dizf.de
[3] s. dazu Metamorphosen
[4] Bilaterale Vereinbarungen, die bei den ersten Deutsch-Israelischen
Regierungskonsultationen unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel
und Premierminister Ehud Olmert am 17. März 2008 in Israel erzielt
wurden; 17.03.2008
[5] s. dazu Der
Vermittler
[6] Israel; www.bmbf.de
[7] Sicherheitsforschung; www.gist2008.com
[8] s. auch Risikomanagement
(I), Risikomanagement
(II) und Future
Security
[9] s. dazu Zur
Sonne, zum Profit
[10] „EU-Stufenplan ist keine völkerrechtliche Verpflichtung“;
domradio.de 18.11.2009 |