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Und sie wissen, was sie tun...

Nürnberg lässt grüßen, „Kameraden“!

IM NAMEN WELCHEN VOLKES MORDET EIN SÖLDNER?

von Jens-Torsten Bohlke

Kommunisten-Online, 14. November 2010. – Beim sehr zweifelhaften „Vergnügen“ der bürgerlichen Berichterstattung in den reaktionären staatlichen Medien des imperialistischen Deutschlands kommt unsereins immer wieder mal wirklich nur noch die kalte Wut und der Abscheu ins eigene Blut. So auch gegen 19:20 Uhr an diesem Sonntagabend vor der Glotze (ZDF), wo kurz ein am letzten Karfreitag stattgefundener Angriff von afghanischen Talibankämpfern auf Bundeswehrsöldner gezeigt wurde, um anschließend ganz kurz Angehörige und „Kameraden“ von dabei getöteten Bundeswehrangehörigen zu Wort kommen zu lassen. (Klar, die bürgerliche Journaille will das Thema besser nicht vertiefen ... zuviele Kritik, nüch?)

Afghanistankrieg angeblich Wille des deutschen Volkes

Das war schon die Quadratur des Kreises, wie jener „Kamerad“ aus demselben Frontabschnitt zynisch erklärte, dass die im imperialistischen Sold stehenden Besatzungssöldner aus NATO-Deutschland den „Willen des deutschen Volkes“ in Afghanistan vollstrecken würden, während er sich zugleich wünschte, dass doch „mehr Menschen in Deutschland hinter den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stehen sollten“. Wie sich da selbst in die Tasche log, und dies noch vor laufender Kamera, das war schon hochpeinlich.

Unsereins fragt sich, wie verkorkst ein menschliches Hirn sein muss, um derartigen Schwachsinn abzusondern. Es ist doch wirklich selbst aus bürgerlichsten Quellen mehr als bekannt, dass mindestens Zweidrittel bis Dreiviertel der Bevölkerung Deutschlands die Beteiligung der Bundeswehr an  der Afghanistan-Aggression des US-Imperialismus ablehnt. Somit ist doch wohl sehr deutlich, welchen Willen da das Volk in Deutschland äußert. Auch das deutsche Volk ist nun mal mehrheitlich friedliebend, nur eine kleine Minderheit profitiert von Krieg oder ist von Krieg fasziniert. Und bei allem Biertischdunst: Ganz so blöd ist selbst der spießigste Kleinbürger in Deutschland nicht, dass er nicht merkt, wie er ständig zur Kasse gebeten wird, nur um die Beteiligung der Bundeswehr an den abenteuerlichen Kriegsverbrechen des US-Imperialismus weltweit letztlich zu zahlen. Und die eigene Freiheit und Unabhängigkeit Deutschland am Hindukusch militärisch „zu verteidigen“, wo es nicht den geringsten Angriff von Afghanen auf Deutschlands Territorium in den letzten Jahrhunderten jemals gegeben hätte, lässt sich mit auf Vernunft gegründeten Argumenten oder hanebüchen konstruierten Verschwörungen angeblicher islamischer Fanatiker nicht rechtfertigen, auch wenn die Obrigkeit da das Volk gerne nach Sieg in Afghanistan dürstend hätte. (Wohl getreu dem bekannten faschistischen Motto „... und heute gehört uns Deutschland ...“)

Kadavergehorsamst auf zum Begehen von Kriegsverbrechen

Was also kann jenen verkommenen „Kameraden“ bewegen, derartigen Schwachsinn über den „Willen des deutschen Volkes“ abzusondern? Dafür gibt es nur eine einzige logische Erklärung: den Kadavergehorsam. Da wird jeder Befehl ausgeführt und jedem Befehlsinhalt ohne eigenes Nachdenken und bedingungslos gefolgt. Und wenn sich ein Befehlshaber vor der Truppe hinstellt und den „Willen des deutschen Volkes“ als Grund für das Okkupieren Afghanistans ausgibt, dann wird der mit preußisch-großdeutscher Gründlichkeit gedrillte Söldner von heute diesen Befehl als Befehl eben nachbeten und befolgen, denn klar, nach seiner Flachkopf-Denke müssen Befehle in jedem Fall erst mal ausgeführt werden. Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse werden dabei von jenem „Kameraden“ ausgeblendet, was ihm nicht all zu schwer gemacht wird, weil er ja nun an der Seite von Truppenverbänden aus den USA mitballern darf. Und die USA standen auf der Anklägerseite bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, was einem Flachkopf reicht, um Kriegsverbrechen an der Seite der mächtigsten imperialistischen Armee zu begehen und davon auszugehen, vorerst straffrei davonzukommen.

Wofür lässt sich Kanonenfutter eigentlich erschießen?

Hier wird deutlich, wie sehr sich die Bundeswehr in der Tradition des militaristischen preußischen Geistes bewegt, welchen in seiner Person auch der aus einem Junkergeschlecht stammende Verteidigungsminister zu Guttenberg verkörpert. Und die aus Georgien stammende Frau eines für imperialistische Raubkriegsinteressen gefallenen „Kameraden“ greint verzweifelt in die Kamera und sagt in etwa: „Wie soll ich das den Kindern später erklären, dass hier Frieden ist und ihr Vater im Krieg gefallen ist?“

Tja, du dummes Lottchen, - so möchte man da diesen jämmerlichen Gestalten zurufen -, gab es denn wirklich keinen ehrbaren Beruf für deinen Mann? Musste er sich zu einer imperialistischen Drecksarmee melden, um diesen dreckigen Job zu machen? Konnte er nichts weiter, als eine Knarre halten und herumballern auf alles, was sich bewegt, und wozu er sich da befehlen ließ? Hätte er nicht auch Bäcker, Bauer, Barkeeper, Busfahrer oder Baufacharbeiter werden können und so auf saubere und sinnvolle Art die Familie ernähren können? Lag es nicht in seiner Entscheidungsgewalt, entweder gegen imperialistischen Sold und „Buschkriegszulage“ dem Teufelshaufen Bundeswehr seine Seele und letztlich sein Leben zu verkaufen, oder den eigenen Kindern ihren Vater und der eigenen Frau ihren Mann noch viele Jahre lebendig zu erhalten?

Und ein anderes dummes Lottchen greint auch los, von wegen „die“ seien „nicht aus Abenteuerlust“ dort, sondern weil sie „einen Auftrag haben“.... Nun ja, so einfach ist die Welt der Dreigroschenjungs, nüch? Die Obrigkeit „beauftragt“, und schon lasse man sich in aller Welt für die Interessen der Obrigkeit als Kanonenfutter niederschießen.

Hasspredigt eines Bundeswehr-Flachkopfs im ZDF

Jener „Kamerad“ zog dann noch die absurde Schlussfolgerung, wie sie ein solches verrottetes Produkt imperialistischen Söldnerdrills nur ziehen kann. Er äußerte seinen Hass auf diejenigen, die auf die „Kameraden“ schießen. (Ja, Hasspredigt im ZDF ist erlaubt, wenn die Hasspredigt von einem Flachkopf der Söldnerwehr kommt! So verrottet ist diese Journaille mittlerweile schon, wenn es der Volksverhetzung für einen imperialistischen Raubkrieg dienen soll.)

Da kann sich von Guttenberg ja zu seiner knallharten Ballertruppe gratulieren! Die haben es kapiert, alle Völker der Welt zu hassen, wo sie einmarschieren, Rohstoff- und Absatzmärkte erobern und besetzen sollen, Naturreichtümer ausplündern sollen und nebenher noch, wie auf dem Balkan, sich zum Vergnügen beim Freigang an minderjährigen Zwangsprostituierten vergehen dürfen ... der „Kamerad“ Kommandeur schaut da mal eben weg (oder macht eine Etage höher mit), nüch? Eben „Kameradschaft“, Korpsgeist, zackig!

Dieses Kanonenfutter made in germany hat schon seine besonderen Qualitäten für den Imperialismus. Die „Kameraden“ verdrängen perfekt, dass sie es sind, die da in andere Länder einmarschieren. Erfüllt von ihrer Mission, den armen afghanischen Frauen und Mädchen Demokratie und Menschenrechte zu bringen, beglücken sie sie mit ihrer nicht ganz uneigennützigen Anwesenheit, denn es gibt ja die unter Flachköpfen begehrten „Buschkriegszulagen“ nebst Karrierevorteilen infolge „echter Kampferfahrung“, nüch? So ein paar Silberlinge machen's möglich.

Der Albtraum des Söldner-Flachkopfs

Unsereins wünscht jenen „Kameraden“ mal den Albtraum, dass die chinesische Armee Deutschland besetzt.

Unsereins weiß, dass das chinesische Volk nicht den geringsten Willen verspürt, Deutschland anzugreifen, denn immerhin verbinden enge Handelsbeziehungen beide Wirtschaftsmächte.

Die chinesische Volksarmee besteht aber aus zig mal mehr Personal als diese jämmerliche Bundeswehr. Und ob sich die „Kameraden“ dann eine chinesische Besatzungsmacht in Deutschland widerstandslos bieten lassen würden, auch dazu hat unsereins so seine Gedanken.

Würde China ihnen ein paar Groschen mehr bieten als die Bundeswehr derzeit, so wechseln diese Dreigroschenjungs in ihrer Söldnermentalität doch sofort die Fronten! Denen geht es doch nur um die schnelle Kohle!

Und wenn ihnen bei ihrem imperialistischen Raubkrieg das Lebenslicht durch gerechtfertigten Widerstand des angegriffenen und besetzt gehaltenen Volkes ausgeblasen wird, dann dürfte dies nach der sehr einfach gestrickten Dumm-Logik dieser Flachköpfe eben „Pech“ sein.

Mit Schimpf und Schande wird die Bundeswehr abziehen müssen

Unsereins wünscht ihnen viel Pech bei ihren imperialistischen Feldzügen. Sie brauchen jede Menge Feuer in das eigene Gesicht, damit sie am eigenen Leibe spüren, dass sie gegen die Kraft ganzer Völker nicht die geringste Chance haben.

Unsereins weiß genau, dass diese imperialistischen Söldner alsbald mit Schimpf und Schande aus dem Land Afghanistan gejagt werden. Es steht ihnen ein sehr unehrenvoller Abzug bevor.

Und wenn sie dann wieder hierher zurückkommen, heim ins Bundesdeutschland sozusagen, dann wird unsereins noch jede Menge Schande und Verachtung über ihnen auskippen.

Und unsereins freut sich auf den Tag, wo neue Kriegsverbrecherprozesse stattfinden werden und diese imperialistischen Söldner und Kriegsverbrecher von den Völkern abgeurteilt werden. Nürnberg lässt grüßen, „Kameraden“!

Es lebe das Vermächtnis, welches die überlebenden Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald uns Deutschen hinterlassen haben: Nie mehr Krieg von deutschem Boden aus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Dies sei allen Flachköpfen von der Bundeswehr ins Soldbuch geschrieben.

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