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24
janvier 2002
Cher
Alexandre Adler,
Je
tiens a vous communiquer ces extraits d'un message d'Inger Arenander et
Tomas Ramberg, "Saturday Interview", Swedish National Radio,
Ekot, Stockholm:
"....We
have read quotes in Le Monde saying that you are not going to give any
more interviews in Sweden. We have also, like yourself, noted that
newspapers in Sweden have fabricated "quotes" from the
interview you gave us... We value good relations with the persons we
interview and sincerely hope that mistakes done by other reporters won't
tarnish our relations with you [etc.]"
Vous
en tirerez les conclusions qui vous sembleraient s'imposer,
Avec
mes sentiments distingues,
Susan
George |
24.
Januar 2002
Lieber
Alexandre Adler,
ich
muss dir diese Auszüge aus einer Nachricht
von Inger Arenander und Tomas Ramberg von "Saturday
Interview", Schwedisches Nationales Radio, Ekot, Stockholm,
übermitteln:
Wir
haben Zitate in "Le Monde" gelesen, wonach du* keine
Interviews in Schweden mehr geben wirst. Wir haben auch, genau wie du,
festgestellt, dass schwedische Zeitungen "Zitate" aus dem
Interview, das du uns gegeben hast, fabriziert haben ... Wir
wertschätzen gute Beziehungen mit den Personen, die wir interviewen,
und wir hoffen aufrichtig, dass Fehler, die andere Reporter begangen
haben, nicht unsere guten Beziehungen mit dir trüben (usw.)"
[*
im Englischen weiß man ja sowieso nie, ob "you" Du oder Sie
bedeutensoll. Da die Autoren Schweden sind, habe ich es mit
"Du" übersetzt,denn die Schweden duzen fast jeden.der
Übersetzer]
Sie
werden daraus die Schlussfolgerungen ziehen, die sich Ihren
aufzudrängen scheinen. [ist
das das Dementi?]
Mit
besten Wünschen [wörtlich: mit meinen ausgezeichneten Empfindungen]
Susan
George |
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23
janvier 2002
Cher
Alexandre Adler
Je
ne m'etonne plus de rien mais publier un extrait d'un journal suedois
hostile a attac, lui-meme le raccourci trompeur d'une interview a la
radio, sans avoir demande a l'interessee, que vous connaissez, si elle
avait quelque commentaire a ajouter me parait etre a la limite, pour ne
pas dire plus, de la deontologie journalistique.
Si
vous vous en reclamez malgre tout, vous deciderez du sort qu'il convient
de donner a la mise au point suivante. Je connais certes votre
opposition ideologique maintes fois exprimee aux positions que je
defends; je serais toutefois attristee d'avoir a constater qu'elle
excuse a vos yeux toutes les deformations que vous avez le pouvoir
d'imposer, en tant que directeur d'un grand journal, a la pensee de
votre adversaire,
Susan
George |
23.
Januar 2002
Lieber
Alexandre Adler,
es
wundert mich überhaupt nicht mehr, wenn ein Auszug aus einer ATTAC
feindlich gesinnten schwedischen Zeitschrift publiziert wird, was selbst
die verkürzte Verfälschung eines Radio-Interviews darstellt, ohne dass
die Betreffende [also
Susan George] dazu
befragt worden wäre, die Sie kennen, ob sie irgend einen Kommentar
abzugeben hätte - das scheint mir an der Grenze, um nicht mehr zu
sagen, der journalistischen [déontologie,
falls dieses Wort richtig geschrieben ist, taucht nicht in meinem
Wörterbuch auf, aber es müsste wohl auf "Sorgfaltspflicht"
oder "Ehrbegriff" hinauslaufen]
zu sein
Wenn
Sie sich trotz allem darauf berufen, werden Sie über das Schicksal zu
entscheiden haben, dass der folgenden Einstellung gebührt. Ich kenne
genau Ihre ideologische Opposition, die manches Mal gegenüber von mir
vertretenen Positionen ausgedrückt wurde; ich wäre dennoch betrübt,
müsste ich feststellen, dass diese (Opposition) in Ihren Augen alle
Entstellungen entschuldigt, die Sie, als Leiter einer großen
Zeitschrift, dem Denken Ihrer Gegnerin auferlegen können. [Die
keift ganz schön rum: Wer nicht für mich ist, ist mein ideologischer
Gegner, und dem unterstelle ich öffentlich feindliche Motive und
Fälschungen.]
Susan
George |
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Selon
un bref de "Courrier International" que certains se sont
empresses de reproduire et de diffuser sans me poser la moindre question,
alors qu'ils possedent mes coordonnes, j'aurais "remercie George
Bush [car] il a montre qu'il etait possible d'atteindre les terroristes
et leurs ressources".
Dans
une interview le 11 decembre 2001 a la radio suedoise, reprise, coupee
et deformee plus tard par un journal suedois qui est foncierement
anti-ATTAC, j'ai dit la meme chose que beaucoup d'adherents d'ATTAC
m'ont deja entendu dire sur le mode ironique: [je ne dispose pas du
texte, mais mon propos etait a peu pres le suivant]
Merci
a George Bush qui nous a donne un bon coup de main. Avant, il etait
impossible d'identifier les detenteurs des comptes dans les paradis
fiscaux, plus impossible encore de les fermer. Bush nous demontre qu'on
peut parfaitement le faire pour les comptes appartenant a des
terroristes [ou juges tels par les Etats-unis] dans n'importe quelle
place offshore. ATTAC dit depuis toujours que si la volonte politique y
etait, on pourrait egalement le faire pour l'argent des trafics de la
drogue, des armes et fermer carrement les paradis fiscaux.
Quant
aux bombardements, je refere les lecteurs soucieux de la teneur des
propos d'autrui a l'interview parue dans le Nouvel Observateur no.1925
intitulee "Quand une Americaine dit Non a Bush" avec, en titre,
la citation "Ajouter des massacres aux massacres? Je refuse!"
Je
ne suis pas stratege militaire et je ne sais honnetement pas s'il etait
possible de les chasser par d'autres moyens, mais je ne cache pas que je
suis contente de la deconfiture des taliban. Cela dit, je n'ai cesse de
deplorer les victimes civiles [a peu pres en nombre egal a ceux qui ont
trouve la mort dans les attentats aux USA].
Encore
une citation de moi, dans le Nouvel Obs [1ere semaine decembre, je n'ai
plus la reference exacte, il s'agit d'un debat avec Dominique Moisi de
l'IFRI]:
"Cela
fait de longues annees que je suis en desacord avec certaines politiques
de mon pays d'origine...des le matin du 12 septembre, nous entendions
nos adversaires neoliberaux nous dire: Nous sommes tous Americains, si
vous n'etes pas a 100% derriere les Etats-Unis dans tout ce qu'ils font
et dans tout ce qu'ils vont faire, vous etes antiamericain, donc
proterroriste. Je refuse cette logique-la....Est-ce que nos dirigeants
vont commencer a prendre au serieux non seulement les problemes des
musulmans mais ceux du monde pauvre, de ces quatre-cinquiemes de
l'humanite dont la realite est le chomage, l'absence d'avenir et de
democratie, la rage? Ou est-ce qu'au contraire on se contente de
repondre a la violence par la violence, ce qui ne manquera pas
d'entrainer de nouveaux crimes et d'accroitre les riques de
destabilisation de la planete?
Avec
le succes du Zenith ajoute aux autres succes d'ATTAC, je ne doute pas
que nos adversaires redoublent d'efforts pour nous discrediter. Je ne
peux que regretter que certains qui se pretendent des notres soient si
heureux de leur faciliter la tache.
Susan
George |
Laut
einer Kurzmeldung in "Courrier International" die manche
wiederzugeben und zu verbreiten sich beeilten, ohne mir auch nur eine
Frage zu stellen, obwohl sie mich hätten erreichen können, hätte ich
"George Bush gedankt, (denn) er hat gezeigt, dass es möglich ist,
die Terroristen und ihre Ressourcen zu erreichen"
In
einem Interview vom 11.12.2001 dem schwedischen Radio gegenüber, das
später von einer schwedischen Zeitschrift, die grundsätzloch gegen
ATTAC eingestellt ist, aufgegriffen, geschnitten und verunstaltet wurde,
habe ich dasselbe gesagt, was viele Anhänger von ATTAC mich schon auf
ironische Weise haben sagen hören: (ich verfüge nicht über den Text,
aber meine Äußerung war ungefähr wie folgt:)
Dank
gebührt George Bush, der uns ein gutes Beispiel an die Hand gegeben
hat. ["coup" heißt Schlag, "main" Hand, "coup
de main" steht nicht in meinem Lexikon, also keine Gewähr dafür,
dass es nicht eine bildhafte Redewendung ist] Vorher war es unmöglich,
die Konteninhaber in den Steuerparadiesen zu identifizieren, noch
unmöglicher war es, sie zu sperren. Bush zeigt uns, dass man dies
ausgezeichnet tun kan nbei den Konten, die Terroristen gehören (oder
solchen, die von den USA für Terroristen gehalten werden), egal an
welchem Offshore-Bankplatz. ATTAC hat schon immer gesagt: wenn der
politische Wille da ist, könnte man dasselbe bei dem Geld aus dem
Drogenhandel und dem Waffenhandel machen und die Steuerparadiese
verrammeln.
Was
die Bombardements betrifft, verweise ich die besorgten Leser auf den
Tenor der Äußerungen eines anderen Interviews im "Nouvel
Observateur" Nr. 1925, überschrieben mit "Wenn eine
Amerikanerin Nein zu Bush sagt" mit dem Zitat im Titel: "Den
Massakern Massaker hinzufügen? Ich verweigere mich!"
Ich
bin keine Militärstrategin und ich weiß ehrlicherweise nicht, ob es
möglich gewesen wäre, sie mit anderen Mitteln zu jagen, aber ich
verberge nicht, dass ich nicht zufrieden bin mit dem Ruin der Taliban.
Das
heißt: ich höre nicht auf, die zivilen Opfer zu beweinen (die
zahlenmäßig ungefähr denen entsprechen, die den Tod bei den
Attentaten in den USA gefunden haben).
Noch
ein Zitat von mir, im "Nouvel Observateur" (1. Dezemberwoche,
ich habe die genaue Referenz nicht mehr, es handelte sich um eine
Debatte mit Dominique Moisi von IFRI)
Seit
vielen Jahren bin ich nicht einverstanden mit gewissen politischen
Handlungen / Einstellungen meines Heimatlandes. ... Seit dem Morgen des
12. September hören wir unsere neoliberalen Gegner uns sagen: 'Wir sind
alle Amerikaner, wenn ihr nicht hundertprozentig hinter den USA steht
bei allem, was sie machen und machen werden, seit ihr antiamerikanisch,
also für den Terrorismus'. Ich verweigere mich dieser Logik. ... Fangen
unsere Führer an, nicht nur die Probleme der Moslems ernst zu nehmen,
sondern auch die der armen Welt, jener vier Fünftel der Menschheit, wo
die Wirklichkeit die Arbeitslosigkeit, das Fehlen von Zukunft und
Demokratie, die Wut ist? Oder ist es im Gegenteil so, dass man sich
damit zufrieden gibt, auf Gewalt mit Gewalt zu antworten, was dazu
führen wird, neue Verbrechen hervorzubringen und die Risiken der
Destablisierung des Planeten zu vergrößern?
Mit
dem Erfolg von Zenith, der sich den anderen Erfolgen von ATTAC
anschließt, zweifle ich nicht, dass unsere Gegner ihre Anstrenungen
verdoppeln, um uns zu kritisieren. Ich kann nur bedauern, dass gewisse
Leute, die angeblich auf unserer Seite stehen, so glücklich sind, wenn
sie deren Aufgabe erleichtern.
[m.a.W.: Wer ATTAC kritisiert oder Susan George zitiert, arbeitet für
die Gegner.]
Susan
George |