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Attac ist eben Attac Wir sind auf das Susan George Interview im Schwedischen Rundfunk durch Internet-Recherchen gestoßen. Wir übernahmen sie auf die Homepage, fragten bei Attac-Deutschland nach und baten um eine Stellungnahme. Die kam am nächsten Tag: "Lieber Günter Ackermann, ich übersende in der weiteren Mail ein Dementi von Susan George. Dieses Zitat widerspricht völlig ihren sonst weit geäußerten Auffassungen. Mit freundlichen Grüssen aus Verden, Sven Giegold" und als "Dementi" die englischen und französischen Texte in der linken Spalte. Wir teilten Attac mit, dass diese Texte kein Dementi seien. In der darauf folgenden Antwort von Sven Giegold von Attac steht u.a.: "Anbei eine eigene Stellungnahme von Susan George. Das ist deutlich, denke ich." Das konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht beurteilen, wir wollten es übersetzen und dann veröffentlichen. Die Veröffentlichung hat sich erledigt. Die "deutliche Stellungnahme" von Frau George entpuppte sich als die englische Version des Textes, den wir schon in französisch bekommen hatten und hier übersetzt veröffentlichen.. (siehe auch). Als ich die "Dementi-Texte" las, drängte sich mir unwillkürlich der Vergleich mit den anderen Attac-Texten auf. (siehe auch: "Attac - so überflüssig wie ein Kropf") Hier beschreibe ich die Methoden von Attac. Immer das gleiche Muster: (siehe auch). Konkret zu den Vorwürfen äußerte dich Susan George nicht. Die "deutliche Stellungnahme", die wir im Nachtrag bekamen, ist in Wirklichkeit aber ein Text, der uns bereits bekannt war (in französisch jetzt eben englisch). Zweimal den gleichen Text in verschiedenen Sprachen zu schicken, stellt sich für mich auch einen Versuch dar, eine Nebelwand zu legen. (siehe auch) Das angebliche Dementi von Frau George ist auch ebenfalls so eine Nebelwand. Sie behauptet, was da berichtet wurde, sei gar nicht ihre Meinung. Aus früheren Interviews klar das klar hervor. Die Meldung des "Svenska Dagbladet" hat sie aber weder durch die französische noch die englische Version entkräftet. Dabei wäre sehr einfach gewesen die falsche Meldung - wenn es denn eine ist - dadurch zu entkräften, indem sie das schreibt, was sie tatsächlich gesagt hat. Ich bin sicher, der Schwedische Rundfunk wird ihr eine Kopie des Interview-Mitschnitts gern zur Verfügung stellen - wenn sie denn angefordert hätte. Statt desen schimpft sie wie ein Rohrspatz auf die Journalisten des "Svenska Dagbladet". siehe auch Der böse Feind habe - klar - eine "verkürzte Fälschung" gebracht. Sie sei noch nicht einmal vorher befragt worden um einen Kommentar abzugeben. Worum sollten die Journalisten, wenn sie die Dame im O-Tone hatten? Dass sie den Chef des "Svenska Dagbladet" auffordert, sich zu entschuldigen, ist eine eigenartige Auffassung von Journalismus. Sie erklärt mit keiner Silbe, was sie wirklich gesagt hat. Sie sagt nur, dass sie früher mal Bush ironisch gedankt habe. Das könne man im "Nouvel Observateur" nachlesen. siehe auch Noch nicht einmal diesen Text, der sicher im Archiv des "Nouvel Observateur" zu finden sein wird, kann sie wörtlich dokumentieren. Sie schließt ihre Auslassungen im sog. Dementi dann damit, dass sie die bösen Gegner von Attac attackiert. Das Zitat von Frau George mag so, wie es im "Svenska Dagbladet" wörtlich richtig oder verändert wieder gegeben worden sein. Wir meinen, da das "Svenska Dagbladet" keine "Bild" ist, dass es zumindest nicht sinnentstellend veröffentlicht wurde. Und Gegner von Attac gibt es viele. Sie sitzen garantiert nicht in den Regierungen oder Chefetagen der Konzerne. Es sind bürgerliche Gegner von unseriöser Selbstdarstellung und es sind Linke, die wissen, das das, was da bei Attac abläuft, zumindest Schaumschlägerei ist. Aber fest steht auch, dass Attac nur in soweit gegen den Krieg ist, wie er eine Ausgeburt der Globalisierung ist. Und da passt auch zur Linie von Attac, was Frau George im schwedischen Rundfunk gesagt haben soll. Ich zitiere;: "Bei Verknüpfungen von Fragen ökonomischer Globalisierung mit innenpolitischen oder nicht-ökonomischen Problemen, die durch die politische Entwicklung unabhängig von uns auf die Tagesordnung kommen – z.B. gegenwärtig das Thema Krieg und Frieden sowie demokratische Rechte – wird ATTAC sich gewöhnlich darauf beschränken, die Perspektive ökonomischer Globalisierung einzubringen." siehe auch Da haben wir es. Wenn Bush sich als Weltgendarm gegen Terror aufspielt, was er ja macht, ökonomische Globalisierung aber nicht gleich erkennbar ist, na dann: siehe Interview im "Svenska Dagbladet". Zum Schluss noch eine Anmerkung: Dass Frau George sich so zickig auf die öffentliche Kritik an ihren Äußerungen gibt, dürfte keinerlei Folgen für sie haben. Die Meinungsführer von Attac genießen Narrenfreiheit. Nur einen sehr allgemein gehaltenen Text gibt es als Grundlage (Attac hat kein Programm) siehe auch und auch keine gewählten und demokratisch legitimierten Gremien. Attac ist darauf auch noch stolz. "Sicher werden Organisationssoziologen sich über kurz oder lang dazu etwas einfallen lassen. In der Zwischenzeit begnügen wir uns mit: ATTAC ist ATTAC." Na denn! Ich würde sagen: Attac ist eine Organisation, die allen demokratischen Spielregeln und Formalien widerspricht. Attac ist nicht demokratisch strukturiert. Man muss sich nur wundern, wie so viele auf diesen Schwindel hereinfallen können. Günter Ackermann |
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