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Clinton
fordert engere Beziehungen zwischen EU und NATO
Von Irish
Republican Correspondent
Republican
Sinn Féin
International Relations Bureau
– Aussagen der US-amerikanischen Außenministerin
Hillary Clinton, denen zufolge der Vertrag von Lissabon die Basis für
engere Beziehungen zwischen der EU und der NATO bildet, bestätigt eines
der Hauptargumente gegen der Vertrag, so der Präsident von Republican
Sinn Féin, Des Dalton.
„Das
bestätigt eines der zentralen Argumente all derer, die zur Ablehnung
des Lissabon-Vertrages aufgerufen haben. Republican Sinn Féin bei
beiden Referenden, die in den südlichen 26 Counties von Irland
abgehalten wurden, betont, der Zweck des Lissabon-Vertrags ist, das
Projekt EU einen Schritt näher an die Errichtung eines undemokratischen
und militarisierten Superstaates zu bringen.
„Hillary
Clintons Äußerungen bezüglich ‚Energie-Sicherheit’ sind
bemerkenswert. Es scheint als sei der Weg für die NATO gepflastert, um
als militärischer Vollstrecker der EU zu agieren und jene Kriege um
Ressourcen zu führen, die der damalige Präsident der EU-Kommission
Jaques Delors bereits 1992 voraussagte.
„In
der Zukunftsvision, die Hillary Clinton konstruiert, wird die politische
und wirtschaftliche Hegemonie der reichen nördlichen Hemisphäre über
den armen Süden von der NATO sichergestellt“, sagte Des Dalton
weiter.
Hillary
Clinton sprach am 29. Januar an der französischen Militärakademie in
Paris. Auf eine Frage aus dem Publikum antwortete Clinton, dass
besonders die Energiepolitik der EU von einer engeren Zusammenarbeit mit
der NATO profitieren würde. „Das sind nicht länger verschieden
Themen. Man kann schwerlich sagen, dass unter Sicherheit nur das zu
verstehen ist, was es war, als die NATO gegründet wurde und dass die EU
in Sicherheitsfragen keine Rolle zu spielen hat“, so Clinton. „Das
sind natürlich Entscheidungen im Bezug auf die EU, die die Europäer
selbst treffen müssen.“
Hillary
Clinton sagte außerdem, dass sie anerkenne, dass nationale Unterschiede
„auch in einer Zeit wachsender europäischer Integration“
respektiert werden müssten.
Allerdings
sei angesichts der komplexen Lage der heutigen Welt eine Entwicklung
gemeinsamer Strategien im Interesse der NATO wie auch der EU. In diesem
Prozess würde die EU sich auf wirtschaftliche, politische und
Entwicklungsfragen konzentrieren, während die NATO sich Hauptsächlich
um die Sicherheit kümmern würde.
„Nehmen
sie zum Beispiel die Frage der Energiesicherheit“, so Clinton, „hier
wäre die Aufgabe der EU, Strategien zu entwickeln, die größere Unabhängigkeit
und Schutz vor Bedrohungen für die Energiemärkte ihrer Mitgliedsländer
gewährleisten. Aber ich sehe auch gewisse Fälle im Zusammenhang mit
Energie, bei denen auch die NATO eine Rolle zu spielen hat.“
Es
sei zwar wichtig, „Gründungsinstitutionen“ zu respektieren und in
Ehren zu halten, doch müsste man sich auch fragen, wie diese noch
besser funktionieren könnten. Auf die Reformbestrebungen der NATO
verweisend, sagte Frau Clinton, Reformen auf EU-Ebene würden eine
Zusammenarbeit mit dem Militärbündnis erleichtern.
„Durch
den Vertrag von Lissabon, und durch besondere Konzentration und gezielte
Führung in den Bereichen Außenpolitik und Entwicklungshilfe, werden
wir einen Weg zu besserer Koordinierung finden“, so Clinton.
Auch
wenn in den vergangenen Monaten „einige Fragen“ bezüglich des Ausmaßes
der amerikanischen Verpflichtungen gegenüber Europa gestellt worden
seien, bleibe Europas Sicherheit ein „Anker“ der US-Außenpolitik.
US-Streitkräfte
würden auf dem europäischen Kontinent verbleiben, um „Angriffe
abzuwehren und schnell eingreifen“ zu können, sollten sich solche
ereignen.
Irish
Republican Correspondent, 25ú Mhi na Márta 2010
Published
by the Republican Sinn Féin International Relations Bureau, www.irish-solidarity.net
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