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Belgien/Leuven:

„Fünf vor zwölf“ = höchste Zeit, auf die Angriffe gegen Gaza zu reagieren!

AUFRUF ZUM BOYKOTT ISRAELS DURCH DIE EU

Von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Kommunisten-Online, 4. Januar 2009.-   Trotz eiskalt klirrender Kälte fanden sich einige hundert Menschen um 11:30 Uhr auf dem Großen Marktplatz in der flämischen Stadt Leuven (Louvain, Löwen) ein. Sie waren dem Aufruf regionaler Solidaritäts-, Friedens- und Drittweltgruppen gefolgt, angesichts von bisher über 2.000 verletzten und über 400 ermordeten palästinensischen Einwohnern des Gaza-Streifens gegen den erneuten Vernichtungskrieg Israels in aller Eile möglichst massiv und deutlich zu protestieren.

In der Rundmail der zur Kundgebung einladenden Organisationen heißt es, dass Israel behaupte, die HAMAS mit diesem Krieg vollständig zerschlagen zu wollen. Die Veranstalter sehen jedoch in der grausamen Wirklichkeit der andauernden Massaker an der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen nichts weiter als die Vernichtung der gesamten Bevölkerung des Gaza-Streifens. Dem Krieg ging eine 18 Monate lang andauernde Belagerung gegen die Bevölkerung im Gaza-Streifen auf israelischer Seite voraus. Dies, um eine kollektive Bestrafung aller Bewohner des Gaza-Streifens für einige Aktionen des bewaffneten Widerstandes der Palästinenser vorzunehmen. Infolge der Belagerung starben viele Verletzte und Kranke unter den Bewohnern des Gaza-Streifens, weil es an notwendigen Medikamenten und Behandlungen extrem mangelt. Die menschenverachtende Politik des zionistischen Staates Israel darf nicht länger unterstützt werden durch Sonderkonditionen der EU und der EU-Mitgliedsländer.

WIR FORDERN VON DER BELGISCHEN REGIERUNG UND DER EUROPÄISCHEN UNION DIE UNVERZÜGLICHE AUSSETZUNG DER EUROPÄISCH-ISRAELISCHEN KOOPERATIONSVEREINBARUNG SOWIE DAS ERGREIFEN SOFORTIGER SANKTIONEN GEGEN ISRAEL, BIS ISRAEL INTERNATIONALES RECHT RESPEKTIERT.

So steht es original im Aufrufstext, welchen Genosse Mario Franssen als Sprecher der belgischen Dachorganisation der Solidaritäts-, Friedens- und Drittweltgruppen INTAL erläuterte. Anschließend wurde von einem belgischen Dichter ein Gedicht vorgetragen, in welchem der Dichter sich mit den Palästinensern im Gaza-Streifen identifizierte und das menschliche Leid der Bewohner dort zum jetzigen Zeitpunkt ausdrückte. Ein palästinensischer Studierender der Katholischen Universität Leuven berichtete von seinen ermordeten und verletzten Verwandten im Gaza-Streifen, die allesamt unbewaffnete Zivilpersonen sind. Eine palästinensische Studentin rezitierte in arabischer Sprache ein Gedicht, welches die Unbeugsamkeit des palästinensischen Volkes in seinem Kampf der Selbstbehauptung zum Inhalt hatte. Eine flämische Dichterin appellierte mit einem Gedicht an die Menschen, nicht wegzuschauen, sondern gemeinsam mit vielen anderen Menschen weltweit gegen den Völkermord der israelischen Zionisten an den Palästinensern aufzustehen.

Dann versammelten sich auf den Ruf von Mario Franssen alle Teilnehmer zu einem Sprechchor für sofortige Sanktionen gegen Israel. Insbesondere diese lautstarke Forderung der protestierenden Menschen wird von den Organisatoren an den belgischen Außenminister und an die EU-Zuständigen weitergeleitet werden.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Mario Franssen im Namen der Organisatoren für die rege Teilnahme trotz der klirrenden Kälte. Er verkündete weitere Termine für einen Protest vor dem belgischen Außenministerium und der EU-Kommission sowie einer weiteren Aktion vor der Botschaft Israels in Brüssel in dieser Woche. Unsere Video-Aufnahmen und Fotos sind eine willkommene Unterstützung für den Massenprotest.

Jens-Torsten Bohlke, Brüssel  

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Belgien ist im Krieg in Libyen und Ihr seid verantwortlich!

Aufruf von Genosse Mario Franssen,

Sprecher der belgischen Solidaritätsorganisation INTAL

Auf Kommunisten-online am 20. Juli 2011 –

Liebe Freunde,

vor wenigen Wochen war ich in Libyen. Im Ergebnis meines Aufenthalts dort startenn wir mit einer Petition und bitten Euch alle um Eure Unterschriften!!

UNTERSCHREIBT DIE PETITION HIER AUF DIESEM LINK:

http://www.intal.be/nl/node/10141

Die Menschen fragten uns ständig: "Wa haben wir euch schlimmes angetan? Warum bombardiert ihr uns?"

Die sogenannten Rebellen im Osten Libyens wenden abscheuliche Praktiken an. Das könnt Ihr auch in den Berichten von Amnesty International und Human Rights Watch nachlesen...

Und wir unterstützen sie noch dabei??? Ist das Demokratie und Menschenrechte?? Wo ist die Logik?

Dieser Angriff der NATO muß aufhören!

Wenn Ihr ein paar mehr Informationen wollt, dann könnt Ihr meinen Artikel "Gehst Du mit nach Libyen? Natürlich!" lesen.

Viele Grüße und noch weiterhin schöne Ferien,

Mario

BITTE UNTERSCHREIBT DIE PETITION ONLINE UND GEBT SIE WEITER DURCH AN EURE FREUNDE!!

http://www.intal.be/nl/node/10141

F-16's Raus aus Libyen!

Am 17. März 2011 stimmten 9 Länder des Sicherheitsrates der UNO für den Beschluß 1973. Auf der Grundlage dieses Beschlusses beschloß das belgische Parlament am 18. März, gegen Libyen in den Krieg zu ziehen. Kein einziges Parlamentsmitglied stimmte dagegen.

Am Dienstag, dem 5. Juli, startete INTAL die Kampagne "F16's Raus aus Libyen!".

Das Ziel dieser Kampagne ist klar und einfach. Die belgischen F-16's müssen sofort aus dem NATO-Krieg zurückgezogen werden.

Dafür wollen wir die 150 Abgeordneten aufrufen, die sich beim Krieg alle einig waren.

Nach über 100 Tagen Krieg nehmen die Spannungen zwischen den NATO-Staaten, die Libyen bombardieren, zu. So steht es im Artikel "Libyen. Die Auswirkungen eines französischen Krieges" vom 11. Juli in Le Nouvel Observateur und auch im Artikel "Libyen: Ein auf Sand gebauter Feldzug" in The Telegraph. Beide machen deutlich, daß der Westen einen weiteren nicht gewinnbaren Krieg begonnen hat. Noch einen Krieg also, bei dem die Bevölkerung der einfachen Bürger das Opfer ist. Ein weiterer Krieg also, der mit Libyen das am höchstentwickelte Land Afrikas zurück in die Kolonialzeit bombardieren will.

Der Wortlaut der Petition

Belgien ist im Krieg in Libyen und Ihr seid verantwortlich!

aan die Minister und Parlamentsmitglieder,

Sehr geehrte Minister De Crem, Vanackere,

Sehr geehrte Parlamentsmitglieder,

Wir fordern, daß die belgische Teilnahme am NATO-Angriff auf Libyen sofort aufhört. Die belgischen F-16's müssen sofort nach Hause zurückkehren.

- Der Krieg in Libyen wurde als ein Krieg dargestellt, um die Bürger und die Demokratie zu retten. Die tatsächlichen Gründe sind, an die Schätze Libyens zu kommen und die geo-strategischen Belange des Westens zu vertreten. Das lehren uns die Kriege in Irak und Afghanistan.

- Die zivilen Toten in Libyen und die Hunderttausenden von Flüchtlingen zeigen, daß die belgischen F-16's, die am NATO-Angriff teilnehmen, keine Bürger retten, sondern noch mehr Opfer bewirken.

- In Zeiten großer wirtschaftlicher und politischer Krise kann Belgien an einem Tag beschließen, in den Krieg zu ziehen. Einen Krieg zu beginnen ist jedoch keine "lockere Sache".

- Der Krieg gegen Libyen kostet Belgien jeden Monat 5 Millionen Euro. Dies entspricht dem monatlichen Bruttolohn von 2.000 im Beruf startenden Lehrern oder Pflegekräften.

- Die Probleme in Libyen müssen von den Libyern gelöst werden, frei von jeder unerwünschten Einmischung.

Quelle: E-Mail von Genosse Mario Franssen

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