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Havanna,
5. März 2007
In
Ecuador beginnt eine Konferenz gegen Militärstützpunkte
Übersetzung
exklusiv für Kommunisten-Online von J. T. Bohlke, Brüssel
QUITO,
5. März (PL)-. Eine Internationale Konferenz über die Abschaffung der
Ausländischen Militärstützpunkte mit der Beteiligung von über 400
Delegierten aus 40 Nationen beginnt in der Hauptstadt Ecuadors. Die
Debatte, die sich bis zum bevorstehenden 9. März in Quito und in der
Stadt Manta entwickeln wird, analysiert den Einfluss der Präsenz ausländischen
Militärs auf die Wohnsiedlungen, die Umwelt und die Strategien globaler
Herrschaft.
Laut
Programm dieser Beratung finden die Sitzungen am 5., 6. und 7. März in
der Katholischen Universität von Quito statt. Am 8. März ist eine „Karavane
der Frauen für den Frieden gegen die Militärstützpunkte“ von Quito
nach Manta geplant. Einen Tag später werden die Abschlusssitzungen in der
Küstenstadt Manta in der Provinz Manabí erfolgen, wo sich eine
nordamerikanische Militäreinrichtung befindet.
Andrés
Thomas, US-Amerikaner und Mitglied der Gruppe „Keine Gewalt“ betonte
in seinem Vortrag, dass diese Beratung Erfahrungen anschaulich zu machen
und auszutauschen versucht. Und dass sie Mechanismen der Solidarität mit
den Kämpfen gegen die ausländischen Militärstützpunkte in der Welt
erzeugen will. Er führte aus, dass außer den negativen Aspekten, die die
ausländischen Kriegseinrichtungen für die Umwelt und örtliche Bevölkerung
hervorrufen, sie auch eine Gefahr für die Souveränität der Völker und
den Weltfrieden darstellen. Von diesen Kriegsenklaven aus haben die
Vereinigten Staaten souveräne Länder überfallen. Und der Militärstützpunkt
Manta im Südosten Ecuadors wird für den Plan Colombia (1) genutzt,
betonte Thomas.
Unter
den internationalen Delegierten befinden sich Wilbert van der Zeijden vom
Transnational Institute aus den Niederlanden, Herbert Docena als Forscher
von Focus on the Global South aus den Philippinen und die Mexikanerin Ana
Esther Ceceña.
Die
Konferenz wird auch dazu dienen, die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit
der Unterstützung der Ecuadorianer und der Regierung des Präsidenten
Rafael Correa für den Abzug des USA-Militärs aus Manta in 2009 zu
lenken.
Der
Niederländer der Zeijden ist bestrebt, dass die Konferenz dazu dient,
„eine große globale Kampagne“ gegen die Militärstützpunkte und die
militärische Präsenz in aller Welt auszulösen. Mit Bezug auf die
nordamerikanische Militärstützpunktenklave in Ecuador erklärte er, dass
im Fall des Erreichens ihrer Schließung in 2009 dies ein harter Schlag für
die Vereinigten Staaten wegen der geopolitischen Lage dieses Militärstützpunktes
wäre.
In
der Eröffnungszeremonie waren der Bürgermeister von Quito, Paco Moncayo,
sowie ein Vertreter des Staatspräsidenten Rafael Correa anwesend.
Laut
Quellen im nordamerikanischen Militär sind 95% der Militärstützpunktenklaven
auf der Welt derzeit USA-Militärstützpunkte. In Lateinamerika zählen
die Nordamerikaner 17 Orte mit Radareinrichtungen in Kolumbien und Peru, 3
Sicherheitscamps in Comalapa (El Salvador), Reina Beatrix (Araba) und Hato
Rey (Curacao). Dazuzurechnen sind die Stützpunkte Guantánamo und Soto
Cano (Honduras) und Manta (Ecuador).
Quelle:
http://www.granma.cu/espanol/2007/marzo/lun5/ecuador.html
Übersetzer:
J. T. Bohlke, Brüssel
(1)
„Plan Colombia“: Für dieses verbrecherische und mörderische Projekt
der Niederschlagung der kolumbianischen Guerrilla-Bewegungen, insbesondere
der FARC, gibt die USA-Regierung seit Jahren Milliardenbeträge an
US-Dollars aus. Näheres:
http://www.zmag.de/artikel.php?id=2003
Die
direkte Einmischung der USA in den kolumbianischen Guerrilla-Aufstand ist
nachzulesen bei Herrn O'Connell. Er äußerte, „dass die Vereinigten
Staaten mit US-Personal diese Anstrengungen unterstützen müssen, wie es
die gegenwärtige und zukünftige Lage im Operationsgebiet erfordert.
Dementsprechend verlegte die Bush-Administration 800 aktive Militärs und
600 Vertragsunternehmen in 2005.“
http://www.nuestraamerica.info/leer.hlvs/3324 |