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Druckfrisch
den Nagel auf den Kopf
Das
neue Heft von Geheim (4/2006
vom 31.12.2006) liegt vor.
Von
Klaus Müller/ Jan. 2007
Schwerpunktthema
des neuen Heftes sind die aktuellen Verbrechen, die der US-Imperialismus
und seine Vasallen in aller Welt verüben. Mehrere Autoren untersuchen
verschiedene Aspekte, Strategie und Taktik imperialistischer Gewalt in
mehreren Ländern. Sie stellen die aktuellen Ereignisse in den
historischen Zusammenhang der Verbrechen von Regierungen, Geheimdiensten,
Militär und letztlich der Kapitalisten seit den siebziger und achtziger
Jahren. Aus dieser Zeit sind
besonders die unter dem CIA-Codenamen „Operation Condor“ begangenen
Verbrechen in Lateinamerika bekannt geworden.
Die
Redaktion von Geheim schreibt dazu:
„Der Schriftsteller Eduardo Galeano fragte 1999, als man in seiner
Heimat Uruguay, aber auch in Argentinien, Chile, Paraguay und andernorts
begann, die Verbrechen der von den USA unterstützten Militärdiktaturen
aufzuarbeiten: „Und jetzt, mitten in der Ära der Globalisierung, welche
Garantie haben wir gegen die Rückkehr des globalisierten Schreckens? Man
muss wissen, was geschah, damit es nicht noch einmal geschieht.
Der
Gesundheit unserer Demokratie wegen, die die Präsidenten in ihren Reden
so betonen, ist es unerlässlich jene schmutzigen Geheimnisse ans
Tageslicht zubringen, die in den USA und unseren Ländern des Südens
hinter sieben Schlössern verborgen liegen.“
Sieben
Jahre später müssen wir feststellen, dass die Bush Administration eben
jenen Schrecken, der unter dem Decknamen „Operación Cóndor“ in den
70er und 80erJahren Lateinamerika heimsuchte, globalisiert hat. Jetzt
dient als Deckmantel der „Krieg gegen Terror“. Das Operationsgebiet
ist jetzt global und zu den „Zielpersonen“ gehört jeder, der sich der
neoliberalen Weltmachtpolitik der USA und ihrer Vasallen widersetzt.
„Nicht die Erde hat sie verschluckt“, lautete einst der Titel eines
Plakats von Amnesty International.
Diese
Feststellung gilt weiterhin: die Fälle Al-Masri und Kurnaz, um nur zwei
zu nennen, zeigen, dass auch deutsche Staatsbürger - mit dem Wissen
deutscher Beamter und Politiker - „fueron desaparecidos“ -
„verschwunden wurden“, wie man in Lateinamerika sagt. Nachweislich
haben deutsche Geheimdienstler, Polizisten und die politisch
Verantwortlichen keine Hemmungen gehabt, die unrechtlichen Maßnahmen zu
akzeptieren, weil sie ihnen nutzten. Sie tolerierten, dass die US-Dienste
hierfür ihre Militärbasen in Deutschland benutzten.
Das
heißt, in diesem Land gibt es eine geheime Struktur, die in der Lage ist,
Menschen verschwinden zu lassen.
Wen
wird es nach den so genannten „Islamisten“ treffen? Vielleicht jene,
die gegen Crossborder-Leasing oder den Ausverkauf heimischer Werte an
neoliberale Investmentfonds auf die Straße gehen?
Das
GEHEIM-Dossier zur globalen Operation Condor möchte sensibilisieren,
damit Europa die Erfahrung Lateinamerikas erspart bleibt. Denn heute sind
die Kontrollmechanismen besser und globaler als damals, wie wir in diesem
Heft zeigen werden.
„Der
Condor fliegt wieder“, heißt es in Südamerika, aber nicht nur dort:
der US-gesteuerte Condor hat sich ebenfalls in Europa eingenistet.“
Die
Lehre aus der lateinamerikanischen Zeitgeschichte zeigt, dass die Schließung
der US-Militärbasen der erste Schritt zum Eigenschutz ist. Die Auflösung
der Geheimdienste ist der nächste.“
Die
Redaktion von Kommunisten-Online bekräftigt die Schlussfolgerung, die
Geheim zieht:
US-Militärbasen
und Geheimdienste raus aus Deutschland, raus aus Europa!
Die
verbrecherischen „Condor-Höhlen“ Ramstein, Spangdahlen, Frankfurt,
Stuttgart, Wiesbaden, Berlin usw. ausheben und dicht machen.
Außerdem
bringt das neue Geheim-Heft Berichte über Venezuela, Bolivien, Folter,
Medienmanipulation und Überwachung in Deutschland.
Auch
die Rubrik Naming Names (Namensnennung von CIA-Agenten) ist wie immer
vorhanden und rundet das Heft wohltuend ab.
Link
zum Magazin geheim: http://www.geheim-magazin.de
Klaus Müller
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