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Anmerkung
Roter Webmaster:
Völkerrecht,
Menschenrechte, papperlapap
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 30. August 2008-
„Das
Gewäsch der Propaganda, wenn sie mal wieder solch einen Krieg zu führen
beabsichtigen, von wegen Menschenrechte und so, wird erfindungsreich
sein. Man denke nur an den sog. Hufeisenplan, eine Erfindung der
NATO-Strategen als es um den Jugoslawienkrieg 1999 ging, die Lügen der
US-Regierung von Massenvernichtungswaffen im Irak, die angebliche
Verwicklung der Taliban in die Geschehnisse um den 11. September 2001
usw. Ersatzweise und/oder zusätzlich wird dann Verstöße gegen die
Menschenrechte als Kriegsgrund aufgeführt. Verbrechen dieser Art kommen
aber tagtäglich in Ländern vor, die den USA hörig sind.
Worum
es geht sind schlichtweg die neokolonialen Interessen Nordamerikas,
Europas und der anderen imperialistischen Mächte Es geht um Bodenschätze,
Absatzmärkte, Rohstoffe, kurz: es geht um Raub.“
Das
schrieben wir vor einigen Jahren und meinten damit eine Denkschrift der
CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung (siehe).
Die hatte schlichtweg die UN-Charta in den Mülleimer geworfen und hatte
erklärt. Man müsse das Völkerrecht neu regeln und Präventivkrieg
westlicher Staaten völkerrechtlich legitimieren.
„Der
deutsche Heeresgeneral Naumann und andere Militärpolitiker der NATO
rufen zu Erstschlägen mit Atomwaffen auf, sollte die weltweite Dominanz
des Westens und seiner „Lebensart“ in Frage gestellt werden. Der
atomare Erstschlag müsse im „Köcher“ jeder Eskalationsstrategie
sein, schreibt der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Naumann.
Im Militärausschuss der NATO war Naumann zeitweise deutscher
Dezernatsleiter für Nuklearstrategie.“ (siehe)
Vorgestern
hörte ich im WDR% ein Interview mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten
Polenz. Dieser Multifunktionär (Vorsitzender des Auswärtigen
Ausschusses des Bundestags, ZDF-Fernsehrates usw.) schwafelte vom Völkerrecht,
UN-Charta und territorialer Integrität Georgiens. Gegen all das habe
Russland verstoßen.
Auf
die kritische Nachfrage des Moderators, ob nicht genau das auch die Nato
in Jugoslawin gemacht habe, meinte Polenz, das sei ganz was anderes
gewesen. Jugoslawien sei eine erzwungenes Gebilde gewesen, mit Gewalt
zusammen gehalten, während Georgien ein demokratisches Land sei, in dem
es die freie Marktwirtschaft gebe. Nun. Letztere gab es auch unter
Franco in Spanien, Pinochet in Chile und auch in Deutschland unter
Hitler.
Dass
Georgien die Südossetien militärisch angegriffen hat, ein Massaker
unter der Zivilbevölkerung angerichtet hatte. Die Menschen vertrieben
hatte, verschweigt Polenz. Dass die
georgische Regierung offenbar von den USA angestiftet wurde, dass Israel
die georgische Armee ausgebildet hat und dass es in Georgien
amerikanischem und israelischem militärische Berater massenhaft gibt,
spielt bei dem Kerl eh keine Rolle. Das ist ja nur zu Friedenszwecken.
Was
sie aber unter Frieden verstehen, erlebte die Menschen von Südossetien
beim Einmarsch georgischer Truppen. Indem die russische Armee eingriff,
verhinderte sie einen Massenmord an Zivilisten.
Ist
das das Verbrechen der Russen in Georgien? Ein prowestlicher
Nachfolgestaat der Sowjetunion ist so frei, wie es nicht freier sein
kann. Friedlich bis in die Knochen und auch sonst ist es ein Paradies
des Wohlstands.
Im
Gegenteil. Die Menschen leiden Elend und es ist das Land, durch das
Pipelines gehen, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten keinen Sinn
ergeben, es sei denn, dass sie gegen Russland gerichtet sind. Hier will
man den russischen Pipelines Konkurrenz machen.
Die
westlichen Ölkonzerne haben keinen Zugriff auf russische Energiequellen
und Rohleitungen bekommen. Jetzt hat man gleich zwei gebaut, die die
Quellen am Kaspischen Meer mit dem Mittelmeer und Schwarzen Meer
verbinden.
Gleichzeitig
wird im Westen das USA-Raketensystem gebaut. Angeblich gegen iranische
Raketen, in Wirklichkeit richtet es sich gegen Russland. Russland wird
militärisch eingekreist und soll wirtschaftlich geschwächt werden.
Die
USA-Imperialisten und ihre Juniorpartner schielen begierig auf
russisches Erdöl, Erdgas, Gold, Diamanten und die anderen Reichtümer
des Landes. Putins Politik, das im eigenen Land zu halten, hat ihnen
nicht gefallen und nun versuchen sie es mit militärischen Druck.
Darum
geht es ihnen und um nichts anderes.
G.A.
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