Gegen den imperialistischen Krieg

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

US-Besatzer in Haiti behindern Hilfslieferungen

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 26. Januar 2010 – Sie benehmen sich bereits jetzt wie die Herren im Lande – die USA.Besatzer des mit Nobelpreis legitimierten Friedensfreundes Obama. Was ihnen  nicht passt, wird be- und verhindert – auch humanitäre Hilfslieferungen. Die Presseerklärung unten ist dabei nur ein Beispiel. Die Behinderungen müssen verallgemeinert werden. (siehe)

Obama schickte als erste Maßnahme Küstenwachboote und den Flugzeugträger USS Carl Vinson. Die Küstenwachboote sollten verhindern, dass Flüchtlinge über das Meer in die USA gelangen können. Was der Flugzeugträger da  soll, lässt sich nur erahnen.

Der Fugzeugträger USS Carl Vinson gehört zur Nimitz-Klasse und ist nuklear betrieben. An Bord sind 85 Luftfahrzeuge, darunter Jagdflugzeuge, Jagdbomber, Tank-, Aufklärungs- und U-Jagdflugzeuge und zusätzlich 10 Hubschrauber. Also offenbar kaum dazu geeignet, Erdbebenopfer zu helfen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass unsere Medien uns die Hubschrauber des Trägers als Instrumente der Hilfe verkaufen wollen. Ob da gleich ein  ganzer Flugzeugträger hingeschickt werden muss, erscheint mir zweifelhaft. Auch dürften die hochgerüsteten Hubschrauber-Kampfmaschinen auch nicht geeignet zu Hilfseinsätzen.

Mir scheint vielmehr, dass es sich hier um einen militärischen Auftrag für den Atom-Flugzeugträger handelt.

Es ist wohl keine reine Spekulation, dass die USA das Erdbeben und die damit verbundene Unregierbarkeit Haitis dazu nutzen, um das Land zur direkten Kolonie der USA zu machen.

Immer mehr Länder in Lateinamerika wollen sich aus der Bevormundung Washintons befreien. Die US-Imperialisten haben in den letzten Jahren sichtbar an Boden verloren. Dies gilt es wett zu machen. Die strategisch günstige Lage Haitis macht das Land interessant für den USA-Imperialismus.

Wenn es dabei zu Todesopfern kommt – egal. Die Interessen der Wallstreet und des Imperiums sind höher zu bewerten.

G.A.

zurück

Haiti

Frachtflugzeug von Ärzte ohne Grenzen wiederholt von Landung abgehalten - 

Patienten sterben mangels dringend benötigter medizinischer Materialien

Pressemitteilung von Ärzte ohne Grenzen vom 20.01.2010

Port-au-Prince/Berlin, 20. Januar 2010. Ein Frachtflugzeug von Ärzte ohne Grenzen mit zwölf Tonnen medizinischer Ausrüstung, einschließlich Medikamenten, chirurgischem Material und zwei Dialysemaschinen, wurde seit Sonntagnacht dreimal von der Landung auf dem Flughafen von Port-au-Prince abgehalten. Dies trotz der wiederholten Zusicherung, dort landen zu können. Die Fracht bestand aus einem Teil eines Charterfluges mit 40 Tonnen Hilfsgütern an Bord, der am Sonntagmorgen von der Landung abgehalten worden war. Seit dem 14. Januar wurden fünf Flugzeuge von Ärzte ohne Grenzen von ihrem ursprünglichen Ziel Port-au-Prince in die Dominikanische Republik umgeleitet. Diese Flugzeuge transportierten insgesamt 85 Tonnen medizinischer Hilfsgüter.

„Im Martissant-Gesundheitszentrum sind fünf unserer Patienten gestorben, weil medizinische Hilfsgüter fehlten, die diese Maschine an Bord hatte“, sagte Loris de Filippi, Nothilfekoordinator von Ärzte ohne Grenzen im Choscal-Krankenhauses in Cité Soleil. „Ich habe so etwas noch nie erlebt. Jedes Mal, wenn ich den Oprationssaal verlasse, sehe ich Menschen, die verzweifelt um eine Operation bitten. Am Dienstag brauchten im Choscal-Krankenhaus zwölf Menschen lebensrettende Amputationen. Wir waren gezwungen, auf dem Markt eine Säge zu kaufen, um die Amputationen durchführen zu können. Es ist hier ein Wettlauf gegen die Zeit.“

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen waren seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben im Einsatz. Die Frachttransporte sind für die Fortsetzung der dringend nötigen medizinischen Hilfe für die Überleben entscheidend. Ärzte ohne Grenzen hat bisher rund 3.000 Menschen an mehreren Orten in der Hauptstadt medizinisch versorgt und mehr als 400 Operationen durchgeführt.

„Es ist wie die Arbeit in einem Kriegsgebiet“, sagte Rosa Crestani, medizinische Koordinatorin von Ärzte ohne Grenzen im Choscal-Krankenhaus. Wir haben kein Morphin mehr, um unseren Patienten den Schmerz zu nehmen. Wir können nicht akzeptieren, dass Flugzeuge mit lebensrettender medizinischer Ausrüstung weiterhin abgewiesen werden, während unsere Patienten sterben. Medizinischen Gütern muss Priorität eingeräumt werden.“ Viele der Patienten sind stark gefährdet, an den Folgen des Crush-Syndroms zu sterben, bei dem starke Muskelverletzungen unbehandelt zu Nierenversagen und zum Tod führen können. Dialysegeräte sind entscheidend, um die Menschen in diesem Zustand am Leben zu halten.

Zwei weitere Flugzeuge mit 26 Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen an Bord wurden in die Dominikanische Republik umgeleitet. Fünf Flugzeuge mit insgesamt 135 Tonnen Hilfsgütern konnten in Port-au-Prince landen. Weitere 195 Tonnen Hilfsgüter benötigen in den kommenden Tagen eine Landegenehmigung, um die Ausweitung des medizinischen Nothilfeeinsatzes fortzusetzen.

Gesundheitszentrum

Zentrum, in dem die Patienten medizinisch untersucht werden und eine Erst-und Grundversorgung erhalten. Herzstück der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in Flüchtlingslagern. Kleinere Einheiten werden als Gesundheitsposten bezeichnet. Die Statistiken der Zentren dienen gleichzeitig zur epidemiologischen Überwachung.

Mehr als 700 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen leisten in und um Port-au-Prince medizinische Nothilfe. Die Teams arbeiten momentan im Choscal-Krankenhaus, im Martissant-Gesundheitszentrum, im Trinité-Krankenhaus, im Carrefour-Krankenhaus, im Jacmel-Krankenhaus. Zudem errichten sie ein aufblasbares 100-Betten-Krankenhaus in der Region Delmas. Außerdem erkunden sie andere Orte außerhalb der Hauptstadt. Ärzte ohne Grenzen hat bisher rund 3.000 Menschen an mehreren Orten in der Hauptstadt medizinisch versorgt und mehr als 400 Operationen durchgeführt.  

http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!