|
Erster
Einsatz von Atomwaffen vor 65 Jahren
HIROSHIMA
übersetzt
und ergänzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
weiter
zum Text
|
Hiroshima
Am
6. August 2010 ist der 65. Jahrestag des ersten atomaren
Massakers in der Geschichte der Menschheit.

|
|

|

|
Erster
Einsatz von Atomwaffen vor 65 Jahren
HIROSHIMA
übersetzt
und ergänzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Havanna,
6. August 2010, Cubadebate.(auf
Kommunisten-online am 7. August 2010) – Ein zuvor in der Weltöffentlichkeit
nie gesehener gewaltiger Licht- und Feuerball erhob sich langsam zur
Form des gigantischen Atompilzes bis tief in den Himmel und wirbelte
durch eine ungeheure Druckwelle im Umkreis von etlichen Dutzenden
Kilometern des Detonationsortes riesige Mengen von Schutt und Asche
zweier bevölkerungsreicher Städte in seinen Sog. Zurück blieben Berge
von Asche in einer glühenden Wüste mit vielen Tausenden getöteten
Zivilpersonen sowie etlichen Tausenden Opfern der atomaren Strahlung,
welche dazu verurteilt waren, elendiglichst in einem jahrelangen
Martyrium qualvoll zu sterben.
|

|
Comandante
Fidel Castro besuchte Hiroshima am 3. August 2003. Er gedachte
der Opfer eines der schlimmsten Kriegsverbrechen des
US-Imperialismus.
Foto:
Pablo Pildain |
Der
2. Weltkrieg war bereits fast vollständig beendet. Hitler und Mussolini
waren besiegt, in Europa und Afrika hatte bereits die Nachkriegszeit
begonnen. In Asien stand das faschistische Japan vor der Kapitulation
nach zahlreichen militärischen Niederlagen. Die UdSSR zog am Pazifik
Truppen für den letzten Sturmangriff auf Japan zusammen.
In
Japan befanden sich die von den japanischen Invasionsarmeen in ganz Südostasien
zusammen geraubten großen Goldschätze, auf welche es das
US-Finanzkapital zur Zementierung des Dollars als internationale Leitwährung
abgesehen hatte. Der US-Imperialismus hatte nicht vor, diese für ihn
strategisch wichtige Kriegsbeute mit der UdSSR zu teilen.
In
dieser Situation gab US-Präsident Harry Truman den Befehl zum Abwurf
der beiden Atombomben über den japanischen Großstädten Hiroshima und
Nagasaki. Die Kriegspropaganda der USA feierte dieses abscheuliche
Kriegsverbrechen als entscheidenden letzten Schlag zur Niederwerfung der
„Gelben Gefahr“. So schlug die Stunde der Unterwerfung jenes stolzen
bis arroganten faschistisch regierten Japans, welches nie zuvor in
seiner Geschichte jemals kolonialer Unterdrückung ausgesetzt worden
war.
Die
USA gingen aus dem 2. Weltkrieg als imperialistische Hauptmacht hervor.
Abgesehen von ihren Übersee-Territorien fernab des amerikanischen
Kontinents im Pazifik hatte keine Bombe jemals eine Stadt in den USA
getroffen. Wirtschaftlich waren die USA am Ende des 2. Weltkrieges stärker
denn je zuvor. Vielerorts auf der Welt agierte der US-Imperialismus, als
ob ihm die Welt als Kriegsbeute gehören würde.
(Entnommen
aus Erinnerungen an das Feuer)
DIE
BOMBE
Am
6. August 2010 warf ein US-Bombenflugzeug de Typs B-29 mit Namen „Enola
Gay“ die erste Atombombe über Hiroshima ab. Die japanische Großstadt
Hiroshima wurde nahezu vollständig zerstört. Über 80.000 Menschen
kamen binnen Minuten um.
In
den Folgetagen starben zehntausende Menschen an den Folgen der hohen
Dosis von atomarer Strahlung. Ende 1945 lag die Zahl der Toten bei mehr
als 140.000 Menschen.
Die
erste Atombombe hatte eine Sprengkraft von 15.000 Tonnen
TNT-Sprengstoff. Sie wurde vom US-Piloten Paul W. Tibblets um 8:15 Uhr
abgeworfen. In den Staubmassen verbrannten die Menschen bei Temperaturen
von bis zu 4000 Grad Celsius.
Drei
Tage nach dem Atomwaffen-Ersteinsatz des US-Imperialismus auf Hiroshima
warf eine zweite B-29 eine Atombombe auf die Stadt Nagasaki. Nagasaki
liegt 700 Kilometer westlich von Tokio. BBC-Berichte sprachen seinerzeit
von 40.000 Toten infolge jener zweiten US-Atombombe.
Am
15. August 1945 verkündete Japans Kaiser Hirohito öffentlich in einer
Radio-Ansprache die bedingungslose Kapitulation des faschistischen
Regimes. In seiner Ansprache bezog er sich auch auf die Zerstörungskraft
jener „neuen und grausamen Bombe“ made in USA.
Dem
Atombombeneinsatz des US-Imperialismus gegen das faschistische Japan war
ein Kernwaffentest in Alamo Gordo im US-Bundesstaat New Mexico im Rahmen
des sogenannten „Manhattan Projekts“ der US-Regierung
vorausgegangen.
Die
Atombomben waren von den US-Kriegsverbrechern getauft und mit den Namen
„Little boy“ und „Fat man“ versehen worden.
In
einem Leitartikel der Zeitung der französischen Résistance „Le
Combat“ schrieb der
bekannte algerische Schriftsteller Albert Camus über die Bombe auf
Hiroshima: „Die mechanisierte Zivilisation vollendet die letzte Etappe
der Barbarei“.
„In
naher Zukunft müssen wir zwischen dem völligen Selbstmord und dem
intelligenten Gebrauch von wissenschaftlichen Errungenschaften wählen
(...) dies kann nicht weiterhin nur einfach ein Gebet sein“, sagte
Camus, Autor der Erzählungen „Der Fremde“, „Die Pest“ und
vieler anderer, die ihm den Literatur-Nobelpreis einbrachten.
Nach
jenem Angriff gingen die US-Truppen zur Besetzung Japans über. Sie
hatten bereits in den USA über 140.000 US-Bürger japanischer Herkunft
in KZ-ähnlichen Gefangenenlagern eingekerkert. Diese aus Japan
stammenden US-Bürger stellten seinerzeit eine der drei großen
asiatischen Bevölkerungsgruppen in den USA dar.
Für
die verbrecherischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ist
der US-Imperialismus bis zum heutigen Tage der Menschheit und
insbesondere den Opfern die Entschuldigung schuldig geblieben.
(Mit
Information von EFE)
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/
|