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BDI:
„Europa
braucht starke Führung“ – die deutsche!?
Anmerung
Rote Webmaster:
Kommunisten-online
vom 18.05.2009 – Sie sind
wieder dabei das große Wort zu führen, die Herrschaften von BDI bis
zum Hundt(e)-Verein BDA: „Europa – das sind wir!“
„Wir“,
das sind aber für sie nicht wir – du und ich – sondern sie, die
Herren aus den Banken und deutschen Konzernen. Die, die uns eine
Wirtschaftskrise hingelegt haben, die seines Gleichen seit 1930 nicht
mehr erlebt hat.
Keitel,
der BDI-Chef befieht der Berliner Regierung: „Wir fordern die
Bundesregierung auf, dass sie gerade jetzt in der Krise eine Führungsrolle
in Europa übernimmt.“
Was
berechtigt sie, die führende Rolle in Europa zu beanspruchen? Was
berechtigt sie, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen? Was berechtigt sie,
dass sie Menschen überall in Europa – und auch außerhalb – ins
Elend jagen, wenn es ihren Profitintere3ssen entspricht? Was berechtigt
sie, anderen Völkern ihren Willen aufzwingen zu wollen – und sei es
auch mit Gewalt?
Es
ist nicht ihr moralisches Ansehen – die für das Kapital eh nicht zählt,
wenn die Kasse nicht stimmt – das deutsche Großkapital hat eigentlich
seit dem von ihm angezettelten 2. Weltkrieg jedes moralische Ansehen
verloren.
Aber
die Herrschaften der deutschen Konzerne, von Thyssen, Siemens und
Konsorten, der Großbanken in Frankfurt, deren Reichtum aus dem Blut von
Millionen Menschen entstand, wollen ihre Profite sichern und steigern.
Sie wollen in Europa die erste Geige spielen – und spielen sie
bereits.
Ihre
Stärke aber erwächst aus unserer Schwäche, unserer Spaltung, unserer
ideologischen Unklarheiten und Unsicherheiten. Ohne eine starke
Kommunistische Partei, stehend auf dem Boden des Marxismus-Leninismus,
kann es kein Ende des Imperialismus geben – triumphiert das Unrecht
und die Unmenschlichkeit, wird es Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend
geben. Eine Revolution der ausgebeuteten und unterdrückten Klassen ist
nur mit der Führung einer kommunistischen Partei möglich.
Die,
die sich einer marxistisch-leninistischen KP widersetzen, die in unsere
Reihen und die der Arbeiterklasse ideologische Verwirrung tragen, hat
unser Kampf ebenso zu gelten, wie der Kampf gegen das Kapital selbst.
Ohne den Kampf gegen sie, wird auch der gegen das Kapital geschwächt
werden Die Opportunisten zu isolieren, ist die Voraussetzung für den
Aufbau der Kommunistischen Partei und damit zur Revolution.
G.A.
Lob
der Dialektik
Das
Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre.
Die Gewalt versichert: So, wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut:
Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.
Wer noch lebt, sage nicht - niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gesprochen haben
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen: niemals?
An
wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird?
Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen
Und aus Niemals wird: Heute noch!
Bertold
Brecht
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