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USA-Besatzer-Vorposten
Tarmiya
Stundenlanger
Angriff irakischer Widerstandskämpfer |
Iraker
auf dem Vormarsch
Versuchte
Erstürmung eines US-Vorpostens
Quelle:
Freace.de
vom 21.02.2007 |
In
der etwa 40 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt Baghdad
gelegenen Stadt Tarmiya haben irakische Widerstandskämpfer Berichten
zufolge am Montag offenbar versucht, einen US-Vorposten zu stürmen.
Einem
Artikel der Los Angeles
Times zufolge dauerte der Kampf mehrere Stunden an und wurde erst durch
US-Kampfflugzeuge und eingetroffene Verstärkung der US-Soldaten
entschieden. Nach Aussage des US-Militärs
wurden bei dem Angriff 2 US-Soldaten getötet und 29 weitere verletzt. In
einer vorangegangenen Meldung war noch von 17 verletzten Soldaten die Rede
gewesen. Von den Verletzten seien demnach 24 nur so leicht verletzt
worden, daß sie bereits wieder ihren Dienst angetreten haben. 5 Soldaten
würden demnach noch medizinisch versorgt.
Dies
ist zweifellos bemerkenswert, meldete die Los Angeles Times doch unter
Berufung auf „irakische“ Polizisten und Augenzeugen, daß mindestens fünf
Mal US-Hubschrauber während des Kampfes innerhalb des Vorpostens
landeten, um Verwundete abzutransportieren. Rein rechnerisch wäre dies
zwar möglich, wurden ja nach US-Angaben fünf Soldaten schwerer verletzt,
dies bedeutete dann allerdings, daß jeder von ihnen einzeln evakuiert
wurde. Angesichts der zahlreichen Abschüsse von US-Hubschraubern in den
vergangenen Wochen eine Maßnahme, die kaum während massiver
Kampfhandlungen ergriffen würde, wären die Soldaten nicht in
Lebensgefahr. Dies wirft dann allerdings wiederum die Frage auf, warum
neben den fünf lebensgefährlich verletzten Soldaten die restlichen nur
leicht verletzt wurden.
Auch
in einem weiteren Punkt steht die Meldung des US-Militärs in direktem
Widerspruch zu Medienberichten. Demnach sei der Vorposten „ausschließlich
von US-Soldaten verteidigt worden. Die irakische Polizei hat den Standort
im Dezember verlassen und die Polizeizentrale des Bezirks ins nahegelegene
Mushada verlegt.“
CNN
berichtete
am Montag
andererseits unter Berufung auf „irakische Beamte“, daß bei dem
Angriff neben zwei US-Soldaten auch 8 „irakische“ Polizisten getötet
wurden. Demnach wurde die Basis erst mit drei Autobomben und dann von 50 Kämpfern
angegriffen. Dabei wurden Raketen von einem Lastwagen und aus einem
nahegelegenen Gebäude als auch Mörser, Panzerfäuste und Schußwaffen
auf den Vorposten abgefeuert. In seiner ersten Meldung hatte selbst das
US-Militär zugegeben, daß es sich hierbei um einen „koordinierten
Angriff“ handelte.
Der
New York Times
zufolge wurde der Angriff auf den Vorposten „kurz vor Sonnenaufgang“
durch „mindestens“ eine Autobombe eingeleitet. Spätestens dieses
Detail, daß ein derart großer Angriff bei Tageslicht erfolgte, belegt,
daß es sich hier um weitaus mehr als den alltäglichen Beschuß von Basen
der Besatzer handelte. Ganz offensichtlich war es Ziel des Angriffs, den
Vorposten einzunehmen. Letztlich spricht zweifellos schon die Tatsache, daß
dies erst durch den Einsatz von Kampfflugzeugen und die Entsendung von
Verstärkung verhindert werden konnte, Bände.
Ein
derartiger Angriff könnte kaum deutlicher belegen, wie stark sich der
irakische Widerstand mittlerweile fühlt. Es sind ohne Zweifel Angriffe
wie dieser, die den Strategen innerhalb des US-Militärs Kopfschmerzen
bereiten. Sollte es dem irakischen Widerstand gelingen, Angriffe nicht nur
auf eine US-Basis sondern auf zahlreiche zu koordinieren, so würde dies
zwangsläufig zu einer Prioritätensetzung bei den Einsätzen der
Luftwaffe - und dem entsprechenden Fall von „unwichtigen“ Basen - führen.
Dieser
Angriff führt insbesondere in Kombination mit dem Abschuß von 7
US-Hubschraubern in den vergangenen Wochen zweifellos zu großer Nervosität
innerhalb des US-Militärs, wecken sie gemeinsam doch Erinnerungen an das
Afghanistan der Sowjet-Union als auch an das Vietnam der USA.
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