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Reise
Ahmadinedschads nach Venezuela, Nikaragua, Kuba, Ekuador
IMMER
BEWUSSTER MITEINANDER VERBÜNDETE ANTIIMPERIALISTEN
von
Jens-Torsten Bohlke
Kommunisten-online
am 15. Januar 2012 – Wie Irans Präsident Ahmadschinedschad vor
Antritt seiner Lateinamerika-Reise betonte, verbindet der
jahrhundertelange Kampf für nationale und soziale Befreiung gegen
koloniale und imperialistische Unterdrückung die Völker des Mittleren
Ostens mit denen Lateinamerikas. Ahmadschinedschad setzte den weiteren
Ausbau der Beziehungen zwischen Iran und den fortschrittlichen Ländern
Lateinamerikas auf die Tagesordnung seiner Lateinamerika-Reise.
„BITTE
VERRATEN SIE NIEMANDEM, DASS WIR HIER ATOMBOMBEN BAUEN“
Die
Reise des iranischen Präsidenten hat in Washington bereits in ihrem
Vorfeld zu wütenden Reaktionen geführt. Wohl nicht zufällig wurde am
Sonntag die venezolanische Generalkonsulin in Miami, Livia Acosta Noguera,
von der US-Administration zur »unerwünschten Person« erklärt und des
Landes verwiesen. Sie soll angeblich gemeinsam mit iranischen und
kubanischen Agenten US-Einrichtungen ausspioniert haben, um eine Attacke
auf nordamerikanische Computernetzwerke vorzubereiten. Präsident Chávez
wies die Vorwürfe als »willkürlich und unbegründet« zurück. Sie stützten
sich lediglich auf einen Film, den ein US-Fernsehsender ausgestrahlt habe,
so der venezolanische Staatschef.
Zugleich
entfesselten die großen bürgerlichen Konzernmedien eine heuchlerische
Hetzkampagne um die angebliche Zusammenarbeit Venezuelas und des Iran bei
der Urananreicherung. »Bitte verraten Sie niemandem, daß wir hier
zusammen eine Atombombe bauen«, scherzte Chávez deshalb gegenüber
Journalisten über die Vorwürfe, die er als »lächerlich« bezeichnete.
»Wir sind keine Kriegstreiber. Weder der Iran noch Venezuela haben
jemanden angegriffen oder Bomben auf jemanden abgeworfen. Es sind
diejenigen, die uns beschuldigen, die mehr als 100 Jahre lang Länder überfallen
und Tausende Bomben auf wehrlose Völker abgeworfen haben, darunter auch
Atombomben«, erinnerte Chávez.
UMFANGREICHE
FRIEDLICHE ZUSAMMENARBEIT IRAN-VENEZUELA
Am
9. Januar 2011 unterzeichneten Venezuelas Präsident Hugo Chávez Frías
und sein iranischer Amtskollege Mahmoud Ahmadschinedschad im Präsidentensitz
Miraflores der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine Reihe bilateraler
zwischenstaatlicher Abkommen auf Gebieten der Zusammenarbeit in der
Industrie, der Wissenschaft und Technik sowie der Politik. Gegenstand der
Verträge über Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Industrie ist die
Bildung einer Arbeitsgruppe aus jeweils 4 Vertretern beider Länder für
Abstimmungen bei der Umsetzung der Abkommen. Vorgesehen ist ferne ein
gemeinsamer Arbeitsplan zur Ermittlung und Einschätzung des Bedarfs und
der verfügbaren Mittel bei der Umsetzung und Fortführung der
vereinbarten Projekte. Schwerpunkte bilden u.a. die Nanowissenschaft und
-technologien.
Die
venezolanisch-iranische Zusammenarbeit orientiert sich nicht nur auf
gegenseitigen Nutzen beider Länder. Viele Vorhaben reichen bis hinein in
die ALBA-Staatengemeinschaft der fortschrittlichen lateinamerikanischen Länder.
In einer gemeinsamen Erklärung brachten beide Staatsoberhäupter ihre
Zufriedenheit über die erfolgreiche Vertiefung der bilateralen
Beziehungen zum Ausdruck.
Hugo
Chávez unterstrich den bereits erfolgten Bau von 14.000 Wohnungen in
Venezuela mit Unterstützung der iranischen Regierung. Weitere 7000
Wohnungen sind in der Stadt Ciudad Caribia zwischen den venezolanischen
Bundesstaaten Vargas und dem Haupststadt-Distrikt Caracas in Vorbereitung.
26 Einrichtungen der Nahrungsgüterwirtschaft Venezuelas entstanden mit
iranischer Hilfe. Hervorzuheben sind auch die Fahrzeugfabriken für die
Produktion von Traktoren, PKW und anderen Fahrzeugen sowie die
Fertigungsstätten für Maschinen zur Milchverarbeitung.
VEREINT
IM ANTIIMPERIALISTISCHEN KAMPF GEGEN KRIEGSTREIBER UND ZIONISTEN
Die
Staatspräsidenten Irans und Venezuelas haben die Notwendigkeit des
Kampfes beider Länder gegen das Phänomen des Terrorismus hervorgehoben
und die Unterstützung der Befreiungsaufstände der Völker auf der Welt,
die Verteidigung der Rechte des unterdrückten palästinensischen Volkes
und die Durchführung von Reformen in Syrien unterstrichen. Mahmud
Ahmadindschad, der iranische Staatspräsident und sein venezolanischer
Amtskollege Hugo Chavez verurteilten in Caracas in einer gemeinsamen Erklärung
den Terrorismus des US-Imperialismus und seiner Komplizen. Sie betonten
die enge Zusammenarbeit zwischen Teheran und Caracas auf bilateraler und
internationaler Ebene beim Kampf gegen diese üble Erscheinung.
In
der Erklärung des iranischen und venezolanischen Staatspräsidenten
wurden die Volksaufstände für nationale und soziale Befreiung im Nahen
Osten, die selbstverständlichen Rechte des palästinensischen Volkes und
die Zusammenarbeit der syrischen Bevölkerung und ihrer Regierung zwecks
Durchführung der Reformen unterstützt. Außerdem wurde die klare
Einmischung des Imperialismus und des zionistischen Regimes als Ursache für
das Erschweren der Lösung dringender Probleme in der Region bezeichnet.
In
der gemeinsamen Erklärung von Ahmadinedschad und Chavez wird die
Verletzung der Rechte des palästinensischen Volkes durch das zionistische
Regime verurteilt. Die internationalen Organisation und die Länder der
Region werden aufgefordert, effektiver zur Unterstützung der Rechte der
Palästinenser beizutragen.
In
der gemeinsamen Erklärung haben der iranische und venezolanische Staatspräsident
mit Hinweis auf das fruchtbare Niveau der Beziehungen zwischen Teheran und
Caracas den Willen beider Länder hinsichtlich der maximalen Ausweitung
der Kooperationen in allen Bereichen und der Notwendigkeit einer
fortgesetzten Erforschung der vorhandenen Kräfte und Kapazitäten betont.
Beim
Treffen zwischen Ahmadinedschad und Chavez wurden außerdem Urkunden über
Lehre und Erstarkung auf dem Gebiet des Nanowissens und der
Nanotechnologie zwischen beiden Seiten unterzeichnet.
Der
Staatspräsident der Islamischen Republik Iran hob beim Unterzeichnungsakt
der Urkunden über die Zusammenarbeit zwischen Teheran und Caracas den
Fortschritt Irans und Venezuelas mit Hilfe der einheimischen Potentiale
hervor und fügte hinzu, die Imperialisten wollten den Fortschritt in den
beider Ländern verhindern, zur Vorherrschaft über Iran und Venezuela
gelangen und ihnen zur Ausplünderung ihrer Reichtümer ihre Politik und
ihren Willen aufzwingen.
Der
iranische Staatspräsident hat unterstrichen, dass die Völker Venezuelas
und Irans gegenüber der Unersättlichkeit der Imperialisten
Standhaftigkeit zeigen und
ihre Rechte verteidigen. Mahmud Ahmadinedschad hat am Montag beim
offiziellen Begrüßungszeremoniell von Hugo Chavez dem venezolanischen
Staatspräsidenten im Präsidialpalast dieses Landes in Caracas mit
Hinweis auf die Solidarität und enge Freundschaft der Völker Irans und
Venezuelas erklärt: „Heute sind das Volk Venezuelas und die weiteren Völker
Lateinamerikas, die 100 Jahre alten Wunden des Kolonialismus am Leib
tragen, gegenüber den Imperialisten wach und verteidigen ihre Rechte
standhaft.“
Ahmadinedschad
bezeichnete Hugo Chavez als Held bei der Bekämpfung des Imperialismus und
Symbol des revolutionären Geistes der lateinamerikanischen Bürger. Er
hob hervor: „Gerechtigkeit, Freiheit, Respektierung der Rechte der Völker,
Unabhängigkeit und Würde sind das Recht aller Völker und Menschen. Die
Imperialisten und Expansionisten haben aber bisher nie diese Rechte den Völkern
offiziell zugesprochen.“
Der
iranische Staatspräsident hob ferner hervor, das Hegemonialsystem befinde
sich in seiner Endphase, aus diesem Grund zeige es ein aggressiveres
Gesicht. Es trete alle menschlichen Werte mit Füßen und nehme, wider
allen Gesetzmäßigkeiten, die Länder und Rechte der Völker ins Visier.
Hugo
Chavez hat ferner bei der Begrüßung des iranischen Staatspräsidenten
Ahmadinedschad als seinen wahren Bruder und Mitglied des venezolanischen
Volkes bezeichnet. Er sagte, dass heute das Volk, die Regierung und
Revolution des iranischen und venzolanischen Volkes die Pflicht hätten,
auf dem Weg der Beendigung der Dummheiten des Imperialismus, welcher zügelloser
denn je handelt, nach vorn zu schreiten.
Chavez
unterstrich, obwohl der Imperialismus danach strebe die ganze Welt unter
seiner Kontrolle zu haben, werde dies sicherlich nicht eintreten. Die Völker
Irans und Venezuelas würden Hand in Hand und mit der Unterstützung der
meisten Völker der Welt die Plünderungen des Imperialismus beenden.
Der
venezolanische Staatspräsident erklärte: „Wir fordern die
Respektierung der Rechte der Völker und die territoriale Integrität der
Länder und sind der Ansicht, dass es dadurch möglich wird, stabilem
Frieden zu finden.“ Hugo Chavez sagte, es sei wichtig, die Beziehungen
zwischen Venezuela und Iran auszubauen. Heute müssten beide Länder ihre
Beziehungen weiter festigen und sich bemühen, Gleichgewicht und Frieden
auf der Weltebene herzustellen.
ATOMWAFFENMÄCHTE
GEGEN FRIEDLICHE ATOMENERGIE-NUTZUNG DES IRAN
Am
10. Januar 2012 flog Ahmadinedschad an der Spitze der iranischen
Regierungsdelegation von Venezuela nach Nikaragua weiter, wo er an den
Feierlichkeiten bei der Einführung des nikaraguanischen Regierungschefs
Daniel Ortega in dessen dritte Amtszeit teilnahm.
Daniel
Ortega sprach bei seiner Begrüßungsrede auch von der reichen Kultur und
dem Geist des Widerstandes der Islamischen Republik Iran gegen den
Imperialismus und sagte, nachdem er den iranischen Präsidenten und die
ihn begleitende Delegation herzlich willkommen geheißen hatte, dass der
Iran nach Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit in der Welt strebe und auf
diesem Wege neben den unabhängigen und freiheitsliebenden Völkern steht.
Daniel
Ortega brachte seine entschiedene Unterstützung für die friedliche
Nutzung der Atomenergie Irans zum Ausdruck und sagte: „Es ist das Recht
jeden Volkes, die friedliche Atomenergie zu nutzen und niemand kann einem
Volk dieses Recht nehmen.“
Weiter
sagte der nikaraguanische Staatspräsident, dass einige Länder wie die
USA und das zionistische Regime, die die Atombombe und Atomwaffen
besitzen, Iran des Baus der Atombombe beschuldigen, während Iran mit
seiner jahrtausendealten Geschichte, keinen Bedarf an der Atombombe hat.
IRANS
REGIERUNGSCHEF TRIFFT AUF REVOLUTIONÄRES SURINAM
Der
iranische Staatspräsident sagte, dass die Völker heute erwacht sind und
die Front der Gerechtigkeit und Freiheit suchenden sich in der Welt
verbreitet und wächst. Einem IRNA-Bericht zufolge hat Mahmud
Ahmadinedschad bei einem Treffen mit dem Präsidenten von Surinam, Dési
Bouterse, am Rande der Feierlichkeiten für die Amtseinführung von Daniel
Ortega in der niKaraguanischen Hauptstadt Managua erläutert, dass sich
heute der Geist der Gerechtigkeitssuche der Völker miteinander verbindet
und gesagt: „Iran kennt keinerlei Einschränkungen bei der Ausweitung
der Beziehungen zu Völkern und Regierungen, die die Freiheit suchen und
sieht diese als Stärkung der Front der Gerechtigkeitssuchenden.“
Mahmud
Ahmadinedschad sagte, dass die Suche nach der Wahrheit eine angeborene und
menschliche Realität ist, die über regionalen und geographischen Fragen
steht und die Völker miteinander verbindet.
Der
Präsident von Surinam forderte eine täglich zunehmende Ausweitung der
Beziehungen seines Landes zu Iran und sagte, dass Surinam aufgrund seiner
revolutionären Ideologie entschlossen ist, seine Beziehungen mit
fortschrittlichen Ländern wie z.B. Iran auszubauen.
Dési
Bouterse wies auf die regionalen und internationalen Entwicklungen hin und
sagte, dass die Wirtschaftskrise in Europa und die wirtschaftliche
Situation in den USA davon zeugen, dass die Wirtschaften dieser Länder
aufgrund ihrer zahlreichen Probleme im Niedergang begriffen sind.
AHMADINEDSCHAD
MIT V-ZEICHEN BEI EINREISE IN HAVANNA
Der
Staatspräsident des Iran Mahmud Ahmadinedschad ist bei seiner
Lateinamerika-Reise am 11. Januar 2012 in Havanna, der Hauptstadt von Kuba
eingetroffen, wo er das Flugzeug mit gut sichtbarem V-Zeichen als Ausdruck
eines persönlichen Triumpfgefühls verließ. Zu den wichtigsten Punkten
seiner eintägigen Reise nach Kuba gehören Treffen mit Spitzenpolitikern
des Landes und Gespräche über wichtige internationale und regionale
Fragen. Bei diesen Gesprächen sollen die Wege für den Ausbau der
bilateralen Zusammenarbeit untersucht werden.
Möglicherweise
stand das V-Zeichen des iranischen Regierungschefs im Zusammenhang mit
einem Ereignis, welches seinen Besuch in Kuba überschattete und Ausdruck
der zugenommenen Spannungen zwischen den westlichen imperialistischen Mächten
und Iran ist. Gemeint ist der Mord am iranischen Atomwissenschaftler Ahmad
Roshan durch eine explodierende Bombe in seinem Auto im Osten von Teheran.
Die iranische Regierung beschuldigte die USA und Israel, Drahtzieher
dieses Attentats zu sein. Washington dementierte.
TREFFEN
MIT COMANDANTE FIDEL CASTRO
Kubas
Präsident Raúl Castro empfing den iranischen Regierungschef auf dem
Flughafen von Havanna. Nach einer zweistündigen Aussprache zwischen
Mahmud Ahmadschinedschad und Fidel Castro kommentierte dessen Bruder Raúl
Castro, daß Fidel bei bester Gesundheit ist. Ahmadinedschad habe ihm
gesagt, daß Fidel bei der Begegnung am meisten gesprochen hatte, was
zeigt, daß es Fidel wirklich sehr gut gehen würde. Der iranische
Regierungschef bezeichnete sein Treffen mit „Comandante Fidel“ als
„sehr gut“ und „sehr erfreulich“, zugleich nannte er Raúl Castro
„meinen geliebten Bruder“.
Der
iranische Staatspräsident und der kubanische Revolutionsführer haben die
Notwendigkeit der Einheit revolutionärer Staaten und ihre allseitigen Bemühungen
für die Verbesserung der ungerechten Verhältnisse in der Welt
unterstrichen. Sie erörterten die wichtigsten regionalen und
internationalen Fragen. Dazu zählen allen voran die Folgen des
ungerechten Systems auf der Welt, die atomare Abrüstung, der Ausbau der
Beziehungen revolutionärer Völker, die Bemühungen um die Herstellung
von Frieden und Sicherheit auf der Welt sowie die Bekämpfung der
Verbreitung von Treibhausgasen.
Ahmadinedschad
hat bei diesem Treffen die revolutionäre und große Persönlichkeit von
Fidel Castro gewürdigt und erklärt, alle Völker der Welt, vor allem die
revolutionären, würden den Namen Fidel Castro kennen und diese
revolutionäre Persönlichkeit ehren. Er verwies darauf, dass die Völker
Kubas und Irans gemeinsame Ideale und Sichtweisen bezüglich
internationaler Angelegenheiten haben und sagte, angesichts dessen, dass
der Kapitalismus sein Ende erreicht habe, würden die Völker Kubas und
Irans in der jetzigen Lage eine große Verantwortung tragen, um ein neues
System basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit herzustellen.
Ahmadinedschad
wies auf die zahlreichen Angriffe der Imperialisten auf die unabhängigen
Völker wie die Kubas und Irans hin und sagte, in einer Zeit, in der der
Imperialismus all seine Kraft gegen Iran und Kuba einsetzt, müssten die
unabhängigen Völker mit Solidarität und Einigkeit ihre Zusammenarbeit fördern
und ihre Feinde mehr denn je zur Verzweiflung bringen.
Der
iranische Staatspräsident bekräftigte ferner die Bedeutung zunehmender
Zusammenarbeit zwischen Havanna und Teheran. Er unterstrich, enge und
ausgedehnte Beziehungen zwischen Kuba und Iran in den Bereichen Politik,
Wirtschaft und Kultur seien zu Gunsten beider Völker sowie zum Vorteil für
alle Völker, die nach Gerechtigkeit und Freiheit streben.
Fidel
Castro, der kubanische Revolutionsführer, hat seinerseits die
Standhaftigkeit des iranischen Volkes gegenüber dem Imperialismus gewürdigt
und als lehrreich bezeichnet. Er erklärte, der Iran habe mit seinem
Widerstand gegenüber den Imperialisten auf der Welt eine hohe Stellung
erreicht und sei unter den Völkern beliebt, und mit dieser Stellung könne
er das Zentrum der Hoffnung der Völker auf der Welt sein.
Ahmadinedschad
verurteilte die wirtschaftliche, finanzielle und Handelsblockade des
US-Imperialismus und seiner Komplizen gegen Kuba. Raúl Castro würdigte
das Recht Irans auf die Entwicklung eines eigenen Atomprogramms mit
friedlichen Zielen. Beide Staatsoberhäupter tauschten ihre Auffassungen
zur Lage im Mittleren Osten aus und konstatierten „weitgehende Übereinstimmung“
in ihren Positionen. Raúl Castro sagte anschließend den Journalisten, daß
beide Politiker ein sehr langes und intensives Gespräch miteinander
hatten. Sein Gast zog sich anschließend ermüdet zurück und wird nach
Ekuador weiterreisen. Beide Länder arbeiten am weiteren Ausbau ihrer
Zusammenarbeit und ihrer Handelsbeziehungen.
ANTIIMPERIALISTEN
SEHEN KAPITALISTISCHEN ENTWICKLUNGSWEG ALS SACKGASSE
Präsident
Ahmadinedschad hat bei einer Rede vor Dozenten und Studenten der Universität
Havanna mit Verweis darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt des Daseins
steht, erklärt, dass kein höherstehendes Lebewesen als der Mensch
erschaffen wurde. Die ganze Welt stehe im Dienste der Menschheit. Und der
Mensch müsse versuchen, mit stetiger Mühe und Arbeit die Glückseligkeit
zu erlangen.
Der
Staatspräsident des Iran betonte, dass der Kapitalismus praktisch eine
Niederlage erlitten habe und in verschiedenen wirtschaftlichen,
politischen und kulturellen Bereichen in eine Sackgasse geraten ist. Er
hob hervor, dass der Kapitalismus jetzt am Ende seiner Kräfte
wahrscheinlich zur Aggression greifen werde, aber die historische
Lebensdauer der kapitalistischen Denkweise habe ihr Ende erreicht.
Ahmadinedschad
sagte, dass die Welt eine neue Ideologie basierend auf Gerechtigkeit,
Liebe und Freundlichkeit braucht. Heute seien die Völker und vor allem
die Akademiker verpflichtet, sich an der Konzipierung eines neuen
menschlichen Systems zu beteiligen, einem System, das allen Menschen gehört
und an dem alle beteiligt sind.
Mahmud
Ahmadinedschad wurde von der Leitung der Universität Havanna der
Ehrendoktortitel für Politikwissenschaften für seine Bemühungen bei der
Verteidigung der Rechte des iranischen Volkes gegenüber kapitalistischen
Mächten sowie für seine Verdienste bei der Herstellung eines gerechten
Systems auf der Welt verliehen.
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